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Zur Lage am US-Immobilienmarkt

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Goodman
*** Consulter ***


Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5416

BeitragVerfasst am: 28.Jun 2004 17:29    Titel: Zur Lage am US-Immobilienmarkt Antworten mit Zitat

Oh Amerika, ich glaube an dich!

Ohja, ein bisschen Glauben ... der Goldpreis ist wieder auf über 400 Dollar je Feinunze gestiegen. Und in den USA haben die Verkäufe von neuen Häusern einen neuen Rekordwert erreicht.

Steht den USA eine Inflation bevor? Nein ... die Anleihenkurse sind in den letzten Tagen gestiegen. Und wenn eine Inflation bevorsteht, dann sollten die Anleihenkurse eigentlich sinken.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA gestiegen. Und die Verkäufe von langlebigen Wirtschaftsgütern sind den zweiten Monat in Folge gefallen.

Die Leute kauften Gold nicht aus Angst vor einer Inflation ... sondern wegen der Angst an sich. Sie fürchten, dass alles in Gefahr ist.

Was sind das für Leute, die neue Häuser kaufen? Oft sind das Leute, die sich normalerweise überhaupt kein Haus leisten könnten, und sich normalerweise überhaupt nicht für eine Hypothek qualifizieren würden. Sie sind durch die niedrigsten Zinsen seit zwei Generationen zum Hauskauf verleitet worden. Und durch die Preissteigerungen am Immobilienmarkt. Vor fünf Jahren kostete ein durchschnittliches Haus in Orange County, Kalifornien, rund 250.000 Dollar. Heute kostet es rund 500.000 Dollar. Der durchschnittliche Hausbesitzer konnte somit also rund 50.000 Dollar pro Jahr verdienen, ohne sich anstrengen zu müssen. In San Diego ist der Preis für ein durchschnittliches Haus im letzten Jahr um über 30 % gestiegen. Selbst wenn man ein Haus vollkommen mit Hypotheken finanziert hätte, zu Zinssätzen von 6 %, dann hätte man noch nette 24 % Plus in diesem Jahr gemacht.

"Wir werden eine Zeitlang nicht mehr ins Kino gehen oder in Restaurants essen", so ein gewisser Ray Daneshi gegenüber der New York Times, nachdem er sich in der Nähe von Disneyland für 360.000 Dollar ein Haus gekauft hatte, mit einer Hypothek, die 600 % seines Jahreseinkommens entsprach. "Aber in zwei Jahren wird das Haus viel mehr wert sein, und wir werden dann etwas haben, das wir vorzeigen können."

Sehen Sie, wie einfach es ist, liebe(r) Leser(in)? Sie müssen nicht sparen oder arbeiten, oder neue Dinge erfinden oder einen neuen Hit komponieren. Sie müssen nur in den USA ein Haus kaufen. Und dafür brauchen Sie noch nicht einmal Eigenkapital. Oder ein großes Einkommen.

Aber was wäre, wenn die Immobilienpreise nicht steigen, sondern sogar fallen würden? Und was würde mit so fragwürdigen Schuldnern wie Daneshi passieren, wenn sie ihren Job verlieren? Wenn sie einen Schlag erleiden würden, durch Entlassung, Krankheit, Scheidung, Wahnsinn, Verletzung oder einen anderen Rückschlag?

Es geht um Hypotheken von insgesamt 5 Billionen (!) Dollar. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung der USA. Und ein großer Teil dieser Schulden lastet auf den Schultern von Hausbesitzern. Ist Gold zu kaufen daher vielleicht nicht doch besser?
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Schwabenpower
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Anmeldungsdatum: 24.12.2002
Beiträge: 1335
Wohnort: im wilden Süden

BeitragVerfasst am: 28.Jun 2004 17:53    Titel: Der amerikanische Antworten mit Zitat

Immobilienmarkt befindet sich -übrigens ähnlich wie der englische- in einer gigantischen Blasenbildung, ähnlich dem vormaligen Aktienboom. Sobald die Zinsen steigen (und sie werden steigen, denn derzeit historisch niedriger Tiefstand) purzeln die Immobilienpreise. Also größte Vorsicht, derzeit eher verkaufen denn kaufen !!!
_________________
Auf Regen folgt Sonne!
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Anmeldungsdatum: 17.11.2003
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 28.Jun 2004 19:07    Titel: ............................. Antworten mit Zitat

Die Frage ist nicht nur, kaufen die Menschen wirklich nur aus Angst ihre Immobilien, und/oder nutzen die Immobilienerwerber wirklich nur den derzeitigen Tiefstand der Kreditzinsen?

Im Zusammenhang damit, daß Immobilien erworben werden von Menschen, deren Einkommen eine normale Rückzahlung der Tilgung und Zinsen in einem normalen Menschenleben gar nicht zulässt (oder gibt es dort Generationenverträge?), so wie unter Berücksichtigung der enormen Preissteigerungen im US-Immobilienmarkt und der damit verbundenen begrenzten Wahrscheinlichkeit der weiteren Steigerung ist ein Schluß, wie von 'Schwabenpower' gezogen, naheliegend.

Die eigentliche Frage ist jedoch folgende: Warum bekommt dieses Klientel von den Banken Kredite zum Erwerb solcher Immobilien
finanziert? Welche Beurteilungskriterien werden hier angewendet?

Persönlich beurteile ich die Situation in den USA anders als die Situation in Deutschland oder Portugal.
Hier nämlich kam es zu den Luftblasen, weil eine gigantische Gier seitens der an der Bauwirtschaft Begünstigten nicht von Banken und entsprechenden Institutionen erkannt worden ist und so am Bedarf vorbei produziert wurde.

Wenn ich den Beitrag von Herrn Maurischat richtig verstanden habe, so ist speziell ein ganz bestimmtes Klientel in den USA abgehandelt worden.
Ob und inwieweit die gesamte US-Bauwirtschaft hiervon betroffen ist, kann ich nicht sagen. Zur Beurteilung der Gesamtsituation wäre dies aber von Bedeutung.

Nicht auszuschließen ist natürlich auch eine tragische Version einer Beurteilung:
Insgesamt ist die wirtschaftliche Situation in den Staaten derart prekär, daß noch nicht mal eine effiziente Steuerung zurück in den normalen Bereich mehr möglich ist, ohne den Konkurs einzuläuten. also läßt man es einfach weiterlaufen, innerhalb eines gewissen Ordnungssystems natürlich, aber ohne Maßnahmen zur Korrektur zu treffen, da die Zeit hierzu, ohne zu Gewaltakten greifen zu müssen, schon vorbei ist.
Ob also die Blase blatzt, ob früher oder später oder ob überhaupt, wenn interessiert's wirklich?
Es ging doch auch die vergangenen Jahre irgendwie gut.
Grundsätzlich nicht schlecht, statt einige dringend notwendige Entscheidungen zu treffen, einfach die Situation eskalieren lassen. Irgendein KRIEG wird's schon richten und dann ist es auch einfacher, wieder neu zu beginnen.

Also ist es auch richtig, sich mit Gold zu versorgen. Sie kennen ja meinen Rat: das Gold nicht ins Ausland verschaffen oder in irgendein Bank-Depot, da kommen Sie nämlich im Ernstfall nicht heran. Deshalb, Gold ganz klein sortiert und in handdelbaren Portionen/Mengen irgendwo gut vergraben.

Mit den besten Wünschen, Browser
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Goodman
*** Consulter ***


Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5416

BeitragVerfasst am: 13.Dez 2004 8:34    Titel: Antworten mit Zitat

Immobilien-Lawine rollt durch die USA

Eine Wette auf fallende Häuserpreise könnte sich lohnen - Noch aber lockt die Blase immer mehr Käufer an. Dass konträre Anlagestrategien langfristig überdurchschnittliche Renditen abwerfen, haben wissenschaftliche Studien bewiesen. Und die wohl konträrste - sprich am stärksten gegen den Markttrend gerichtete - Wette in den USA lautet: Spekuliere auf fallende Immobilienpreise.

Doch das ist leichter gesagt, als getan. Denn die Mieten am New Yorker Wohnungsmarkt sind horrend. Monat für Monat wächst mit jeder Überweisung die Verlockung, vom Mieter zum Hausbesitzer zu werden. Grundbesitz macht reicht, suggerieren unzählige Anekdoten aus dem Freundeskreis. Man hört, jener Kollege habe den Wert seines Hauses bereits verdoppelt, seit er vor anderthalb Jahren zugriff. Ein anderer lächelt nur fein (und ein wenig mitleidig mit dem armen Mieter), wenn die Rede auf die phänomenale Wertsteigerung seines Reihenhäuschens kommt. Warum haben wir noch nicht gekauft, fragt sich die Ehefrau.

An den Einbruch der Wohnungspreise Anfang der 90er Jahre erinnert sich im schnelllebigen New York dagegen längst niemand mehr. Wen interessiert heute schon, dass die Preise damals um ein Drittel einbrachen? Viel interessanter klingt doch, dass ein durchschnittliches Apartment auf New Yorks Inselzentrum Manhattan schon seit sechs Monaten über eine Mill. Dollar kostet. Zuletzt waren es genau: 1 069 445 Dollar, das sagt jedenfalls eine Studie des Maklerhauses Douglas Elliman für das dritte Quartal.

Und die Preise steigen weiter. nach Angaben des Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO), so eine Art Immobilienaufsicht, kletterte der US-weite Preis eines typischen Ein-Familienhauses zwischen dem 30. September 2003 und 2004 um 13 Prozent. "Der Preisanstieg hat sich von einem bereits hohen Tempo noch einmal beschleunigt", staunt OFHEO-Chef Armando Falcon.

Nur ganz griesgrämige Zeitgenossen wie Stephen Roach wollen darin eine Spekulationsblase erkennen, die früher oder später platzen muss. Der Berufspessimist - Chefvolkswirt der New Yorker Investmentbank Morgan Stanley - sieht die schwindelerregenden Steigerungsraten als Zeichen für einen irrationalen Boom. Einer der wenigen, die ähnlich urteilen, ist Finanzprofessor Robert Shiller von der Elite-Universität Yale.

Shiller veröffentlichte kurz vor dem Börsensturz im Frühjahr 2000 seinen Bestseller "Irrationaler Überschwang". Doch selbst ihm gehen angesichts des schier endlosen Immobilienbooms die Argumente aus. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", erzählt Shiller hilflos über besorgte Anfragen von Bekannten und Verwandten, die wissen wollen, ob sie auf niedrigere Hauspreise warten oder besser sofort kaufen sollen.

"Die weit verbreitete Furcht, dass die Preise morgen noch höher steigen, treibt derzeit viele Amerikaner in den Wohnungsmarkt", sagt Shiller. Der Finanzprofessor sieht darin ein Indiz für eine Spekulationsblase. Denn fundamental nicht begründbare Wertentwicklungen entwickeln häufig einen Lawineneffekt, der auf seinem Weg ins Tal immer mehr Schnee mit sich reißt.

Was könnte die Hauspreis-Lawine stoppen? Professor Shiller erinnert an zwei frühere US-Immobilienbooms, die beide erst durch eine Rezession der Gesamtwirtschaft endeten. "Nur leider lassen sich Rezessionen sehr schwer prognostizieren", sagt der Gelehrte.

Das ist schade. Denn die möglichen Erträge einer konträren Spekulation auf fallende Hauspreise sind enorm. So fiel der Preis für Ein-Familienhäuser im besonders volatilen Los Angeles an der US-Westküste zwischen 1990 und 1997 inflationsbereinigt um 41 Prozent. Auf Hauspreise selbst können Anleger zwar nicht wetten. Shiller selbst arbeitet derzeit noch an der Einführung mehrere Wertpapiere auf die US-Häuserpreise, gemeinsam mit der American Stock Exchange in New York und der Terminbörse Chicago Mercantile Exchange.

Aber mutige Investoren können über US-Onlinebroker und auch einige deutsche Wertpapierhäuser auf fallende Kurse von besonders hauspreissensiblen Aktien spekulieren. Dazu zählen etwa die Baumärkte Home Depot und Lowe's, ebenso wie die staatlich geförderten US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Auch US-Hausbauer wie Lennar gerieten bei einem Preissturz unter die Räder.

Die konträrste Reaktion für New Yorker lautet jedoch: Einfach nicht kaufen und Mieter bleiben.
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Datinghost
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Anmeldungsdatum: 22.12.2004
Beiträge: 1
Wohnort: Rhein Main

BeitragVerfasst am: 23.Dez 2004 18:36    Titel: Kopfschüttel Antworten mit Zitat

Ich wundere mich immer wieder wie sich solch "Hilfreiche" Mitteilungen unter die " Käseglocke" zwingen können. Ich dachte die sei Luftdicht !
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svenjäger
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Anmeldungsdatum: 27.05.2005
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 3.Jun 2005 10:20    Titel: usa Antworten mit Zitat

alles sehr interessant zu lesen,aber wer bringt es mal auf den punkt?..so wie der us-immobilienmarkt hier beschrieben wird,muss die blase ja bald platzen..aber wer hat interesse seitens der usa die blase richtig platzen zu lassen?die FED?trump? oder einige grosse cooperations die an der wall street auf die kommende blase put`s kaufen oder neue strategien entwickeln oder neue fonds bilden? wer will das? die amerikanische blase..wird nie platzen,eher platzt europa,so sieht es nämlich aus,immobilien hin und her in den usa,die zusammenhänge der gesamtwirtschaft in den usa und einigen big-playern aus saudi-arabien sind so gross,das die blase oder die blase der blasen ,wie auch immer ,nie und zwar nie platzen wird,das ist ja das geheimnis der stärke der usa,wen interessiert irgendeine wirtschaftliche realität?keinen amerikaner.live fast,live good!! freue mich auf kommentare von euch.
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Trader
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Anmeldungsdatum: 28.10.2003
Beiträge: 931
Wohnort: Weesen

BeitragVerfasst am: 3.Jun 2005 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ob da eine Immobilienblase am platzen ist scheint mir nicht so sicher. Der US-Immobilienmarkt hat viele Facetten und ist regional sehr unterschiedlich. Dass Fanny Mae und andere ab und an etwas wackeln ist nichts neues. Darf ich den geneigten usern mal den folgen Artikel nahelegen? (englisch erforderlich, vielleicht gibt's anderswo was in deutsch - hab aber nix vergleichbares gefunden. Vielleicht wissen ja unsere Immobilienspezialisten mehr).

http://www.fxstreet.com/nou/content/5959/content.asp?menu=macro&banner=wachovia

Grüsse
Trader
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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4926
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 22.Aug 2005 6:41    Titel: Antworten mit Zitat

US-IMMOBILIENMARKT - Alles aussteigen, bitte!

Am US-Immobilienmarkt häufen sich die Signale zum Ausstieg. Beobachter vergleichen die Entwicklung mit dem Boom der Technologiewerte im Jahr 1999, dem der große Crash folgte. Angesichts steigender Zinsen droht vielen Kreditnehmern die Puste auszugehen - und ein Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes träfe auch deutsche Anleger

Manager-Magazin

Es ist erklärtes Ziel des US-Notenbankchefs Alan Greenspan, auf eine Abkühlung des überhitzten Marktes für Wohnimmobilien zu zielen. Dahinter steht die Sorge, dass ein weiterer Anstieg der spekulativ überzogenen Preise unweigerlich zu einem Zusammenbruch der Hauspreise führen würde. Von dort aus könnte die gesamte Wirtschaft vom Schuldenproblem der Verbraucher angesteckt werden.

Dann wären auch gewerbliche Immobilien betroffen, in die deutsche Investoren viel Geld investiert haben. In der letzten Hochzinsphase 1990 ist hier viel Kapital vernichtet worden. Damals traf es sowohl die Immobilienpreise als auch die Savings and Loans genannten Sparkassen, die reihenweise zusammenbrachen und dann von der Regierung übernommen wurden.

Die amerikanischen Hauseigentümer haben im vergangenen Jahr 324 Milliarden Dollar durch Beleihung von Immobilien für den Konsum locker gemacht und ausgegeben. Daher stehen mehr als 60 Prozent der kommerziellen Kredite und Kapitalanlagen der amerikanischen Banken direkt oder indirekt im Zusammenhang mit Immobilien. Es liegt auf der Hand, dass ein Kollaps der Immobilienpreise in eine schwere Rezession führen könnte.

Zu den treibenden Kräften im amerikanischen Immobilienboom gehören die Angehörigen der Baby-Boom-Generation, also die zwischen dem Kriegsende 1945 und dem Pillenknick 1965 Geborenen. Diese demographische Gruppe umfasst rund 77 Millionen Amerikaner und ist damit die größte homogene Gruppe in der US-Geschichte. Ihr Lebensgefühl, berufliches und privates Engagement prägen unsere Zeit. Die allabendlichen amerikanischen Fernsehfilme zeigen deutlich die neue Entwicklung. Das Konsumverhalten der Babyboomer beeinflusst einen großen Teil der US-Wirtschaft.

Da diese Gruppe nun grob zwischen 40 und 60 Jahren alt ist, befindet sie sich in einer Lebensphase, in der Wohnungen und Häuser gebaut und vergrößert werden. Daher rührt die große Nachfrage und Preissteigerung bei Wohnimmobilien. Dazu kommen die niedrigen Zinsen, die einen Hauskauf heute zu einer wesentlich geringeren finanziellen Belastung machen als vor einem Jahrzehnt, als die Zinsen noch um 8 Prozent lagen.

Und hier liegt das Problem: Die Zinsen in den USA steigen. Falls sich der Zinsanstieg fortsetzt, droht der Kreditfinanzierung die Luft auszugehen. Die US-Notenbank Fed weiß um dieses Problem und wird es zu verhindern suchen. Ob das gelingt, ist offen. Weitsichtige Investoren werden sich daher jetzt zu Höchstkursen aus den US-Werten verabschieden, die vom Immobilienmarkt leben.

Dazu gehören die auch bei uns beliebten Real Estate Investment Trusts, kurz "Reits" genannt, sowie die Aktien der Hausbauer und Renovierer wie Toll Brothers , Lennar und Home Depot . Die Aktien der spezialisierten Immobilienfinanzierer wie Fannie Mae und Annaly Mortgage sind in hiesigen Depots selten vertreten, sollten aber auch verkauft werden. Es gibt langfristig aussichtsreichere Werte, die nicht so stark an wirtschaftlichen Zyklen hängen.
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2182

BeitragVerfasst am: 27.Aug 2005 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Las Vegas und Austin - die besten Standorte

Las Vegas und Austin sind für Immobilieninvestoren die erfolgversprechendsten Städte in den USA. Das geht aus dem aktuellen Städterating der Feri Rating & Research GmbH, Bad Homburg, hervor.

Danach bieten das Spielerparadies und die Stadt in Texas unter 45 bewerteten US-Standorten die besten wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale. Sie erhielten die Note AA, das ist die zweitbeste von zehn Noten, die Feri vergibt.

Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Raleigh (North Carolina), San Diego (Kalifornien) und Sacramento (Kalifornien). Prominente Standorte wie Washington, New York und Chicago belegen die Plätze 15, 29 und 35. Schlusslichter sind Detroit, Cleveland, St. Louis und Pittsburgh, die jeweils mit der sechsbesten Note C bewertet wurden.
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Anmeldungsdatum: 12.07.2005
Beiträge: 16
Wohnort: RLP

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2005 9:57    Titel: Zur Lage am US Immobilienmarkt Antworten mit Zitat

@ H. Henneberg/ Maurischat

nach dem großen Boersenknall in 2000/2001 habe ich mich für 2 gewerbliche ( Büros ) Immobilienfonds in New York entschieden, die von der CFB Commerz aufgelegt sind. Das Mieterklientel ist ausgezeichnet.
Beide Fonds werden sehr gut geführt und zeichnen sich durch eine ca.10% Rendite aus. Nachteilig ist jedoch der nicht unerhebliche Währungsverlust im Zeitraum 2000 bis heute.
Der Thread wird sehr kontrovers geführt und ich bin mir unschlüssig welche Strategie ich weiter führen soll.
Dazu würde ich gern Ihre Meinung lesen, und was Sie darin bestärkt ob man eine solche Beteiligung halten oder verkaufen sollte.
Für mich haben diese Beteiligungen den Stellenwert eines Rentenersatzes.

Vielen Dank!
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2182

BeitragVerfasst am: 4.Sep 2005 9:28    Titel: Antworten mit Zitat

Greenspan sieht Ende des Immobilienbooms Märkte erwarten restriktivere Zinspolitik in den USA

US-Notenbankchef Alan Greenspan hat vor einem Ende des Immobilienbooms in den USA mit möglichen Folgen für die US-Konjunktur gewarnt.

In der näheren Zukunft wird sich der Boom am Immobilienmarkt unweigerlich abschwächen, sagte Greenspan am Wochenende bei dem jährlichen Treffen der Notenbanker in Jackson Hole, Wyoming. Die Konferenz stand unter dem Motto "Die Greenspan-Ära: Lektionen für die Zukunft". Greenspan geht im Januar nach 18 Jahren an der Spitze der Federal Reserve (Fed) in den Ruhestand.

US-Staatsanleihen gaben nach Greenspans Äußerungen leicht nach, wobei der Rückgang bei den zweijährigen Bonds stärker ausfiel als bei den zehnjährigen. Am Markt bildete sich die Meinung, die Zinspolitik der Fed könnte restriktiver ausfallen als bisher erwartet, um eine "weiche Landung" am Immobilienmarkt sicherzustellen. Im Juni hatte der geldpolitische Ausschuss der Fed allerdings noch erklärt, die Zinspolitik nicht gegen die Hauspreisentwicklung einzusetzen.

Greenspan schließt nicht aus, dass die Häuserpreise sogar sinken werden. Das beeinträchtige den Zuwachs an Vermögenswerten und folglich die Stärke des privaten Konsums, sagte der Fed-Chef. Die Schätzungen über die Auswirkungen auf den private Verbrauch gingen allerdings weit auseinander. Ob die Anpassung schwierig werde, hänge von dem Grad der Flexibilität der USA und ihrer Handelspartner ab. Die positiven Folgen könnten ein kräftiger Anstieg der Sparquote, ein Rückgang der Importe und damit ein Abbau des US-Leistungsbilanzdefizits sein.

Greenspan zufolge ist nicht nur die Preisentwicklung bei Immobilien, sondern auch die bei Aktien und Anleihen in den vergangenen Jahren ins Visier der Zentralbanken gerückt. "Unsere Prognosen und damit unsere Politik werden zunehmend durch Änderungen der Vermögenspreise getrieben", sagte er. Den starken Anstieg der Vermögenswerte führt er auf eine Kombination aus stärkerem Produktivitätswachstum und der Bereitschaft von Investoren zurück, sich mit immer niedrigeren Risikoprämien zufrieden zu geben. Diese Bereitschaft könne allerdings schnell nachlassen. Greenspan ist nach wie vor skeptisch, Vermögenspreise zu Zielgrößen der Geldpolitik zu machen: "Bei unserem Wissensstand kann ich mir schwer vorstellen, dass das den Zentralbanken auf absehbare Zeit erfolgreich gelingen wird."

Für den früheren US-Finanzministers Robert Rubin muss Greenspans Nachfolger "dessen Fähigkeit im Umgang mit Finanzkrisen haben, wenn die Risiken für die US-Wirtschaft fortbestehen". Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, nahm Greenspan gegen Kritik in Schutz, die Aktienmärkte in den 90er-Jahren nicht zufrieden stellend gehandhabt zu haben: "Die Fed ist mit diesem außergewöhnlichen Crash sehr gekonnt umgegangen." Wegen seiner Sprachgewandtheit bezeichnete Trichet Greenspan als "großen intellektuellen Verführer".

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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2182

BeitragVerfasst am: 11.Sep 2005 6:28    Titel: Antworten mit Zitat

Handelsblatt

Katrina bringt unerwartete Kursgewinne

Steuerbegünstigte US-Immobilienaktien, so genannte Real Estate Investment Trusts (Reits) profitieren von "Katrina". In der ersten Woche nach dem Hurrikan stieg der S& P-Reit-Index um 2,6 Prozent. "Der unerwartete zusätzliche Bedarf an Wohn- und Büroflächen, zum Beispiel in Houston und Memphis, könnte den Portfolios verschiedener Reits auch in der nächsten Zeit helfen", sagt James Sullivan von der Investmentbank Prudential.

Reits ermöglichen Anlegern die Investition in mehrere Immobilien, so dass sie ein geringeres Risiko eingehen als bei einer direkten Investition in ein einzelnes Gebäude. Die Mehrzahl der US-Reits ist auf bestimmte Immobilientypen spezialisiert, so dass sich Anleger individuelle Portfolios zusammenstellen können.

Als ein attraktives Investment stellt Sullivan den Hotel-Reit Host Marriott heraus. Die hohe Zahl der Obdachlosen hat die Nachfrage nach Hotelzimmern angekurbelt. Zu den Immobilientrusts mit den meisten Besitztümern in Katrinas Korridor zählt Sizeler Property Investors. Mehr als die Hälfte von Sizelers Grundstücken liegt an der US-Golfküste zwischen Florida und Louisiana. Seit das Management bekannt gab, dass nahezu alle Immobilien den Hurrikan heil überstanden haben, ist der Trust am Markt wieder häufiger gefragt und gleicht frühere Verluste teilweise aus.

Der Wirbelsturm hat auch Immobilieninvestor DRA Advisors nicht davon abgehalten, Capital Automotive zu übernehmen, obwohl Capital Automotive einige Gewerbeflächen in der Schneise der Verwüstung besitzt. Die Grundstücke werden an Autoverkäufer vermietet. Für den Trust spricht, dass er seinen Investoren im vergangenen Jahr eine Rendite von mehr als 25 Prozent erwirtschaftete, verglichen mit gut zehn Prozent im breiten S& P-500-Index. Christopher Lucas von der Investmentbank Robert W. Baird rechnet auch nicht mit größeren finanziellen Schäden für Capital Automotive durch Katrina.

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Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4926
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 22.Sep 2005 7:49    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
US-Fonds werden zu heiß
Überteuerte Immobilien:
Viele Initiatoren legen vorerst keine neuen Produkte auf - Hedge-Fonds treiben Preise hoch

Der Anlageeifer angelsächsischer Opportunity Funds an den internationalen Immobilienmärkten macht nicht nur global ausgerichteten offenen Immobilienfonds zu schaffen. Auch Initiatoren geschlossener Fonds fällt es zunehmend schwerer, Objekte zu attraktiven Preisen einzukaufen. So wird beispielsweise die Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate deshalb in absehbarer Zeit kein neues Produkt auflegen.

>>> vollständig unter / Welt
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2182

BeitragVerfasst am: 8.Okt 2005 9:26    Titel: Antworten mit Zitat

Handelsblatt; 06.10.2005

Banken sorgen sich um US-Immobilien

Erste Analysten ziehen bereits Parallelen zum Einbruch der Aktienmärkte - Preise in New York deutlich gesunken. In den USA wächst die Furcht vor einer plötzlichen Abkühlung am heiß gelaufenen Immobilienmarkt.

Erste Analysten ziehen bereits Parallelen zum Einbruch der Aktienmärkte nach dem Platzen der Technologieblase im Jahr 2000. Makler und Gutachter gehen allerdings nach wie vor von einer allmählichen Abkühlung des überhitzten Marktes aus. Zur Beunruhigung der Investoren hat der drastische Preisrückgang für Apartments in New York im dritten Quartal und der Rückgang der Anträge auf Immobiliendarlehen beigetragen. In der vergangenen Woche fiel die Zahl der Anträge um 1,1 Prozent auf das tiefste Niveau seit Ende Mai, während die Zinsen für 30-jährige Darlehen auf 5,94 Prozent stiegen - der höchste Stand seit Anfang April.

Nach Meinung vieler Volkswirte hat sich in den USA am Immobilienmarkt eine Spekulationsblase gebildet. Allein in diesem Jahr sind die Hauspreise in den gesamten USA um knapp 16 Prozent gestiegen - der größte Preissprung seit 26 Jahren. Im August verkauften die Amerikaner mehr als sieben Millionen Häuser, die zweithöchste jemals gemessene Zahl.

Notenbankchef Alan Greenspan warnte bereits mehrfach vor Übertreibungen. Er befürchtet, dass steigende Hypothekenzinsen oder fallende Preise am Immobilienmarkt den Konsum, die wichtigste Stütze der US-Konjunktur, belasten könnten.

Die steigenden Hauspreise haben vielen Amerikanern ein Gefühl größeren Wohlstands vermittelt, den sie in Konsumausgaben umsetzen. Das Beleihen von Immobilien hat im vergangenen Jahr 600 Mrd. Dollar zum privaten Verbrauch beigetragen, mehr als sieben Mal so viel wie vor zehn Jahren.

Doch inzwischen mehren sich die Anzeichen für eine Abkühlung des Marktes. Zum Verkauf stehende Häuser und Wohnungen in Metropolen wie Washington oder Boston finden bei weitem nicht mehr so schnell Abnehmer wie noch vor wenigen Wochen. Für Irritation an den Märkten sorgte aber vor allem der unerwartete Rückgang der Apartmentpreise in Manhattan. Im dritten Quartal brachen die durchschnittlichen Preise um 13 Prozent ein, nachdem sie im zweiten Quartal noch um 30 Prozent auf das Rekordniveau von 1,32 Millionen Dollar gestiegen waren. Nach Berechnungen von Bloomberg musste der Immobilienmarkt in Manhattan damit den stärksten Einbruch seit dem dritten Quartal 1989 verkraften. Der damalige Rückgang war der Startpunkt für einen sechsjährigen Preisverfall am Wohnungsmarkt.

Richard Bernstein, US-Stratege der Investmentbank Merrill Lynch, zeigt sich vor allem über den "erstaunlichen" Rückgang im Luxussegment besorgt. Für Apartments mit vier Zimmern und mehr sackten die Preise um 36 Prozent auf durchschnittlich 6,8 Mill. Dollar ab. Ein Rückgang von 36 Prozent entspricht dem Kursverlust des Dow-Jones-Indexes während des Crashs im Jahr 1987 oder den Verlusten der Technologiebörse Nasdaq in den ersten drei Monaten nach dem Platzen der Kursblase im Jahr 2000, rechnet Bernstein vor. Der Analyst sieht einen wesentlichen Unterschied zwischen beiden Szenarien: Im Crash von 1987 sei es zu einem panikartigen Ausverkauf gekommen. Dadurch habe der Markt schnell seinen Boden gefunden. Im Jahr 2000 hätten die Anleger dagegen trotz der drastischen Kursverluste sehr lange geglaubt, es handele sich nur um eine vorübergehende Korrektur, während die Kurse tatsächlich zwei Jahre lang gefallen seien.

"Wir finden es sehr irritierend, dass das Verhalten der Investoren am Immobilienmarkt eher dem Muster von 2000 statt dem von 1987 ähnelt", sagt Bernstein. Insgesamt sehe der Immobilienmarkt, auch wegen der Zinserhöhungsrunden der US-Notenbank, zunehmend instabil aus.

Aber es gibt auch beruhigende Stimmen. Jonathan Miller, Chef des größten New Yorker Immobiliengutachters Miller Samuel, sieht in der Korrektur lediglich "die Rückkehr zu normalen Marktverhältnissen". Nach den Warnungen Greenspans vor einer Überhitzung des Immobilienmarktes hätten sich die Käufer erst einmal zurückgehalten. Von einem Einbruch sei der Markt noch weit entfernt. Im vierten Quartal 2002 seien die Preise in Manhattan schließlich ebenfalls gefallen. Bis Ende 2003 habe sich der Markt wieder erholt.

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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1126
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 26.Nov 2005 6:29    Titel: Antworten mit Zitat

Der Immobilienmarkt von Squanderville
von B. Boner

Die Bürger der imaginären Stadt Squanderville – so nennt Investmentlegende Warren Buffett in einem Artikel im Fortune-Magazin die USA – sind ein glückliches Volk. Sie glauben an glückliche Dinge; es kümmert sie nicht, dass die Dinge, an die sie glauben, unmöglich sind.

Nach fast 20 Jahren meist fallender Zinssätze ... und meist fallender Inflationsraten ... und meist steigender Aktien- und Immobilienpreise glauben die Leute mittlerweile, dass die Welt in Squanderville so funktioniert. Und weil die Zinsen meistens fallen, und die Immobilienpreise meistens steigen, denken sie sich, dass sie sich wenig Sorgen machen brauchen.

Selbst die Profis in Squanderville waren sich niemals so sicher: Eine Umfrage unter Volkswirten der großen Brokerhäuser fand heraus, dass 100 % von ihnen mit steigenden Aktienkursen in den nächsten zwölf Monaten rechnen. Und Immobilien? Wer glaubt schon, dass die Immobilienpreise fallen?

Nun, außer den sehr guten Analysten von "Sicheres Geld" und "Optionsschein-Profits" wohl niemand. Diese hingegen rechnen damit damit, dass die Immobilenpreise fallen, wenn die Zinsen weiter steigen. Höhere Zinssätze bedeuten höhere monatliche Belastungen. Und da in den USA nur wenig Leute zusätzliche Kapazitäten in ihren monatlichen Budgets übrig haben, werden höhere Hypothekenzahlungen (in den USA haben viele Leute Hypothekendarlehen mit flexiblem Zinssatz gewählt) es schwierig machen, höhere Preise für Immobilien zu zahlen. Das wird das allgemeine Preisniveau bei den Immobilien drücken, genauso wie niedrige Zinsen es nach oben gedrückt haben.

Kurioserweise erwarten die gleichen Volkswirte, die mit höheren Aktienkursen rechnen, auch, dass die Fed bis mindestens Mitte 2006 die Zinsen erhöht. Australien und Großbritannien haben ihre Leitzinsen bereits erhöht; sie denken deshalb, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die USA folgen. In ihren simplen Gehirnen haben die niedrigen Zinssätze der Fed eine "Erholung" produziert, die die gleiche Qualität wie alle früheren Erholungen hat. Sie glauben, dass das übliche Trendmuster folgen wird: Höhere Beschäftigtenzahlen, höhere Preise, und höhere Zinsen.

Nicht, dass sie sich besondere Sorgen machen würden. Denn die Volkswirte von Squanderville erwarten, dass die Erholung mehr Jobs und höhere reale Einkommen produzieren wird, mit genug Kraft durch zusätzliche Gewinne, um den Anstieg der Zinsen überkompensieren zu können.

Ich denke, dass sie gerade in diesem letzten Punkt enttäuscht werden. Denn es ist zwar schön und gut, positiv zu denken und glücklich Geld auszugeben, aber es sind Ersparnisse und Investitionen, die reale Jobs und reale Gewinne produzieren. Aber wenn die Leute in Squanderville ihre Hypotheken erhöhen, um weiter konsumieren zu können, dann geht ein großer Teil des Geldes in eine andere Stadt – Buffett nennt sie Thriftville (und vielleicht meint er damit China).

Denken Sie mal drüber nach! S.R.
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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4926
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 15.Jan 2006 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Neue Angst vor Ende des US-Hausbooms

In den USA wächst die Angst vor dem Ende des Hauspreisbooms: Einer veröffentlichten Studie der Großbank HSBC zufolge könnte schon ein einfaches Ende des rapiden Preisanstiegs zu einem Einbruch des Wirtschaftswachstums führen.

Bislang waren die meisten Volkswirte davon ausgegangen, dass ein echter Rückgang der Hauspreise notwendig sei, um spürbare Folgen auf die Wirtschaftsaktivität zu haben. Die HSBC-Ökonomen schreiben jedoch: "Bereits ein Ende des Preisanstiegs könnte das Wirtschaftswachstum um bis zu drei Prozentpunkte bremsen."

Ende Dezember hatte die Nachricht einer so genannten inversen Zinsstruktur Abschwungsängste unter Analysten geschürt. Damals lag der kurzfristige Zins über jenem für langfristige Anlagen, was nach gängiger Lesart darauf hindeutet, dass Marktteilnehmer mit baldigen Zinssenkungen rechnen. Ein Auslöser für eine solche Reaktion der Notenbank Fed könnte eine Abkühlung am Immobilienmarkt sein.


Erste Schwächesignale deuten auf Korrektur
weiter hier...
http://www.ftd.de/bm/ga/38499.html?nv=nlt
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GM&P Mod. Team
Insider


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 654

BeitragVerfasst am: 7.Mai 2007 3:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Panik am US-Immobilienmarkt wird „abgesagt

Immer wieder berichteten Analysten in den letzten Wochen über eine Immobilienkrise in den USA. Der Zusammenbruch der gesamten Branche wurde prognostiziert - schuld sollten die so genannten „subprime mortgages“ sein, also Hypothekenkredite minderwertiger Qualität. Die Analysten der Bank Syz & CO sehen in dem starken Auftrieb der Immobilienbranche allerdings keine Blase, sondern eine Entwicklung, die durch günstige strukturelle Faktoren begründet ist.

In den letzten zehn Jahren haben der sinkende Nominalzins, die Einkommensstabilisierung durch den Dienstleistungssektor, das Bevölkerungswachstum sowie die positive Einstellung zum Eigenheim dazu geführt, dass die Nachfrage nach Immobilien auf der ganzen Welt gestiegen ist. Nur Deutschland ist aufgrund der Wiedervereinigung noch etwas abgeschlagen, und auch Japan hat noch mit den Folgen der letzten Immobilienblase in den 80ern zu kämpfen. Zu dieser Einschätzung kommen die Analysten der Bank Syz & CO.

Eine Aufblähung des Wachstums durch unverantwortlich vergebene Hypothekenkredite und eine damit verbundene Gefahr für die Branche schließen die Schweizer Experten dagegen aus. Die Auswirkungen der Hypothekenkredite mit variablem Zinssatz, die „subprime mortgages“, werden ihrer Ansicht nach weit überschätzt. Die Analysten stützen sich dabei vor allem auf die Zahlen der MBA (Mortgage Bankers Association) zum letzten Quartal des Jahres 2006. Demzufolge sind die Zahlungsrückstande von 30 Tagen und mehr bei dieser Art des Kredits im Vergleich zum vorherigen Quartal nur geringfügig gestiegen, nämlich von 12,56 Prozent auf 13,33 Prozent. Betrachtet man die Quote für die Gesamtheit aller Kredite, dann ist eine Steigerung von 4,67 Prozent zu 4,95 Prozent festzustellen. In den letzten 30 Jahren lag diese Quote jedoch nur ein einziges Mal unter 4 Prozent, nämlich 1995, und nur 1985 lag sie über 6 Prozent. Die aktuellen Zahlungsrückstände bewegen sich also in einer völlig unbedenklichen Spanne.

Nach Ansicht der Genfer Analysten ist an den „subprime mortgages“ allenfalls die variable Verzinsung problematisch, nicht jedoch die möglicherweise fehlende Bonität der Kreditnehmer. In den Jahren 2003 und 2004, als die meisten dieser Kredite vergeben wurden, lag der Leitzins bei 1 Prozent, inzwischen steht er bei 5,25 Prozent. Darum sieht Syz & CO die Entwicklung als Ausläufer des Booms des Geschäftes mit variablen Zinsen vor einigen Jahren. Ein Ende ist bereits abzusehen, denn in den letzten Monaten ist der Anteil solcher Modelle unter den Hypothekenkrediten von 40 Prozent auf 10 Prozent gesunken. Die Federal Reserve könnte den Schuldnern zudem mit einer Reduktion des Leitzinses entgegenkommen.

Syz & CO rechnet damit, dass die Auswirkungen der Zinserhöhung aufgefangen werden können. Das Jahreseinkommen der US-Amerikaner liegt bei elf Billionen US-Dollar mit einem geschätzten Nominalwachstum von 6 Prozent. Gleichzeitig liegt die Sparrate bei nahezu 0 Prozent, so dass davon auszugehen ist, dass auch der Einkommenszuwachs in den Konsum fließen wird. Das größte Risiko besteht darin, dass es wieder zu einer Inflation kommt, die bedeutend und langfristig den Zinssatz erhöhen wird. Von einer Abwärtsspirale der US-Wirtschaft kann daher keine Rede sein.

Quelle: FONDS professionell
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 5907

BeitragVerfasst am: 1.Jul 2007 6:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz Amerika steckt in einer tiefen Immobilienkrise. Ganz Amerika? Nein, eine kleine Insel ganz im Osten der USA setzt sich gegen die fallenden Immobilienpreise zur Wehr.

Eine Einzimmerwohnung kostet in Manhattan knapp 500.000 $. Der Preis für eine Fünfzimmerwohnung ist gegenüber dem Vorjahr um fast 25 Prozent auf durchschnittlich knapp 9 Mio. $ gestiegen. Vielleicht sind es die hohen Immobilienpreise in Manhattan, weshalb in dieser Woche so viele Banker und Analysten an der Wall Street die jüngste Subprime-Krise schön reden. Die Investmentbank Bear Stearns etwa spricht davon, schon so viele Stürme seit der Gründung 1923 gemeistert zu haben. Da würden zwei kleine, in die Schräglage geratene Hedge-Fonds das Boot nicht zum Kentern bringen.

Nach Angaben des Standard & Poor's Case-Shiller-Index brechen die Immobilienpreise landesweit so rapide ein wie seit 16 Jahren nicht mehr. Die Zahl der zum Verkauf stehenden Häuser stieg im Mai auf den höchsten Stand seit 15 Jahren.

Laut jüngsten Erhebungen von Mercer Human Resource Consulting heißt die teuerste Stadt der Welt Moskau, gefolgt von London, Seoul und Tokio. Mit München, Frankfurt, Berlin und Düsseldorf sind vier deutsche Standorte in der Top-50-Liste der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten vertreten. New York ist gegenüber dem Vorjahr von Platz 10 auf 15 gefallen, Los Angeles von 29 auf 42. San Francisco ist nicht einmal mehr dabei. Von wegen keine Immobilienkrise in den USA!
Quelle: FTD
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 5907

BeitragVerfasst am: 13.Sep 2007 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Die Krise am US-Immobilienmarkt macht dem größten Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial weiter schwer zu schaffen. Sowohl beim Volumen als auch bei der Anzahl der Baufinanzierungen verzeichnete das Unternehmen Rückgänge.

Das Volumen der Baufinanzierungen ging im August im Jahresvergleich erneut um 17 Prozent auf 34 Mrd. Dollar zurück, wie das angeschlagene Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Auch bei den Hypothekenanträgen ergab sich ein Rückgang und zwar um zwölf Prozent. Countrywide kündigte zugleich an, sich eine Kreditlinie über zwölf Mrd. Dollar gesichert zu haben. Die zuletzt arg gebeutelten Aktien legten daraufhin um mehr als neun Prozent zu.

Wegen steigender Zinsen und sinkender Häuserpreise ist der Immobilienmarkt in den USA praktisch zusammengebrochen. Dies hat viele Hypothekenfinanzierer in Liquiditätsnöte gebracht. Zudem verschärften zahlreiche Banken wegen der Vertrauenskrise die Bedingungen für die Kreditvergabe.

Die Aktien von Countrywide sind in diesem Jahr wegen der prekären Lage um 60 Prozent eingebrochen. Der Konzern will bis zu 12 000 Stellen und damit jeden fünften Arbeitsplatz streichen. Weitere Einschnitte werden erwartet.
Quelle: HB
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