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trader55 Gast
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Verfasst am: 20.Mai 2006 16:58 Titel: Studentenbude kaufen |
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Also ich hatte gestern mit ein paar Kommilitonen eine Diskussion darüber, ob es sich für einen Studenten lohnt, seine Studentenbude zu kaufen anstatt zu mieten. Für mich selbst kommt es so nicht mehr in Betracht, weil ich in zwei Jahren fertig bin.
Ich verstehe von Immobilien eigentlich gar nichts, darum hoffe ich auf zahlreiche Anregungen von Leuten, bei denen das anders ist.
Mein Rechenbeispiel bin ich selbst:Meine 38qm-Bude würde, lege ich das arithmetische Mittel der Preise im Immobilienteil meiner Stadtteils-Zeitung hier in München zugrunde, so etwa 95000€ kosten. Die Kaltmiete beträgt etwa 320 Euro.
Wenn ich selbst 5000 Euro aufbringe (wenn ein Student das länger plant, z. B. schon während der Schulzeit) und die Eltern nochmal 10000 Euro als nachrangiges, unverzinstes Darlehn (ein bißchen betteln vielleicht). Immobilienkredite gibt es doch schon für 4 Prozent Zinsen. Dazu evtl. noch staatliche Zuschüsse. Hier in München steigen die Immobilienpreise glaub ich auch noch recht konstant.
80000 zu 4 Prozent, daß macht 3200 Euro pro Jahr.
Dazu tilgt man noch 1,5 Prozent im Jahr.
Gehe ich von 5 Jahren Studium aus und davon, daß die Wertsteigerung real 1% beträgt, habe ich am ende des Studiums eine 100000€-Wohnung, die mit ca. 73500€ Hypothek und 10000€ Eltern-Darlehen belastet ist. Für Zinsen hab ich da nicht mehr bezahlt als sonst für Kaltmiete.
Der Vorteil von Studentenbuden liegt darin, daß man sie hervorragend vermieten kann. Ich habe dieses teil nur mit Glück und etwas dreistigkeit bekommen. Ansonsten gab es eine Warteliste, wo schon ein Dutzend Leute drauf standen.
Was denkt ihr zu dieser Sache? |
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trader55 Gast
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Verfasst am: 20.Mai 2006 17:08 Titel: Nachtrag |
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| Dazu gibt es dann die möglichkeit staatlicher Förderungen (z.B. WbP), außerdem gibt es KfW-Immobilienkredite zu günstigen Konditionen. |
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Cob Pathfinder
Anmeldungsdatum: 29.11.2005 Beiträge: 290 Wohnort: Ortenau
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Verfasst am: 22.Mai 2006 7:06 Titel: |
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Hallo, trader55,
klingt rein rechnerisch ganz o.k.
Aber welche Bank gibt einem Studenten Geld für eine ETW?
Zu Ihren 95.000 Kaufpreis kommen noch die Nebenkosten für Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuchamt, Grundschuldeintragung etc. dann sind Sie ganz schnell bei guten € 100.000. Abzüglich eigener T€ 5 und von den Eltern T€ 10 bleiben T€ 85.
Sie haben kein Einkommen, studieren und keiner weiss, ob Sie nach dem Studium einen Arbeitsplatz bekommen. Wohnen müssen Sie aber irgendwo. Wahrscheinlich also in der bisherigen ETW, so dass keine Miete reinkommt, die Zinsen und evtl. sogar Tilgung bedienen könnte. Also sind Sie für jede Bank ein Wackelkandidat, der wahrscheinlich gar keinen, mit Sicherheit aber keinen Kredit zu 4 % bekommt. (Der 10-Jahreszins liegt bei Ihrer Darlehenshöhe sicher eher bei 5 als bei 4 %.) Jedenfalls nicht ohne weitere Sicherheiten.
Rechnen Sie mal nach: zusätzlich zu Ihrer bisherigen Miete wollen (oder müssen) Sie 1,5 % des Darlehens tilgen. Macht eine zusätzliche Belastung von € 100 monatlich. Bei einem Studenten treibt das jedem Banker ein kräftiges Runzeln auf die Stirn.
Sorry, so gut gemeint die Rechnung ist, ich fürchte, Sie werden keine Bank finden, die da mitzieht.
Gruß
Cob |
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