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Holg Newbie
Anmeldungsdatum: 06.12.2006 Beiträge: 2
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Verfasst am: 6.Dez 2006 13:47 Titel: Kapitalbedarf f. Einzelhandelsgschäft - Minderheitsbeteil. |
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Sehr geehrte Damen und Herren,
nach Einsicht in dieses Forum und der Betrachtung einiger sehr konstruktiver Beiträge, möchte auch ich mich nun dieses Forum
um einen Rat bzw. Informationen, bitten.
Ich hab Interesse an einer Beteiligung, mich in ein Einzelhandelsunternehmen einzukaufen (Übernahme von Gesellschaftsanteilen), mit der Option bis zu 100% über einige Jahre hinweg zu erlangen. Eine Komplettübernahme wäre auch mein langfristiges Ziel. Tätige Mitarbeit in dem Unternehmen ist Vorraussetzung.
Das Investitionsvolumen hierbei würde ca. 300 T€ betragen. Damit würde eine Beteiligung von ca. 45% erworben werden. Die anderen Gesellschafteranteile verteilen sich auf zwei weitere Gesellschafter ca. je 15% (arbeiten Aktiv am Unternehmen mit), die restlichen Anteile auf stille Gesellschafter. Über einen Zeitraum von 5-10 Jahren können die restlichen Anteile erworben werden, so dass das Unternehmen komplett an mich übergehen würde.
Es stellt sich für mich nun die Frage der möglichen Finanzierung, aufgrund eines nicht vollständigen Unternehmenswerbs, sondern eines sukzessiven Erwerbes über Jahre. Aus Erfahrung mit Banken, weiß ich gerade mit meiner persönlichen finanziellen Konstellation (geringes EK, keine Sicherheiten), dass es bereits sehr schwierig ist ein Unternehmen bspw. in der Nachfolgeregelung, komplett zu übernehmen.
Da das von mir einzubringende Eigenkapital lediglich 30 T€ beträgt und, wie bereits erwähnt, ich keine weiteren Sicherheiten aufweisen kann, bin ich mir nicht sicher ob Banken an solchen Finanzierungen interessiert wären (Finanzierungssumme 270T€), wenn es sich nicht um eine Komplettübernahme handelt.
Offene Fragen auf die ich eine Antwort suche: [/b]
Ist in solchem Fall überhaupt an eine Finanzierung zu denken respektive ist eine Finanzierung überhaupt möglich?
Hat hierzu von Ihnen, in einem ähnlich gelagerten Fall, breits Erfahrungen gesammelt?
Welche anderen Möglicheiten gäbe es so ein Projekt zu finanzieren?
Wenn nicht der Gesamtbetrag finanzierbar ist, gibt es Möglichkeiten einer Art "sukzessiven Finanzierung über Jahre"?
Über einen konstruktiven Beitrag von Ihnen würde ich mich sehr freuen!
Vielen Dank
MFG
Holg |
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Günter1 Specialist
Anmeldungsdatum: 15.01.2006 Beiträge: 74
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Verfasst am: 6.Dez 2006 19:04 Titel: |
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Guten Tag,
Ich denke mit diesen Informationen ist es schwer zu beurteilen ob eine Finanzierung möglich ist oder nicht.
Dazu müsste man Einblick in vergangene Bilanzen und vorallem Planbilanzen haben.
Ungefähre Angaben wie Umsatzbereich, Mitarbeiter und Anlagevermögen würden wohl eine etwas genauere Beurteilung zulassen, ob Sie das hier posten wollen ist aber Ihnen überlassen.
Allerdings sind wie Sie bereits bemerkt haben 10% EK sehr wenig.
Weiters würde ich mich an Ihrer Stelle fragen warum man Ihnen bei diesen Gewinnaussichten dieses Angebot macht ( immerhin ~650.000 € + Zinsen für Ihren Kredit * 2,22 auf 10 Jahre).
Ich will nicht behaupten das dies unmöglich ist, jedoch würde ich meinen Anteil an dem Unternehmen bei diesen Aussichten nicht abtreten.
Ich kann Ihnen nur raten sich genauestens mit der Unternehmens Situation auseinander zu setzen und eventuell von einem Profi prüfen zu lassen.
Wenn sie dann mit allen Details vertraut sind und diese sich als rentabel erweisen werden Sie wohl auch Ihre Finanzierung bekommen.
Eventuell kommen Sie bis dahin auch auf eine bessere EK Quote
Daher sollte Ihr erster Schritt ein seriöser Businessplan incl. Planbilanzen und Grund für das Ausscheiden der anderen Gesellschafter sein.
Eine andere Möglichkeit als die Finanzierung über eine Bank sehe ich nicht, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Falls Sie es auf diesem Weg bei einer Bank schon versucht haben, was war der Grund für die Ablehnung?
Meinen Sie mit "sukzessiven Finanzierung über Jahre" den allmählichen Erwerb von Unternehmensanteilen?
Ich nehme an das wird problematisch weil für die gesamten 45% jemand gesucht wird?
Mit freundlichen Grüßen
Günter |
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Holg Newbie
Anmeldungsdatum: 06.12.2006 Beiträge: 2
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Verfasst am: 7.Dez 2006 20:10 Titel: |
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Guten Abend Günter1!
Vielen Dank für Ihre ausführliche Erläuterung.
Detaillierte Angaben (Zahlen) wollte ich im Moment noch nicht im Forum posten!
Der Grund des sukzessiven Übergabe des Unternehmens (im übrigen haben Sie mit Ihrer Vermutung recht, dass ich damit den allmählichen Erwerb von Unternehmensanteilen meinte) in Form von Unternehmensanteilen, liegt darin begründet, dass sich der kfm. Geschäftsührerer aufgrund seines Alters (55J) allmählich aus dem Unternehmen zurück ziehen möchte und nun die Anteile an einen mitarbeitenden neuen kfm. GF schrittweise übergeben/veräußern möchte.
In den Anfangsjahren der schrittweisen Übgergabe hätte er gerne noch einen kleinen Einblick, um sicher zu sein, sein von ihm aufgebautes Unternehmen in guten Händen zu wissen.
Wir (mein STB und ich) werden das uns vorliegende Zahlenmaterial genau prüfen und analysieren um dann weitere Schritte einzuleiten.
In diesem konkreten Fall, hatte ich bisher noch nicht mit einer Bank gesprochen, Grund damals war mangelndes EK & Sicherheiten. Aufgrund dieser früher ablehenenden Haltungen bei anderen Projekten, bin ich nun etwas vorsichtig und wollte mich über mögliche andere Schritte erkundigen.
Sie haben sicherlich Recht, wenn man mit dem (Teil)- Erwerb noch etwas warten würde bis sich die EK Lage gebessert hat, aber ob die Anteile dann noch zu haben sind!?
Ich dachte mir dies eben auch, dass man die Banken bei diesen Projekten wohl nicht umgehen kann! Daher werde ich nach Prüfung der Zahlen und genauer Analyse den Unternehmensdaten, einen Businessplan erstellen und einen "neuen" Versuch bei den Banken starten!
Schade das es keine anderen Möglichkeiten gibt/gäbe!
Nochmals vielen Dank für Ihren Beitrag!
MfG
Holg |
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Planer GoMo&Pa Werbepartner

Anmeldungsdatum: 05.07.2005 Beiträge: 226 Wohnort: 86899 Landsberg
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Verfasst am: 12.Dez 2006 7:12 Titel: Geschäftsübernahme |
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Hallo Holg,
also ganz so unmöglich ist die Übung nicht. Meinen Ausführungen setze ich voraus, daß das zu erwerbende Unternehmen wirtschaftlich solide ist, denn das ist Grundvoraussetzung. Ein maroder Betrieb kann zwar eventuell nach einer Sanierung lohnend sein, aber die Finanzierung in diesem speziellen Fall funktioniert nur selten mit der Bank.
In Ihrem Fall sehe ich grundsätzlich schon Möglichkeiten. Ausschlaggebend ist ein Nachfolgekonzept, das mit dem bisherigen Eigentümer abgestimmt ist. Ausschlaggebend hierfür ist auch, welche Werte (materiell und immateriell) im zu übernehmenden Unternehmen stecken.
Ferner können Sie als Existenzgründer öffentliche Mittel einsetzen, die zum Teil eigenkapitalersetzend sind.
Mitunter wichtig ist auch die Branche. Es gibt bestimmte Brnachen, die fassen Banken gar nicht oder nur ungern an.
Vielleicht lassen Sie mir ein paar mehr Informationen zukommen und ich sehe , wie ich Ihnen helfen kann.
Grüße aus Landsberg
Thomas Planer _________________ Thomas Planer // Planer und Kollegen GmbH
86899 Landsberg/Lech
Tel 08191/3201100
Fax 08191/2007
www.planerundkollegen.de
t.planer@planerundkollegen.de |
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