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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2941
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Verfasst am: 20.Apr 2008 8:56 Titel: Betrüger leimen Hedgefonds |
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77 Millionen US-Dollar futsch: Hedgefonds geht japanischen Betrügern auf den Leim
Auch die Finanzbranche ist vor Leichtgläubigkeit nicht gefeit – eine Erfahrung, die jetzt auch die Och-Ziff Capital Management Group gemacht hat: Denn offenbar ist der US-Hedgefonds-Betreiber einem Schwindel aufgesessen, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) mit Berufung auf eine mit der Situation vertraute Person schreibt. Der finanzielle Schaden soll sich auf rund 77 Millionen US-Dollar beziffern.
Diese Summe soll eine in Asien ansässige Zweigfirma von Och-Ziff einem Krankenhaus Rehabilitationsprojekt geliehen haben, in dem Glauben, dass diese zum japanischen Handelskonglomerat Marubeni Corp. Gehörte. Im Rahmen des Deals stellte Och-Ziff seit November 2007 Krankenhäusern kurzfristige Kredite zur Verfügung, damit diese eine qualitativ hohe, medizinische Ausrüstung kaufen konnten. Laut WSJ wurde die Vergabe solcher Kredite von Och-Ziff bestätigt, allerdings seien diese bereits abgeschrieben und bei den Anfang diesen Monats veröffentlichen Ergebnissen bereits berücksichtigt worden.
Och-Ziff ist nicht der einzige, der den Betrügern auf den Leim gegangen ist. Mit ähnlichen windigen Geschäften wurden zuvor auch schon zahlreiche japanische und anderen ausländischen Investoren um etliche Millionen US-Dollar erleichtert – darunter auch Lehman Brothers, die letzten Monat eine Klage in Höhe von 350 Millionen US-Dollar anfachten. Zwei weitere Geschädigte sind die in Tokio ansässige Investmentboutique FinTech Global Inc, sowie der Krankenpflegespezialist Medcajapan Co..
Die Causa „Marubeni“ zählt mit zu den dreistesten Betrugsfällen der jüngsten Unternehmensgeschichte und wurde offenbar von einigen Marubeni Angestellten initiiert. Nach dem derzeitigen Stand der Kenntnisse scheint es, dass diese Büroräume, das Computersystem und Briefbögen der Firma benutzt hätten, um Gelder für ein Projekt einzusammeln, dass ein Upgrade japanischer Krankenhäuser mitfinanzieren sollte. Dabei sollten die Gelder angeblich dazu verwandt werden, diesen Brückenkredite oder kurzfristige Finanzspritzen zur Verfügung zu stellen, damit die Krankenhäuser sich Ausrüstungen kaufen konnten – und zwar über einen Marubeni Sub-Agenten. Marubeni selbst hat sich von den Vorwürfen distanziert und dementiert jegliches Involviertsein. (ir)
| Zitat: |
| Och-Ziff war 1994 von Daniel Och, einem ehemaligen Goldman-Sachs-Manager, zusammen mit Mitgliedern der Ziff-Verlegerfamilie gebildet worden. |
Quelle: FONDS professionell
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