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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5415
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Verfasst am: 18.Dez 2004 8:03 Titel: Die vergessenen Märkte |
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Immobilien: Die vergessenen Märkte
Die Immobilienmärkte Europas und der USA sind weitgehen erobert. Südlich des Äquators sehen Analysten noch gute Chancen für lukrative Immobilieninvestments.
Die deutschen offenen Immobilienfonds sind zu internationalen Market Playern aufgestiegen. Versehen mit rund 28 Mrd. Euro, die Anleger in den Boom-Jahren 2002 und 2003 in offene Fonds investierten, machten sich die Gesellschaften daran, die Immobilienmärkte Europas und der USA zu erobern. Kaum Beachtung fanden hingegen die so genannten exotischen Märkte: Südamerika, Südafrika, Indien oder auch Australien. Analysten sehen aber gerade dort zum Teil beträchtliche Chancen.
Australien Down Under wurde die Rezession nach dem 11. September 2001 schnell überwunden. Ein Grund war die einsetzende Rohstoff-Hausse, die die Wirtschaft ankurbelte. So sind australische Bodenschätze in China stark gefragt. Der US-Immobiliendienstleister Colliers International registrierte in Melbourne einen Rückgang der Leerstandsraten von 35 Prozent im Jahr 2002 auf aktuell nur noch zehn Prozent. In Sydney seien in diesem Jahr die Preise im Central Business District um 9,9 Prozent gestiegen, meldet Vanessa Rader, Analystin bei dem Immobilienmakler CB Richard Ellis. Die Bemühungen Pekings, die überhitzte Wirtschaft abzukühlen, überschatten jedoch den Ausblick. Rader erwartet für 2005 ein Beschäftigungswachstum von zwei, für 2006 nur noch von 0,2 Prozent.
Chancen für internationale Investoren sieht Rader dennoch: Bisher mieten die meisten australischen Unternehmen Büroflächen nicht an, sondern erwerben die Gebäude selber. Basel II könnte dies ändern. Um Eigenkapital freizusetzen und günstigere Finanzierungskonditionen zu erlangen, dürften die Firmen dazu übergehen, ihre Immobilien in Sale-and-Lease-Back-Transaktionen zu veräußern.
Auch Johannes Haug, Geschäftsführer von Deka-Immobilien, sieht noch Potenzial, insbesondere in Sydney: "Die australische Finanzmetropole ist ein stabiler Markt." Im kommenden Jahr sei mit anziehenden Mieten zu rechnen. Die offenen Deka-Fonds Immobilien-Global und Immobilien-Europa halten fünf Objekte in Sydney. Südafrika Mit dem Ende der Apartheid fiel auch die internationale Wirtschaftsblockade. Zudem profitiert die Wirtschaft von der hohen Nachfrage nach Bodenschätzen und dem gestiegenen Goldpreis. Collier's erwartet insbesondere in Johannesburg eine weiterhin steigende Nachfrage nach Büro- und Wohnimmobilien. Analystin Joan Goldswain hat im Central Business District Renditen von 13,2 Prozent ausgemacht, im noblen Stadtteil Parktown sogar von 14 Prozent. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt CB Richard Ellis für Durban, wo die Preise für Büroobjekte binnen eines Jahres um 7,5 Prozent gestiegen sind.
Südamerika Die zwölf Staaten haben eine "Gemeinschaft der Nationen Südamerikas" gegründet und wollen langfristig nach EU-Vorbild einen gemeinsamen Markt mit einheitlicher Währung schaffen. Collier's sieht insbesondere Buenos Aires als Turn-around-Kandidat. Nach der Schuldenkrise waren die Leerstandsraten bei Büroobjekten in einigen Vierteln der Hauptstadt im Jahr 2002 auf über 40 Prozent gestiegen. Inzwischen greifen jedoch die Reformen. Im Stadtteil Norte Cap Fed stehen nur noch 31 Prozent der Büroflächen leer, in Catalinas nur noch 6,1 Prozent. Colliers-Analyst Carlos Avellaneda erwartet einen weiteren Rückgang der Leerstandsraten und einen Anstieg der Mieten, da es neue Flächen kaum gibt.
Indien Westeuropäische und US-Softwareunternehmen verlagern immer mehr Programmierarbeiten nach Indien. In den IT-Zentren Chennai, Mumbai und Bangalore wächst kontinuierlich der Bedarf an Büroräumen. Dennoch sind die Renditen kaum gestiegen, warnt Collier's in seinem neuesten Marktausblick. Der Grund: Die Regierung fördert intensiv den Bau neuer Objekte, um die heimischen IT-Unternehmen zu unterstützen. Als Folge sind die Mieten allein in Mumbai seit 2001 um bis zu 28 Prozent gefallen. Chancen sieht Collier's für internationale Investoren hingegen bei Wohnimmobilien. Trotz ständig steigender Beschäftigtenzahlen wurde der Bau neuer Wohnungen vernachlässigt. Allein in diesem Jahr sind die Mieten um 20 Prozent gestiegen. |
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