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Wirrwarr verteuert Altgeräte-Rücknahme

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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 6.Jul 2006 20:31    Titel: Wirrwarr verteuert Altgeräte-Rücknahme Antworten mit Zitat

Die Entsorgung gebrauchter Elektrogeräte wird für Herstellerfirmen teurer als vermutet. 100 Tage nach dem Start des deutschlandweiten Rücknahmesystems zeichnet sich ab, dass gravierende Schwächen in der Container-Logistik die Kosten teilweise explosionsartig in die Höhe treiben.

(...) Seit dem 24. März ist Deutschlands Verbrauchern gesetzlich untersagt, Elektrogeräte wie Haartrockner, Handys oder Energiesparlampen in die Hausmülltonne zu werfen. Zwar erledigen seitdem die Städte und Gemeinden die Haushaltssammlung ausrangierter Altgeräte.
Aber an den bundesweit 1 450 kommunalen Abfallzentren haben Sony, Philips & Co. den Schrott zu übernehmen – wozu sie häufig Dienstleister wie Remondis, Alba oder Interseroh einschalten. Transport und Entsorgung, schätzte der Branchenverband ZVEI bislang, belastet die Elektroindustrie jährlich mit Zusatzausgaben von 350 bis 500 Mill. Euro.


Verbraucher zahlen

Rücknahmepflicht: Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz fordert seit 24. März von der Industrie, jährlich rund 1,1 Mill. Tonnen Elektroaltgeräte zu entsorgen. Hersteller und Importeure müssen sich dafür beim überwachenden Elektro-Altgeräte-Register eintragen lassen.

Herstellerkosten: Die Kosten für die Entsorgung einer Waschmaschine liegen bei acht Euro, 15 Euro kostet die Rücknahme eines Kühlschranks, zehn Euro die eines Fernsehers. Für das System muss die Industrie schätzungsweise 350 bis 500 Mill. Euro jährlich zahlen.

Verbraucherkosten: Ihre Zusatzkosten werden die Hersteller in Form von Preiserhöhungen an die Verbraucher weiterleiten. Auch die Kommunen, die zunächst die haushaltsnahe Sammlung übernehmen, dürften sich diese Leistung über höhere Gebühren vergüten lassen.

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