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Trinidad Newbie
Anmeldungsdatum: 31.12.2006 Beiträge: 12
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Verfasst am: 3.Jan 2007 13:55 Titel: kein Übergagskredit für Selbstständige? |
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Guten Tag,
ich bin neu in diesem Forum und bin froh dass ich darauf gestossen bin. Ich möchte hier meine Geschichte schildern.
Wir (meine Frau und ich) sind selstständige Zahnärste in eigener Gemeinschaftspraxis mit einem Jahresumsatz von ca. 800.000 EUR. Durch die zunehmend schlechter werdenden Zustände im Gesundheitswesen und durch durch Budgetkürtzungen und Wirtschaftlichkeitsprüfungen uns direkt betreffende Honorarausfälle für erbrachte Leistungen im 5-stelligen Bereich jährlich, die wenn man das eingesetzte Material, Personalkosten etc. noch dazurechnet sich noch verdoppeln, sind wir auf die Idee gekommen Deutschland den Rücken zuzukehren und in die Schweiz zu ziehen um dort eine Praxis zu übernehmen. Recht schnell fanden wir einen schweizer Treuhänder, der sich darauf speziallisiert hat deutschen Zahnärzten Praxen in der Schweiz zu vemitteln und das alles inklusive Full-Service (Beschaffung von Genehmigungen, Finanzierung, Praxiswertgutachten etc.). Wir fanden auch eine angemessene Praxis inklusive Immobilie sowie eine passable Finiazierung bei einer schweizer Bank. Unsere deutsche Praxis verkauften wir an einen Zahnarzt der mehrere Praxen besitzt und diese dann weiterverpachtet. Mit dem erzielten Verkaufspreis zahlten wir alle unsere Schulden in Deutschland und den Rest nahmen wir als Eigenkapital für die Schweiz.
Nach Tätigkeitsbeginn in der Schweiz stellten wir aber recht schnell fest, dass die von unserem Treuhänder bzw. vom Vorbesitzer der schweizer Praxis angegebenen Umsatz- und Patientenzahlen falsch/gefälscht waren und wir waren recht schnell finanziell am Ende. Gottseidank gelang es uns die schweizer Praxis mit etwas Verlust weiterzuverkaufen und die Immobilie so zu vermieten dass diese sich selber trägt. Wir zogen nach ca. 6 Monaten zurück dach Deutschland wo wir unsere ehemalige Praxis pachten konnten, da der Käufer noch keinen adäquaten Pächter bis Dato gefunden hatte. Wir nahmen wie Gewohnt unsere Arbeit wieder auf und es lief auf Anhieb wieder gut an.
Unsere deutscher Steuerberater machte die Steuererklärung für das Jahr 2004 fertig und teilte und mit, dass wir mit Nachzahlungen in Höhe von ca 19.000 EUR zu rechnen hätten. Kein Problem dachten wir und dann kam es. Das Finanzamt buchte 90.000 EUR von unserem Geschäftskonto ab. Unser Limit ging aber nur bis 50.000. Für Nachfragen war unser Steurberater für uns plötzlich nicht mehr zu sprechen. Aus der Verzweiflung heraus wechselten wir den Steuerberater und diese fand dann heraus, dass unser ehemaliger Steuerberater es versäumt hatte unsere jährlichen Gewinnsteigerungen beim Finanzamt anzugeben um so die Vorauszahlungen anzupassen. daher hat sich das Finanzamt für 2005 und 2006 die Vorauszahlungen hochgerechnet und aus allem ein Paket gemacht und abgebucht. Schei... dachten wir, aber kein Problem, schliesslich arbeiten wir seit Jahren problemlos mit einer lokalen Volksbank zusammen, da kriegen wir sicherlich schnell und unbürokratisch einen Überbrückungskredit um unsere Solvenz wiederherzustellen. Pustekuchen kann man nur sagen. Gründe für die Ablehnung:
1. wir haben keine Sicherheiten und die Tatsache das man als den zahnärztlichen Beruf ausübt und eine gutgehendes Unternehmen fürt spielt da überhaupt keine Rolle.
2. Unsere Immobilie in der Schweiz ist denen ein Dorn im Auge. Es könnte ja theoretisch sein dass alle Mieter (3 Parteien) in einer Nacht und Nebel-Aktion ausziehen und wir die Finanzierung des schweizer Objektes mit deuschen Mitteln sicherstellen müssen.
3. Man weiss nicht wo das Gesundheitssystem hinsteuert, aber man erwartet nicht gutes.
4. Basel 2 lässt die Bank nicht Kredite an Selstständige zu vergeben die nicht über Sicherheiten verfügen.
Zur Verschlimmerung der Situation behielt die Volksbank entgegen sämlicher getroffen Absprachen alle Einnahmen um unseren Kontokurrent unter die Limitgrenze zu drücken. Das war für unsere Liquidität natürlich sehr förderlich.
Um überhaupt weiitermachen zu können eröffneten wir bei einer anderen Bank ein Guthabenkonto, wo nun die Honorarzahlungen hinfliessen, um wenigstens die llaufenenden Kosten zu decken. Alles andere haben wir gestundet etc.
Kreditanfragen bei diversen anderen Banken brachten mit immer den selben o. g. Begründungen immer nur Absagen.
Meine konkrete Frage: kann es denn sein, dass man als Betreiber eines an sich gut gehenden Unternehmens (Zahnarztpraxis) nicht einmal einen (am Jahresumsatz gemessen) rel. kleinen Überbrückungskredit bekommt weil man einer Berufsgruppe angehört, die z.Z politisch runtergebuttert wird. Es kann doch nicht sein dass man wegen ein paar läppischer Zehntausen Euros den Kahn an die Wand fahren lässt und Arbeitsplätze etc vernichtet.
Was meint ihr.
PS: Wir haben KEINE negativen Schufa Einträge. Betribswirtschaft gehört nicht zum Studium der Medizin und wir haben primär von Finanzen leider keine Ahnung. |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 3.Jan 2007 16:35 Titel: |
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hallo,
leider muß man Ihnen sagen, daß Sie eigentlich ein "klassischer" Sanierungsfall sind. Und wenn Sie nicht höllisch aufpassen, kann es Ihnen tatsächlich passieren, daß Ihre Existenz dauerhaft vernichtet wird.
Ihre Suche nach einem Darlehen ist in Ihrem Falle zwar verständlich, wird aber weder Ihr Problem lösen, noch erfolgreich sein.
Dies hat nichts mit einer restriktiven Bankenpolitik oder Basel II oder anderen Ausreden zu tun - Sie sind unter banküblichen Gesichtspunkten schlicht und ergreifend ein "Risikokandidat".
Anstatt sich auf die verzweifelte Suche nach Kapital zu begeben, welches Sie im Zweifel nie erhalten werden - höchstens verlieren Sie noch ein paar Tausender an dubiose angebliche Kreditvermittler - sollten Sie lieber aktiv an Ihrem Problem arbeiten.
Dazu gehört auf der einen Seite, das Aushandeln eines vernünftigen Konsenses mit dem Finanzamt, ferner die Absicherung des privaten Vermögens sowie eine Absicherung, daß Ihre Praxis (die Selbständigkeit) dauerhaft handlungsfähig bleibt. Denn eigentlich haben Sie die Schlacht gegen das Finanzamt bereits verloren - und es ist immer schwer, wenn man bereits verloren hat, einen "Waffenstillstand" zu verhandeln - dabei wäre die "bedingungslose Kapitulation" eher zutreffend.
Aber Kriegstaktik hin oder her, bei Ihnen ist professionelles und zielgerichtetes Handeln erforderlich. Dabei sollten Sie sich durch einen Berater im Bereich Krisenmanagement betreuen lassen. Dieser gibt es viele schlechte und wenig professionell gute......
| Zitat: |
Meine konkrete Frage: kann es denn sein, dass man als Betreiber eines an sich gut gehenden Unternehmens (Zahnarztpraxis) nicht einmal einen (am Jahresumsatz gemessen) rel. kleinen Überbrückungskredit bekommt weil man einer Berufsgruppe angehört, die z.Z politisch runtergebuttert wird. Es kann doch nicht sein dass man wegen ein paar läppischer Zehntausen Euros den Kahn an die Wand fahren lässt und Arbeitsplätze etc vernichtet.
Was meint ihr.
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Leider doch!
Es interesiert gelinde gesagt niemanden, ob ein Zahnarzt, Rechtsanwalt, Architekt verschuldet oder unverschuldet in eine wirtschaftliche Zwangslage gerät. Aus Ihrer Sicht ist zwar die obige Denkweise durchaus verständlich, aber gestatten Sie mir nochmals eine etwas "harte" Ausdrucksweise:
Wenn Sie 90.000.- Steuerrückstände haben, müssen Sie eigentlich recht gut verdient haben, dann müssen Sie eben im Rahmen eines straffen Liquiditätsmanagements versuchen, rein aus dem operativen Geschäft heraus, eine geordnete Lösung zu erreichen.
Sorry, Sie gestatten mir diese harten und offenen Worte, aber Sie müssen jetzt begreifen, daß dringendes Handeln erforderlich ist! Und dies liegt nicht darin über das Finanzamt, den Steuerberater, den Staat, die Banken, die Patienten, die Gesundheitsreform oder wasweißichnochimmer zu schimpfen - Jetzt ist auch nicht Zeit damit zu verlieren, auf die Suche nach Darlehensmittel zu gehen, jetzt müssen Sie sich professionell beraten und betreuen lassen. Und evtl. in Kauf nehmen, daß eine sehr harte Zeit auf Sie zukommt.
Kurze praktische Frage:
"Wie rechnen Sie ab?"
Privatpatienten direkt oder über die PVS bzw. ander Abrechnungsstellen? Hat das Finanzamt bereits versucht, die Bezüge bei den Gesetzlichen zu pfänden? Wie können Sie externe Leistungen (Labor) bezahlen - oder laufen diese momentan auf?
Haben Sie mit dem Finanzamt bereits über eine ratenmäßige Rückführung der Verbindlichkeiten gesprochen, im Gegenzug, wäre man bereit, die Vollstreckung einstweilen ruhen zu lassen, wenn einer Zahlungsvereinbarung pünktlich nachgekommen wird?
Sollte dies nicht so sein, müssen Sie damit rechnen, daß das Finanzamt wahrscheinlich nur einer Vereinbarung zunächst auf 6 Monate zustimmen wird.
Versuchen Sie auf jeden Fall, die monatliche Rate relativ "unschädlich" zu vereinbaren, mit dem Angebot, nach 6 Monaten den Restbetrag vollständig zu begleichen. Sollte Ihnen dies dann nicht möglich sein (was wahrscheinlich zu erwarten sein wird), dann können Sie, aufgrund der eingehaltenen Zahlungsvereinbarung evtl. eine nochmalige Weiterführung dieser Ratenvereinbarung erzielen.
Evtl. kann man Ihnen hier ein paar Tips geben, aber denken Sie immer daran, daß Sie professionelle Hilfe hierbei benötigen werden!
Vergessen Sie niemals, daß der Betroffene selbst eigentlich sein schlechtester Berater ist....
Grüße
gundel |
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Trinidad Newbie
Anmeldungsdatum: 31.12.2006 Beiträge: 12
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Verfasst am: 3.Jan 2007 18:36 Titel: |
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| Gundel hat folgendes geschrieben:: |
Kurze praktische Frage:
"Wie rechnen Sie ab?"
Privatpatienten direkt oder über die PVS bzw. ander Abrechnungsstellen? Hat das Finanzamt bereits versucht, die Bezüge bei den Gesetzlichen zu pfänden? Wie können Sie externe Leistungen (Labor) bezahlen - oder laufen diese momentan auf?
Haben Sie mit dem Finanzamt bereits über eine ratenmäßige Rückführung der Verbindlichkeiten gesprochen, im Gegenzug, wäre man bereit, die Vollstreckung einstweilen ruhen zu lassen, wenn einer Zahlungsvereinbarung pünktlich nachgekommen wird?
Sollte dies nicht so sein, müssen Sie damit rechnen, daß das Finanzamt wahrscheinlich nur einer Vereinbarung zunächst auf 6 Monate zustimmen wird.
Versuchen Sie auf jeden Fall, die monatliche Rate relativ "unschädlich" zu vereinbaren, mit dem Angebot, nach 6 Monaten den Restbetrag vollständig zu begleichen. Sollte Ihnen dies dann nicht möglich sein (was wahrscheinlich zu erwarten sein wird), dann können Sie, aufgrund der eingehaltenen Zahlungsvereinbarung evtl. eine nochmalige Weiterführung dieser Ratenvereinbarung erzielen.
Evtl. kann man Ihnen hier ein paar Tips geben, aber denken Sie immer daran, daß Sie professionelle Hilfe hierbei benötigen werden!
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Danke für die schnelle Antwort. Zu Ihren Fragen:
Private rechnen wir über eine Verrechnungsstelle ähnlich der PVS ab. Wird online eingereicht und 1 Tag später ist das ganze Geld auf dem Konto (minus 3% Ausfallschutz).
Finanzamt ist schon gestundet und wird ratenmäßig rückgeführt. Leider herrscht in dem zuständigen Finanamt ein kleiner Krieg zwischen der Leiterin der Stundungsabteilung und einem ihrer Mitarbeiter. Sie ist ganz kullant und geht auf fast alles ein, der Mitarbeiter versucht dann hintenrum wieder die ganze Summe abzubuchen. Das ließ sich aber bis jetzt immer mit 1 Telefonat klären. Pfändung liegt nicht vor, da wir uns an den vereinbarten Rückführungsplan gehalten haben.
Wir haben inzwischen 3 verschiedene erfahrene Steuerberater/Finanzberater, die alle man höre und Staune z.Z. ohne Rechnugsstellung arbeiten und wirklich ihr Bestes tun.
Laut deren Aussage wäre die Sache mit einem Übergagangskredit für ca. 1 Jahr vom Tisch, da, wie Sie vielleicht wissen, Gelder die man im Quartal zusammenbohrt erst im Überhächsten Quartal vollständig ausbezahlt werden. Das ist für uns natürlich in dieser Situation auch nicht gerade förderlich.
Wir haben im 4. Quartal 2006 auchh recht gut abgeschnitten und erwarten eine hohe Restzahlung. Diese kommt aber wie gesagt ziemlich spät.
Grüße |
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Trinidad Newbie
Anmeldungsdatum: 31.12.2006 Beiträge: 12
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Verfasst am: 3.Jan 2007 23:18 Titel: |
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ich nochmal. Wollte noch was ergänzen. Mir ist schon klar, dass es mich nicht weiterbringt über etwas zu schimpfen. Habe ich in der Weise auch nicht getan, sondern mich weiter um mein Geschäft gekümmert und mir professionelle Hilfe geholt. Ich wollte mit meiner Geschichte nur mal umreissen wie und warum...
Mir ging es nur darum zu erfahren warum man als Leader eines gutgehenden Unternehmens bei keiner Bank einen Kredit bekommt wenn man nicht direkt Sicherheiten in mindesten der Höhe der verlangten Darlehenssumme auf den Tisch legt. Diese Frage war bei den Bänkern nämlich immer die erste, danach wurde meistens schon geblockt. Ich kann diese Denkweise nicht nachvollziehen, aber ich bin wie vorher erwähnt auf diesem Gebiet zu wenig bewandert. Wir kommen nun schon ein halbes Jahr ohne diesen Kredit aus. Ist zwar alles recht knapp, aber wie es aussieht brauchen wir den Kredit gar nicht. Die Umsatzzahlen haben sich besser entwickelt als prognostiziert. Ich hoffe der Trend bleibt so.
MfG |
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1126 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 4.Jan 2007 6:48 Titel: |
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Hallo Trinidad,
möchte mich eigentlich nicht einmischen, zumal Gundel bereits ein sehr gutes, erstes Statement geschrieben hat, aber zu diesem Satz Ihrer Ausführungen:
| Zitat: |
| Wir haben inzwischen 3 verschiedene erfahrene Steuerberater/Finanzberater, die alle man höre und Staune z.Z. ohne Rechnugsstellung arbeiten und wirklich ihr Bestes tun. |
Zum einem verderben viele Köche den Brei, was bekannt sein dürfte und zum anderem, Steuerberater, die lediglich für "Gottes Lohn" arbeiten und dann noch "erfahren" sein sollen - ich weiß nicht ... SR _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 4.Jan 2007 8:04 Titel: |
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hallo,
@trinidad
| Zitat: |
| Finanzamt ist schon gestundet und wird ratenmäßig rückgeführt |
| Zitat: |
Pfändung liegt nicht vor, da wir uns an den vereinbarten Rückführungsplan gehalten haben.
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Dann sind Sie zumindest auf dem richtigen Weg!
Trotzdem sollten Sie darüber nachdenken, insbesonders bezüglich der "internen Streitigkeiten" im Finanzamt, daß Sie die Geldflüsse der Privatpatienten (sollten Sie derer viele haben) steuern können. Bitte vergessen Sie nicht, daß dem Finanzamt, unabhängig Ihrer Vereinbarung, jederzeit die Möglichkeit offen steht, direkt bei der Abrechnungsstelle die monatlichen Abschläge, wie die Quartalsabrechungen direkt pfänden zu können. Dies wird von Finanzämtern besonders gerne gemacht, schließlich sind dies fast "garantierte" Bezüge.
Dies wird auch oftmals von Steuerberatern gerne vergessen......
| Zitat: |
Wir haben inzwischen 3 verschiedene erfahrene Steuerberater/Finanzberater, die alle man höre und Staune z.Z. ohne Rechnugsstellung arbeiten und wirklich ihr Bestes tun.
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Dann hoffe ich, daß man Sie auf diese "offene Flanke" hingewiesen hat....
| Zitat: |
| Laut deren Aussage wäre die Sache mit einem Übergagangskredit für ca. 1 Jahr vom Tisch, da, wie Sie vielleicht wissen, Gelder die man im Quartal zusammenbohrt erst im Überhächsten Quartal vollständig ausbezahlt werden |
Das wäre auch sicherlich das Einfachste, allerdings stehen den frommen Wünschen immer die harten Tatsachen gegenüber...
| Zitat: |
Wir haben im 4. Quartal 2006 auchh recht gut abgeschnitten und erwarten eine hohe Restzahlung. Diese kommt aber wie gesagt ziemlich spät.
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Und da gehe ich mal davon aus, daß diese Restzahlungen sicherlich vorrangig in die aufgelaufenen Verbindlichkeiten und Rückstände fließen müssen, oder....??? Was ja auch mehr als überlebenswichtig ist!
Nochmals zum Verständnis:
Wie gestalten sich die üblichen Verbindlichkeiten, z.B. Labor, Praxiskredit, Löhne, Lieferanten, etc...
Haben Sie Ihr ursprüngliches Konto bei der APO? Wenn ja, wie würde man sich dort verhalten, wenn Sie die Abtretung der Privatabrechnungen anbieten würden - im Gegenzug zu einer kurzfristigen "Liquiditätsspritze"?
Fakt ist, daß diese Abrechnungen, je nach Qualität durchaus eine adäquate Sicherheit darstellen können. Allerdings sieht dies meist nur die APO so....Obwohl auch die nur eine Bank ist.....
Sollte eine solche Abtretung gegenüber der Arbrechnungsstelle offen gelegt werden, wären diese Bezüge für das Finanzamt zunächst einmal "gesperrt", da man es von Finanzamtsseite versäumt hat, diese Bezüge mit einer Pfändung mit Drittschuldnererklärung zu belegen.
Merken Sie sich vielleicht einmal eines:
Egal ob Abtretung oder Pfändung, bei einem Dritten (z.B. Abrechnungsstelle) kriegt immer der zuerst Geld, der zuerst die Hand aufgehalten hat!
Ob es sich hierbei um eine freiwillige Abtretung von Ihnen an z.B. die Oma oder die APO handelt, oder ob das Finanzamt pfändet. Der Dritte hat immer an den auszuzahlen, der zuerst seinen Anspruch offen gelegt hat. Dafür bräuchte der Abtretungsempfänger (z.B. die Oma ) keinen Titel sondern nur einen Anspruch, zu dessen Sicherheit Sie die Abrechnungsbezüge abgetreten haben.
Ich hoffe, daß Sie diese Anmerkung "richtig" verstanden haben.......
@spiritus rector
| Zitat: |
| Zum einem verderben viele Köche den Brei |
Das kommt immer darauf an, ob es sich wirklich nur um einen Brei oder eher um ein 5 Gänge Menü handelt. Jeder hat eben seinen Mis en Place....
grüße
gundel |
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Trinidad Newbie
Anmeldungsdatum: 31.12.2006 Beiträge: 12
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Verfasst am: 4.Jan 2007 8:16 Titel: |
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@Spiritus Rector:
es ist 1 Steuerberater und 2 Finanzberater die auf verschiedenen gebieten arbeiten: der Steuerberater macht die Steuerberatung und Buchhaltung, 1 Finanzberater kümmerst sich um Stundungen und Gespräche mit den Banken und der andere sitzt in der Schweiz und verwaltet dort unsere Angelegenheiten. Mich wunderts ja auch, dass di im Mom kein geld verlangen, die haben aber alle gesagt, dass sie damit so lange warten wollen bis es uns besser geht, auch weunn das noch 1 oder 2 Jahre dauert (O-Ton).
@ Gundel:
wäre es dann vorteilhaft eine Verbindlichkeit bei der Oma zu generieren und dieser unsere sämtlichen Zahlungen abzutreten?
Zu der Bank: es ist eine lokale Volksbank. Bei der Apo-Bank haben wir inzwischen auch angefragt, aber die hatten kein Interesse. Begründung: keine Sicherheiten und der Gesundheitsmarkt ist kaputt. |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 4.Jan 2007 8:39 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
| Bei der Apo-Bank haben wir inzwischen auch angefragt, aber die hatten kein Interesse. Begründung: keine Sicherheiten und der Gesundheitsmarkt ist kaputt. |
Als Neukunde haben Sie in einem solchen Fall keine Chance....Geht nur, wenn Sie dort schon länger Kunde wären...
| Zitat: |
wäre es dann vorteilhaft eine Verbindlichkeit bei der Oma zu generieren und dieser unsere sämtlichen Zahlungen abzutreten?
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Vergessen Sie nicht, daß es sich um einen tatsächlichen Anspruch handeln sollte. "Generieren" ist wohl hier etwas unpassend formuliert....
Sollte es allerdings einen Anspruch geben, z.B. aus der Vergangenheit (Schweiz ist teuer-und die Rückkehr noch teurer), dann würde ich sicherlich demjenigen, der Ihnen für dieses Experiment privat Geld geliehen hat, dringend anraten, den Darlehensvertrag aus der Schublade zu nehmen und die darin enthaltene Abtretungsabrede einem Dritten gegenüber offen legen.
Wie gesagt, wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
Allerdings sollte man diesen Darlehensgeber, falls man mit Ihm noch freundschaftlich verbunden ist, eine Empfehlung geben, wo eben mehrheitlich abgerechnet wird (gesetzlich - privat?). Schließlich möchte man doch, daß die Schuldsumme möglichst bald zurückbezahlt wird, damit die Freundschaft nicht gefährdet ist....
Unabhängig davon wird man ihn natürlich bitten, nicht alle Bezüge "anzuziehen", schließlich muß die Praxis (und Sie) auch noch leben.......zumindest unter betriebswirtschaftlicher Betrachtung....
Alle Gelder abzutreten ist in der Außenwirkung immer sehr schlecht.....
grüße
gundel |
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ThoFa Insider
Anmeldungsdatum: 15.04.2003 Beiträge: 637 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 5.Jan 2007 23:47 Titel: |
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Hallo,
wie hoch sind denn nun die Verbindlichkeiten insgesamt und bei wem ? Meine damit keine konkreten Namen, sondern Bank A Kredit x Euro, Finanzamt x Euro etc...
MfG
ThoFa |
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Trinidad Newbie
Anmeldungsdatum: 31.12.2006 Beiträge: 12
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Verfasst am: 6.Jan 2007 8:36 Titel: |
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Finanzamt, nur noch die Vorauszahlungen, wovon wir die ersten beiden in Raten bezahlen müssen, weil die Volksbank 2 Monate lang unsere Einnahmen behalten und 0 rausgerückt hat, obwohl das anders verabredet war (Schritte sind schon eigeleitet).
Volksbank noch ca 30.000 bis zum Erreichen der Kontokurrent-Grenze, aber insgesamt ca. 80.000 bis Null. |
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ThoFa Insider
Anmeldungsdatum: 15.04.2003 Beiträge: 637 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 7.Jan 2007 23:07 Titel: |
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Hallo,
na sieht doch gar nicht so schlecht aus. Vergessen Sie den Kredit, sofern die Zahlen so stimmen, kommen Sie auch ohne aus. das Problem ist der "Kleinkrieg" mit der Bank, den sollten Sie schnellstmöglich beenden. Hat die Bank Sicherheiten z.B. Praxiseinrichtungen, Abtretung gegenüber der Verrechnungsstelle ?
MfG
ThoFa |
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Trinidad Newbie
Anmeldungsdatum: 31.12.2006 Beiträge: 12
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Verfasst am: 8.Jan 2007 9:40 Titel: |
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| die Bank hat nicht und kriegt auch nichts. |
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ThoFa Insider
Anmeldungsdatum: 15.04.2003 Beiträge: 637 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 8.Jan 2007 12:15 Titel: |
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Hallo,
na wo liegt denn dann das Problem ? Sie sind doch in einer ausgezeichneten Position. Falls die Bank sich tatsächlich auf nichts einlassen will, machen Sie eine gut geplante Insovenz und arbeiten weiter. Sie sollten sich mal mit jemanden unterhalten, der Sich damit auskennt.
MfG
ThoFa |
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dls-24 Insider

Anmeldungsdatum: 27.02.2006 Beiträge: 566 Wohnort: Österr. /DAN u. LG/Niedersachsen
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Verfasst am: 8.Jan 2007 22:10 Titel: |
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| Trinidad hat folgendes geschrieben:: |
Finanzamt, nur noch die Vorauszahlungen, wovon wir die ersten beiden in Raten bezahlen müssen, weil die Volksbank 2 Monate lang unsere Einnahmen behalten und 0 rausgerückt hat, obwohl das anders verabredet war (Schritte sind schon eigeleitet).
Volksbank noch ca 30.000 bis zum Erreichen der Kontokurrent-Grenze, aber insgesamt ca. 80.000 bis Null. |
Hallo,
die VB sind durch ihre laschen und unfachmännischen Kredit bzw. Darlehensvergaben, so in Schieflage geraten,
lernen aber leider nicht aus ihren eigenen Fehlern.
Wurschteln so vor sich hin und köpfen ihre "Kunden", die Sparkassen sind keinen Deut besser, lassen ihre Kunden aber noch am Leben
Ich prügle mich fast tägl. mit ihrer Auffanggessellschaft xxx in Hamm rum, die snind nicht nur inkompetent sondern würdern auch "über Leichen gehen" nur um sich selbst die Är.... zu retten  _________________ Achtung:KEINE GEWÄHR, dieser Beitrag GIBT NUR MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG WIEDER UND DARF NICHT ALS RECHTSBERATUNG MISSVERSTANDEN WERDEN.
ggf. konsultieren sie einen Rechtsanwalt.
Keine Dienstleistung ist kostenlos- Die Erstberatung ist grundsätzlich kostenfrei
freundlichst - Johann Zöchling - DLS-24
www.dls-24.de -- dls-24@freenet.de
Ich helfe ihnen individuell – schnell – kompetent – und preiswert |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 9.Jan 2007 7:55 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
| Sie sind doch in einer ausgezeichneten Position. Falls die Bank sich tatsächlich auf nichts einlassen will, machen Sie eine gut geplante Insovenz und arbeiten weiter |
Pfui thofa!! Das darf man doch nicht sagen!!!
Außerdem halte ich diese Maßnahme, in diesem Fall, für etwas "überzogen". Man sollte auch nicht vergessen, daß trinidad auch zu der bedauernswerten Gruppe der Freiberufler mit besonderer Qualifikation gehört. Das Glück des "normalen" Selbständigen, welcher sich evtl. hinter einer Kapitalgesellschaft "verstecken" kann ist ihm eben nicht vergönnt. U.U. kann dies bis zur Aberkennung der Aprobation führen (z.B. wegen der Finanzamtsproblematik) - aber dies nur im äußersten Fall.
Trotzdem würde eine Insolvenz erhebliche Einschränkungen bedeuten, da der gesamte Praxisbetrieb durch den Insolvenzverwalter kontrolliert werden würde - und das muß nicht sein!
Ferner sollte beachtet werden, daß es noch immobiliare Vermögenswerte in der Schweiz gibt, etc, etc.....
Und es ist eben nicht Jeder"arzt's" Sache, mit einer ausländischen Kapitalgesellschaft im Ausland Notdienst zu schieben, damit der Inso-Verwalter nix mitkriegt.....
| Zitat: |
| die Bank hat nicht und kriegt auch nichts. |
Das ist allerdings auch nicht so ganz richtig. Sobald Sie bei der Bank Verbindlichkeiten haben (z.B. genutzter Kontokorrent) hat die Bank auch die Möglichkeit, zur Rückzahlung aufzufordern und dies ggfls. auch zwangsweise zu betreiben. Also Vorsicht!
Vernünftigerweise sollten Sie sich für die Praxis, wie auch für sich privat einen Liquiditätsplan für die nächsten 12 - 24 Monate erstellen - und zwar vollständig (incl. aller bereits bestehenden Rückstände, entstehenden Rückstände sowie bereits vereinbarten Zahlungsvereinbarungen) und nicht geschönt!
Selbst wenn die monatliche Liquidität bei der Berechnung mal in's Minus fallen würde, was bei Ihrer Abrechnungsweise durchaus vorkommen kann (monatliche Abschläge und Quartalsabrechnung), wäre die Ausweisung der kumulierten Liquidität wichtig, damit Sie für sich selbst erkennen, wann Sie über freie Mittel verfügen, mit welcher Sie größere Sondertilgungen leisten könnten, um das Finanzamt "vom Bein" zu kriegen.
Falls dies Ihr einziges Problem ist.......
grüße
gundel |
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Trinidad Newbie
Anmeldungsdatum: 31.12.2006 Beiträge: 12
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Verfasst am: 9.Jan 2007 12:49 Titel: |
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hallo und danke an alle für die zahlreichen Vorschläge.
@dls-24: die Erfahrung haben wir leider auch machen müssen. Die VB hat in Gesprächen in Anwesenheit des Steuerberaters gesagt: "über die nächsten Geldeingänge könnten wir frei verfügen". Wo das Geld dann aber auf dem Konto war und das war nicht wenig, haben die ein schönes Einschreiben aufgesetzt in dem dann stand, das Geld nehmen die für Rückführung von Schulden, über die nächsten Einnahmen könnten wir dann frei verfügen. Insgesamt ist das Spiel dann im September 3 mal so gegangen, so dass wir wirklich nahe der Insolvenz waren. Wir haben dann ein anderes Konto bei einer anderen Bank aktiviert und seitdem kommen wir einigermaßen klar.
@ThoFa: ne schöne Insolvenz wäre mir auch recht gewesen um v.a. der Volksbank eins auszuwischen. Allerdings haben wir ein neu gebautes Haus, in dem noch recht viel Eigenkapital steckt und das wollten wir nicht vernichten. Allerdings eignet sich das Haus bei den heutigen Immobilienpreisen nicht als Sicherheit, weil da die Bausparkasse eingetragen ist und die Erstellungskosten höher waren als ein möglicher Veräußerungsgewinn.
@Gundel: es sieht inzwischen so aus, dass es unserer neuen Bank ausreicht sich zweitrangig in das Grundbuch einzutragen um eine Sicherheit zu präsentieren. Damit werden wir wohl unseren Übergangskredit bekommen, zumal die jetzt auch gesehen haben, das der Betrieb recht gut läuft. |
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ThoFa Insider
Anmeldungsdatum: 15.04.2003 Beiträge: 637 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 9.Jan 2007 21:39 Titel: |
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Hallo,
| Gundel hat folgendes geschrieben:: |
Außerdem halte ich diese Maßnahme, in diesem Fall, für etwas "überzogen". Man sollte auch nicht vergessen, daß trinidad auch zu der bedauernswerten Gruppe der Freiberufler mit besonderer Qualifikation gehört. Das Glück des "normalen" Selbständigen, welcher sich evtl. hinter einer Kapitalgesellschaft "verstecken" kann ist ihm eben nicht vergönnt. U.U. kann dies bis zur Aberkennung der Aprobation führen (z.B. wegen der Finanzamtsproblematik) - aber dies nur im äußersten Fall.
Trotzdem würde eine Insolvenz erhebliche Einschränkungen bedeuten, da der gesamte Praxisbetrieb durch den Insolvenzverwalter kontrolliert werden würde - und das muß nicht sein!l |
ich schrieb eine gute geplante Insolvenz und nicht 0815-Blödsinn. Bei einer solchen Insolvenz muss sich niemand hinter einer Kapitalgesellschaft verstecken, dieses wäre sogar - auf die Dauer der sechs Jahre - kontraprodukitiv.
Und nochmals : Ich schrieb nicht auf jeden Fall Insolvenz, sondern dass dies unter Umständen eine Möglichkeit wäre. Viele Wege führen nach Rom und noch viele mehr zu einer Sanierung.
MfG
ThoFa |
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ThoFa Insider
Anmeldungsdatum: 15.04.2003 Beiträge: 637 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 9.Jan 2007 21:41 Titel: |
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| Trinidad hat folgendes geschrieben:: |
@ThoFa: ne schöne Insolvenz wäre mir auch recht gewesen um v.a. der Volksbank eins auszuwischen. |
Nö, deswegen macht man keine Insolvenz, sondern um eine nachhaltige Solvenz zu erreichen.
MfG
ThoFa |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 10.Jan 2007 7:56 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
| ich schrieb eine gute geplante Insolvenz und nicht 0815-Blödsinn. |
Mir schon klar!
| Zitat: |
Viele Wege führen nach Rom und noch viele mehr zu einer Sanierung.
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Mein Ausspruch "Pfui" war auch eher "humoristisch" gemeint.....
| Zitat: |
| es sieht inzwischen so aus, dass es unserer neuen Bank ausreicht sich zweitrangig in das Grundbuch einzutragen um eine Sicherheit zu präsentieren. Damit werden wir wohl unseren Übergangskredit bekommen, zumal die jetzt auch gesehen haben, das der Betrieb recht gut läuft. |
Na also!
grüße
gundel |
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peter_paris Newbie
Anmeldungsdatum: 15.07.2005 Beiträge: 36 Wohnort: Raum Osnabrück
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Verfasst am: 10.Jan 2007 15:52 Titel: Noch ein Tip |
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Für den Fall, dass die bisherige Bank Ernst macht und den Kredit kündigt, obwohl die Aussicht besteht, dass der Kredit in etwas längerem Zeitraum zurückgeführt werden kann: jede Bank hat nicht ganz korrekte Zinsanpassungen und Wertstellungen verwendet, die dazu führen, dass der aktuelle Kontokorrentsaldo mit Sicherheit nicht ganz richtig ist. Wenn man zumindest einige Falschbuchungen nachweisen kann, zieht sich - einen spezialisierten Rechtsanwalt vorausgesetzt - die ganze Auseinandersetzung so lange hin, bis Sie hoffentlich wieder genug Geld verdient haben. Man müsste dazu spätestens bei der Kündigung des Kredits im Eiltempo die Kontoauszüge irgendeines früheren Jahres von einem Sachverständigen prüfen und nachrechnen lassen (je früher das Jahr, desto besser, kann ruhig 10 oder mehr Jahre zurückliegen). Wenn die vom Sachverständigen ermittelte Differenz auch nur 1.000 € beträgt, wird jedes Gericht es für angebracht halten, auch die übrigen Jahre prüfen zu lassen. Und während geprüft wird, kann die Bank nichts machen (einen entsprechenden Beschluss des Gerichts vorausgesetzt) und Sie können in der Hinterhand die Mittel für den Ausgleich des Kontokorrents aufbauen. Hoffen wir aber, dass es nicht dazu kommt.
MfG
Peter Paris
PS: Fast alle Banken werden so etwas für Unsinn erklären (weil Banken nie Fehler machen und schon gar nicht Kunden benachteiligen würden) und viele Gerichte sind da auch noch nicht so fit, aber mit den durchaus kundenfreundlichen Urteilen von OLGs und dem BGH in der Hand kann ein mit der Materie vertrauter Rechtsanwalt wahre Wunder wirken. Natürlich muss man am Ende die korrigierte Forderung trotzdem bezahlen, aber oft geht es ja gerade um den Faktor Zeit. Und wenn sich die Forderung der Bank um beispielsweise 5.000 € oder 20.000 € reduziert hat, ist man ja auch nicht traurig. |
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