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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4948 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 22.Jan 2004 15:54 Titel: Residenz-Hotel - Konzept für Olympia 2012 |
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"Aus der Not eine Tugend machen" trifft wohl selten so gut zu wie beim "Residenz-Hotel" Konzept für Olympia 2012 in Leipzig. Die Stadt hat heute mit ca. 500.000 Einwohnern fast 100.000 Bürger weniger als 1992. Zahlreiche Gründerzeithäuser stehen leer und ein Gutteil wird das (leider) 2012 noch sein - auch wenn Oympia "kommt".
Diese Wohnungen - mitten in der Stadt - werden zu "Residenzhotels" ausgebaut. Betrieben werden sie während der Olympischen Spiele von den ortsansässigen Hotels. Die "Tugend": die olympischen Einrichtungen und Sportstätten sind von jedem Hotelzimmer in weniger als 20 Minuten zu erreichen.
Und nach den Spielen? Schon vor dem Großeinkauf wird die Möblierung mit interessierten Hotels abgestimmt, welche die Möblierung nach den ca. 3 Monaten Nutzung zu einem sehr günstigen Preis für eine Renovierung ihrer eigenen Häuser übernehmen. Die Wohnungen als solche werden dem Immobilienmarkt zugeführt wie z.B. nach den Olympischen Spielen 1972 in München.
Um für alle ausreichend Platz zu schaffen, setzt die Stadtverwaltung auf das Konzept "Residenzhotels". Damit sollen mindestens 9500 Zimmer in Leipzig und Halle zusätzlich entstehen - davon drei Viertel im 3-Sterne-Bereich. Das Projekt trägt intern auch die Bezeichnung "Stadtwohnen für Olympia" und zielt darauf, dass Gründerzeithäuser und City-Apartments saniert werden. "Solche Residenzhotels werden wie normale Hotels ausgestattet und betrieben und werden nach den Spielen wieder in Wohnungen beziehungsweise Büros zurückverwandelt", skizziert Engelbert Lütke Daldrup den Ansatz. "Betreut werden diese Anlagen von Leipziger Partnerhotels, die dort auch ihren speziellen Rundum-Service anbieten."
Die Olympiaplaner wollen für diese besonderen Hotels bevorzugt gut gelegene Häuser nutzen, die sich mit vertretbarem Sanierungsaufwand zu Schmuckstücken machen lassen. In Leipzig wurden zehn Standorte ausgewählt, darunter der unsanierte Teil des Duncker-Viertels, das dicht vor dem Eingangstor des geplanten Olympischen Dorfes am Lindenauer Hafen liegt. Auch das am Ring stehende Wintergartenhochhaus soll dafür im Gespräch sein. "Wir haben schon mit den großen Wohnungsgesellschaften und den Genossenschaften über geeignete Objekte geredet", so Lütke Daldrup. "Wenn wir den Zuschlag für Olympia erhalten, wird natürlich auch mit interessierten privaten Anbietern verhandelt. Am Ende werden die Projekte realisiert, die am besten gelegen sind und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben."
http://www.leipziger-hof.de/lvz-residenzhotels.htm |
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