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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 3335
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Verfasst am: 17.Jun 2007 17:25 Titel: Professional International Investigator |
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Aufgrund der gewerberechtlichen Regelungen in Deutschland, braucht es für eine Tätigkeit als Detektiv und damit für die Eröffnung einer Detektei, keine vorgeschriebene Ausbildung. Der arbeitslose Handwerker, nennen wir ihn “Charly“, der vorher niemals zu der Materie einen Bezug hatte, meldet das Gewerbe zum Detektiv bei seinem örtlichen Gewerbeamt an und nach Erfüllung der gewerberechtlichen Genehmigungsrichtlinien, welche eine Prüfung bzgl. der Qualifikation des zukünftigen “Detektivs“ nicht beinhaltet, kann der neue Gewerbeinhaber mit seiner Tätigkeit als Detektiv beginnen und eine Detektei eröffnen. Das ist so, als lasse man einen Maurer Brötchen backen, ohne Bäckerlehre.
Detektive dieser Art versuchen sich dann zum Beispiel in Bereichen wie der Ermittlung und Aufdeckung von Betriebskriminalität und Wirtschaftskriminalität oder in der Spionageabwehr, der Lauschabwehr und der Suche nach Wanzen. Dies sind alles Bereiche, die schon für erfahrene Detektive teilweise sehr anspruchsvoll sind und vielfach an entsprechende Sicherheitsberater mit den erforderlichen Fachkompetenzen weitergegeben werden. Der selbsternannte Detektiv “Charly“ kann mit seiner Detektei hier mangels fachlicher Ausbildung nicht mithalten.
Leidtragende werden die Klienten von “Charly“ sein, weil sie als Branchenfremde meist nicht die Möglichkeit haben eine Prüfung auf Qualität des Detektivs und dessen Detektei vorzunehmen. “Charly“ wird durch seine Inkompetenz vielfach mehr Schaden anrichten, als er helfen kann. Dabei schadet er nicht nur seiner eigenen Detektei und sich als Detektiv, sondern leider gleich der gesamten Branche, denn etliche von Charlys’ Kunden werden sehr unzufrieden sein, und aus Frust gleich alle Detektive verurteilen.
Grundvoraussetzung für eine selbständige oder angestellte Tätigkeit als Detektiv, sollte unbedingt eine vorausgehende fachlich-qualifizierte Ausbildung zum Detektiv sein, welche nicht lediglich ein paar Wochen oder Monate, sondern, etwa wie reguläre berufliche Ausbildungen, ab 2 Jahre dauern sollte.
Seit 2007 bietet die BRILLSTEIN SECURITY ACADEMY mit einem Fachstudium auf Hochschulniveau, zum „Professional International Investigator“ (PII), also zum internationalen Privatermittler, eine interessante Möglichkeit für alle Personen an, welche eine hochklassige Ausbildung als Detektiv bzw. Privatermittler absolvieren möchten.
Es handelt sich hierbei um einen regelrechten Studiengang über 2 Jahre, mit sehr hohen Anforderungen an die Teilnehmer, in Bezug auf Einsatz und Lernfähigkeit. Vor der Aufnahme zu dem Studiengang müssen die Teilnehmer einen Aufnahmetest bestehen. Des Weiteren werden Hintergrundüberprüfungen durchgeführt. Es werden in Deutschland jährlich maximal 25 Teilnehmer zugelassen, was sowohl für eine Exklusivität der Studienplätze spricht sowie der späteren Absolventen. Pro Jahr werden lediglich so viele Teilnehmer zugelassen, welche der Markt vermutlich auch aufnehmen kann. Es können die Abschlüsse „BSA-Bachelor“ oder „BSA-Master“ erreicht werden. Alle zertifizieren PII-Absolventen erhalten im Anschluss direkt ein Beschäftigungsangebot. Das Studium enthält ferner Praktika und nach ca. 1-2 Semester erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, über die Sicherheitsagentur EUBSA BV Inc. international mitzuarbeiten, sie sammeln somit direkte Berufserfahrungen und können bereits während des Studiums erste Honorare verdienen.
Fachleute dieser Art sind in der Lage, neben den obligatorischen Privatermittlungen, auch anspruchsvolle Ermittlungsaufgaben zu erfüllen, in den Bereichen Wirtschaftskriminalität und Betriebskriminalität. Der Begriff „Detektiv“ ist für diese Experten dann beinahe schon eine unterbewertete Bezeichnung; es handelt sich bei den PII-Absolventen um ausgewiesene Fachkräfte für internationale Privat- und Wirtschaftsermittlungen, die zu Europas Elite der privaten Ermittler zählen. |
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goldmund54 Newbie
Anmeldungsdatum: 13.08.2003 Beiträge: 13 Wohnort: 42499 Hückeswagen
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Verfasst am: 17.Aug 2007 10:14 Titel: Bravo! |
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endlich mal eine seriöse Nachricht aus dieser halbseidenen Branche. Vielleicht nimmt der von Ihnen so geschmähte "Charly" ja zunächst mal folgendes Angebot dieser "Akademie" an:
Zitat
NEU: das ultimative Abenteuer mit Superspasskick - WERDEN SIE GEHEIMAGENT FÜR 14 TAGE - unvergesslicher Abenteuerurlaub in Südafrika für Sie und Ihn... - auch als Geschenk oder Incentive.
Im Ernst, das Angebot findet man auf der Ausbildungswebsite.
Ich werd jetzt erstmal PROFESSIONAL INVESTIGATOR, da ich die Aufnahmevoraussetzung erfülle, nämlich Hauptschulabschluss und fünfjährige Berufserfahrung als Fleischfachverkäuferin.
Und wenn ein Firmensitz in der Metropole Grosshelfendorf kein wirklich schlagendes Argument ist, weiß ich auch nicht weiter.
Man glaubt es kaum.
Grüße Goldi |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6461
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Verfasst am: 18.Mai 2008 18:43 Titel: |
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Als Privatermittler kann man reich werden. Doch meist sind die Verdienste nicht besonders üppig.
Zwischen 40 Euro und 120 Euro liegen die Honorare für eine Detektivstunde, rechnet der Bundesverband Deutscher Detektive (BDD) vor, in dem rund 130 der gut 1530 deutschen Detekteien vertreten sind. Im Schnitt verlange ein Detektiv gut 56 Euro, schätzt der Verband. Allerdings wird dieses Geld oft in zeitraubenden Einsätzen verdient - stundenlange Observationen gehören durchaus zum Alltag der Privatermittler.
Üppig ist die Vergütung im Durchschnitt also nicht. Dennoch entscheiden sich immer mehr Bundesbürger, ihr Geld als Detektive zu verdienen. Zwischen 1996 und 2006 wuchs die Zahl der Umsatzsteuer zahlenden Detekteien in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von 924 auf 1530. Gut 241 Mio. Euro Umsatz erwirtschafteten diese Betriebe 2006 insgesamt.
Doch dieses Geld ist sehr ungleich verteilt. Immerhin 35 Betriebe kamen 2006 auf einen Jahresumsatz zwischen 1 und 2 Mio. Euro. Leider sagt die Statistik nichts darüber aus, wie viele Mitarbeiter diese Detekteien beschäftigen. Viele Unternehmen bestehen nach Informationen aus der Branche allerdings nur aus einer Person oder haben eine Mitarbeiterzahl im einstelligen Bereich.
48 Detekteien erwirtschafteten 2006 immerhin noch einen Umsatz zwischen 500.000 und 1 Mio. Euro. 772 Betriebe, und damit die meisten, lagen allerdings zwischen 17.500 und 50.000 Euro.
Auch wenn in der Lidl-Affäre von "Detektiven" die Rede war - einige Branchenkenner lehnen es ab, im Zusammenhang mit diesen Bespitzelungen überhaupt diese Berufsbezeichnung zu verwenden. So unterscheidet der BDD zwischen echten Detektiven und "Kaufhausdetektiven". Letztere sind nach Definition des Verbandes eher "Fachkräfte für Sicherheit im Handel". Sprich: Ihre Aufgabe ist es, Ware vor Diebstahl zu schützen.
Wenn Detektive dagegen Mitarbeiter observieren sollen, müsse ein konkreter Anfangsverdacht gegen diese Menschen vorliegen, heißt es beim BDD. Eine Beobachtung werde stets zeitlich und örtlich begrenzt. Ziel der Ermittlungen seriöser Detektive sei es, Beweismaterial zu sammeln, das vor Gericht verwertet werden kann.
Die meisten Aufträge, 56 Prozent, erhalten Detektive laut BDD aus der Wirtschaft, von Industrie- oder Handwerksbetrieben. Immerhin 19 Prozent bekommen sie von Privatpersonen. Bei gut der Hälfte der Ermittlungen geht es um Ehe-, Familien- oder Sorgerechtsangelegenheiten sowie um Unterhaltszahlungen.
Um als Detektiv zu arbeiten, benötigt man nichts weiter als eine einfache Gewerbeanmeldung. Daher können Laien auch schwer zwischen seriösen Anbietern und schwarzen Schafen unterscheiden Der Detektiv-Verband BDD setzt sich zwar für eine anerkannte berufliche Erstausbildung ein, ist nach eigenen Angaben aber zu klein, um dieses Anliegen beim Gesetzgeber durchzusetzen.
Empfehlenswert seien die Aus- und Fortbildungen dreier Institute, der Advisio-Akademie, des Bildungs-Instituts Brückner und der ZAD, Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe, schreibt der BDD auf seiner Homepage.
Wer als den typischen Privatermittler jemanden wie den TV-Schnüffler Hermann Josef Matula (Claus Theo Gärtner) im Kopf hat, der jenseits der 40 ist, liegt gar nicht so falsch. Denn tatsächlich sind junge Detektive rar. Mehr als die Hälfte der BDD-Mitglieder sind über 40 Jahre alt. Detektiv ist immer noch ein typischer Zweitberuf. Auch pensionierte (Kriminal)-Beamte findet man unter den Detektiven. Wahrscheinlich ist ihnen das Pensionärsdasein einfach zu öde - oder sie hoffen auf das große Geld.
Quelle: A.Berger |
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