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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6286
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Verfasst am: 26.Apr 2007 17:08 Titel: Bau-Platz für 1 Euro - Baugeld vom Bürgermeister |
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Der Kampf der Städte und Gemeinden um junge Familien ist voll entbrannt. Kräftige Rabatte beim Baulandkauf oder direkte Zuschüsse für den Hausbau werden gezielt eingesetzt, um Neubürger zu locken.
Haldensleben in Sachsen-Anhalt, zwischen Wolfsburg und Magdeburg gelegen, macht spektakulär vor, wie es gehen kann. Unter dem Motto "Haldensleben macht Bau-Platz" bietet die 20.000-Einwohner-Stadt Familiengrundstücke zum Kauf oder zur Erbpacht an. Die günstigsten Parzellen werden für gerade mal einen Euro verkauft. Dafür gibt es zwar keine Filetgrundstücke in Bestlage, "aber das sind keine Ladenhüter", betont Lutz Zimmermann, der in Haldensleben für das Stadtmarketing zuständig ist.
Seit der Staat Häuslebauern finanziell nicht mehr unter die Arme greift und die Mehrwertsteuer erhöht hat, ist der Weg ins Eigenheim noch steiniger geworden. Junge Familien mit Kindern können den finanziellen Kraftakt meist nicht alleine stemmen und müssen sich etwas einfallen lassen. Der Bewohnerschwund in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands kommt ihnen entgegen. "Angesichts der demografischen Entwicklung drohen unserer Stadt Einwohnerverluste. Um junge Familien bei uns zu halten, müssen wir etwas tun", nennt Grit Strobel vom Stadtplanungsamt Haldensleben das Motiv.
"Im Werben der Kommunen um Menschen spricht man sogar schon von Einwohnerkannibalismus", sagt Stefan Bosse, Oberbürgermeister von Kaufbeuren. Die 42.000-Einwohner-Stadt im Allgäu gilt als eine Art Trendsetter für familienfreundliche Maßnahmen. Anfang 2006 startete sie die Kampagne "Familienziel Kaufbeuren", die neben einer Reihe von Vergünstigungen für Familien eine kommunale Eigenheimzulage umfasst: Es gibt Rabatte von bis zu 20.000 Euro auf städtische Wohnbaugrundstücke oder Baukostenzuschüsse von 5.000 Euro pro Kind. Damit wirbt Kaufbeuren auch um junge Eltern, die in München oder Augsburg arbeiten.
Auch andere Gemeinden und sogar Großstädte wie Hannover locken aus diesem Grund Häuslebauer mit Geld und Rabatten. Das Angebot ist vielfältig. Am häufigsten werden verbilligte Grundstücke verkauft, oft gibt es direkte Zuschüsse oder subventionierte Bau-Darlehen. Dabei gilt in der Regel: Je mehr Kinder, desto üppiger der Bonus. Gefördert werden längst auch Gutverdiener, die Einkommensgrenzen sind vielfach großzügig gesteckt. Die niedersächsische Landeshauptstadt bietet z.B. mit ihrem "Hannover-Kinder-Bauland-Bonus" einen Rabatt von zehn Prozent je Kind auf städtische Eigenheim-Grundstücke. Im schwäbischen Böblingen zahlen Familien mit Kindern für Baugrundstücke 45 Euro pro Quadratmeter weniger, außerdem gibt es pro Kind 9.000 Euro Zuschuss.
Einen schnellen Überblick über die verschiedenen Varianten von Baugeld für Familien aus 242 Städten und Gemeinden gibt es hier:
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