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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7542
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Verfasst am: 17.Okt 2006 8:51 Titel: Immobilien werden zum Handelsgut |
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Die weltweiten Immobilienmärkte jagen von Rekord zu Rekord. Allein im ersten Halbjahr 2006 erwarben Investoren Gewerbeobjekte im Wert von rund 290 Mrd. Dollar – 30 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.
Auf der Suche nach attraktiven Verzinsungen für das Kapital ihrer Anleger sind Immobilien bei internationalen Investoren – Pensionskassen, Fonds oder Versicherungen – gefragt wie selten.
Insbesondere deutsche Gewerbeimmobilien rücken dabei in den Fokus internationaler Anleger: Von Kiel bis Zwickau erwarben Käufer aus dem außereuropäischen Ausland im ersten Halbjahr 2006 Objekte im Wert von rund 13 Mrd. Dollar. Erstmals floss damit mehr Immobilienanlagekapital nach Deutschland als nach Großbritannien, traditionell das beliebteste Anlageziel international orientierter Investoren. Umgekehrt traten deutsche Immobilieneigentümer vor allem als Verkäufer in Erscheinung. Sie trennten sich von Objekten im Wert von rund 34 Mrd. Dollar, allein 19 Mrd. Dollar entfielen auf Verkäufe im Inland.
„Die Immobilienwirtschaft ist heute ein Teil der internationalen Finanzindustrie“, urteilt Martin Drummer, Deutschland-Chef des internationalen Immobilienberaters CB Richard Ellis. Entsprechend haben sich die strategischen Anlageziele von Immobilieninvestoren fundamental verändert. Noch vor wenigen Jahren erwarben sie Objekte mit dem Ziel, diese für Jahrzehnte zu halten. „Buy-and-hold“ – kaufen, um zu halten – hieß die Devise. Doch diese Zeiten sind endgültig vorbei. „Die Halteperioden werden deutlich kürzer“, sagt JLL-Deutschland-Chef Christian Ulbrich. Stefanie Leiter, Geschäftsführerin von DTZ Asset Management Deutschland, bestätigt: „Internationale Investoren denken nicht mehr in 15-Jahres-Zeiträumen.“
Die Neuorientierung der Kundschaft hat die Branche spürbar gewandelt. Immobilien sind zur Handelsware geworden. Gewinner sind auf den ersten Blick Makler und Berater.
Zudem entwickeln sich immer neue Geschäftsfelder: Von der Immobilien-Bewertung nach internationalen Standards über Immobilien-Asset-Management bis hin zur Beratung beim Handel mit Immobilienderivaten reicht inzwischen das Spektrum der einstigen Makler. Für Martin Drummer, Deutschland-Chef von CBRE, steht daher fest: „Immobiliendienstleister werden sich neu strukturieren. Denn nur sehr wenige globale ausgerichtete Unternehmen sind in der Lage, die geforderten Aufgaben zu erbringen.
(HB) |
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