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Manza Newbie
Anmeldungsdatum: 15.04.2004 Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 30.Aug 2004 16:10 Titel: Suche Finanzierung für ein Gewerbeobjekt in Neubrandenburg |
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Suche Finanzierung für ein Gewerbeobjekt in Neubrandenburg Top Standort.
Mieteinnahmen pro Jahr 1.500.000.-
Kaufpreis 16.900.000.- Sicherheiten Grundschuldeintragung
Bitte nur ernstgemeinte und seriöse Angebote keine mit Vorkosten oder Anlage usw. |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 30.Aug 2004 19:24 Titel: |
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Da soll sich also jetzt jemand auf die Suche machen, eine Bank
zu finden, die ein wohl verbranntes Objekt im Osten finanziert.
Warum verbrannt? Weil Sie ansonsten nicht hier (bzw. in einem Forum)
danach fragen würden sondern bei Ihrer Hausbank vorstellig wären.
Dieser Jemand darf sich also die Hacken abrennen, tagelang telefonieren,
faxen, mailen und evtl noch rausfahren, aber "jaaa keine Vorkosten" verlangen.
Ihre Gutachten und Objektunterlagen vervielfältigen, verschicken
(natürlich per Express, es eilt ja schließlich), und alles auf seine Kappe.
Im Ernst, ich (und da spreche ich wirklich nur für mich) bin es Leid,
für die Leute den Beschaffer zu spielen um dann eine Absage zu bekommen.
Sie wollen fast 17 Mio und am besten die Kaufnebenkosten ebenfalls
mitfinanziert haben, aber wenn ein Vermittler seine Kosten abgedeckt
haben möchte, werfen Sie die Hände in die Luft.
Schreiben Sie besser, dass Sie einen Dummen suchen, der Ihnen die
Arbeit abnimmt und so klamm ist, dass er nach jedem Strohhalm greift.
Gruß Werner Callies |
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carsten-c Newbie
Anmeldungsdatum: 15.07.2004 Beiträge: 11 Wohnort: Biberach
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Verfasst am: 2.Sep 2004 13:07 Titel: Re: Finanzierung Gewerbeobjekt |
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@ Werner Callies
Hallo Herr Callies,
ich bin noch ziemlich “neu” in diesem Forum und trotzdem ist mir schon aufgefallen, dass Sie sich ziemlich rege mit Beiträgen beteiligen – und zwar mit Beiträgen die ich wirklich überwiegend als absolut fundiert, treffend und sehr nutzvoll bezeichne, Beiträge die mir oftmals „aus der Seele“ sprechen.
Hier nun, so denke ich aber, sind Sie etwas übers Ziel hinausgeschossen und leisten den leider unzählig vorhandenen schwarzen Schafen der Finanzierungsbranche gewaltige Schützenhilfe, indem Sie sich just deren Argumenten bedienen, mit welchen diese versuchen, ihre „Vorkostenansprüche“ zu rechtfertigen.
Von einem seriösen freien Finanzmakler erwarte ich doch die grundlegende Bereitschaft einer kostenlosen Sichtung und Prüfung der anstehenden „Finanzierungsangelegenheit“. (Kausal ist natürlich, dass dem Finanzmakler vom Interessenten alle zur Vorabprüfung notwendigen Unterlagen und Auskünfte kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.)
Da ich seriösen freien Finanzmaklern ausreichende Erfahrung unterstelle, muss es einem Makler nach einer ersten Vorabprüfung möglich sein zu entscheiden, ob er
a) die Finanzierungsangelegenheit so positiv einschätzt, dass er beschließt, sie weiterzuverfolgen und versucht, einen positiven Abschluss herbeizuführen und er dann über eine entsprechende Courtage bei einer erfolgreichen Finanzierungsvermittlung „seine Brötchen verdient“, oder ob er
b) die Finanzierungsangelegenheit so negativ einschätzt, dass er dem Interessenten mitteilen kann/muss: „Sorry, mein Freund, no way“.
Der zeitliche Aufwand der Vorabprüfung geht –und das Herr Callies, ist sogar auch mir klar- leider zu Lasten des Maklers, aber daran geht halt kein Weg vorbei, das ist halt das „Öl“, das der seriöse Makler freiwillig zugeben muss, um seine Maschinerie am Laufen zu halten.
Ich selbst bin in Finanzmaklerdinge nicht involviert (außer als Kunde) und möglicherweise auch nicht besonders gut „inside“. Da ich aber seit zig Jahren voll und ganz im gewerblichen Immobilienbereich tätig bin, lassen sich doch einige Parallelen ziehen:
Auch im Immobereich müssen halt einige Arbeiten im Vorlauf kostenfrei erfolgen, ohne dass man bereits zu Anfang weiß, ob überhaupt ein Auftrag entsteht. Nennen wir nur einmal ein ganz vereinfachtes Beispiel: Sofern ich von einem Kunden das Angebot erhalte, ihm, sagen wir mal, eine Industriehalle zu verkaufen, so muss ich als Makler halt erst mal hinfahren, das Objekt in Augenschein nehmen und dann unter Einbeziehung des mir vom Kunden vorgegebenen Kaufpreises und meiner Erfahrung entscheiden, ob
- zum einen positive Aussicht besteht, dass Objekt zu vermarkten (ergo die Angelegenheit weiterzuverfolgen und mir über eine Courtage meinen Lebensunterhalt zu verdienen) oder ob
- zum anderen erkennbar ist, dass das Objekt so nicht verkäuflich ist und ich den anstehenden Auftrag als nicht durchführbar ablehnen muss.
Die Kosten (Fahrt, Zeit etc.) dieser Vorabprüfung bleiben natürlich immer am Makler selbst hängen - ich denke, man nennt dies einfach Maklerschicksal, denn daran wird sich auch in den nächsten 100 Jahren nichts ändern.
Aber ich denke, ganz gleich ob Finanz- oder Immobilienmakler:
Grundlegende, auftragsbringende und auftragssichernde Arbeiten sind einfach kostenfrei zu erbringen. Und:
Aufwandspauschalen, welche heute in Einzelfällen noch mit Kunden vereinbart werden können, werden in den kommenden Jahren völlig wegfallen – es wird nur noch der Erfolg zählen, also:
Nur noch Geld bei wirklich erfolgreicher Finanzierungsvermittlung oder bei wirklich erfolgreichen Immobilienvermittlungen. Aber vielleicht bewegen sich dann ja die Courtagesätze nach oben (wird wohl auch nur Wunschdenken bleiben).
Nichts für ungut...
Carsten-c
@ Manza:
Sie schreiben, daß Sie eine Finanzierung suchen.
- Sind dann mit dem von Ihnen benutzten Wort "Kaufpreis" die Gesamtinvestitionskosten gemeint?
Wenn ja, stimmt das Verhältnis Miete/Investitionskosten nicht (entweder Miete zu wenig oder Investionskosten zu hoch). Diese Kriterien würde auch ein Investor anlegen, falls Sie einen Investor suchen.
- Oder stimmt das Wort Kaufpreis dem ursprünglichen Sinne nach und Sie suchen keine Finanzierung sondern einen Käufer, welcher das Objekt nach Fertigstellung erwirbt? Hier könnte die Relation Miete/Kaufpreis in etwa stimmen.
Kurze klärende Erläuterung wäre hilfreich.
Gruß
Carsten-c |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 2.Sep 2004 13:41 Titel: |
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| Zitat: |
| Die Kosten (Fahrt, Zeit etc.) dieser Vorabprüfung bleiben natürlich immer am Makler selbst hängen |
Hallo Carsten-c,
wenn ich für meine "Leerfahrten" nur 10 Euro bekommen würde,
könnte ich mich zur Ruhe setzen, überspitzt gesagt. Dabei vermute ich
noch, dass mein Wagen etwas mehr Sprit verbraucht als Ihrer.
Darum geht es mir nicht, diese Kosten haben wir alle.
Wenn ich meine verlorengegangene Provision zusammenrechne, die
ich nicht bekommen habe, weil der Kunde sich es im letzten Moment
anders überlegt hat, können Sie sich mit mir in Rente begeben.
Kommt ein Kunde zu mir und will ein EFH finanzieren, vereinbare ich mit
ihm, dass er, falls er bei positiver Entscheidung abspringt, ein Prozent
der Finanzierungssumme an mich zu zahlen hat.
Bei Abschluß ist für ihn direkt* nichts zu zahlen, da ich meine Provision
von der Bank bekomme.
*Indirekt zahlt er sie sowieso...
Nur, wenn ich über's Ausland von 20 Banken Angebote einholen soll,
für ein utopisches Projekt wofür der Kunde20 Mio haben möchte,
und das alles so schnell wie möglich (sprich: Express/UPS/DHL...), dann
sehe ich nicht ein, diese, im Vergleich zu Fahrtkosten, immensen Kosten
auf mich zu nehmen.
Gehen Sie mal von 200 Din A 4-Seiten aus, teils in Farbe, die müssen
vervielfältigt werden. Kosten jeweis etwa 40-50 Euro.
Dann müssen diese per Express zu den verschiedenen Instituten
verschickt werden, Overnight nach Österreich zb, je nach Gewicht,
rund 80 Euro.
Und dann machen Sie diesen Spass beispielsweise 30 mal für einen
Kunden, Kosten gesamt rund 4000 Euro.
Es kann nicht Ihr Ernst sein, dass ich diese Kosten vorab selbst bezahle?
Dazu habe ich rund 5 Anfragen dieser Art im Monat.
Wissen Sie, wie viele davon nicht finanzierbar sind? Über 90%.
Demnach muß man ja schon fast die Kunden als Vorkostenabzocker
bezeichnen...
Selbstverständlich sollte der Kunde abwägen, wo er bereit ist, Kosten
zu übernehmen und wo nicht.
Wenn ich höre, dass Kunden bei einem "Vermittler" 99 Euro für die
entstehenden Kosten zahlen sollen, kann ich nur müde grinsen.
Was will er damit abdecken? Seine Telefonrechnung, damit ihm der
Draht nicht abgeklemmt wird?
In England beispielsweise zahlen Sie vorab eine Beratungsgebühr, bevor
Sie überhaupt ein Angebot eines Versicherungsvermittlers bekommen!
Da werden Termine vereinbart, Ihr Bedarf kurz abgecheckt und dann
dürfen Sie 1000 Pfund bezahlen, damit Sie einen Beratungstermin und
Ihr Angebot bekommen.
Dieses System finde ich übrigens gut, die Stornoquote ist dementsprechend
niedrig.
Im Ernst, mal andersherum: Sie als Makler wollen ein Haus mit 50 WE
für einen Kunden verkaufen.
Ein potenzieller Käufer will ein Gutachten haben, bezahlen Sie dieses?
Wollen Sie mir ernsthaft weißmachen, dass Sie mal eben 50.000 oder so
für ein Gutachten bezahlen würden?
Ich kenne Sie zwar nicht, aber erlaube mir, diese Frage getrost zu verneinen.
Gruß Werner Callies |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 2.Sep 2004 13:42 Titel: |
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| Zitat: |
| Aufwandspauschalen, welche heute in Einzelfällen noch mit Kunden vereinbart werden können, werden in den kommenden Jahren völlig wegfallen – es wird nur noch der Erfolg zählen |
Ich persönlich vermute eher, dass der Trend in die andere Richtung geht. |
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carsten-c Newbie
Anmeldungsdatum: 15.07.2004 Beiträge: 11 Wohnort: Biberach
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Verfasst am: 2.Sep 2004 14:12 Titel: |
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@werner callies
| Zitat: |
Kommt ein Kunde zu mir und will ein EFH finanzieren, vereinbare ich mit
ihm, dass er, falls er bei positiver Entscheidung abspringt, ein Prozent
der Finanzierungssumme an mich zu zahlen hat.
Bei Abschluß ist für ihn direkt* nichts zu zahlen, da ich meine Provision
von der Bank bekomme. |
Vollkommen in Ordung, nichts dagegen einzuwenden.
| Zitat: |
Nur, wenn ich über's Ausland von 20 Banken Angebote einholen soll,
für ein utopisches Projekt wofür der Kunde20 Mio haben möchte,
und das alles so schnell wie möglich (sprich: Express/UPS/DHL...), dann
sehe ich nicht ein, diese, im Vergleich zu Fahrtkosten, immensen Kosten
auf mich zu nehmen
|
Dann sollte man den Mumm haben, dem Kunden zu sagen, daß es utopisch ist und daß er seine Spinnerei lassen soll. Auftrag einfach ablehnen - glauben sie mir, das geht (und spart Nerven).
Wenn eh kaum Aussicht auf Erfolg da ist, sollte man den Kunden (und sei er auch noch so ein Spinner) vor weiteren Kosten bewahren. Ist eigentlich "Makler-Ehrensache".
| Zitat: |
Im Ernst, mal andersherum: Sie als Makler wollen ein Haus mit 50 WE
für einen Kunden verkaufen.
Ein potenzieller Käufer will ein Gutachten haben, bezahlen Sie dieses?
Wollen Sie mir ernsthaft weißmachen, dass Sie mal eben 50.000 oder so
für ein Gutachten bezahlen würden?
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Nun mal Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.
(Wenn bei einem ihrer Aufträge die finanzierende Bank die endgültigen Ausreichung eines Darlehens, sagen wir mal, von einem Bodengutachten abhängig macht, werden dieses Bodengutachten auch nicht Sie bezahlen, sondern der Finanzierungssuchende. Ist ja ganz normal.)
Aber die gesamten Kosten zur Suche des potentiellen Käufers (der dann tatsächlich möglicherweise ein Gutachten fordert) tragen wir, auch die von Ihnen angeführten "DIN-A4-Seiten in Farbe" etc. Das ist doch Alltag und gehört bei der Abwicklung eines Auftrages dazu. Das bekommt man auch nicht extra vergütet - das beinhaltet alles die Courtage im Erfolgsfalle.
Gruß
carsten-c |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 2.Sep 2004 14:26 Titel: |
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Richtig, Sie können nicht Äpfel mit Birnen, aber auch nicht "meine"
Kosten mit Ihren vergleichen.
| Zitat: |
| Dann sollte man den Mumm haben, dem Kunden zu sagen, daß es utopisch ist und daß er seine Spinnerei lassen soll. Auftrag einfach ablehnen - glauben sie mir, das geht (und spart Nerven). |
Sehe ich bei einem Projekt keine Chance, nehme ich es erst gar nicht an.
Diese Arbeit kann ich mir sparen.
Aber dadurch, dass ich bei Projektfinanzierungen mir die Kosten erstatten
lasse, selektiere ich schon genug, trenne sozusagen Spreu von Weizen.
Die Kunden, die "nur mal kucken wollen" oder von vornherein wissen, das
ihr Projekt eigentlich chancenlos ist, treten von allein von ihrem
Vorhaben zurück, bei mir eine Finanzierung einzureichen.
Vielleicht habe ich aus diesem Grund auch eine Erfolgsquote von
über 90%, weil ich vorher aussortiere?
Meine Kunden, und gerade die, die vorher eine Kostenentschädigung
gezahlt haben, waren bislang recht zufrieden mit mir.
Auch die, bei denen es nicht zum Erfolg geführt hat, haben mich bislang
nicht als Vorkostenabzocker tituliert.
Wie dem auch sei, ich arbeite mit meinem System recht erfolgreich und
bin damit zufrieden.
Jeder sollte seinen Job so machen, wie er es für richtig empfindet.
Würde ich diese Kostenübernahme nicht verlangen, hätte ich monatlich
bestimmt 20 Kunden mehr, davon bestimmt auch den einen oder anderen
Abschluss.
Aber - will ich das denn eigentlich???
Gruß Werner Callies |
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