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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4931 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 1.Apr 2004 6:10 Titel: Inkasso - Disziplinierungsmaßnahme mit Todesfolge |
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Mordfall Hartmut Felix Bürger
Kriminalisten aus dem Harz stechen in ein Wespennest
Fahnder stoßen bei Ermittlungen auf ein Netzwerk von Wirtschaftsstraftaten
VON Hendrik Kranert, 31.03.04
In Berlin sind sie zur Zeit die Größten: Die Beamten der Soko "Audi" genießen bei ihren Kollegen Starstatus - weil sie einen Ring aus Wirtschaftskriminellen gesprengt haben. "Eindeutig organisierte Kriminalität", sagt Ermittler Burkhardt Hocke. Auf der Suche nach den Mördern des Harzgeröder Unternehmers Hartmut Felix Bürger haben die Kriminalisten aus dem Harz in ein Wespennest gestochen.
Bürger ist drei Jahre tot - und noch immer fehlt der entscheidende Hinweis auf die Täter. Doch Soko-Chef Frank Götze hat die Hoffnung nie aufgegeben - zu Recht, wie sich jetzt zeigt: "So dicht dran waren wir noch nie", erklärt Götze. Dabei stand die Soko "Audi", schon kurz vor ihrer Auflösung. Doch ein Hinweis nach einer Fernsehsendung über die Bluttat führt die Kripo über zwei Jahre später wieder auf eine heiße Spur - nach Berlin. Dreh- und Angelpunkt der Ermittlungen ist ein dort lebender Russe.
Ein Ehepaar aus dem Harz, einst mit Bürger freundschaftlich und geschäftlich verbunden, hatte versucht, ausstehende Schulden bei ihrem einstigen Kompagnon mit Druck einzutreiben. Doch ein erster Erpressungsversuch scheitert. Im März 2001 will man Bürger mit Gewalt dazu bringen, dass er seine Schulden begleicht. "Man suchte Leute, die dieses Handwerk besser verstehen", sagt Ermittler Hocke. Der Geschäftsführer einer Ascherslebener Baumaschinenfirma stellt über einen weiteren Kontaktmann in Berlin den Draht zu dem 37-jährigen Russen her. Der bekommt den Auftrag, sich um Bürger "zu kümmern".
"Das ist ganz offensichtlich auch geschehen", sagt Ermittler Hocke. Zusammen mit mindestens zwei Kumpanen soll der Russe am 30. März 2001 in Bürgers Firma in Harzgerode gewesen sein. Während der mutmaßliche Drahtzieher der "Disziplinierungsmaßnahme" sich vermutlich nicht selbst die Finger schmutzig macht, schlagen die anderen beiden zu. So heftig, dass Bürger wenig später stirbt (die MZ berichtete). Da die Leiche Bürgers in seinem Audi am Flughafen gefunden wurde, gehen die Ermittlern davon aus, dass die beiden Schläger das Land verlassen haben. Der Russe aber bleibt, um seinen Geschäften nachzugehen.
Und auf die stößt die Soko während ihrer Ermittlungen in Berlin: "Wir haben ein komplettes System von Finanz- und Wirtschaftsstraftaten aufgedeckt", sagt Hocke. Allein 86 Firmen soll der Russe geführt haben - über Strohmänner, weil er wegen Konkursverschleppung nicht selber als Geschäftsführer mehr tätig werden durfte. Das Gros der Unternehmungen sind Briefkastenfirmen - in Konkurs gegangene Gesellschaften, die aufgekauft wurden, um mit diesen Geschäfte aller Art in ganz Europa abzuwickeln.
Verbotenen GmbH-Mantel-Handel nennen Juristen so etwas. "Die haben alles Mögliche über diese Firmen ge- und verkauft - von der Stecknadel bis zur Recycling-Anlage", so Hocke. Die Gewinne sollen jedoch nicht versteuert worden sein. Unter Führung der Halberstädter Beamten gab es in Berlin über ein Dutzend Durchsuchungen mit 130 Beamten. 21 Vernehmungen und zwei Haftbefehle folgten. Aus dem mysteriösen Mordfall Bürger ist ein Kriminalstück geworden, das inzwischen neben der Polizei auch Zoll und Steuerfahndung, Grundbuch- und Gewerbeämter beschäftigt. Es geht um Drogen- und Waffenhandel, Geldwäsche, Urkundenfälschung, Konkursverschleppung, Verstöße gegen das Telekommunikations- und das Sprengstoffgesetz, schwere Brandstiftung, und, und, und.
Und der Kern der Geschichte - die Suche nach Bürgers Mördern? "Die geht natürlich weiter", sagt Soko-Chef Götze. Der Erkenntnisgewinn in Berlin, aber auch auf der so genannten Ascherslebener Schiene, habe dazu geführt, dass alte Spuren neuen Wert bekommen. "Wir wälzen jetzt noch einmal alle Akten", erklärt Burkhardt Hocke. Zwar sind die Details der Tat rekonstruiert, Auftraggeber und Auftragnehmer bekannt. Doch was noch immer fehlt, sind die Täter.
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1079432779325&openMenu=987490165154&calledPageId=987490165154&listid=994342720546 |
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anacott Pathfinder
Anmeldungsdatum: 03.03.2004 Beiträge: 360 Wohnort: where money lives..........
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Verfasst am: 4.Apr 2004 21:06 Titel: |
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@ a. henneberg
in diesem zusammenhang ein weiterer fall, der in einer heutigen sendung im hessenfernsehen angesprochen wurde
| Zitat: |
Auftragsmord: Urteil rechtskräftig
Bundesgerichtshof verwirft Revision
DELMENHORST/CLOPPENBURG. Das auf eine lebenslange Freiheitsstrafe lautende Urteil der Oldenburger Schwurgerichtskammer gegen einen 61 Jahre alten Kaufmann aus Delmenhorst ist rechtskräftig.
Wie die Pressestelle des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe am Donnerstag erklärte, habe der 3. Strafsenat des BGH die Revision des Angeklagten gegen das im März dieses Jahres gefällte Urteil als unbegründet verworfen. Die Nachprüfung des Urteils habe keinen Rechtsfehler ergeben.
Der Delmenhorster war wegen Anstiftung zum Mord zu der lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte im Juni 1998 den ehemaligen Tschetschenien-Kämpfer Waldemar S. aus Cloppenburg beauftragt, von dem Dötlinger Geschäftsmann Thomas Kraft angebliche Schulden in Höhe von 500 000 Mark mit allen Mitteln einzutreiben.
S. war am Tattag im Tarnanzug zu dem abgelegenen Grundstück der Familie Kraft in Dötlingen gerobbt und hatte den Hausherrn aus nächster Nähe erschossen. S. wurde dafür Anfang des vergangenen Jahres zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
In seinem Prozess vor der Oldenburger Schwurgerichtskammer hatte der 61-Jährige beteuert, S. nicht einen Tötungsauftrag erteilt zu haben. Die Richter glaubten dem Delmenhorster aber nicht.
Motive für die Tat seien Hass, Neid und Rache gewesen. Kraft hatte 1996 die Firma des 61-Jährigen im gegenseitigen Einvernehmen übernommen. Später fühlte sich der Delmenhorster aber über den Tisch gezogen. Die angeblichen Schulden mit legalen Mitteln einzutreiben, hatte er für unmöglich gehalten |
Quelle: http://www.ga-online.de/inhalt/2000-10-06/ostemsol/t-30000001_27900.html
allen noch einen schönen wochenendausklang,
anacott |
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