| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
senorrossi Newbie
Anmeldungsdatum: 13.04.2006 Beiträge: 1
|
Verfasst am: 13.Apr 2006 20:16 Titel: unrechtmäßige Forderung - Lieferant droht mit Kosovo Inkasso |
|
|
Ich habe vor einigen Wochen eine Dienstleistung für eine eilige Fracht eingekauft. Haben einige Angebot eingeholt und wie es wohl häufiger passiert für den kostengünstigsten entschieden. Die Leistung wurde uns telefonisch mit ca 600 € angeboten und sollte uns worum wir auch schriftlich gebeten hatten, ebenfalls schriftlich bestätigt werden. Kam aber nie. Letztlich waren die Pakete ein wenig schwerer als angenommen und ein Preis von max 1000 € netto wäre sicherlich gerechtfertigt - Lieferant hat uns aber jetzt knapp 3000 € in Rechnung gestellt mit der Begründung, daß er es ja auf einmal im Express schicken mußte und auch nicht mehr mit dem eigenen Paketdienst sondern mit einem anderen, die ihm ja schließlich ebenfalls eine Rechnung über 3000€ geschickt hätten. Haken an der ganzen Geschichte - er hat uns nicht darüber informiert, sondern eigenmächtig gehandelt. Zu diesen Bedingungen hätten wir den Auftrag nie an ihn vergeben. Aber genug zum Hintergrund. Der legale Aspekt ist von unserer Seite her abgesichert. Wir haben Einspruch gegen die Rechnung eingelegt. Der Lieferant läßt sich allerdings auf keine sachliche Diskussion ein und ihm scheint das Geld äußerst knapp zu sein. Deswegen haben wir mit eindeutigem Hinweis darauf, daß wir die Rechnung so nicht akzeptieren vorab schon einmal Geld überwiesen, damit die vereinbarte Summe bezahlt und ihm so schon einmal weitergeholfen ist, bis wir zu einem erfolgreichen Dialog mit ihm kommen. Mit allem drum und dran (es waren mehrere Lieferungen, die über ihn abgewickelt wurden) will er jetzt allerdings immer noch 2800 € haben - nicht der größte Streitwert aller Zeiten aber sicherlich Geld. 2005 war für uns ein schwieriges Jahr und wir sind gerade dabei wieder auf gesunde Füße zu kommen, haben deswegen aber selbst nichts zu verschenken.
Lange Rede, kurzer Sinn - besagter Lieferant will immer noch 2800 € von uns. Erst waren es Drohungen per SMS, per Fax und Telefon. Einiges davon auf Geschäftspapier und Handschriftlich, Spruch auf AB. "Ich komme morgen vorbei und dann klären wir das. Und ich werde mit meinem Geld nachhause fahren"
Er kam heute zum 2. Mal nicht. Statt dessen gegen 18:00 ein Anruf von jemandem, der von Kosovo Inkasso in Bremen sein wollte. Gebrochenes Deutsch. "Besser ihr bezahlt und ich muß nicht vorbeikommen. Wir haben jetzt die Forderung. Alles ist geprüft. Ihr habt eine Woche. Wenn ich vorbeikommen muß und ich bekomme kein Bargeld... dann nehme ich halt einen von euch mit." Sinngemäß. Hätte auch was sein können wie "dann verschwindet vielleicht einer von euch" Also wie auch immer eine doch massive Bedrohung.
Bis jetzt haben wir stillgehalten und versucht das ganze zwischen ihm und uns zu lösen. Aber langsam wird mir das ein wenig viel. Mir liegt zwar ganz und gar nichts daran, ihm weitere Schwierigkeiten zu machen - er hat glaube ich genug mit drohender Insolvenz und Haus verlieren usw. zu tun, wie wir inzwischen erfahren mußten - aber so langsam scheint der Schritt zur Polizei das einzig richtige zu sein.
Er hat uns ein Ultimatum gestellt bis Anfang nächster Woche und er hoffe, daß wir das richtige tun werden. Sonst täte es ihm leid, er wolle uns ja auch keine Schwierigkeiten machen, aber wir und die Umstände würden ihn ja dazu zwingen.
Jetzt meine Fragen:
1. macht sich für 2800 € wirklich jemand die Finger richtig schmutzig im Extreminkasso Bereich? Muß ich mir ernsthafte Sorgen machen um Leib und Leben?
2. Was kann die Polizei oder sonstige Institutionen helfen? Habe schon mit Polizei telefoniert aber noch keine Anzeige erstattet.
3. Was habe ich für Möglichkeiten, wenn die Bedrohung durch Kosovo Inkasso wirklich ernst zu nehmen ist? Unter Vorbehalt zahlen und dann die Anzeige hinterher? 24/7 Polizeischutz ist sicherlich nicht drin - dazu bin ich wohl noch nicht Bundespräsident genug.
Jau, Danke fürs Lesen und auch für Rat und trotzdem oder gerade deswegen: schöne Ostereier.
senorrossi |
|
| Nach oben |
|
|
bellray Newbie
Anmeldungsdatum: 11.03.2006 Beiträge: 6
|
Verfasst am: 13.Apr 2006 21:46 Titel: |
|
|
Sie haben doch sicherlich eine Rechtsschutzversicherung. Warum gehen Sie nicht einfach zu Ihrem bzw. einem Anwalt?
Der Rechtsanwalt wird Sie beraten und wird Ihnen sagen wie Sie sich verhalten sollten.
Warum sollten Sie Angst um Ihr Leben haben? Wegen Kosovo Inkasso?
Außer Drohungen werden DIE warscheinlich eh nichts unternehmen!
Die werden warscheinlich nicht das Problem sein.
Stellen Sie einfach eine Strafanzeige gegen den Betreiber von Kosovo Inkasso! (Bedrohung, Morddrohung) und somit hat sich dieser Teil auch erledigt.
Der Betreiber hat Ihnen schriftlich einen Kostenvoranschlag zugesendet. Letztendlich kam aber eine andere Summe bei raus und zwar mit gewaltigem Unterschied. Somit sind Sie im Recht!
Was ich nicht verstehe, warum sind Sie nicht einfach DIREKT nach der ersten Forderung zum Anwalt gegangen? So hätten Sie auch keine Probleme mit Kosovo Inkasso.
Gruß |
|
| Nach oben |
|
|
striker2005 Newbie
Anmeldungsdatum: 08.11.2005 Beiträge: 36
|
Verfasst am: 16.Apr 2006 18:46 Titel: |
|
|
cool bleiben
denn...
auf den Inkassokosten bleibt der gläubiger auf jeden fall sitzen
Diese gelten vor gericht als nicht erstattungsfähig.
Einschreiben
Den Gläubiger (nachweisbar) unter androhung einer anzeige auffordern diesbezügliche drohungen zu unterlassen
gruß
striker |
|
| Nach oben |
|
|
fetchman Newbie
Anmeldungsdatum: 12.03.2006 Beiträge: 36 Wohnort: Taiwan
|
Verfasst am: 19.Jun 2006 11:21 Titel: Alt bekannte Methoden |
|
|
Guter Tip, lassen Sie es auf einen Prozess ankommen.
Nachdem was Sie geschildert haben und aus meiner Erfahrung heraus, haben solche Unternehmer meistens garnicht das Geld, sich auf einen Prozess einzulassen. Damit verschwinden die Forderungen von denen ganz alleine.
Zahlen Sie den Vereinbarten Betrag, solange die Ware ordnungsgemäß geliefert wurde, und verweigern Sie die weiteren Zahlungen.
Wenn der ausführende Unternehmer eigenmächtig gehandelt hat und dies ist nachweisbar, so muss er auch dafür aufkommen, ausser Sie hätten der höheren Kosten zugestimmt.
Diese Drohungen, ich komme hole mein Geld in bar, oder ich nehme was mit......damit macht er sich strafbar.
Ein Gläubiger hat nicht das Recht einfach was zu fänden oder mit zunehmen.
Einfache vorgehens weise. Hausverbot erteilen, das sie sich genötigt fühlen und um Ihre Sicherheit besorgt sind. Und gleichzeitig Anzeige erstattet wegen Nötigung.
Sollte vielleicht dochmal so ein Kosovo oder Russisch Inkasso vorbei kommen und diese netten Drohungen ausstossen, dann die Polizei rufen und Anzeige erstatten. Nach neusten Urteilen sind diese Russich Inkasso Sachen nicht mehr so legal und erfüllen den Tatbestand der vorsätzlichen Nötigung und werden von deutschen Gerichten auch hart bestraft.
Es gibt auch einen Ombudsmann, im Speditionsgewerbe. Infos hierüber kann man bei jeder örtlichen IHK erfahren. Diese können auch aussergerichtliche Vergleiche vermitteln und anstreben.
Nein ich bin kein Rechtsanwalt, und dies sind nur Empfehlungenund Kenntnisse aus meiner 20 jährigen Selbstständigkeit. |
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|