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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5415
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Verfasst am: 23.Nov 2002 12:51 Titel: Anlagebetrüger locken mit neuer Masche |
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Die Verbraucherzentrale Berlin warnt vor einer neuen "Masche von denkmalgeschützten Steuersparmodellen". Seit einiger Zeit rufen unseriöse Finanzvermittler bei Kunden an und versuchen entsprechende Anlagen zu verkaufen, berichten die Verbraucherschützer. Es handele sich hierbei um überteuerte Eigentumswohnungen. Die Anlagebetrüger hielten ihren Hinweis auf ein "denkmalgeschütztes Steuersparmodell" offenbar für besonders vertrauenserweckend.
Die Steuersparmodelle, vor denen die Berliner Verbraucherschützer warnen, reihen sich ein in eine wachsende Anzahl von Anlagebetrugs-Delikten in Deutschland. So verdoppelte sich innerhalb nur eines Jahres die Zahl der angezeigten Fälle auf rund 36.000, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden für das Jahr 2001 mitteilte. Die Betrüger schädigten ihre Opfer dabei um rund 300 Millionen Euro.
Kunden, die vor Gericht ziehen und einen Vermittler verklagen, müssen sich inzwischen darauf einstellen, dass ihnen bei besonderer Leichtgläubigkeit sogar eine Mitschuld zugewiesen wird. Hierfür ist beispielsweise das Oberlandesgericht Frankfurt bekannt. So gehen die Richter dort zum Beispiel bei Zinsversprechen von über 20 Prozent für eine festverzinsliche Kapitalanlage von 500 Euro von einer Mitschuld des Opfers aus.
Bei folgenden Praktiken sollten Anleger hellhörig werden:
Unaufgeforderte Anrufe: Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbietet unangekündigte telefonische Erstkontakte, die so genannten "cold calls". Auch unaufgeforderte Angebote per E-Mail sind untersagt.
Ungewöhnlich hohe Renditen: Weit über dem Marktüblichen liegende Renditeversprechen weisen auf unseriöse Angebote hin. Als Faustregel gilt: Je höher die Rendite, desto höher das Risiko, das Geld zu verlieren.
Angeblich exklusive Geschäfte: Häufig handelt es sich hierbei nur um billige Tricks, die das Interesse an dem Angebot steigern sollen.
Unklare Produkte: Erklärt ein Vermittler sein Produkt nicht klar, hat er es entweder selbst nicht verstanden oder er will sein Wissen nicht offen legen. In beiden Fällen sollten Kunden keinesfalls zugreifen.
Zeitdruck: Unseriöse Vermittler argumentieren oft, die angebotenen Papiere wären in Kürze vergriffen. Vor allem bei mittel- und langfristigen Anlagen kommt es in der Regel aber nicht auf den Tag genau an. Experten raten, Anlageentscheidungen nie unter Zeitdruck zu treffen.
Überweisungen ins Ausland: Bei ausländischen Vertragspartnern ist besondere Vorsicht geboten. Am offiziellen Firmensitz findet sich unter Umständen nicht mehr als ein Briefkasten. |
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