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Schelm2004 Specialist
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 74
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Verfasst am: 10.Dez 2004 1:09 Titel: Organisierte Kapitalpoolung für asset deals - ab € 2,5 Mio. |
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Trotz dass es hier ja unzählige Geschäftsideen und Projekte zu bewundern gibt, habe ich mich entschlossen, auch einen Vorstoss zu wagen.
Um es vorweg zu nehmen: Die definitive Hoffnung auf einen direkten Investorenkontakt habe ich nicht wirklich - der ein oder andere Tip würde mir schon reichen. Da ich bereits einmal "Vorkosten versägt" habe, sehe ich nun hinter jedem Baum einen Betrüger. Ich glaube, dass es nach Studium der Beiträge in den Foren wohl vielen Usern so geht. Die fehlende Fähigkeit, GUT von BÖSE zu unterscheiden, macht die Suche nicht einfacher - vielleicht wird mir ja hier geholfen.
Zum Projekt:
Mein Partner und meine Wenigkeit sind schwerpunktmäßig in der Beratung und Management auf Zeit bei KMU des produzierenden Gewerbes tätig, die sich akut in der Krise befinden. Das Geschäft wird durch uns ohne jegliche Akquisition ausschließlich auf Empfehlung betrieben, was für die Qualität und Praxisnähe sprechen sollte. Wir sind auch permanent gut ausgelastet, so dass wir hier keine verdeckten Akquisitionen betreiben wollen (nur um Unkenrufen vorzubeugen !).
Für diese spezielle Beratungsleistungen haben wir ein Lizenzsystem entwickelt, was voraussichtlich im I. Quartal 2005 - federführend promoted durch einen bedeutenden Multiplikator als Netzwerkpartner -an den Markt geht. Dieses Projekt ist komplett aus Eigenmitteln finanziert worden und hier nicht gegenständlich, jedoch relevant als Vervielfältiger für unser eigentliches Ansinnen:
Den in der betriebswirtschaftlichen und juritischen Praxis stehenden Usern muss nicht erläutert werden, dass mit der Insolvenzordnung ab 01.01.1999 de facto eine Verschlechterung für klassische Unternehmenssanierungen erreicht wurde. Das Insolvenzplanverfahren ist praktisch nahezu nicht umsetzbar und der gerichtliche Vergleich fiel gänzlich weg. Freie Vergleiche sind in ihrer juristischen Verbindlichkeit ausserordentlich kritisch und können auch fiskaltechnisch nach Umsetzung zum 2. Stolperstein werden. Insofern bleibt bei praxisnaher Beratung unseres Klientels in zahlreichen Fällen aufgrund der eingetretenen Tatbestände lt. InsO tatsächlich nur der rechtssichere Weg über das Amtsgericht zu beschreiten.
Nun besitzen aber die betroffenen Unternehmen in der Regel trotzdem fähige Unternehmer, Geschäftsführer, Mitarbeiter sowie intakte Marktanbindungen, optimalerweise sogar noch Aufträge - außerdem können die werthaltigen Produktionsfaktoren vom zuständigen Insolvenzverwalter zu konkurrenzlos günstigen Preisen ausgelöst werden.
also:
Es steht ein asset deal im Rahmen einer klassischen Auffanglösung an. Die enge Abstimmung mit den jeweiligen Verwaltern ermöglicht grundsätzlich immer einen Erhalt des Ganzen - die vorstehenden Voraussetzungen als gegeben angenommen.
Bereits mehr als 50 Kunden wurden unsererseits in den letzten Jahren in dieser Form begleitet - alle arbeiten heute hoch rentabel und ohne nachhaltige Belastungen. Ausnahmen gibt es hier nicht.
Unser heutiges Problem ist, dass es der Bankenmarkt einfach kaum noch hergibt, angepasste Anlauffinanzierungen (Durchschnittsgröße T€ 75 - 150) durchfinanziert zu bekommen. Das hat vielfältige Gründe ( nicht nur BASEL II), die wir beide aufgrund unserer gemeinsam 20-jährigen Berufserfahrung im Bereich der Kreditananlyse und des -vertriebs bei verschiedenen Banken in leitenden Positionen nur zu gut kennen und auch ansatzweise verstehen können.
Insofern steht die Aufgabe, einen Kapitalpool für derartige Vorhaben zu ordnen, der revolvierend zur Verfügung steht. Die Risikostreuung hierbei ist verhältnismäßig übersichtlich und relativiert sich weiter, wenn man weiss, dass die Unternehmen selbstverständlich komplett neu organisiert und laufend controlled werden. Die Renditeerwartung wird realistisch bei 15 % p.a. liegen, was alle Träumer von Hochrenditen bewusst abhalten soll. Wir arbeiten bei unseren Klienten marktnah und transparent - dies bringen wir auch potentiellen Investoren entgegen. Denn wie heisst es so schön : "Träume sind Schäume....." - nur realistische und unsererseits vertretbare Ansätze werden beplant. Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird als sehr gering angesehen.
Für alle hier grob beschriebenen Planungen liegen ausführliche Businesspläne im Detail vor. Für näher interessierte Investoren wäre es ohnehin erforderlich, eine Präsentation der Gesamtaktivitäten und handelnden Personen zu erfahren. Dazu sind wir auf Anfrage gern bereit.
Um es abschließend ganz deutlich zu machen, da gerade in Foren Mißverständnisse häufig anzutreffen sind:
1. Wir distanzieren uns deutlich von den üblichen Angeboten im Insolvenzfalle, wie Geschäftsführerentlastung, Verkauf ins Ausland etc. - unsere Klienten stellen sich Ihrer Vergangenheit und Ihrer Zukunft.
2. Gesellschaftsrechtliche Formen wie Ltd. etc. kommen bei uns nicht vor - wir arbeiten weiterhin mit den einschlägig in Deutschland (auch vom Kodex) anerkannten Rechtsformen.
3. Die enge Zusammenarbeit mit eingesetzten Insolvenzverwaltern sowie sonstigen Ansprechpartnern wird eng und fair gelebt - nur so kann Rechtssicherheit für die Zukunft beplant werden.
Unser Vorhaben soll eine ganzheitliche Lösung in der Unternehmenskrise für kleine mittelständische KMU wertschöpfender Branchen darstellen - der abschließende Schritt fehlt leider noch.
Nun bin ich und mein Kollege aber gespannt, was passiert.....
Schelm2004 |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 10.Dez 2004 8:19 Titel: Was soll passieren...? |
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Hallo Schelm 2004,
| Zitat: |
| Nun bin ich und mein Kollege aber gespannt, was passiert..... |
Zunächst mal ist das eine Idee, die auch hier vor längerer Zeit bereits einmal umfangreich diskutiert wurde, wenn auch in leicht anderen Nuancen.
Und es ist eine Idee, die teilweise andernorts bereits seit längerer Zeit erfolgreich gehandhabt wird. Bei Ihren weiteren Recherchen sind Sie sicherlich auch über diesen Link gestolpert...?
www.kmueg.de
Ich halte Ihre Idee für absolut erfolgversprechend, weil ein Markt dafür da ist! Problem ist - wie immer: Woher das Startkapital nehmen für eine erfolgreiche Marktumsetzung...?
Sie schreiben:
| Zitat: |
| Mein Partner und meine Wenigkeit sind schwerpunktmäßig in der Beratung und Management auf Zeit bei KMU des produzierenden Gewerbes tätig, die sich akut in der Krise befinden. |
und:
| Zitat: |
| Die Renditeerwartung wird realistisch bei 15 % p.a. liegen, was alle Träumer von Hochrenditen bewusst abhalten soll. |
Das ist eigentlich der Bereich, in dem ich glaube, zu Hause zu sein...
Von daher halte ich die Renditeprognose etwas gewagt. Ich gehe dabei davon aus, daß Sie mit diesen 15 % den Investor bedienen wollen; für das Unternehmen muß auch noch etwas übrig bleiben. Wenn ich da eine durchschnittliche Gewinnquote (Bilanzergebnis) von vielleicht 4-5% zugrunde lege, müßten die betroffenen Unternehmen also tatsächlich wesentlich höhere Ergebnisse erwirtschaften...
Ich wünsche Ihnen jedenfalls Glück dabei!
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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Schelm2004 Specialist
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 74
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Verfasst am: 10.Dez 2004 10:44 Titel: |
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Hallo Herr Wilhelm,
der Link war uns bis dato nicht bekannt, jedoch sehr interessant.
Unsere Intention ist aus der betrieblichen Betreuungspraxis selbst entstanden und auch stringenter angelegt. Ich unterstelle, dass es aufgrund der der Risiken und Fremdkapitalbelastung in bestehenden Unternehmen bei der KMUEG wohl auch zu einer sehr hohen Ablehnungsquote kommt.
In diesem Zusammenhang steht für uns bei bestehenden Firmen eindeutig die selbst vorgenommene Definition von Sanierungsfähigkeit en erster Stelle:
"Sanierungsfähig ist ein Unternehmen dann, wenn es durch geeignete Maßnahmen gelingt, mittelfristig die Liquidität zu sichern und gleichzeitig die Fremdkapitalquote nicht nachhaltig zu steigern"........
Daran dürften wohl viele KMU's in der Umsetzung von laufenden Beteiligungen auch bei der KMUEG scheitern.
Wir wollen nahezu ausschließlich für Neustarts tätig werden, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. Das System selbst ist autoritär in punkto Beteiligungsprocedere und -umsetzung ausgelegt. In diesem Zusammenhang ist auch die Renditeerwartung von Investoren beplant, die mit Fix- und ergebnisabhängiger Komponente ausgestattet ist. Für die Beteiligungsgesellschaft selbst ist dies nach unseren Planungen nach Kosten und eigenem Gewinnanteil seriös darstellbar.
Sofern Sie hier weitere Informationen wünschen, würden wir Ihnen diese gern persönlich posten, da sämtliche details hier zu weit führen würden.
In punkto KMUEG dürfte auch interessieren, wie man hier der laufenden Prüfung der Beteiligungen (werden ja auch offen angeboten) durch die BaFin entgegentritt. Durch die verschiedenen Investorenalternativen scheint man die 3-Beteiligungs-Grenze wohl durch Streuung zu unterlaufen ?! Nichts desto trotz ein endlich mal praxisnaher und marktgerechter Auftritt - darauf könnte man unter Einbeziehung vorhandener Netzwerkpartner aufsetzen.
Schelm2004 |
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