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pKV-Beiträge stark steigend ab 2004???
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pKV-Beiträge stark steigend ab 2004???
Versicherungen vom 8.7.2003
Mit der Sterbetafel 2004 wird es teurer
Schon seit Juni existiert eine neue PKV-Sterbetafel 2004, die veränderte Prämien-Kalkulationen zwingend erforderlich macht. Ständig steigende Lebenserwartungen drücken auf die Kosten, das rechnet Dipl.-Math. Peter Schramm vor.
Die Basis der PKV-Sterbetafel bilden Daten der Unternehmen im Verband der privaten Krankenversicherer (PKV-Verband), die sich von den sogenannten Bevölkerungs-Sterbetafeln anderer Statistiken unterscheiden.
Die höhere Lebenserwartung der PKV-Versicherten bedeutet in Bezug auf die Prämien-Gestaltung, dass jetzt noch ausreichende Sicherheiten und Alterungs-Rückstellungen früher zur Neige gehen als zuvor berechnet.
Die Umstellung hat Auswirkungen
Die Auswirkungen der anstehenden Sterbetafel-Umstellung hat Dipl.-Math. Peter Schramm als unabhängiger PKV-Gutachter berechnet.
Er hatte auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (BaFin) die vom PKV-Verband ausgearbeitete neue PKV-Sterbetafel 2004 bereits vor Wochen veröffentlichte.
Dass bisher nichts Entsprechendes dazu publiziert wurde, mag an dem öffentlichen Druck liegen, dem sich die privaten Krankenversicherer durch die geplante Gesundheits-Reform in punkto bezahlbarer Tarife ausgesetzt sehen.
Die Diskussion um die „Privatisierung“ des Krankengeldes und der Zahnersatz-Kosten setzen andere Info-Schwerpunkte.
Handlungsbedarf ist angesagt
Für die PKV-Sterbetafel 2004 ist trotzdem Handlungsbedarf angesagt. Die Krankenversicherer sind gehalten, sie sowohl für den Bestand als auch für den Neuzugang ihrer Verträge unverzüglich einzuführen und damit die zuletzt im Jahr 2000 entwickelte PKV-Sterbetafel 2001 zu ersetzen.
Die bisherige Sterbetafel beruhte auf Todesfall-Statistiken aus den Jahren 1992 bis 1998 mit einer Prognose bis zum Jahr 2005. Der PKV-Verband hatte inzwischen bei einer Überprüfung mit aktuellen Zahlen der Jahre 1992 bis 2001 festgestellt, dass sie nicht mehr als ausreichend sicher anzusehen sei.
Lebenserwartung steigt weiter
Denn: In den letzten Jahren hat sich der Anstieg der Lebenserwartung privat Krankenversicherter fortgesetzt.
Die Tafel 2004 wurde – wie bei ihren Vorgängerinnen auch – um einen sogenannten Trendfaktor fortgeschrieben, so dass sie für die nächsten (vermutlich fünf) Jahre als ausreichend sicher für die Kalkulation von Prämien und Alterungs-Rückstellungen in der PKV gilt.
Unterschiede der Geschlechter
Peter Schramm weist auf die unterschiedlichen Ergebnisse für Männer und Frauen sowie für die verschiedenen Altersgruppen hin, die Wesen aller Sterbetafeln seien.
· Nach neustem Stand (Sterbetafel 2004) wird ein heute 40jähriger Mann statistisch 83,7 Jahre alt. Nach der PKV-Sterbetafel 2001 würde sein Leben 2,1 Jahre früher enden.
· Für heute 40jährige Frauen verlängert sich die Lebenserwartung um 1,3 auf 87,3 Jahre.
Wie alt werden Neugeborene?
Die Lebenserwartung Neugeborener liegt nach der PKV-Sterbetafel 2004 bei 86,8 Jahren für Frauen bzw. 83,0 Jahren für Männer; nach der PKV-Sterbetafel 2001 lag sie noch bei 85,5 bzw. 80,8 Jahren.
Die neueste Steigerung der Lebenserwartung liegt über der ab dem Jahr 2000 erfolgten Umstellung von der 1995 eingeführten PKV-Sterbetafel 2000 auf die PKV-Sterbetafel 2001.
Privatversicherte leben länger
Die neuen Zahlen verwirren, stellen aber einen zeitnahen Fokus auf die Lebenserwartung und Bevölkerungs-Sterblichkeit in einer Zeit dar, in der der medizinische Fortschritt nahezu täglich neue lebenserhaltende und lebensverlängernde Methoden und Medikamente hervorbringt.
Wie von Peter Schramm dazu zu erfahren ist, leben hierzulande Privatversicherte, die den medizinischen Fortschritt leichter beanspruchen können, ohnehin länger.
Alte Anpassung noch nicht abgeschlossen
Für die Unternehmen im PKV-Verband reagieren auf den Anstieg der Lebenserwartung mit einer neuen Kalkulations-Runde, deren Ergebnis für einige Gesellschaften teurer wird als für andere.
Weil nämlich die Bundesaufsichtsbehörde die Einführung der PKV-Sterbetafel 2001 und damit verbundene Beitragsanpassung stufenweise bis zum Jahr 2005 gewährt hatte, sind noch nicht alle Krankenversicherer mit ihren Anpassungen durch.
Anpassung in einem Schritt
Die jetzt aktuelle Sterbetafel 2004 soll aber unverzüglich und in einem Schritt zur Berechnungs-Grundlage werden.
Was das in Beitrags-Höhe für die Versicherten ausmacht, kann – so Schramm – im Detail nur gemutmaßt werden.
Eine mögliche Richtschnur
Allenfalls Beispiele vorausgegangener Beitrags-Anpassungen aufgrund einer neuen Sterbetafel böten hier eine Richtschnur.
Die Rechnung berücksichtige die von der BaFin zuletzt veröffentlichten Wahrscheinlichkeits-Tafeln „für den Verlauf der altersabhängigen Schäden und des bei der Kalkulation beitragsmindernd zu berücksichtigenden vorzeitigen Abgangs durch Stornos“.
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So teuer könnte es werden
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Vorbehaltlich, dass alle anderen Berechnungs-Grundlagen unverändert blieben, gibt Peter Schramm eine Größenordnung an, in der sich die zusätzliche Erhöhungen nur aus der Aktualisierung der Sterbetafel für einen Ambulant-Tarif mit ca. 325 bzw. 1.600 Euro Selbstbehalt ableiten lässt.
Danach steigen für Männer die Neuzugangs-Beiträge bei 30-Jährigen um 2,9 Prozent (bei 325 Euro Selbstbehalt) bzw. 4,5 Prozent (bei 1.600 Euro Selbstbehalt). Bei Frauen betrage die Steigerung nur 0,7 Prozent (niedriger Selbstbehalt) bzw. 1,3 Prozent (hoher Selbstbehalt).
Aber - so erläutert Schramm: Beitragsanpassungen fallen stärker aus.
Für 40jährige Männer, die bereits 10 Jahre versichert sind – und somit den Neuzugangs-Beitrag zum Eintrittsalter 30 zahlen - betragen die zusätzlichen Beitrags-Anpassungen ausschließlich infolge der Sterbetafel-Aktualisierung ca. 5,5 Prozent bzw. 8,5 Prozent je nach Selbstbehalt-Stufe, bei Frauen immerhin noch 1,4 Prozent bzw. 2,6 Prozent.
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Belastung auch durch zurückgehende Stornos
Der Anstieg der Versicherungs-Leistungen sowie mögliche weiter zurückgehende Storno-Wahrscheinlichkeiten sind – laut Schramm - von den Berechnungen noch nicht erfasst und tragen damit bei anstehenden Beitrags-Anpassungen zusätzlich zu Erhöhungen bei.
Angesichts gestiegener Leistungen von 15,22 (2001: 14,42) Milliarden Euro, die insgesamt in der Branche letztes Jahr an die Versicherten ausbezahlt wurden, ist nahezu durchweg mit Beitrags-Erhöhungen zu rechnen.
Quelle: Versicherungs-Journal
Mit der Sterbetafel 2004 wird es teurer
Schon seit Juni existiert eine neue PKV-Sterbetafel 2004, die veränderte Prämien-Kalkulationen zwingend erforderlich macht. Ständig steigende Lebenserwartungen drücken auf die Kosten, das rechnet Dipl.-Math. Peter Schramm vor.
Die Basis der PKV-Sterbetafel bilden Daten der Unternehmen im Verband der privaten Krankenversicherer (PKV-Verband), die sich von den sogenannten Bevölkerungs-Sterbetafeln anderer Statistiken unterscheiden.
Die höhere Lebenserwartung der PKV-Versicherten bedeutet in Bezug auf die Prämien-Gestaltung, dass jetzt noch ausreichende Sicherheiten und Alterungs-Rückstellungen früher zur Neige gehen als zuvor berechnet.
Die Umstellung hat Auswirkungen
Die Auswirkungen der anstehenden Sterbetafel-Umstellung hat Dipl.-Math. Peter Schramm als unabhängiger PKV-Gutachter berechnet.
Er hatte auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (BaFin) die vom PKV-Verband ausgearbeitete neue PKV-Sterbetafel 2004 bereits vor Wochen veröffentlichte.
Dass bisher nichts Entsprechendes dazu publiziert wurde, mag an dem öffentlichen Druck liegen, dem sich die privaten Krankenversicherer durch die geplante Gesundheits-Reform in punkto bezahlbarer Tarife ausgesetzt sehen.
Die Diskussion um die „Privatisierung“ des Krankengeldes und der Zahnersatz-Kosten setzen andere Info-Schwerpunkte.
Handlungsbedarf ist angesagt
Für die PKV-Sterbetafel 2004 ist trotzdem Handlungsbedarf angesagt. Die Krankenversicherer sind gehalten, sie sowohl für den Bestand als auch für den Neuzugang ihrer Verträge unverzüglich einzuführen und damit die zuletzt im Jahr 2000 entwickelte PKV-Sterbetafel 2001 zu ersetzen.
Die bisherige Sterbetafel beruhte auf Todesfall-Statistiken aus den Jahren 1992 bis 1998 mit einer Prognose bis zum Jahr 2005. Der PKV-Verband hatte inzwischen bei einer Überprüfung mit aktuellen Zahlen der Jahre 1992 bis 2001 festgestellt, dass sie nicht mehr als ausreichend sicher anzusehen sei.
Lebenserwartung steigt weiter
Denn: In den letzten Jahren hat sich der Anstieg der Lebenserwartung privat Krankenversicherter fortgesetzt.
Die Tafel 2004 wurde – wie bei ihren Vorgängerinnen auch – um einen sogenannten Trendfaktor fortgeschrieben, so dass sie für die nächsten (vermutlich fünf) Jahre als ausreichend sicher für die Kalkulation von Prämien und Alterungs-Rückstellungen in der PKV gilt.
Unterschiede der Geschlechter
Peter Schramm weist auf die unterschiedlichen Ergebnisse für Männer und Frauen sowie für die verschiedenen Altersgruppen hin, die Wesen aller Sterbetafeln seien.
· Nach neustem Stand (Sterbetafel 2004) wird ein heute 40jähriger Mann statistisch 83,7 Jahre alt. Nach der PKV-Sterbetafel 2001 würde sein Leben 2,1 Jahre früher enden.
· Für heute 40jährige Frauen verlängert sich die Lebenserwartung um 1,3 auf 87,3 Jahre.
Wie alt werden Neugeborene?
Die Lebenserwartung Neugeborener liegt nach der PKV-Sterbetafel 2004 bei 86,8 Jahren für Frauen bzw. 83,0 Jahren für Männer; nach der PKV-Sterbetafel 2001 lag sie noch bei 85,5 bzw. 80,8 Jahren.
Die neueste Steigerung der Lebenserwartung liegt über der ab dem Jahr 2000 erfolgten Umstellung von der 1995 eingeführten PKV-Sterbetafel 2000 auf die PKV-Sterbetafel 2001.
Privatversicherte leben länger
Die neuen Zahlen verwirren, stellen aber einen zeitnahen Fokus auf die Lebenserwartung und Bevölkerungs-Sterblichkeit in einer Zeit dar, in der der medizinische Fortschritt nahezu täglich neue lebenserhaltende und lebensverlängernde Methoden und Medikamente hervorbringt.
Wie von Peter Schramm dazu zu erfahren ist, leben hierzulande Privatversicherte, die den medizinischen Fortschritt leichter beanspruchen können, ohnehin länger.
Alte Anpassung noch nicht abgeschlossen
Für die Unternehmen im PKV-Verband reagieren auf den Anstieg der Lebenserwartung mit einer neuen Kalkulations-Runde, deren Ergebnis für einige Gesellschaften teurer wird als für andere.
Weil nämlich die Bundesaufsichtsbehörde die Einführung der PKV-Sterbetafel 2001 und damit verbundene Beitragsanpassung stufenweise bis zum Jahr 2005 gewährt hatte, sind noch nicht alle Krankenversicherer mit ihren Anpassungen durch.
Anpassung in einem Schritt
Die jetzt aktuelle Sterbetafel 2004 soll aber unverzüglich und in einem Schritt zur Berechnungs-Grundlage werden.
Was das in Beitrags-Höhe für die Versicherten ausmacht, kann – so Schramm – im Detail nur gemutmaßt werden.
Eine mögliche Richtschnur
Allenfalls Beispiele vorausgegangener Beitrags-Anpassungen aufgrund einer neuen Sterbetafel böten hier eine Richtschnur.
Die Rechnung berücksichtige die von der BaFin zuletzt veröffentlichten Wahrscheinlichkeits-Tafeln „für den Verlauf der altersabhängigen Schäden und des bei der Kalkulation beitragsmindernd zu berücksichtigenden vorzeitigen Abgangs durch Stornos“.
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So teuer könnte es werden
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Vorbehaltlich, dass alle anderen Berechnungs-Grundlagen unverändert blieben, gibt Peter Schramm eine Größenordnung an, in der sich die zusätzliche Erhöhungen nur aus der Aktualisierung der Sterbetafel für einen Ambulant-Tarif mit ca. 325 bzw. 1.600 Euro Selbstbehalt ableiten lässt.
Danach steigen für Männer die Neuzugangs-Beiträge bei 30-Jährigen um 2,9 Prozent (bei 325 Euro Selbstbehalt) bzw. 4,5 Prozent (bei 1.600 Euro Selbstbehalt). Bei Frauen betrage die Steigerung nur 0,7 Prozent (niedriger Selbstbehalt) bzw. 1,3 Prozent (hoher Selbstbehalt).
Aber - so erläutert Schramm: Beitragsanpassungen fallen stärker aus.
Für 40jährige Männer, die bereits 10 Jahre versichert sind – und somit den Neuzugangs-Beitrag zum Eintrittsalter 30 zahlen - betragen die zusätzlichen Beitrags-Anpassungen ausschließlich infolge der Sterbetafel-Aktualisierung ca. 5,5 Prozent bzw. 8,5 Prozent je nach Selbstbehalt-Stufe, bei Frauen immerhin noch 1,4 Prozent bzw. 2,6 Prozent.
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Belastung auch durch zurückgehende Stornos
Der Anstieg der Versicherungs-Leistungen sowie mögliche weiter zurückgehende Storno-Wahrscheinlichkeiten sind – laut Schramm - von den Berechnungen noch nicht erfasst und tragen damit bei anstehenden Beitrags-Anpassungen zusätzlich zu Erhöhungen bei.
Angesichts gestiegener Leistungen von 15,22 (2001: 14,42) Milliarden Euro, die insgesamt in der Branche letztes Jahr an die Versicherten ausbezahlt wurden, ist nahezu durchweg mit Beitrags-Erhöhungen zu rechnen.
Quelle: Versicherungs-Journal








