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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5866
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Verfasst am: 2.März 2007 8:05 Titel: US-Behörden prangern Insiderring an |
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Die US-Börsenaufsicht SEC hat gemeinsam mit der US-Staatsanwaltschaft in Manhattan 14 Personen im Zusammenhang mit Insidertrading angeklagt. Zu den Drahtziehern gehören leitende Mitarbeiter der Investmentbanken UBS und Morgan Stanley sowie ehemalige Händler bei Bear Stearns.
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Sie sollen bereits seit 2001 unter anderem illegale Tipps an Hedge-Fonds weitergeleitet haben und Tausende von Handelstransaktionen manipuliert haben. Insgesamt konnten die Beteiligten des Insiderrings dadurch mehr als 15 Mio. $ kassieren. "Dies ist einer der größten Insiderhandelsfälle an der Wall Street in 20 Jahren", sagte Scott Friestad, einer der zuständigen SEC-Ermittler. Die Betroffenen sind von FBI-Agenten am Donnerstagmittag verhaftet worden. Morgan Stanley sagte gegenüber der FTD, man kooperiere voll mit den ermittelnden Behörden. Die UBS äußerte sich ähnlich.
Für die Wall-Street-Investmentbanken ist der Fall eine peinliche Panne. Der Insiderhandelsring bezog seine Tipps von einem hochrangigen UBS-Manager, der für institutionelle Investoren bei der Bank zuständig war. Er informierte seine Mitverschwörer vor der Veröffentlichung, wenn UBS-Analysten die Aktien von Unternehmen auf- oder abwerteten.
Diese illegalen Hinweise nutzten die Angeklagten, um bei Hedge-Fonds entsprechende Positionen zu beziehen. So teilte der UBS-Mitarbeiter seinen Komplizen im März 2006 etwa mit, dass die Analysten der Bank die Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar am nächsten Tag herabstufen würden.
Dokumente an Komplizen weitergereicht
Daraufhin verkaufte einer der Hedge-Fonds-Händler 11.000 Caterpillar-Aktien leer, das heißt, er setzte auf fallende Kurse. Sein Profit: 30.000 $. Ähnlich ging der Insiderring bei einer bevorstehenden Aufwertung von Aktien der Investmentbank Goldman Sachs vor.
Bei Morgan Stanley nutzte er Informationen über bevorstehende Fusionen und Übernahmen, bei der die Investmentbank die beteiligten Unternehmen beriet. Dabei waren eine Morgan-Stanley-Mitarbeiterin der Rechtsabteilung sowie ihr Ehemann die Quelle.
Sie gaben wesentliche interne Dokumente an ihre Komplizen weiter. Zu den betroffenen Unternehmen gehören unter anderem die Softwareanbieter Adobe Systems und Macromedia. Zu den Hauptprofiteuren gehörten drei Hedge-Fonds: Q Capital Investment Partners, Chelsey Capital und Jasper Capital. Zu den Beteiligten gehörten auch vier Händler, die in diesem Zeitraum bei Bear Stearns angestellt waren. Die Verschwörer versuchten, ihre Spuren sorgfältig zu verwischen. So benutzten sie Wegwerfhandys, Geheimcodes und zahlten Schmiergelder in bar. Ihr Treffpunkt war die Oyster Bar, ein beliebtes Restaurant im Keller des New Yorker Grand-Central-Bahnhofs. Doch die Vorsichtsmaßnahmen halfen ihnen nichts.
"Dies sollte eine Warnung sein für alle, die glauben, dass mit Insiderhandel schnell und leicht Geld zu verdienen ist", sagte Linda Chatman Thomsen, die Leiterin der SEC-Ermittlungsabteilung. Vier der Angeklagten haben sich bereits schuldig bekannt. Bei einer Verurteilung durch die Behörden drohen den Beschuldigten bis zu 20 Jahre Haft pro Anklagepunkt.
Die Sorge über Insidergeschäfte im Zusammenhang mit Hedge-Fonds hat bei Behörden und Investoren in den vergangenen Monaten zugenommen. Vor allem Fondsmanager von Aktieninvestmentfonds beschwerten sich bei der SEC über vermutete illegale Informationstransfers zwischen Investmentbanken und Hedge-Fonds. Vor knapp einem Jahr war es der SEC bereits gelungen, einen internationalen Insiderring auszuheben, an dem Mitarbeiter von Merrill Lynch und Goldman Sachs beteiligt waren.
Quelle: Heike Buchter, Jennifer Lachman /FTD |
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