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Der (Alb-) Traum von Steuersparimmobilien

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Bernd M. Leimer
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.01.2003
Beiträge: 46
Wohnort: ad libitum

BeitragVerfasst am: 24.Jan 2003 20:11    Titel: Der (Alb-) Traum von Steuersparimmobilien Antworten mit Zitat

In den 90er-Jahren wurden viele Anleger Opfer dubioser Immobilienvermittler.
Die Vertriebe schossen wie Pilze aus dem Boden, Headhunter waren unterwegs
um den Finanzmaklern und Versicherungsagenten mit Provisionen zwischen 3 und 10%
den Verkauf von „ denkmalgeschützen Steuersparimmobilien“ für Ihre Kunden zu empfehlen.
Vorallem im Osten, besonders in Leipzig. Heute sind viele Büros geschlossen,
die Unternehmen haben sich wieder zurückgezogen,
die Mitarbeiter der Vertriebe warten zum Teil immer noch auf Provisionen.
Es klang doch alles so verlockend:
Sie kaufen eine sanierte denkmalgeschützte Wohnung, kassieren die Miete,
die Ihnen im Mietpool abgesichert wird ( was ist diese mündlich nebenher gesagte Absicherung Wert ?)
und sparen obendrein noch Steuern.
„Die Kosten tragen sich dabei fast von selbst“, erläuterte der freundliche Vertreter an der Wohnungstür.
Ein monatlicher Aufwand von max. 150 DM.
Faktisch an der Haustür drehten die Drückerkolonnen arglosen Anlegern
völlig überteuerte Wohnungen an und den Kreditvertrag gleich mit dazu.
Der erste Termin ( das Verkaufsgespräch 1 ) mit dem Kunden fand auch schon mal direkt beim Kunden statt,
der nächste Termin ( das Verkaufsgespräch 2 ) wurde 2 – 3 Tage später gleich mit dem Notartermin verbunden.
Die Finanzierung bekommen wir hin, da machen Sie sich mal keine Sorgen.
„Sie müssen nur noch unterschreiben ...“ ( bevor die schöne Wohnung weg ist )
Es kam vor, dass Immobilien doppelt verkauft wurden, schnell musste ein zweiter Notartermin gemacht werden, um die nächste Wohnung zu sichern.
Die Kosten übernehmen wir, das geht schon klar. Die Realität, der Notar forderte die Kosten vom Kunden ein, notfalls per Pfändung. Notarkosten entstanden prinzipiell 2 Mal, für die Kaufbestätigung vor Ort und für die Beurkundung. Die Grunderwerbssteuer war sofort fällig, ebendso die Gebühren an die Landeskasse.
Die Finanzierungen für den Kunden dauerten in manchen Fällen auch länger, die Folge, die Konten der Kunden waren bereits gesperrt, da die Grunderwerbssteuer noch nicht bezahlt war. Der Kunde schickte alle Rechnungen, wie vorgegeben, an das Unternehmen mit der Bitte „vom Finanzierungskonto bezahlen“ , da dort noch keine Guthaben vorhanden waren blieben die Überweisung aus. Kontosperrungen waren die Folge.
Schlimmer noch die Folgen für Kunden, die entgegen der Aussagen nicht finanzierbar waren.
Grunderwerbssteuer und Notarkosten wurden eingefordert.
Das vermeintliche Steuerspar-Schnäppchen entpuppte sich später oft als schwer vermietbare ( Schrott- ) Immobilie und trieb die Opfer in den Ruin.
Die Kosten schnellten in die Höhe, monatliche Aufwendungen von 1.000 DM
holten viele Kunden aus Ihren schönen Immobilien – Träumen.
Schliesslich wurden die Immobilien voll finanziert, einschließlich aller Nebenkosten und Gebühren.
Meist auch durch 2 Kredite bei unterschiedlichen Banken. Einer für die Immobilie, der andere für die Nebenkosten.
Vielen Anlegern wurden damit zu den (Schrott-) Immobilie auch noch teure Kredite angedreht.
Verdient haben die Immo-Vertriebe, Provisionen bis zu 30% und zusätzlich noch Finanzierungsvermittlungsgebühren ( bei 200.000 DM ca. 4.500 DM ):

Der Bundesgerichtshof (BGH) fällte ein Urteil, die Richter entschieden:
Anleger, denen in einer Haustürsituation eine Immobilie samt Kredit aufgeschwatzt
wurde, können den Kreditvertrag widerrufen – und zwar unbefristet, wenn sie nicht
ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht informiert worden sind (Az. XI ZR 91/99).
Aber zu beachten ist: Kredit und Immobilienkauf seien kein verbundenes Geschäft, hieß es.
Wer also seinen Kredit widerruft, bekommt zwar Zins und Tilgung zurück.
Dafür muss er aber die Darlehenssumme zurückzahlen und kann der Bank nicht stattdessen die Immobilie aufs Auge drücken. Was also tun? „Diese Immobilien kann man nicht so kurzfristig ohne Verlust verkaufen“.
Die Möglichkeit, ein außergerichtlichen Vergleich mit den Banken.

Scheidung, Job weg, keine Mieteinnahmen, Geld knapp – da wird jedes Steuersparmodell zum Albtraum.
Den Kredit zu kündigen und die Immobilie zu verkaufen, ist für viele die letzte Möglichkeit,
um endlich wieder ruhig schlafen zu können.
Falls es geht!?
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Bernd M. Leimer
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.01.2003
Beiträge: 46
Wohnort: ad libitum

BeitragVerfasst am: 1.Feb 2003 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Anleger investiert in ein Baudenkmal, freude beim Anleger kommt nur auf:
Erstens: Die Mieten und der Wert des Objekts müssen,
damit das Kalkül des Anlegers aufgeht, jedes Jahr um 1 Prozent steigen.
Zweitens: Das Objekt muß in 15 Jahren verkaufbar sein.
Das hört sich lapidar an, doch vor dem Hintergrund, daß die meisten Denkmäler im Osten der Republik liegen, sollten die Anleger mit gebotener Distanz an die Investitionen herangehen, weil sich einfach die Frage stellt, wer das Objekt in 15 Jahren kaufen soll.
Drittens: Der Steuersatz des Anlegers darf in Zukunft nicht unter 50 Prozent sinken, weil sonst die Steuervorteile wegbrechen.
Viertens: Die Ablaufleistungen der Kapitalversicherungen müssen auch in der Zukunft steuerfrei bleiben; sonst haben die Festdarlehen und Geldanlagen keinen Sinn.
Vor diesem Hintergrund sind Baudenkmäler die helle Freude, wenn die Forderungen erfüllt werden, doch sie sind die wahre Pest, wenn es anders kommt. Gleichbleibende Erträge, keine Wertsteigerung und ein Steuersatz, der zum Beispiel nur noch 35 Prozent beträgt, drückt die Rendite und wird den Anleger in größte Finanznöte stürzen, weil die jährlichen Unterdeckungen nicht mehr bezahlbar sind.
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Balduin
Specialist


Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 200
Wohnort: sachsen

BeitragVerfasst am: 7.März 2003 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Elke und Volker Meinzer aus Eggenstein kaufen sich vor sieben Jahren eine Eigentumswohnung in Aachen. Sie wollen Steuern sparen und fürs Alter vorsorgen. Stattdessen kämpft das Ehepaar heute gegen einen wachsenden Schuldenberg. Trotz dreijähriger Tochter muss Elke Meinzer Vollzeit arbeiten, um aus den Miesen zu kommen. Dabei habe ihnen der Immobilienvermittler damals alles in den schönsten Farben ausgemalt, berichten sie uns.
Volker Meinzer, Beratungsopfer: "Gelockt worden sind wir mit der guten Lage der Wohnung, der guten Vermietbarkeit, der Steuerersparnis und dem Gewinn beim Verkauf der Wohnung.
Elke Meinzer: "Die Mieteinnahme und Steuerersparnis, die decken also die Kosten, und da bleibt jeden Monat noch ein bisschen Taschengeld übrig."
Frontal21: "Was hat sich davon bewahrheitet?"
Volker Meinzer: "Nur die Stadtnähe."
Gutgläubigkeit wird bestraft. Was der Werbeprospekt verschweigt: hinter dem Haus gibt es eine vielbefahrene Bahnstrecke. Die Wohnung ist ihren Kaufpreis nicht wert: laut, hellhörig, schlecht zu vermieten. Statt zu sparen hat das Ehepaar über 40.000 Euro Mehrkosten. Damit rechnen sie beim Kauf der Wohnung nicht. Sie sind gutgläubig - schließlich kommt der Vermittler aus dem eigenen Bekanntenkreis.
Elke Meinzer: "Der war der damalige Freund meiner Arbeitskollegin, wir haben uns im privaten Kreis kennen gelernt, er hat einen netten Eindruck gemacht. So kamen die ersten Gespräche zustande."
Volker Meinzer: "Da war das Vertrauen natürlich schon näher, als wenn er wildfremd wäre."
Vermittlung durch Bekannten. Vertrauen unter Freunden.
Frontal21 besucht den Bekannten, der heute bei einer Fondsberatung angestellt ist. Er erklärt uns ganz offen die wirksame Vermittlermethode.
Axel Schnurr, ehemaliger Immobilienvermittler: "Zunächst gehen Sie auf jeden Fall mal an ihren guten Bekanntenkreis, an den Freundeskreis, Sie machen eine große, lange Liste, das können 100 oder 200 Leute sein. Jetzt sortieren Sie aus dieser Liste noch nach bestimmten Kriterien aus, wen Sie zuerst angehen."
Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0,1872,1021341,00.html
Und so passiert es jeden Tag in Deutschland, die Initiatoren und Vertriebe arbeiten genau nach diesem Prizip.
Sie heissen zum Beispiel: Capital Concept - Mannheim - ehemals auch in Leipzig vertreten - heute dort ohne Büro und sicher gibt es noch viele andere.
_________________
Es gibt einen Weg - ich erreiche mein Ziel.
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Bernd M. Leimer
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.01.2003
Beiträge: 46
Wohnort: ad libitum

BeitragVerfasst am: 9.Aug 2003 7:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hoffnung für geprellte Käufer von Schrottimmobilien
Europäischer Gerichtshof soll entscheiden
Zehntausende geprellte Immobilienbesitzer können auf rechtlichen Beistand hoffen: In den 90er Jahren ließen sich viele Bürger von dubiosen Vermittlern bei Hausbesuchen angeblich steuersparende Schrottimmobilien aufschwatzen. Nun hat das Landgericht Bochum dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einen Fall vorgelegt, der dazu führen könnte, dass die Anleger die wertlosen und zum Teil sogar weiter kostspieligen Immobilien zurückgeben können.

In den Fachkanzleien häufen sich Fälle wie jener der inzwischen 69-jährigen Rentnerin Louise Weber, die 1994 Opfer eines Anlagevermittlers wurde. Der Steuerberater hatte zu einem Termin, der eigentlich zur Besprechung der Einkommensteuererklärung der Schneiderin dienen sollte, überraschend einen Immobilienverkäufer mitgebracht. Der Berater nutzte die Situation aus und schwatzte der damals 60-Jährigen eine Eigentumswohnung als Steuersparmodell zum Zwecke der Altersvorsorge auf. Bei einer zusätzlichen Belastung von nur 20 Euro im Monat sollte die Wohnung zu erwerben sein, weil der Kredit für den Kauf durch Mieteinnahmen und Steuerersparnissen abbezahlt würde.

Die überrumpelte Frau unterschrieb einen Kauf- und Kreditvertragsabschluss und es kam wie es kommen musste: Die Wohnung stellte sich im nachhinein als völlig wertlos heraus: Die Rentnerin muss monatlich 510 Euro Zinsen zahlen, erhält aber nur 120 Euro Miete, von denen sie rund 100 Euro für Nebenkosten an die Hausverwaltung zahlen muss. Die Unterdeckung beträgt damit rund 490 Euro; doch die alte Dame hat außer ihrer Rente in Höhe von 900 Euro kein weiteres Einkommen und sitzt nun auf einem Schuldenberg.

Dass Immobilienkäufer wie Louise Weber die Verträge mit Berufung auf das Haustürwiderrufsgesetz zwischenzeitlich anfechten können, hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) schon im Dezember 2001 entschieden. Die Luxemburger Richter forderten damals, dass geprellte Bürger aus "allen vertraglichen Verpflichtungen" zu befreien sind. Doch daran hielt sich der für Bankenrecht zuständige 11. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht. Er entschied im November 2002, dass der Kunde zwar den Kreditvertrag widerrufen kann, dann aber das Darlehen sofort und in voller Höhe einschließlich der marktüblichen Verzinsung zurückzahlen muss.

"Damit wurde das dem Verbraucher vom EuGH eingeräumte Widerrufsrecht vom BGH wirtschaftlich auf Null reduziert. Dabei widerspricht eine Rückzahlungsverpflichtung - gleich aus welchem Rechtsgrund - dem europäischen Verbraucherschutz", sagt Jörg Ebenrecht von der Heidelberger Anwaltskanzlei Bornemann, von Loeben, Witt und Nittel. "Sollten die Luxemburger Richter zu dem Ergebnis kommen, dass die geprellten Anleger anstatt der Darlehen die Schrottimmobilien zurückgeben können, dann kommen auf die Banken schwere Zeiten zu", betont er.

Die Richter in Bochum sehen in dem BGH-Urteil eine Missachtung der Vorgaben aus Luxemburg. Sie sind der Auffassung, dass Immobilienverkauf und Immobilienfinanzierung bei derartigen steuersparenden Anlagepaketen als Einheit zu betrachten sind. Daher dürften die Banken bei einem Widerruf des Kreditvertrages nicht das Geld zurückfordern, sondern müssten die Wohnung übernehmen.

Die Bochumer Richter stellten ihre Fragen an Luxemburg so, dass der EuGH Gelegenheit erhält, sich umfassend mit den Fragen des Verbraucherschutzes und der Wirksamkeit der vom ihm aufgestellten Grundsätze des Effektivitätsgebots auseinanderzusetzen.

Quelle: http://www.welt.de/data/2003/08/07/148719.html
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Schwabenpower
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Anmeldungsdatum: 24.12.2002
Beiträge: 1335
Wohnort: im wilden Süden

BeitragVerfasst am: 11.Aug 2003 15:57    Titel: Vollkommen recht, aber: Antworten mit Zitat

Die Leute, die gekauft haben, sind doch auch selber schuld! Warum?
Da will einer ein neues Auto kaufen. Was macht er: Er holt Prospekte und wälzt die von vorne bis hinten, geht Autohäuser abklappern, fährt verschiedene Wagen zur Probe und kauft dann für 30.000 Euro ein Wirtschaftsgut, welches jährlich garantiert weniger wert ist!
Aber eine Wohnung, die gleich ein Mehrfaches kostet, wird mal so locker quasi am Küchentisch gekauft. Prospekte verschiedener Anbieter? Null.
Besichtigung des Standortes? Null. und so weiter.

Sicherlich sind sehr, sehr viele Dinge gelaufen, wie Sie nicht hätten laufen sollen, keine Frage. Aber die Hauptschuld tragen meiner Meinung nach die Kunden. Bei einer solch wichtigen Entscheidung muß man auch selber Informationen sammeln und den A---h bewegen. Und außerdem erinnert Euch mal alle zurück: Jeden tag stand in der Zeitung: Wohnungsnot! Die Mieten steigen! Immobilienpreise steigen! usw. Was ist passiert? Die Leute sind gierig geworden. Siehe Neuer Markt, da ist die Schade doch genauso gelaufen.

Und in ein paar Jahren läuft das selbe Spiel wieder.....
_________________
Auf Regen folgt Sonne!
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Balduin
Specialist


Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 200
Wohnort: sachsen

BeitragVerfasst am: 6.Dez 2003 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Das Oberlandesgericht Karlsruhe verurteilte das Unternehmen

Capital Conzept - Immobilienvertriebsgesellschaft

wegen Falschberatung zum Schadenersatz.
Ein Anleger bekommt somit Schadenersatz, viele weitere Geschädigte dieses Immobilienvertriebes wird es freuen davon zu erfahren.
_________________
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Studio54
Newbie


Anmeldungsdatum: 28.01.2006
Beiträge: 4
Wohnort: Frankfurt a.M.

BeitragVerfasst am: 29.Jan 2006 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Balduin hat folgendes geschrieben::
Das Oberlandesgericht Karlsruhe verurteilte das Unternehmen

Capital Conzept - Immobilienvertriebsgesellschaft

wegen Falschberatung zum Schadenersatz.
Ein Anleger bekommt somit Schadenersatz, viele weitere Geschädigte dieses Immobilienvertriebes wird es freuen davon zu erfahren.


Hallo ist es möglich das Aktenzeichen irgendwie rauszufinden? Oder wo kriegt man so was raus?
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gerd
Specialist


Anmeldungsdatum: 18.06.2003
Beiträge: 200

BeitragVerfasst am: 30.Jan 2006 7:04    Titel: Antworten mit Zitat

Studio54 hat folgendes geschrieben::
Das Oberlandesgericht Karlsruhe verurteilte das Unternehmen

Capital Conzept - Immobilienvertriebsgesellschaft



Versuchen Sie es mal hier
http://www.olgkarlsruhe.de/servlet/PB/menu/1180252/index.html

oder fragen sie dort direkt an, müsste doch gehen.
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benjamin4711
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 5.Feb 2006 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

so............
nun muss ich doch mal für Ordnung sorgen!
mir gefällt hier eins überhaupt nicht: ...........schrottimmobilien im osten mit Denkmalschutz!!!!!
Leute .....um mal konkret zu werden.....
die Investition lohnt sich immer noch....nur sollte man direkt beim Bauträger kaufen! Die Vermittler verlangen ja auch 20-30 % Provision....! Ich hoffe, dass die mir das nicht übel nehmen! Ist aber so!
Ein vernünftiges Denkmal in Leipzig bringt heute eine Nettorendite von 4-4,5 % zzgl. Steuervorteil!!! Bedeutet: in den ersten 12 Jahren keine Unterdeckung, sondern einen monatl. Überschuss von 150 Euro!
Die Finanzierung ist doch bei jedem anders! Bestehende Kapitallebensversicherungen sollten verwendet werden und ein Annuitäten-Darlehen sind sehr sinnvoll! Ist doch logisch, weil ja nur mit Lebensversicherung die gesamte Schuld bestehen bleibt!!!!!!!! Man kommt also überhaupt nicht runter von den "Schulden"!
Die Weisssagung eines Schreibers hier hat mit der Steuerlast von 50 % nichts zu tun.....selbst bei 35 % Progression zahlt man ja Steuern! Also völliger Quatsch!
Rechnet man alles zusammen.......schaffe ich es ohne Mehraufwendungen die Immobilie in 15 Jahren zu 60 % zu bezahlen!!!
Kosten tut sie bis jetzt auch noch nichts. aber dann habe ich die Mieteinnahme und die deckt locker die Aufwendungen für alles und wenn ich dann schuldenfrei bin...erreiche ich eine "Rente" mit 0 Euro Aufwand!!!!
Mietgarantien oder Mitpolls sind doch blödsinn! Eine 3-4 Zimmer Wohnung in guter Lage (die Käufer sollten auch mal nach Leipzig kommen und schauen, wo steht das Teil überhaupt!!) lassen sich immer vermieten!
Ich sollte nur die Miete selbst erhalten ....und nicht die Hausverwaltung oder ähnliche Vereine....Mietausfälle sind somit sofort zu erkennen, aber dann kann die Hausverwaltung reagieren bzw. eine Person vor Ort!

Wichtig......Was steht in der Baubeschreibung?!
Habe da mal ein Wort gehört....Kernsanierung!!!! Das wohl beklopptetste Wort überhaupt.....
Saniert muss nach Vorgaben der Denkmalschutzbehörde werden! Sprich....die legen ganz genau fest, was geht und was nicht!
Alten Putz abhaken in einem alten Haus.....genau so ein Blödsinn!
Reparieren wo es kaputt ist ....ansonsten bleibt der dran! Ich bringe ja wieder sehr viel Wasser und damit Feuchtigkeit ins Haus! Ist tödlich bei so einem Haus aus der Jahrhundertwende!
Trockenlegung des Kellers wird gerne "vergessen".....ist aber zehnmal wichtiger als goldene Wasserhähne und Marmorbad! Mehr Miete bekomme ich auch bloss nicht und die liegt in Leipzig bei 4,50 - 5,50 pro qm in guten Wohnlagen!

Ich habe ein Berechnungsprogramm, was sehr genau darstellt, was passiert, wenn.......... Miete auf Null....was ksotet es!
Steuervorteile.....wie hoch!?
was muss ich investieren?!........Was bringt mir das!?
Hier macht man ja rendite oder Überschüsse mit Geld, was man ja eigentlich nicht hat! Kommt ja von der Bank!
So.....jetzt bin ich mal auf Reaktionen gespannt!
meine adi..... [E-Mail anzeigen]
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sp.lpz
Newbie


Anmeldungsdatum: 26.10.2003
Beiträge: 1
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 20.März 2006 18:13    Titel: Warum redet keiner über gute Erfahrungen? Antworten mit Zitat

Da hat sich diese Wort doch schon soweit eingebürgert dass gelaubt wird, alle Immobilien im Osten wären Schrottimmobilien. Und das ist nun mal totaler Schrott schlechthin so zu denken.

Natürlich gibt es (wie in jeder anderen Wirtschaft auch) schlecht Beispiele. Aber es gibt auch viele Gute Beispiel, nur darüber spricht keiner.

Immobilien mit sehr guter Bauausstattung, sehr guter Bauqualität in guten Wohnlagen sind überall gefragt. Auch im Osten! Versuchen Sie doch mal eine Wohnung im Immobilienscout zu finden die folgende Merkmale enthält: Parkett, hochwertige Bad mit Fenster, Einbauküche, evtl. Fahrstuhl, womöglich noch Dachgeschoss, na und unbedingt mit Balkon in einem sanierten Altbau (Denkmal). Viel Spaß! sie werden kaum was finden.

Aber genau solche Wohnungen werden heutzutage bei Denkmalsanierungen geschaffen.

Keine gute Investition? Na ich denke doch! Und wenn der Verkäufer die Wohnungen auch noch 5% über den prognostizierten Mieten vermietet, und alle Wohnungen wirklich pünktlich nachweisbar vermietet sind? Alles ohne schönfärbende Mietgarantie? Dann wärs doch was. Und sowas gibt es auch und nicht nur Schrottimmobilien. Wer Beispiele will kann mich gerne [E-Mail anzeigen]
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immo-finanzen
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Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 21.März 2006 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

hinzu kommt doch jetzt noch, dass viele Kredit nach 10 Jahren prolongiert werden müssen und die Banken natürlich eine Neubewertung der Immobilien durchführen, was wiederum bedeutet, dass die Kreditnehmer Geld nachschießen müssen.

Man sagt in Deutschland sei der Steuerspartrieb höher als der Sexualtrieb, wenn man eben nicht mehr rational wie ein homo economicus denken kann, dann passiert eben so etwas. Der Staat wollte eben mit diesen Steueranzreizen (Sonderabschreibung Ost, 50%) Investitionen steuern und fördern. Da sich aber die wirtschaftliche Situation und damit auch der Immobilienmarkt in entgegengesetzer Richtung geändert hat, hätte damals eben keiner gedacht, oder vielleicht doch?

Eine Rendite sollte eben im richtigen Verhältnis zum Risiko stehen, was dann bedeutet, umso höher die Rendite, umso höher das Risiko. Nicht umsonst sind Staatsanleihen in Deutschland mit 1% bis 2% verzinst und in Argentinien eben um "ein, zwei" Prozent höher...

"Vermögensberatungsgesellschaften" wie die Deutsche Vermögensberatung & Co. besitzen in der Regel(!) über kein hoch-qualifiziertes Fachpersonal... Man muss nicht immer Fachfrau oder -mann sein, um mit gesunden Menschenverstand Dinge zu hinterfragen...
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immo-finanzen
Newbie


Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 21.März 2006 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

P.S.:

benjamin4711: der Punkt, das eine indiv. Beratung obligatorisch durchgeführt werden muss, kann ich nur zustimmen! Hier gehen Fiskalaspekte voraus, genauso wie individuelle Steueraspekte, die bei jedem einzelnen anders sind. Hinzu kommt noch der niedrige Zinssatz, mittels dem der Leverage-Effekt sehr gut ausgenutzt werden kann! Ist eben alles eine Frage der Anlage, trotzdem sollte man nie vergessen, das es sich um eine Immobilie handelt, nicht nur um ein Finanzprodukt...
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selen
Specialist


Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 77
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 21.März 2006 17:37    Titel: Schrottimmobilien Ja gerne ICH, will ich haben !!! Antworten mit Zitat

Wer hat solche Schrott Immobilien ?

Dass sich die meisten in den 90 Jahren abzocken ließen, ist kein Wunder, ich hab mir selbst 2 solche Verkaufsgespräche angehört.

und da wurde alles " Schön gerechnet, und es sollte nur funktionieren, wenn der Steuersatz über 40 % liegt.

Falls jemand noch Geld in diese Art anlegen will, gibt es laufend interessante Immobilien.

Diese stehen natürlich nicht im Netz.

Aber vergesst das mit dem reinrechnen von Steuern. die Immobilien müssen sich selbst rechnen, und zwar ohne Steuereinsparung.


Wer sich an solchen Immobilien finanziell beteiligen will.

Wir kaufen die Immobilie, zahlen einen vereinbarten Zins und vermieten diese weiter.

An einer vermittlung dieser Objekte bin ich nicht mehr interresiert.

Kauf lieber selbst. Zins 5 % Grundzins und bis zu 10 % Ertragsabhängig.

Grundbucheintragung ist jederzeit möglich.
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GOLDPOOL
Specialist


Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 161
Wohnort: Ibiza

BeitragVerfasst am: 22.März 2006 1:40    Titel: Kauf zu zweit oder dritt Antworten mit Zitat

Wir kaufen immer gerne von Alteigentümern, lassen sie mit einer dauernden Last im Grundbuch, was den Kaufpreis günstig beeinflußt und vermieten dann neu. Jährliche Verluste aus Vermietung und Verpachtung führen zu direkten Steuererstattungen und halten den Cash trocken für lukrative Investments.
Das funtioniert im Osten wie im Westen auch mit kleinen Einheiten.
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Orkus
Specialist


Anmeldungsdatum: 14.07.2006
Beiträge: 51
Wohnort: London

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2006 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Warum geht den niemand auf die Wertbeständigkeit der Immobilien ein. Was hilft es mir, wenn ich nach 15 Jahren 60 Prozenz abbezahlt habe, das Objekt aber schon wenn ich den Notar verlasse nur noch 50 % auf dem Zweitmarkt wert ist?
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S aus L
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Anmeldungsdatum: 23.01.2006
Beiträge: 4
Wohnort: Nordostdeutschland

BeitragVerfasst am: 1.Sep 2006 12:36    Titel: Albtraum Steuersparimmobilie Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht, warum gomopa im letzten Newsletter auf diesen Beitrag hinweist, aber bevor die Diskussion hier völlig abschweift, möchte ich folgendermaßen einwenden.

Bei den Steuersparimmobilien geht es nicht vordergründig um den Verkauf von Immobilien. Deshalb wird das Opfer auch nicht in diese Richtung vom Treuhänder beraten.
Ja natürlich wird eine Immobilie verkauft. Vordergründig geht es aber darum, dass eine Bank einen hohen Kredit vergibt und aus dieser Kreditsumme sogar noch ein klein wenig in einen Fond einzahlt; es geht darum, dass der Treuhänder aus der Kreditsumme seine hohe Provision zieht und vielleicht sogar noch eine Lebensversicherung zur Kreditdeckung abschließt, weil er den Hals in Sachen Provision ja nicht voll genug kriegt; es geht darum, dass sich Notare leichtes Geld verdienen natürlich auch aus dem Kreditgeld, dass ein Hausverwalter genügend Aufträge hat und natürlich auch, dass der Immobilienverkäufer seine Schrottimmobilie zum guten Preis los wird und zwar so, dass er vor Schließung seiner GmbH eine neue aufmacht und mit dieser wiederum zum Spottpreis Wohnungen von den städtischen Wohngesellschaften oder –genossenschaften abkauft. Es gibt fast nur Gewinner. Aber eben nur fast.

Glaubt ihr wirklich, dass der Treuhänder sagt: „Sie kaufen jetzt eine vermietete Immobilie.“ Oh, dann würde nahezu jeder der Angelockten aufstehen und gehen. Nein, es klingt eher so: Man würde in den Denkmalschutz investieren. Der Staat fördere diese Investition durch Rückzahlung von gezahlten Steuern. Es fällt also kein Wort wie Kauf, Vermietung, Kredit und dergleichen. Die Treuhänder heißen auch nicht etwa „Immobilien Lehmann“ sondern etwa so wie Finanzconsult, Treuconcept, Wirtschaftskanzlei Müller und sie würden im Auftrag der Wirtschaftsförderung des Landes so und so handeln.
Um das Rundumkonzept der Denkmalschutzförderung zu beantragen müsse man zu einem Notar, der extra heute für Sie da ist und so weiter und so fort. Das Geschäft würde natürlich erst dann wirksam, wenn alle Beantragungen abgeschlossen und bewilligt wurden. (Was schon mal gelogen ist und das Opfer beruhigt, damit es die Widerrufsfrist verpasst.)
Die Treuhänder können das natürlich wesentlich galanter zerreden als wie ich es hier darzustellen vermag. Diese sind bestens auf den Verkauf geschult. Und nochmals: Der Käufer hat nicht den Eindruck, dass er kauft und einen Kredit bis ans Lebensende am Hals hat.

Beim Notar unterschreibt man also bereits den Kaufvertrag, dieser wird äußerst schnell und leise verlesen. Ganz vorn im Vertrag steht eine Klausel, die besagt, dass man das Angebot für die Immobilie bereits 14 Tage zuvor erhalten habe (was natürlich nicht vorgelesen wurde und was auch nicht stimmt, denn an diesem Tag hat man ja den Treuhänder erst kennen gelernt). Die Unterschrift (die angeblich nur die Kenntnisnahme der Verlesung ist) leistet man aber ganz hinten 15 Seiten weiter.
Die Käufer haben kein Leseexemplar. Das unterschriebene Schriftstück würde einem sofort zugeschickt werden. Dieses Zuschicken dauert dann etwa 11 Tage, und zwar so, dass die Widerspruchsfrist abgelaufen ist. Nicht dass man noch Zeit zum Nachlesen hätte.

Und so ganz nebenbei, auch im später vorgelegten Kreditvertrag gibt es betrügerische Klauseln. Z. B. dass man bestätige, dass Herr Soundso in X (Sitz des Treuhänders) über den Vertrag umfassend beraten habe. Der Kreditantrag wurde aber beim Käufer zu Hause unterschrieben. Und so hat man auch das Haustürwiderrufsgesetz umgangen.

„Ganz redliche Leute“ handeln hier betrügerisch und kriminell, nicht nur Immobilienverkäufer und Treuhänder, sondern auch Notare und vor allem die Banken. Und ich möchte auch noch klar stellen, dass es durchweg nur bekannte und namhafte Banken sind, die sich an diesem Geschäft beteiligen. Ihre Rolle möchte ich an forderste Front stellen. Vielleicht sind sie sogar die Initiatoren, um unliebsam gewordene Immobilien los zu werden.

Aber das Opfer hat die Beweispflicht, obwohl es im Normalfall diesen ganzen Klan überhaupt nicht durchschauen kann. Schon gar nicht beim ersten Gespräch mit dem Treuhänder.

Ach und natürlich liegt kein verbundenes Geschäft vor. Logisch…

Diese Geschäfte liefen nicht nur in den 90ern. Fast 14-tägig bekam ich im vergangenen Jahr derartige Anrufe zur Steuerersparnis. Nun bin ich umgezogen und hab (vorerst) meine Ruhe. Glaubt mir, diese schlimme Nummer läuft noch immer bestens.
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GM&P Info
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 2941

BeitragVerfasst am: 19.Okt 2007 8:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Denkmalschutz-Immobilien: Nicht immer ein guter Kauf

Als eine der letzten Steueroasen gilt die Denkmal-Abschreibung, die Käufern von altem, erhaltenswertem Gemäuer hohe Steuervorteile sichern kann. Doch nicht immer sind alte Steine die beste Wahl.

Für Immobilienkäufer gibt es nur noch ganz wenige Steuerschlupflöcher. Das wichtigste ist die Denkmalschutz-Afa mit hoher Abschreibung. Doch nicht immer verbirgt sich hinter der Steuersparmöglichkeit auch ein langfristig gutes Geschäft für den Erwerber, hat das Immobilienportal Immowelt.de beobachtet.

Gut sanierte Denkmalschutz-Immobilien kosten bisweilen sogar mehr als gleich große Neubauten. Eine gute Rendite ergibt sich dann oft nur für Besserverdienende – wegen der Steuervorteile. Faustregel: Ist die jährliche Steuerlast fünfstellig, kann mit einem Denkmalschutzobjekt oftmals einiges an Steuern gespart werden. Wer hingegen aufgrund seines Einkommens wenig Steuern zahlt und vom Spitzensteuersatz weit entfernt ist, kann auch entsprechend wenig Steuern sparen, mahnt Ulrich Gros, Finanzvorstand beim Immobilienportal Immowelt.de.

Noch wichtiger aber ist die Frage, ob sich eine Denkmalschutz-Immobilie auch dann noch rechnet, wenn die Steuervorteile nach spätestens zwölf Jahren ausgelaufen sind. Das Problem: Wenn viele Kapitalanleger in einem Gebiet sanierte Denkmal-Immobilien erwerben, könnte es nach Ablauf der Steuervergünstigungen bei größeren Wohnanlagen dazu kommen, dass sehr viele Eigentümer gleichzeitig ihre Einheiten verkaufen wollen. Folge: Ein Überangebot an vergleichbaren Immobilien. Zudem haben die potenziellen Käufer keinen Denkmal-Steuervorteil. Dieses Argument spielt also bei der Preisfindung keine Rolle mehr. Ohne die Sanierungs-Afa ist es fraglich, ob ein potenzieller Käufer überhaupt bereit wäre, einen relativ hohen Preis für solch eine Immobile zu zahlen, mahnt Immowelt-Finanzvorstand Gros.Einen nachhaltig hohen Wert hat eine Immobilie dann, wenn sie sich unabhängig von Steuervorteilen aufgrund ihrer guten Lage und Qualität als besonders attraktiv für potenzielle Käufer erweist. Wer also den Kauf einer Denkmalschutz-Immobilie in Betracht zieht, sollte gezielt nach Objekten mit hohem Wohnwert in sehr guter Lage suchen, empfiehlt Gros. Dann allerdings kann sich eine solche Immobilie als gute Wahl erweisen. Auch ohne – und natürlich ganz besonders mit – den (anfänglichen) Steuergeschenken.

Die Denkmalschutz-Abschreibung
Ein Kapitalanleger kann die Modernisierungskosten denkmalgeschützter Immobilien acht Jahre lang mit jeweils neun und weitere vier Jahren lang mit jeweils sieben Prozent steuerlich geltend machen. Zusätzlich kann er den Wert des Gemäuers ohne den Grundstückswert abschreiben, mit jährlich zwei, beziehungsweise 2,5 Prozent (je nach Alter des Gebäudes). Das Grundstück selbst kann nicht abgeschrieben werden. Afa bedeutet Absetzung für Abnutzung. Und ein Grundstück nutzt sich im Gegensatz zum Gebäude nicht ab.

Selbstnutzer können Sanierungskosten zehn Jahre lang mit jeweils neun Prozent vom zu versteuernden Einkommen absetzen. Die Extra-Abschreibung auf den Gebäude-Kaufpreis gibt es hier allerdings nicht.

Pressemitteilung von: Immowelt AG
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Highlaender
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Anmeldungsdatum: 11.03.2006
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 22.Okt 2007 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich persönlich finde es schön wenn alte, erhaltenswerte Immobilien auf- umgebaut und erhalten werden. Nur sollte sich jeder im klaren sein der so etwas kauft, das alte Immobilien auch nach 10, 15 oder 20 Jahren Rücklagen benötigen um diese wieder in Schuss zu bringen. Hierüber spricht bisher niemand. Ferner sollte man die so genannten Banker / Banken in mehr Verantwortung einbeziehen. Haben diese Herrschaften denn überhaupt eine Ahnung was eine Immobilie ist ?? Oder sehen die Banker dieses rein aus "Profitgier"?? Anders ist mir dieser Tatbestand nicht zu erklären, denn rein aus der durchgeführten Abschreibungspolitik der Banken ist es zu erklären, das jedes Jahr mehr als 130.000 Immobilien unter den Hammer kommen. Warum spricht man denn nicht mal ausführlich über diesen Punkt ?? Wenn jemand sich an diese Immobilien heran wagt sollte es aus Idealismus und Überzeugung geschehen, dies von Käuferseite aus gesehen. Es wurde hier von Rendite von 4,5 / 5% berichtet. Was ist das denn für eine Rendite bei einer Immobilie. Ein "Denkmal" geschütztes Gebäude kann ich für diese Rendite nicht erhalten, die Vorschriften und sonstiger Schwachsinn seitens der Behörden lassen dies nicht zu !! So nun mal zurück zur Abschreibungspolitik der Banken, welche Bank macht denn bei den Versteigerungsaktionen die wie nie dagewesen jedes Jahr intensiver durchgeführt werden sein Schnäppchen?? Nur die Banken, vielleicht der eine oder andere Käufer, aber allen voran die Banken, da der versteigerte Kunde bei Kündigung des Darlehens schon lange nicht mehr zählt. Es werden so genannte Wertberichtigungen durch die Bücher gezogen und zu Lasten des Steueraufkommens verrechnet. Warum also haben es die Banken dann bitteschön noch nötig Kreditanfragen auf die so genannte Langzeitwirkung zu überprüfen. Jeweils nach 5, 10 vielleicht nach 15 Jahren Zinsfestschreibung wird alles neu bewertet. In vielen Fällen anschließend gekündigt und zwangsversteigert, das ist leider die Realität. Für Vermittler, Banken, Versicherungen etc ein lukratives Geschäft, für die Allgemeinheit ein Millionen- bzw. Milliardenschaden, aber auch hier ist das Geld ja nicht weg, es hat nur ein anderer... Vielleicht ein von Banken, Versicherungen eingesetzter "Dritter". Auch dieses scheint es in diesem Land jeden Tag mehr zu geben.
In diesem Land, in dieser Branche täte ein wenig mehr an Ehrlichkeit wirklich Not !!

Viele Grüße
Highlaender
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trueman
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Anmeldungsdatum: 15.04.2004
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 24.Okt 2007 19:11    Titel: Pressemitteilung immowelt.de Antworten mit Zitat

Also ehrlich gesagt kann nicht die Intention seitens von immowelt.de nicht nachvollziehen. Auf der Plattform werden doch auch entsprechende Immobilien mit Steuervorteil mitvermarktet.

Vorweg: Selbstverständlich sollte es sich auch bei Denkmal- oder Sanierungsimmobilien um nachgefragte Objekte in guten Lagen, mit einer qualitativ hochwertigen Sanierung zu vernünftigen Preisen handeln. Nur unter diesen Voraussetzung sollte selbstverständlich überhaupt an eine Immobilieninvestition, ob mit oder ohne Steuervorteil, gedacht werden.

Aber warum beginnt immowelt.de gerade mit der Überschrift: "Denkmalschutz-Immobilien: Nicht immer ein guter Kauf"

Man könnte doch auch fragen: "Neubauimmobilien - Nicht immer ein guter Kauf" oder "Immobilie aus der Zwangsversteigerung - der Immobilienkauf als Katze im Sack"

Es derartige Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich halte ich nicht für zweckdienlich. Aber warum zielt immowelt.de gerade auf Denkmalimmobilien? Besteht hier eventuell irgendein Eigeninteresse? Die vordergründig negative Haltung speziell zur Denkmalimmobilie ist nicht nachvollziehbar. Gerade der Neubau entzieht in der Regel doch den Gemeinden ob West oder Ost die Nachfrager in den gewachsenen Innenstadtstrukturen, denn Neubauflächen sind ja bislang nocht nicht vorhanden. Teilweise wird zudem im Neubaubereich auch richtiger Unsinn im Markt platziert, übrigens auch an Kapitalanleger. Auch aus diesem Grund heraus ist meiner Meinung nach eine ausschliessliche und pauschale Kritik an Denkmal- oder Sanierungsimmobilien zurückzuweisen.
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 2941

BeitragVerfasst am: 29.Okt 2007 6:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Fehlerhafte Berechnung der Gesamtbelastung und mangelhafte Beratung eröffnen Chancen für Anleger.

Ab Mitte der 90-er Jahre trat das Unternehmen SachWert Gesellschaft / Sachwert AG auf und warb zur Altersvorsorge für Normalverdiener zum Erwerb einer Kapitalanlage in Form von fremdvermieteten Eigentumswohnungen. Rechtsanwältin Karine Guilleaume de Acosta und Rechtsanwalt Jakobs, betreuen mehrere Fälle in denen den Eigentümern inzwischen die Zwangsversteigerung bevorsteht

Mit einer monatlichen Belastung in Höhe von lediglich 200,- DM oder geringer sollte der Traum von der Eigentumswohnung wahr werden. Mieteinnahmen seien über einen Mietpool abgesichert, eine Rendite von über 5 % zu erwarten. Die erzielbaren Steuervorteile sollten den monatlichen Aufwand sogar zum größten Teil amortisieren. Ein "Rundum - Sorglos - Paket" wurde den gutgläubigen Normalverdienern garantiert.

Das Gegenteil ist eingetreten: Tatsächlich hat sich zwischenzeitig herausgestellt, dass die Eigentumswohnungen deutlich überteuert an die Kleinanleger verkauft wurden. Auch die über die Mietpoolvereinbarung abgesicherten Mieten wurden teilweise nicht ausgezahlt. In der Beratung zum Erwerb der Eigentumswohnung wurde häufig nicht auf tatsächlich bestehende Risiken hingewiesen und in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einzubeziehende Werte außer Acht gelassen. "Einige meiner Mandanten" haben Darlehen aufgenommen um die Verpflichtungen gegenüber den finanzierenden Banken erfüllen zu können" so Herbert Jakobs, und: "....das dergleichen Rettungsaktionen nur eine Zeitlang gutgehen, kann man sich schnell ausrechnen". Rechstanwältin Karine Guilleaume de Acosta berichtet von Mandanten bei denen inzischen Lohn- und Gehaltspfändungen beim Arbeitgeber veranlasst wurden.

Inzwischen häufen sich die Anhaltspunkte dafür, dass bestimmte Banken mit dem Initiator und den Vermittlern "gemeinsame Sache" machten.

Jakons I Guilleaume Rechtsanwälte Partnerschaft rät betroffenen Eigentümern zur kurzfristigen und kostengünstigen Erstbewertung ihrer Angelegenheit.

Meisst können Erfolgsaussichten auf eine Darlehensermässigung oder sogar eine Rückabwicklung des Erwerbs bereits in diesem Stadium sicher bestimmt werden.

Pressemitteilung von: Jakobs Guilleaume Rechtsanwälte

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