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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5866
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Verfasst am: 24.März 2007 8:12 Titel: Wasser Hedgefonds - Long und Short auf Wasser |
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Nur ein Prozent der weltweiten Wasservorräte sind als Trinkwasser nutzbar. Gegenwärtig ist das noch kein Problem, denn das Angebot an dem Nass übertrifft noch die Nachfrage. Das Bevölkerungswachstum und die wachsende Industrialisierung in den Schwellenländern führen aber dazu, dass der Wasserkonsum stark steigt. Zahlreiche Unternehmen sind deshalb in diesen Wachstumsmarkt eingestiegen.
Noch sind die Wasserversorger zwar vorwiegend in öffentlicher Hand, doch die Zahl der Privatisierungen steigt. Das eröffnet Anlegern Chancen, sich in diesem attraktiven Segment zu engagieren. Möglich ist das beispielsweise mit dem neuen Wasser-Aktiv-Zertifikat von DWS Go. Das Papier wird von DWS-Experten aktiv gemanagt und konzentriert sich auf 16 Branchengrößen, die im Bereich Wassertechnik, Wasserversorgung und Wasserapparatur tätig sind.
Die Titel sind mit Anteilen zwischen vier und neun Prozent gewichtet. Zur Hälfte wird in den USA, zu 42 Prozent in Europa und zu acht Prozent in Japan investiert. Nur Unternehmen, die eine Marktkapitalisierung von mindestens 200 Millionen Dollar haben, sind vertreten. Sie müssen einen wesentlichen Teil ihrer Erlöse im Bereich Wasser erwirtschaften. Das ist bei den meisten enthaltenen Werten auch der Fall, allerdings gibt es Ausnahmen wie zum Beispiel bei RWE, für die Wasser nicht das Hauptgeschäft ist.
Größte Positionen sind die Amerikaner Layne und ITT, Kurita (Japan) und Veolia (Frankreich). Änderungen können jederzeit vorgenommen werden. Für die Überprüfung der Zusammensetzung verlangt DWS Go 1,5 Prozent jährlich. Dafür erfolgt bei dem endlos laufenden Papier (WKN DWS0GJ) eine Reinvestition der Dividenden.
Das Zertifikat (Kurs 21.03.: 51,56 €) hat einen Spread von knapp einem Prozent und hat trotz des hohen US-Anteils das Manko, nicht währungsgesichert zu sein. Es enthält die weltweiten Blue Chips der Branche und eignet sich zur Marktabdeckung für konservative Anleger. Leider enthält es keine Emerging-Market-Titel. In diesen Ländern sind jedoch in den kommenden Jahren die höchsten Zuwachsraten zu erwarten. Wer risikobereit und langfristig ausgerichtet ist, für den ist das DWS-Produkt daher nicht das optimale Zertifikat.
Eine Alternative dazu ist der Wasser-Hedgefonds der Schweizer Signina Capital AG. Deutsche Anleger mit dem nötigen Kleingeld können über das Signina-Water-Portfolio-Zertifikat der Barclays Bank (WKN BC0BQA) auf ihn zugreifen. Die Zertifikatekonstruktion macht den Hedgefonds hier zu Lande nach der Spekulationsfrist steuerfrei. Die Mindestbeteilung beträgt 50 000 Euro. Das Papier ist nicht börsennotiert. Einmal im Monat kann das Papier gekauft und nur alle drei Monate verkauft werden.
Hier sind auch viele große Wasserkonzerne enthalten, der Schwerpunkt liegt jedoch auf den Mid- und SmallCaps. Denn Voraussetzung für die Aufnahme in den Hedgefonds ist, dass die Unternehmen mindestens 60 Prozent ihres Gesamtumsatzes mit dem flüssigen Gold verdienen. Blue Chips, bei denen Wasser nur ein Nebengeschäft ist, werden nicht berücksichtigt.
Auch Emerging-Market-Titel sind mit einem nicht unwesentlichen Anteil vertreten – Asien und Lateinamerika haben gegenwärtig sogar ein Gewicht von mehr als der Hälfte. Vor allem in Asien sieht Fondsmanager Martin Kloeck gute Perspektiven. Ist doch die Wasserinfrastruktur in China, Indien und dem Nahen Osten noch sehr unzureichend ausgebaut, und der Bedarf groß. Davon profitieren Technologieunternehmen auf dem gelben Kontinent.
Die Schweizer Wasserspezialisten setzen überwiegend auf steigende Kurse, sichern sich jedoch auch gegen fallende Notierungen ab. Das ist allerdings nur bei den Blue Chips möglich, bei kleineren Aktien und Schwellenländer-Titeln kaum. Deswegen betreibt die Fondsprofis ein aktives Cash-Management. Derzeit beträgt der Baranteil 30 Prozent. Zudem haben sie einige Wasser-Anleihen im Portfolio, die von Gebietskörperschaften emittiert wurden und sichere „Wasserzinsen“ abwerfen. Zur Absicherung werden auch Derivate benutzt. Bisher funktionert das Risikomanagement.
Der Fonds, der erst Anfang November 2006 aufgelegt wurde, weist eine Volatilität von acht Prozent auf, selbst im Krisenmonat Februar betrug sie noch erträgliche zehn Prozent. Die Performance der vergangenen vier Monate liegt bei rund plus zehn Prozent. Die Gebühren sind „hedgefondsüblich“, also hoch. Neben 1,80 Prozent jährlicher Managementgebühr fallen zehn Prozent Erfolgsbeteiligung an, wenn der US-Rentenindex übertroffen wird. Hinzu kommt eine Gebühr von 0,15 Prozent für die Absicherung der asiatischen, lateinamerikanischen und australischen Währungen gegenüber dem US-Dollar. Das Risiko des Euro zum Greenback tragen Anleger aber trotzdem voll.
Die Strategie des Fonds überzeugt. Er bietet Anlegern im Gegensatz zu anderen Brancheninvestments die Möglichkeit, ihr Portfolio mit Firmen zu diversifizieren, die ihren Schwerpunkt tatsächlich im Wassergeschäft haben und es nicht nur nebenbei betreiben. Wegen des hohen Anteils von Emerging-Markets- und MidCap-Titeln ist der Fonds chancenreich, aber nicht ohne Risiko. Den ersten Stresstest in der jetzigen Korrektur hat er zwar gut überstanden. Die Fondsprofis müssen aber erst noch beweisen, ob das Risk-Management dauerhaft funktioniert.
Nachteilig ist, dass ein Dollarrisiko besteht, die Liquidität mangelhaft ist und die Mindestanlagesumme für Privatanleger sehr hoch ist. Da es sich um ein Private Placement handelt, wird das Zertifikat auf den Hedgefonds nicht öffentlich angeboten. Interessierte Anleger müssen sich an ihre Hausbank wenden, die über Barclays Bank oder Signina Capital den Fonds beziehen kann. Signina plant, in Zukunft auch ein Zertifikat auf den Fonds mit niedrigeren Mindest-Stückelungen anzubieten.
Quelle: boerse-online |
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