| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6286
|
Verfasst am: 17.März 2007 15:23 Titel: „Allfinanzdienstleister": Immobilienkauf ohne Eigenkap |
|
|
Seit einiger Zeit mehren sich die Stimmen, die den Immobilienkauf ohne Eigenkapital propagieren.
Es wird hervorgehoben, dass viele, vor allem auch junge Haushalte kein Wohneigentum erwerben könnten, weil sie nicht über das erforderliche Eigenkapital verfügen, andererseits ließen die deutschen Banken aber entsprechende Vorsicht bei Finanzierungen walten und forderten einen bestimmten Mindestanteil an Eigenkapital.
Ausländische Banken würden dagegen inzwischen 100 Prozent oder sogar 120 Prozent-Fremdfinanzierungen anbieten, mit denen auch die Erwerbsnebenkosten finanziert werden könnten.
Diese Welle hat inzwischen offensichtlich auch deutsche Anbieter erreicht: So bietet etwa ein „Allfinanzdienstleister“ zusätzlich „Vollfinanzierungen“ bis 500 000 Euro an, die nicht nur den Kaufpreis und die Erwerbsnebenkosten beinhalten, sondern auch noch bis zu 10 000 Euro „zur freien Verfügung“.
Euphorisch wird prophezeit, dass in Deutschland eine „neue Kreditstruktur“ und der Beginn eines „Mega-Trends“ entstehen und 100-Prozent-Kredite zur „Norm“ würden.
Doch solche Angebote und Argumentationen sind keineswegs neu: Bereits Ende der 70er Jahre haben Kreditinstitute Finanzierungen ohne Eigenkapital angeboten. Nach Auslaufen der fünfjährigen Zinsbindung, die damals üblich war, und einem Anziehen der Kapitalmarktzinsen kam dann für viele das böse Erwachen: Die Zahl der Zwangsversteigerungen stieg Anfang der 80er Jahre in Deutschland drastisch an.
Die Situation hier zu Lande: „Vollfinanzierungen“ werden meist nur gut Verdienenden und zudem mit einem saftigen Zinsaufschlag angeboten. Außerdem ist die absolute Darlehenshöhe vielfach begrenzt: Sie orientiert sich am Nettoeinkommen des Darlehensnehmers. Je höher das Einkommen, desto höher auch das Darlehen. Das Risiko höherer Belastungen durch steigende Zinsen versuchen die Anbieter durch langjährige Festschreibungen auszuschalten.
Es bleiben Risiken: Etwa durch den Wegfall eines Einkommens in einem Doppelverdienerhaushalt oder durch sinkende Immobilienpreise. Finanzierungen ohne Eigenkapitalpolster kommen also für den Normalverdiener, und dies ist die Masse der potenziellen Hauskäufer, nicht in Frage.
Quelle:HB |
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|