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Rip-Deals: Vorsicht vor Abzockern, Dieben und Gewalttätern!

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Andi Masters
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 07.03.2003
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: 27.Jul 2004 2:25    Titel: Rip-Deals: Vorsicht vor Abzockern, Dieben und Gewalttätern! Antworten mit Zitat

Seit Jahren verzeichnen die Behörden ein stetiges Wachstum von betrügerischen Geldgeschäften, bei denen ahnungslose Privatpersonen und Geschäftsleute um zum Teil beträchtliche Summen geprellt werden. PLUSMINUS, das Wirtschaftsmagazin der ARD, brachte zum Thema Rip-Deals am 19. August 2003 einen TV-Beitrag.

FALSCHGELDFALLE

Deutsche tauschen in Italien bündelweise echte Euro gegen falsche Schweizer Franken.

Scharenweise tragen deutsche Bürger dicke Bündel Bargeld nach Italien und lassen sich dort Falschgeld andrehen. Der deutschen Polizei sind allein in den letzen 2 Jahren 300 Fälle von so genannten Rip-Deals bekannt geworden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 30 Millionen Euro.

Es beginnt immer harmlos. Und es beginnt immer damit, dass jemand etwas verkaufen möchte. Eine Immobilie zum Beispiel. Es können aber auch eine Yacht, ein Rennpferd, ein Kunstwerk oder wertvoller Schmuck sein. Für all diese teuren Güter ist es schwer geworden, einen Käufer zu finden. Die Nachfrage ist weggebrochen. Es drohen Verluste.

Das ist die Chance für eine besonders raffinierte Art von Betrügern. Sie beobachten die Angebote, im Internet oder in den Kleinanzeigen der Zeitungen. Sie registrieren sehr genau, welche Angebote keinen Käufer finden. Nach vielen Monaten melden Sie sich telefonisch beim Verkäufer und zeigen sich sehr interessiert. Sie geben sich oft als jüdische Geschäftsleute aus, die zum Beispiel nach günstigen Immobilienanlagen in Deutschland suchen. Sie geben vor, sich das Objekt schon angesehen zu haben. Der Preis gehe in Ordnung. Es müssten nur noch die Einzelheiten besprochen werden. Dazu bitten sie die Verkäufer zu einem Treffen meistens in Mailand oder Turin, manchmal auch in den Niederlanden. Als Vorwand wird dann beispielsweise eine Gehbehinderung des Interessenten genannt.

Die Personen, die ihre Immobilien nicht loswerden, sind leichte Beute für die Betrüger. Oft bezahlen diese sogar Flug und Übernachtung, laden in schicke Restaurants zum Essen ein.

Bei den Verkaufsverhandlungen geben Sie dann zu verstehen, worum es ihnen eigentlich geht. Sie hätten große Mengen Schweizer Franken, das sie nicht offiziell in Euro wechseln könnten. Das Geld stamme beispielsweise aus dem Diamantenhandel oder dem Ölgeschäft. Und bevor es zum Immobilienkauf komme, müssten die Verkäufer eine größere Summe vorab wechseln. In vielen Fällen lassen sich die Verkäufer darauf ein. Sie sind froh, endlich einen Käufer gefunden zu haben, der ihre Preisvorstellungen akzeptiert. Außerdem winken die Täter mit einer dicken Provision von bis zu 20 Prozent der Tauschsumme.

Bei einem zweiten Besuch in Mailand bringen die ahnungslosen Verkäufer dann wie verlangt ein dickes Bündel Bargeld mit, das sie dann gegen gefälschte Schweizer Franken eintauschen. Die Täter gehen dabei in der Regel sehr geschickt vor. Sie lassen das Opfer einige Scheine aus einem Bündel Schweizer Franken ziehen, damit sie diese bei einer Bank überprüfen lassen können. Diese Scheine sind echt. Mit einem Trick wird dann das Bündel mit dem echten Geld gegen Falschgeld ausgetauscht. Diese Taschenspielertricks beherrschen die Täter in allen Varianten. Sie sind dabei so geschickt, dass das Opfer zunächst gar nicht merkt, dass es betrogen worden ist.

Aber die Gauner scheuen auch nicht vor Gewalt zurück. Es gab Fälle, in denen ein Opfer niedergeschlagen oder mit dem Auto angefahren wurde, sogar ein Todesopfer ist zu beklagen.

Für Außenstehende ist es ein großes Rätsel, wie die Betrüger es schaffen, redliche Bürger zu solch abenteuerlichen Geschäften zu veranlassen. Die Betroffenen nennen immer wieder das gewandte, professionelle Auftreten, die guten Manieren und vor allem die große Sicherheit, die die Gauner ausstrahlen. Manche Opfer, die schon eine größere Summe verloren haben, lassen sich sogar zu einem zweiten Geschäft verleiten - so überzeugend sind offenbar die Geschichten, die ihnen die Betrüger auftischen. Und natürlich nehmen sie ihnen auch beim zweiten mal alles Geld ab.

Wer auf diese Weise übers Ohr gehauen wurde, befindet sich in bester Gesellschaft. Zu den Opfern gehören Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Kaufleute, Industrielle aber auch Privatleute, die einfach nur ein Haus, eine Yacht oder etwas anderes von Wert verkaufen mussten. In den letzten zwei Jahren wurden 300 Deutsche um ihr Geld gebracht, so das Landeskriminalamt Bayern, bei dem im Rahmen eines Sammelverfahrens alle Informationen zu deutschen Fällen zusammenlaufen. Der Gesamtschaden belaufe sich auf 30 Millionen Euro.

Über den Täterkreis wissen die Fahnder, dass er aus dem ehemaligen Jugoslawien stammt und zu zwei Dritteln einer ethnischen Minderheit angehört. Gemeint sind Roma. Insgesamt sind dem Landeskriminalamt knapp 80 Täter bekannt. Die Schweizer Bundespolizei kennt sogar 300 Namen.

Bislang kann die Polizei, abgesehen von vereinzelten Verhaftungen in der Schweiz, wenig Erfolge vorweisen. Die Täter leben im Ausland, meist in Italien, Frankreich oder den Benelux-Ländern. In der Regel müssen sie für ihre Geschäfte deutschen Boden nicht betreten. Und ausgeliefert wird bei dieser Art von Delikten nicht, so das Landeskriminalamt Bayern.

Inzwischen haben sich Betroffene zur Interessengemeinschaft der SFr-Geschädigten zusammengeschlossen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, zentral Informationen über Täter zu sammeln. Auf diese Weise will sie auch mit jenen Betroffenen in Kontakt kommen, die auf eine Anzeige bei der Polizei verzichtet haben.

Ansprechpartner:
Hans Feundl, (01 71) 4 51 96 46

Fragebogen für Betroffene als WORD-Datei:
http://www.wdr.de/tv/plusminus2002/Fragebogen.doc)


Quellenhinweis: http://www.daserste.de/plusminus/beitrag.asp?iid=87

Anmerkungen: Dieselben Methoden werden von Betrügern angewendet, um kapitalsuchende Unternehmer zu prellen. Diesen wird versprochen, gegen Zahlung einer Vermittlungsprovision einen gewünschten Kredit oder eine Beteiligungsfinanzierung zu erhalten.

Wer Glück im Pech hat, muß hinterher nicht mehr als ein ärgerliches Loch auf dem Bankkonto beklagen - immerhin bleiben ja noch die schicken Schweizer Blüten als idealer Tapetenersatz für die heimischen vier Wände. Wen´s härter trifft, der kann auch mit harten Fäusten, scharfen Klappmessern oder durchgeladenen Knarren Bekanntschaft machen. Das ist dann weniger lustig.

Daher: Finger weg von schrägen Vögeln, die einem das blaue Geldwunder versprechen und ins sonnige Italien, das romantische Amsterdam usw. zum Finanz-Techtelmechtel einladen.
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easycredit von der TeamBank
Dagolard
Specialist


Anmeldungsdatum: 31.05.2004
Beiträge: 130

BeitragVerfasst am: 29.Jul 2004 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Habe einen dieser "netten Herren" in Italien (Milano) kennengelernt. Allerdings recht schnell den Braten gerochen und mich von diesem Geschäft abgeseilt. Die dicken Geldbündel hat er natürlich auch hergezeigt

Ein Gutes hatte der Kontakt: ER hat das Essen gezahlt ( vertrauensbildende Maßnahme? ) und ich einen schönen Urlaubstag in Milano.

So gesehen bin ich wohl einer der Wenigen, die einem Betrüger ein Verlustgeschäft bereitet haben...
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Colonel Bilgenpumpe
Specialist


Anmeldungsdatum: 11.01.2004
Beiträge: 146

BeitragVerfasst am: 12.Aug 2004 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ein altes Thema vom 11.Feb.2004 neu aufgewärmt:

http://www.gomopa.net/phpBB2/viewtopic.php?t=4791&postdays=0&postorder=asc&start=0
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dondeesteMF
Newbie


Anmeldungsdatum: 09.08.2004
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 12.Aug 2004 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

aktuell befindet sich ein Angebot aus Spanien ( Barcelona ) im Umlauf, sollte jemand davon hören, bitte Ohren schließen, sofort vergessen ODER falls doch sich irgendein motiviertes Staatsorgan gnädig erweist dem Einhalt zu gebieten, dann ran an den Speck, schön in die Falle laufen lassen und bitte breit grinsen danach.

Im Diamantenbereich wird Verkäufern angeboten einen Kleintrip nach Barcelona zu machen dort würde ein Käufer alles kaufen was er angeboten bekäme, anfangs erzählt man von Dollars, im näheren Gespräche sind es aber die bekannten Schweizer Franken, und zwar 500er und 1000er, cash versteht sich.

Und vor lauter Gier und Hirnamputation, wird Ihnen nach einigem Zögern, sogar 75% mehr geboten als Sie als Kaufpreis möchten.

Ich wenn nur mehr Zeit hätte, ich würde mich ja solchen Brüllern annehmen, aber wer zahlt mir das denn?

Eben

Allen anderen die auf soetwas hineinfallen und Ihr Hirn ausschalten, sei es gegönnt, den Kriminellen dagegen nicht, was für ein Armutszeugnis für Europa.

MF
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