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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5918
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Verfasst am: 5.Mai 2008 14:44 Titel: Mietpreis in Geschäftsstraßen |
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Wenn sie kommen, ist der Niedergang einer Geschäftsstraße sichtbar. Handyshops, Sex-Shops & Co. sind ein gemischter Segen für die Einkaufsstraßen. Sie bezahlen zwar pünktlich die Mieten und füllen die Lücken, senken dafür allerdings den Wert einer Straße.
Ein-Euro-Shops, Wettcafés, Sex-Shops, Billig-Chinaläden, Fetzentandler und Handyshops. Die apokalyptischen Reiter zieht es zumeist erst dann in eine Straße, wenn sonst kein Mieter zu finden ist und die Mietpreise bereits drastisch reduziert sind.
"Dann kommen diese Geschäfte als Lückenfüller", sagt Wolfgang Richter, Geschäftsführer von Regioplan.
"Eine Einkaufsstraße, die Defizite hat, also deren Auswahl, Atmosphäre, Erreichbarkeit oder Parkmöglichkeiten fehlen, wird an Wert verlieren." Eine solche Straße verliere ihre überregionale Bedeutung und sei danach primär als "Nahversorgungs-Zönchen" aktiv. Das sei ein Trend, der die meisten Einkaufsstraßen erfasst hätte.
Guido Miklautsch, Chef der Wiener Einkaufsstraßen, hat Probleme mit der Unterteilung in "bessere" und "schlechter gehende" Einkaufsstraßen. Man könne nicht anhand eines fallenden Mietpreises sagen, es gehe mit einer Straße bergab. "Oft sind das Gegenden, in die viele Migranten gezogen sind, und diese haben andere Einkaufsbedürfnisse als wir." Ein-Euro-Shops wären also weniger das Problem, sie befänden sich eben dort, wo sie stark aufgesucht würden. "Wettlokale und Erotikgeschäfte sind dagegen weniger gut." Sie würden zwar ihre Mieten bezahlen, aber das Straßenbild werde durch sie schlechter. "Es gibt negative Entwicklungen im Branchenmix, die den Mietpreis nachhaltig senken."
Die angesprochenen Geschäfte expandieren indes fleißig weiter und der Preis spielt die wesentliche Rolle. Rudi K., Geschäftsführer eines Erotik-Kinos und eines Swingerclubs in der Quellenstraße in Wien, ist seit zwei Jahren am Standort. "Wir suchen nur nach dem Preis. Und es muss eine Parkmöglichkeit da sein. Früher war noch wichtig, dass das Lokal abgelegen ist, aber das ist heute auch nicht mehr so." Mit der Quellenstraße gehe es "extrem bergab", beurteilt er die Lage.
Ahmed T. wiederum betreibt einen der vielen Handyshops in der Jörgerstraße. Auch ihn hat hauptsächlich der günstige Mietpreis angezogen. Ein Geschäft zu bekommen sei nicht schwierig - leerstehende Geschäftslokale gebe es in vielen Einkaufsstraßen in Wien.
Quelle: M.Manner |
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