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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
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Verfasst am: 25.Nov 2006 16:54 Titel: Hotelimmobilien - Löwenanteil wird international verkauft |
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Immer mehr Hotelimmobilien werden über Ländergrenzen hinweg gehandelt. Deutschland mangelt es an attraktiven Objekten.
Dennoch gibt es auch hierzulande mehr Kaufinteressenten als Angebote.
Sie haben die Taschen voller Geld und können sich nichts kaufen. Zumindest nicht in Deutschland. Private-Equity-Firmen können sich vor Mittelzuflüssen kaum retten und suchen händeringend nach Anlageobjekten.
Seit etwa zwei Jahren haben sie den europäischen Hotelimmobilienmarkt für sich entdeckt und viele Milliarden investiert. "Großbritannien, Frankreich und Italien sind die europäischen Schlüsselmärkte für Hotelinvestments", sagt Christoph Härle, Executive Vice President beim Immobilienberater Jones Lang LaSalle Hotels (JLLH).
In diese Länder floss auch im ersten Halbjahr 2006 das meiste Geld. Bis Ende Juni wechselten nach Recherchen von JLLH europaweit Hotelimmobilien im Wert von 9,3 Mrd. Euro den Besitzer. "Schon 2005 war mit einem europaweiten Investmentvolumen von 16,5 Mrd. Euro ein absolutes Rekordjahr. In diesem Jahr könnten über 20 Mrd. Euro erreicht werden", sagt Härle.
uf Einzelverkäufe entfielen bisher 2,6 Mrd. Euro. Hotelportfolios machten mit 6,7 Mrd. Euro den Löwenanteil aus. Dabei gingen wie schon in den Vorjahren die meisten Hotelpakete in Großbritannien über den Tisch, so JLLH in einer Analyse.
55 Prozent der Portfolio-Deals wurden im Vereinigten Königreich abgewickelt, vor allem in London. Die eifrigsten Käufer waren mit einem Anteil von 57 Prozent der Transaktionen Private-Equity-Unternehmen.
Aber auch Real Estate Investment Trusts (REITs) steigen vermehrt ins Geschäft ein. Laut JLLH gingen acht Prozent des bisher erreichten Transaktionsvolumens auf das Konto börsennotierter Immobiliengesellschaften. "Das heutige Spektrum an Hotelinvestoren ist wesentlich breiter als noch vor zwei oder drei Jahren", sagt Härle.
Der Markt werde internationaler, grenzüberschreitende Geschäfte nähmen zu. Das lässt sich auch in Zahlen belegen: 2002 wurden noch 76 Prozent des gesamten europäischen Hotelinvestmentvolumens von Käufern bestimmt, die innerhalb ihrer jeweiligen Heimatländer investierten. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres lag der Anteil national ausgerichteter Erwerber nur noch bei 39 Prozent.
Dass der Handel mit Hotelkomplexen europaweit blüht, hat verschiedene Gründe. Zum einen denken immer mehr Hoteleigentümer über den Verkauf ihrer Immobilien nach. Zum anderen wird der Anlagehorizont der Erwerber immer kürzer, die Taktzahl bei den Transaktionen nimmt zu.
"Früher hat man gekauft und verwaltet. Heute kauft man, um mit Gewinn weiterzuverkaufen", sagt Härle. Welche Konsequenzen ergeben sich für den heimischen Markt, wenn das Geschäft mit Hotelimmobilien immer globaler wird und bislang wenig interessierte Käufergruppen ins Land lockt?
"Investoren neuen Typs machen vor allem den offenen Immobilienfonds Konkurrenz, die früher zu den maßgeblichen Akteuren auf dem heimischen Hotelinvestmentmarkt gehörten", sagt Martina Fidlschuster, geschäftsführende Gesellschafterin der Hotour Unternehmensberatung.
Der Kampf um interessante Objekte in guten Lagen habe sich verschärft. "Der Standort innerhalb der Stadt ist das wesentliche Kriterium für ein Hotel und sollte immer eins a sein", sagt Karl Anton Schattmaier, Vorstandssprecher von Steigenberger Hotels in Frankfurt am Main. Mit ihren Marken Steigenberger und Intercity betreibt die Gruppe weltweit 79, bundesweit 69 Hotels.
Dabei stehe diese Situation in deutlichem Gegensatz zur eigentlichen Hotelkonjunktur. Denn die Bettenauslastung liege trotz der vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft nach wie vor unter 40 Prozent.
(FTD) |
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