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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6292
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Verfasst am: 20.Okt 2006 6:04 Titel: Investoren - Stabile Verhältnisse locken nach Prag |
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Die tschechische Hauptstadt Prag hat als Ziel für Immobilien-Schnäppchenjäger ausgedient. Die Renditen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen.
Zur Jahrtausend-Wende hätten die Mietrenditen auf dem Büroimmobilien-Sektor noch zehn Prozent betragen, berichtete Bernhard Mayer, Geschäftsführer der Europolis Real Estate, kürzlich in Prag. Heute betrügen sie nur noch sechs Prozent, sagte der Chef der auf Investitionen in Mittel- und Osteuropa spezialisierten Gesellschaft aus Wien. Damit bewegt sich der Büromarkt Prag auf dem Renditeniveau westeuropäischer Metropolen.
Ein verlässliches Rechtssystem, stabile politische Verhältnisse, die durch die gegenwärtigen Probleme bei der Regierungsbildung nicht in Frage gestellt sind, und nicht zuletzt eine kräftig wachsende Wirtschaft sorgen dafür, dass Tschechien zunehmend ins Visier risikoscheuer Investoren, etwa deutscher offener und geschlossener Immobilienfonds, gerät.
Zu den Käufern aus der Geschlossene-Fonds-Szene gehört beispielsweise die Münchner Sachsen-LB-Tochter Sachsen-Fonds, deren Kunden gegenwärtig 70 000 Quadratmeter (qm) Bürofläche in Prag vermieten. Ihr Düsseldorfer Konkurrent Signa Property Group hat gerade für Dezember die Emission eines Tschechien-Fonds im Volumen von 235 Mill. Euro angekündigt. Die Anleger sollen sich am Prager Büroensemble „The Park“ beteiligen. Der Komplex verfügt über eine Mietfläche von 190 000 qm. Unter den offenen Fonds ist beispielsweise die Difa Deutsche Immobilien Fonds AG mit fünf Objekten in Tschechien vertreten, darunter das im Bau befindliche „Trianon“–Bürogebäude, das im zweiten Quartal 2008 fertiggestellt sein soll.
Die Wertschätzung deutscher Investoren für Tschechien wird erwidert. Ressentiments gegen deutsche Grundstückskäufer gebe es nicht, versichert Jaroslaw Mil, Präsident des tschechischen Industrieverbandes. Deutschland besitze in Tschechien einen ausgezeichneten Ruf.
Während das Gros der Investoren in Prag auf Gewerbeimmobilien setzt, steigt HTP nun mit dem Kavci Hory Residence Park auf dem Wohnungsmarkt ein. Hintergrund: Einer Umfrage zufolge sollen rund 60 Prozent der Prager mit ihren Wohnverhältnissen unzufrieden sein, was vor allem an dem hohen Altbaubestand und den Großplattenbauten liegt. In Tschechien beträgt die Wohnfläche je Person gerade einmal 19 qm. Zum Vergleich: In Ostdeutschland ist sie bereits rund doppelt so groß.
Wie groß die Not sein muss, lässt sich schon daran ablesen, dass selbst der Quadratmeter im Plattenbau mit bis zu 1 230 Euro bezahlt wird. Dass die Platten-Wohnung trotz allem solche Wertschätzung erfährt, erklärt Peter Noack, Chef der Hoch Tief Development Czech Republic s.r.o. so: „Eine Plattenbau-Wohnung zu kaufen, ist wie bei McDonalds zu essen – Sie wissen von vornherein, was Sie bekommen.“
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