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Rueckbau Newbie
Anmeldungsdatum: 06.02.2005 Beiträge: 1 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 6.Feb 2005 19:40 Titel: Pfusch am Bau |
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Pfusch am Bau!
Wir suchen Sponsoren und Geschädigte zur Gründung einer Selbsthilfegruppe zum Erfahrungsaustausch.
Danke und Gruss
Franz |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7229
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Verfasst am: 18.Mai 2007 16:15 Titel: |
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Pfusch am Bau verursacht Milliardenschäden
Abenteuer Bauen: Wer saniert, einen Umbau plant oder ein komplett neues Haus, sollte auf der Hut sein. Bei Pfusch am Bau entstehen arglosen Häuslebauern inzwischen jährlich Schäden von gut 1,4 Milliarden Euro, wie jüngst eine Studie der Prüforganisation Dekra Real Estate ergab.
Die Zahl der Mängel schnellte danach innerhalb von zwei Jahren um fast 50 Prozent auf durchschnittlich 21 Problemstellen pro Neubau in die Höhe.
Verzweifelte Bauherren müssen dann bis zu 27.000 Euro allein fürs Nachbessern aufbringen. „Etwa zehn Prozent der Bausumme geht oft noch einmal für Folgekosten drauf“, lautet auch die Beobachtung von Eva Reinhold-Postina vom Verband privater Bauherren (VPB).
Die Fachleute der Dekra und der Bauherren-Schutzorganisation halten den Trend hin zum Schlendrian am Bau für verheerend. Eines der Hauptübel: Immer mehr Bauträger arbeiten mit unqualifizierten Subunternehmern, mit Billig-Bautrupps und mangelhaft ausgebildeten Handwerkern, wie Postina betont. „Das Problem drückt schlimmer denn je.“
Die Billig-Arbeiter bieten ihre Dienste zwar weit unter den üblichen Marktpreisen an, liefern aber häufig auch nur minderwertige Arbeit ab - meist unabhängig davon, ob es sich um das klassische Architektenhaus oder ein schlüsselfertiges Objekt handelt. „Die Qualität der Leistungen auf deutschen Baustellen ist in den vergangenen Jahren keineswegs besser, sondern noch schlechter geworden“, bemängelt auch Bernd Steisslinger, Geschäftsführer der Dekra Real Estate.
Was der kleine Bauherr dann am Ende finanziell ausbaden muss, ist aber nicht allein die Schlamperei schlechter Handwerker, betont Dirk Weinsheimer, Bauexperte der Verbraucherzentrale Thüringen. Der Ärger setze in der Regel schon viel früher ein, nämlich mit der Unterschrift unter mangelhafte Baubeschreibungen, schlechte Planungen und Kostenpläne, unvollständige Leistungsbeschreibungen. Kurzum unter lückenhafte Verträge seitens der Anbieter und Bauträger, deren Konsequenzen ahnungslose Laien gar nicht abschätzen können. Und dann gibt es womöglich niemanden, der auf der Baustelle die Arbeiter kontrolliert - und schon ist der Pfusch perfekt.
Private Bauherren investieren durchschnittlich 225.000 Euro für Hausbau und Grundstückserwerb - sind aber in der Regel zu wenig informiert über das, was sie dafür kriegen, wie der Bauherren-Schutzbund Berlin zu bedenken gibt.
Besonders aufpassen sollten Häuslebauer, die sich ein schlüsselfertiges Objekt oder Fertighaus hinstellen lassen. Wer glaubt, damit dem üblichen Bauärger entfliehen und die Kosten besser im Griff behalten zu können, irrt gewaltig. „75 Prozent solcher Verträge haben gravierende Mängel“, warnt Reinhold-Postina.
Angebote von Bauträgern bieten in der Regel nur einen Minimalstandard an. Wer den Vertrag nicht penibel genau durchforstet, merkt dann zu spät, dass Aushub oder Keller gar nicht im Preis enthalten sind, dass die äußere Erschließung extra bezahlt werden muss, das Grundwasserproblem nicht geklärt war oder das Wärmedämmmaterial für ein Niedrigenergiehaus gar nicht ausreicht. Auch für Sonderwünsche in der Innenausstattung wie Fliesen oder Fußböden wird die Kundschaft im Nachklapp gern kräftig zur Kasse gebeten.
Höllisch aufpassen sollten die Bauherren auch bei der Endabnahme. Wird das Gewerk absegnet, geht die Haftung auf den Kunden über. Anschließend entdeckte Mängel führen in der Regel zu langwierige zu Streitereien, wie Postina warnt.
Wer baut, sollte sich in jedem Fall fachkundigen Beistand zur Seite holen. Und zwar von Anfang an, sobald ein Haus geplant wird oder das Fertighaus-Angebot vom Generalunternehmer auf dem Tisch liegt.
„Nur ein unabhängiger Sachverständiger oder Jurist kann beurteilen, ob Grundstück oder Planung in Ordnung sind, ob Handwerker aus der Region mit gutem Ruf zum Einsatz kommen oder nachverhandelt werden muss“, gibt Weinsheimer zu bedenken. Auch zur laufenden Baubetreuung sollten Laien unter Umständen Fachleute engagieren. Gleiches gilt für die Mängelsuche und Abnahme am Schluss.
Die Kosten dafür sind im Vergleich zu den möglichen Folgekosten durch Pfusch gering. Einige Verbraucherzentralen vermitteln Bauberater zum Stundenlohn von etwa 50 Euro. Auch der Verband privater Bauherren sowie der Berliner Schutzbund stellt Kontakt zu erfahrenen Architekten und Ingenieuren her. Kostenpunkt: Etwa 80 bis 100 Euro die Stunde.
Quelle: HB |
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