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WAFFENHANDEL - ein lohnendes Geschäft?

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Goodman
*** Consulter ***


Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5416

BeitragVerfasst am: 19.Apr 2002 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Beim illegalen Handel mit Waffen mischt die russische Armee groß mit

Das Militärcamp in Kolbasno wird scharf bewacht. Wer an dem Gelände in der Dnjestr-Republik anhält, wird von Soldaten verscheucht. Die Nervosität hat ihren Grund: Auf dem Gelände lagern rund 45.000 Tonnen Munition, die zu Sowjetzeiten hier gehortet wurden.

Nachts sollen allerdings mehrmals Lastwagen beobachtet worden sein, die das Munitionsdepot schwer beladen verlassen haben. Nachzuweisen ist das kaum - wer es behauptet hat, wurde meist ermordet. Denn seit der Abspaltung von Moldawien 1992 ist die "Republik Transnistrien" zu einem Brückenkopf der internationalen Mafia aufgestiegen. "Am Dnjestr liegt heute der größte illegale Waffenbasar Europas", sagt Moldawiens Ex-Innenminister Viktor Catan.

Die Vorräte sind unerschöpflich. In Transnistrien lagert Kriegsgerät im Wert von 3 Mrd. $. Zur Freude der Dnjestr-Separatisten fehlen Moskau die Mittel zum Abtransport.

Drehscheibe Transnistrien
Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa stellen vier Betriebe in der Dnjestr-Republik auch selbst Waffen her. Ein Großteil wird ins Ausland geschmuggelt und illegal verkauft. Experten sprechen von einem Umsatz zwischen 10 und 100 Mrd. $ pro Jahr. Russische Soldaten und ukrainische Zollbeamte sollen an dem Geschäft mitverdienen.

Das Ausmaß des weltweiten illegalen Waffenhandels ist unbekannt. Fest steht nur: Er nimmt zu. Selbst das kürzlich veröffentlichte "Small Arms Survey" (SAS), von Experten als die umfassendste Studie bezeichnet, macht nur vage Angaben.

Über 90 Prozent der illegalen Waffen sind "Kleinwaffen" - Handfeuer- und leichte Waffen, die von einer oder zwei Personen getragen werden können. Laut SAS sind weltweit 550 Millionen Kleinwaffen in Einsatz.

Die illegale Produktion fällt kaum ins Gewicht: "Der weit größte Teil der Waffen beginnt sein Leben legal", sagt Sami Faltas, Kleinwaffen-Experte beim Bonn International Centre für Conversion (BICC). 10 bis 20 Prozent der weltweit produzierten Kleinwaffen werden laut SAS auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Der Umsatz des illegalen Waffenhandels beträgt Schätzungen zufolge 1 Mrd. $ pro Jahr. Beim legalen Handel sind es 4 bis 6 Mrd. $.
"Das große Problem sind nicht die Erstkäufer, sondern das Vagabundieren der Waffen von zweiter zu dritter Hand", so Faltas.

Würden alle Waffen gekennzeichnet, könnten Lieferungen zumindest nachverfolgt werden.
Engpass Munitionsnachschub

Derzeit sind Seriennummern weder einheitlich noch fälschungssicher. Schweizer Waffenfirmen haben deshalb neue Markierungsarten entwickelt. Einziges Problem: Die teuren Schweizer Waffen werden ohnehin kaum geschmuggelt.

Der größte Engpass für die Käufer illegaler Waffen ist oft die Munition. Sie hält oft nicht länger als etwa zehn Jahre. Doch die meisten Waffenfabriken können auch Munition besorgen. Berüchtigte Lieferanten sind die Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Die russische Armee gilt als Hauptausrüster diverser Rebellengruppen und Verbrechenssyndikate.

Jede Woche werden Soldaten festgenommen, die Gewehre oder Granaten an die Mafia verkaufen und so ihren kargen Sold aufbessern.
Das große Geld streichen aber die Zwischenhändler ein. Dabei handelt es sich oft um Ex-KGB-Offiziere mit besten Verbindungen zur Mafia und Rebellengruppen.

Die Kontakte wurden meist noch in Zeiten des Kalten Kriegs aufgebaut, als die Sowjetunion großzügig sozialistische Regime und Rebellen in Afrika und Lateinamerika belieferte.
Die meisten Waffen, die dort und in Zentralasien heute eingesetzt werden, stammen aus jener Zeit.

Auch die USA haben jahrelang afghanische Kämpfer ausgerüstet - mit Waffen, die heute in Tschetschenien und im Kaschmir eingesetzt werden.

In Kolumbien kämpfen von den USA finanzierte Anti-Drogen-Einheiten gegen Kokainhändler, die mit M-16-Gewehren aus amerikanischer Produktion zurückschießen. Die Sturmgewehre stammen aus den Beständen der nicaraguanischen Contras.

Gerade in Lateinamerika "sind die meisten Waffen schon dort und vagabundieren nur noch", so Faltas. Von den legal neu eingeführten Waffen erreicht oft nur ein Fünftel laut SAS tatsächlich den Bestimmungsort. 80 Prozent werden von korrupten Beamten abgezweigt und verkauft.

Gewehre gegen Diamanten
Auch in Afrika, wo zehn größere Bürgerkriege toben, wird der größte Teil der Waffen legal importiert und dann illegal weiterverkauft. Hauptlieferanten sind Russland, China, die

Ukraine und Bulgarien.
Der Profit der Waffenhändler wird gewaschen und in den legalen Geldfluss zurückgeleitet. Präferenzen bei den Investitionen sind bisher kaum bekannt. Das SAS verweist aber auf den gerade in Afrika üblichen Handel von Waffen gegen Diamanten oder Edelmetalle. In Asien und Südamerika werden oft auch Waffen gegen Drogen getauscht.

In Transnistrien werden die Profite aus dem Waffenhandel über mehrere Firmen gewaschen, darunter die Unternehmen Sheriff und Green. Sie gehören "Geschäftsleuten", die mit der politischen Führung des Landes verschwägert oder befreundet sind. Die beiden Firmen herrschen über Tankstellen, Supermärkten und Computerläden, Autosalons, TV-Stationen und Mobilfunklizenzen. Sogar die einzige Mercedes-Niederlassung in Transnistrien gehört zum kriminellen Sheriff-Imperium.
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Gabriela Wesner
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.01.2003
Beiträge: 9
Wohnort: 48300 Fethiye, Türkei

BeitragVerfasst am: 24.Jan 2003 7:32    Titel: Waffenhandel Antworten mit Zitat

Hallo David,
Wir, meine Frau und Ich, haben nach dem wir drei Humanitäre Hilfetransporte, nach Minsk ( Weißrussland ) verbracht haben,das Elend der Menschen dort gesehen! Es wundert mich nicht, dass der Waffenhandel so blüht! Noch heute leben Selbst hohe Offiziere, in alten Militärflugzeugen, Containern und auf ausrangierten Schiffen!
Erst nach der Öffnung ist " Mutter Russland zur Gefahr geworden!

Ich treffe wohl nicht ganz das Thema, wollte auch nur meine Gedanken dazu loswerden!
MFG: R. W.
PS: Die Transporte liefen 1993, daraus Gründete sich ein Gemeinütziger Verein! ( fsbanker, man, man,man )
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insignia
Specialist


Anmeldungsdatum: 15.03.2003
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 17.März 2003 11:53    Titel: im großen Stil vielleicht Antworten mit Zitat

Waffenhandel mag im großen Stile vielleicht blühen und gedeihen, vorausgesetzt die jeweiligen großen Köpfe, als auch die Geheimdienste decken diesen Handel. Über diese Art von Business gibt es ein feines Buch:

Im Namen des Staates von Andreas von Bülow, Ex Bundestagsabgeordneter, Ex Bundesminister und Ex Staatssekretär ISBN: 3-492-23050-4

Und für all jene die meinen innerhalb Deutschlands aktiv zu werden, sei folgender Link als Warnung gedacht: Thema Waffennarr: http://www.polizei.bayern.de/blka/aktuell/presse.htm

erfolgreiche Woche

daniel
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blacky
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Anmeldungsdatum: 03.05.2003
Beiträge: 32
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 3.Mai 2003 19:30    Titel: Waffenhandel Antworten mit Zitat

Zum 1. Beitrag: Lieber Mr. Goodman, in Kolumbien kämpfen nicht nur Anti Drogen Einheiten der Polizei und Armee, sondern auch die Rechts- und Linksgerichtete Guerilla FARC und ELN, sowie ca. weitere 90 Paramilitärische Gruppen der Großgrundbesitzer, mit M-16 Gewehren. ( Zwischenfrage: Auf welchem Wege kommen die Waffen denn ins Land ? Wie werden Sie finanziert ? Wie und auf welchem Wege findet die finanzielle Abwicklung statt ? ) Eigentlich sollte sich doch jeder beim schreiben von Beiträgen auf die Themen beschränken, in denen er adäquat vortragen kann. Dieser Beitrag wurde zu 90 % aus anderen Publikationen abgeschrieben. Um das feststellen zu können, benötige ich kein Insiderwissen (wobei ich erwähnen darf, dass ich hierüber verfüge). Dem Inhalt nach zu urteilen, wurde teilweise noch falsch abgeschrieben und der Forenschreiber dürfte vom Waffenhandel genau so viel Ahnung haben wie ich vom Kühe melken. Die restlichen Beiträge sind absolut lächerlich. (Reißwolf) Ich hätte hier eigentlich mehr Sachverstand erwartet und hoffe, dass diese Beiträge nicht von Insidern gelesen werden, die dieses Forum als kompetente Informationsquelle nutzen wollen.
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blacky
Newbie


Anmeldungsdatum: 03.05.2003
Beiträge: 32
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 3.Mai 2003 20:04    Titel: Waffenhandel Antworten mit Zitat

Der größte Teil der Waffengeschäfte erfolgt von Panama aus nach Turbo / Kolumbien. Um auf dem Landwege von Panama City aus nach Turbo zu gelangen, muss die Urwaldprovinz Darien / Panama durchquert werden. Hier gibt es keine Straßenverbindungen sondern lediglich Dschungelpfade, die nur im Fußmarsch zu bewältigen sind. Abgesehen von der prekären Gesundheitslage (u.a. Cholera und Malaria), stellen vor allem diese Gebiete des Darlien de facto ein rechtsfreies Gebiet dar, in dem die kolumbianische Guerilla operiert. Die Gefahrenlage ändert sich ständig, ist unübersichtlich und nicht einschätzbar. Ein idealer Grenzbezirk um einen Waffendeal abzuwickeln. Auf kolumbianischer Seite hat die Regierung daher aufgrund eines im August letzten Jahres verhängten Ausnahmezustands und insbesondere des Dekrets 2002 Ende September 02 zwei Konsolidierungszonen eingerichtet. Hier sind Ordnungskräfte und Militär verstärkt präsent und es gelten für Personen die diese Zonen aufsuchen wollen Sonderregelungen im Reise- und Aufenthaltsrecht. Es wird eine Sondererlaubnis (permiso) für die Einreise und Aufenthalt in diesen Zonen benötigt. Dennoch werden Waffengeschäfte hier problemlos abgewickelt. Der finanzielle Teil der Abwicklung erfolgt durch Unterhändler im Offshorezentrum Panama. Besonders beliebt sind hier einige der ansässigen Schweizer Banken. Die Bezahlung erfolgt ausschließlich in bar. Die Gelder werden zunächst in bar in Bankfächern deponiert und in wöchentlichen Tranchen auf die Konten von verschiedenen Offshoregesellschaften eingezahlt. Nach ca. 3 Monaten erfolgt dann der Bank zu Bank Transfer nach Liechtenstein oder in die Schweiz. So viel zur Abwicklung.
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