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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6292
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Verfasst am: 18.März 2007 8:48 Titel: Fremdwährungskredite für Häuslebauer |
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Österreichische Verbraucher verschulden sich gern in Yen und Franken - das geht auch in Deutschland. Dabei birgt die Konstruktion der Fremdwährungskredite etliche Tücken.
Die Zinsen in Japan und der Schweiz sind niedrig. Noch niedriger als in der Euro-Zone. Diese einfache Erkenntnis nutzen normalerweise Finanzprofis. Sie verschulden sich in japanischen Yen oder Schweizer Franken und legen das Geld in höher verzinsten Währungen oder am Aktienmarkt an. Solche Finanztransaktionen sind unter dem Begriff Carry-Trades bekannt geworden.
Nun will der Münchner Finanzvermittler FXFin auch deutsche Häuslebauer an dem globalen Währungspoker teilnehmen lassen. Das Unternehmen bietet langfristige Baufinanzierungen in fremden Währungen an, in denen die Zinsen niedrig sind. "In Österreich ist das gang und gäbe", sagt Geschäftsführerin Claudia Hufnagl.
Das bestätigen Statistiken der Österreichischen Nationalbank: Im September 2006 lauteten 30 Prozent aller Darlehen an private Haushalte auf fremde Währungen, geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor. Mit einem Anteil von 90 Prozent oder umgerechnet 48 Mrd. Euro dominierte der Schweizer Franken. Laut einer Studie der US-Bank Citigroup von Ende Februar grassiert das Phänomen in osteuropäischen Ländern wie Ungarn oder Polen noch stärker. Etwa zwei Drittel der privaten Verschuldung geschehen in Yen oder Franken.
Bis zu 40 Prozent Ersparnis seien möglich, wirbt FXFin in einer Pressemitteilung.
Grob umrissen funktionieren Fremdwährungskredite wie folgt: Ein Kunde, der sich für einen Wohnungskauf 100.000 Euro leihen möchte, nimmt einen Kredit über 161.000 Schweizer Franken, 15,5 Mio. Yen oder in einer anderen frei konvertierbaren Währung auf. Die Laufzeit beträgt meist 20 bis 25 Jahre. Dann wird ein Zinssatz festgesetzt. Er orientiert sich am Geldmarkt, meist wird der Dreimonatssatz verwendet, plus eines festen Aufschlags von etwa 1,5 Prozentpunkten. Die extra anfallenden Kosten für Bankbearbeitungs- und Vermittlungsgebühren sowie Devisenkommissionen belaufen sich bei einem Kredit von 100.000 Euro auf 3800 Euro.
Dieser Zinssatz ist allerdings variabel und wird regelmäßig an das aktuelle Geldmarktniveau angepasst. Entwickeln sich Wechselkurs oder Zinsniveau ungünstig, können die Verbraucher auch die Währung wechseln. Die Umschichtungskosten lägen zwischen 200 und 400 Euro, so Hufnagl. Überwacht würden die Entwicklungen am Devisenmarkt durch eine Software. Dafür sind monatlich 10 bis 20 Euro zu bezahlen.
Anders als bei den in Deutschland üblichen Annuitätendarlehen wird dieser Kredit nicht stetig getilgt, sondern ist endfällig. Das heißt, dass am Ende der Laufzeit der gesamte Kreditbetrag auf einen Schlag getilgt werden muss. Aus diesem Grund müssen Anleger parallel zum Kredit auch eine fondsgebundene oder britische Lebensversicherung abschließen. Diese ist an die Bank als Sicherheit verpfändet, sagt Hufnagl. Dabei müssen die Darlehensnehmer die Police eines Anbieters aus einer Liste des Finanzvermittlers wählen.
Quelle:FTD |
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Et .

Anmeldungsdatum: 28.02.2003 Beiträge: 451 Wohnort: Bad Homburg
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Verfasst am: 18.März 2007 15:41 Titel: |
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Teil zwei US DWE ftd.
Die Konstruktion birgt etliche Tücken - vor denen auch die Österreichische Nationalbank auf ihren Internetseiten warnt. "Ein Zinsvorteil gegenüber einem Kredit in Euro kann rasch verloren gehen, sich sogar in einen Nachteil umkehren", heißt es in einem Merkblatt. So habe im April 1990 der Zinsvorteil eines Yen-Kredits gegenüber einem Euro-Kredit 1,69 Prozentpunkte betragen. Inklusive der Kosten, die die Wechselkurssschwankungen während der Laufzeit verursachten, sei die tatsächliche Zinsbelastung zwischen 1990 und 2000 im Euro aber um 30 Prozent niedriger gewesen. Das Wechselkursrisiko gilt auch für die Kreditsumme, die schließlich erst am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird.
Hinzu kommt, dass es derzeit nur zwei niedrig verzinste Währungen gibt: Yen und Franken. Beide sind die wichtigsten Schuldenwährungen für Finanzspekulationen (Carry-Trades). Beide gelten daher als unterbewertet. Sollten diese spekulativen Positionen aufgelöst werden - zum Beispiel durch einen Crash am Aktienmarkt oder wegen der unsicheren Konjunkturperspektiven in den USA, dann droht beiden die Aufwertung. Während der Aktienmarktkorrektur fielen die Kurse von Aktien und anderen riskanten Anlagen - Yen und Franken legten zu.
Endfällige Tilgung problematisch
Problematisch ist auch die endfällige Tilgung. Dabei fließen der Bank weit höhere Zinszahlungen zu als bei einem Kredit mit ständiger Tilgung. Ob sich das rechnet, hängt vom Erfolg der Lebensversicherung ab. In einer Modellrechnung geht FXFin davon aus, dass die Ablaufleistung dabei 121.000 Euro betragen würde. Darin enthalten sind Überschüsse, die nicht garantiert sind. Zudem muss der Zugewinn von 66.000 Euro, also 121.000 Euro abzüglich der geleisteten Prämienzahlungen, versteuert werden.
Dass ein Währungspoker bei der Hausfinanzierung schiefgehen kann, mussten in der Vergangenheit die Briten erfahren. "Das Wachstum von Hypothekendarlehen in Franken und Yen in den späten 80er-Jahren endete für viele britische Haushalte schmerzhaft, als das Pfund einmal zu fallen begann", schreibt die Citigroup.
Quelle: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/173773.html?p=1
dazu passend - Auszugsweise: Roulette mit Schweizer Franken
Neben der Kursentwicklung gibt es noch ein Problem.Kaufmännisch-vorsichtig müsste eigentlich die gesamte Zinsersparnis als Rücklage eingestellt werden.
An den gut funktionierenden Devisenmärkten kann auch heute schon ein Kurs für die Zukunft fixiert werden. Es gibt also einen festen Umrechnungskurs zwischen Schweizer Franken und Euro für einen bestimmten Zeitpunkt. So beträgt der Abschlag bei einem Jahr 206 Basispunkte. Statt 1,5400 Euro beträgt der Wert in einem Jahr nur noch 1,5194 Euro. Oder anders ausgedrückt: Heute kostet der Franken 0,6494 Euro und in einem Jahr 0,6582 Euro. Es müssen also 1,35 Prozent mehr aufgewendet werden.
Kommentar: damit schmilzt der "sogenannte" Zinsvorteil.
Weitere Risiken
Doch bei Fremdwährungsdarlehen gibt es neben der Kursentwicklung noch ein weiteres Problem. So können auch durch kurzfristige Kursausschläge über die Beleihungsobergrenzen hinaus schnell substanzielle Schwierigkeiten entstehen. Ein Beispiel: Kauf einer Immobilie. Da die Bank wegen des Währungsrisikos einen Puffer in die Beleihungsobergrenze einbaut, ist das Objekt schon fast bis zum Maximum finanziert. Sollte nun der Franken kurzfristig einen Sprung nach oben machen, wird die finanzierende Bank sofort Zusatzsicherheiten fordern. Sind diese kurzfristig nicht beschaffbar, droht die Zwangsverwertung.
Auch die Haftungsfrage (Anmerkung: für den Berater sowie den Darlehensgeber) , sollte es zu einem Schadensfall kommen, ist nicht unerheblich. Das Argument der unrealistischen Prognose kommt sicherlich schnell aufs Tapet.
zum Artikel: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/1110009224841.html _________________ mit Sicherheit günstig finanziert!
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www.Best-Zins.info
Bankfachwirt Steffen Etzel
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binoxio Pathfinder
Anmeldungsdatum: 19.09.2005 Beiträge: 314 Wohnort: Minga
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Verfasst am: 19.März 2007 9:11 Titel: |
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et
angenommen im Jahre 2001 im Februar hat ein Yen Darlehen in Höhe von 200000 Euro seinen Abnehmer gefunden und diese würden Heute in CHF getauscht.
Welchen Vor- oder Nachteil hätte der Darlehensnehmer wenn er Heute in den CHF gehen würde ? bzw was müßte er als Ablöse für den Yen bezahlen ?
Meinem Sohn habe ich damals dieses geraten, er hat sich sehr gefreut! |
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