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Firmenbestatter und GmbH-Entsorger

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Balduin
Specialist


Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 219
Wohnort: sachsen

BeitragVerfasst am: 9.Jan 2004 9:36    Titel: Firmenbestatter und GmbH-Entsorger Antworten mit Zitat

Die Zahl unseriöser Übernahmeangebote ist in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Die Konjunktur blüht – für angebliche Firmensanierer und Firmenbestatter. Die Verheißungen der selbsternannten Firmensanierer versprechen Befreiung von allen finan-ziellen Sorgen und jeglicher Geschäftsführung. Tatsächlich aber stoßen diese fiesen Gauner ihre Klientel direkt in den Ruin – und gegen eine horrende Zahlung. Strafrechtlich verantwortlich sind und bleiben jedoch meist die ehemaligen Gesellschafter oder Geschäftsführer der „sanierten“ oder „entsorgten“ Gesellschaften.

„Firmenbestatter“ und „GmbH-Entsorger“, Plattmacher oder „GmbH-Bestatter“ gibt es seit vielen Jahren in Deutschland. Genauso wie angebliche „Kreditvermittler“ mit arabischen Scheichs locken und nach Vorkasse auf Nimmerwiedersehen verschwinden, nutzen „Firmenbestatter“ die Gutgläubigkeit von finanziell bedrängten Geschäftsführern aus, machen unhaltbare Versprechungen, kassieren schnell einige Tausender und verschwinden dann wieder von der Bildfläche.

Um das Unwesen der Firmenbestatter und des „Konkurs-Tourismus“ (Sitzverlegung inner-halb Deutschlands, um dem Gerichtsvollzieher möglichst lange zu entgehen) zu bekämpfen, hat das Landeskriminalamt Berlin (LKA) in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt unter der Leitung des Chefermittlers Jörg Dessin eine Ermittlungsgruppe „Platt“ gegründet, die bundesweit mit anderen Landeskriminalämtern zusammenarbeitet. Leider setzen die Ermittlungen immer erst dann ein, „wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen“ ist und bisher erfolgreiche Geschäftsführer einen nicht mehr zu behebenden Schaden erlitten haben.

Denn durch die illegalen Praktiken der Firmenbestatter kommen deutsche Geschäftsführer in nahezu ausweglose berufliche Situationen, die munden in der Abgabe der eides-stattlichen Versicherung, der Durchgriffshaftung, dem Verlust des persönlichen Vermögens, einem Gewerbeverbot etc. – von den Vernehmungen bei Kripo, Staatsanwaltschaft und langwierigen und kostenaufwendigen Gerichtsprozessen erst gar nicht zu reden. Die berufliche Existenz und die private Zukunft von Geschäftsführer und ihren Familien werden durch die illegalen Praktiken der Firmenbestatter vernichtet. Nicht selten enden bedauerns-werte Geschäftsführer als Sozialhilfe-Empfänger.

Diese Situation hat sich jetzt noch verschärft. Denn bei vielen ehemaligen Vermittlern von sogenannten „steuerbegünstigten Kapitalanlagen“ ist der finanzielle Notstand ausgebrochen. Hochbesteuerte Bundesbürger rissen diesen Vermittlern in den vergangenen Jahren nahezu alles aus den Händen, was mit hohen Steuervorteilen garniert war. Jahrelang „kaufte man Steuervorteile“, egal welche Risiko-Anlage sich dahinter verbarg. Nun aber hat die rot/grüne Regierung die Steuervorteile auf bisher beliebte Sektoren ganz entscheidend gekappt – und bei zahlreichen Vermittlern läuft nichts mehr – sie sind arbeitslos. Und was für die meisten noch schlimmer ist, sie sind ohne finanzielle Einnahmen.

Man muss also dringend neue Geldquellen erschließen, und viele dieser Damen und Herren entdecken die illegale GmbH-Entsorgung als lukrative Einnahmequelle. Sie werden GmbH-Entsorger, werben in zahlreichen Zeitungsanzeigen für ihre „diskreten und seriösen Dienste“ und stürzen sich dann mit Eloquenz und Vehemenz auf GmbH- und AG-Geschäftsführer, die in finanzielle Bedrängnis geraten sind. Dabei kommt diesen Firmen-bestattern eine besondere Entwicklung zu Hilfe: Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Abschwung. Die Zahlungsmoral vieler privater Schuldner verschlechtert sich dramatisch – auch die Zahlungsmoral von Bund, Ländern und Kommunen.

Als Folge geraten immer mehr Gesellschaften (GmbH/AG) an den Rand des Ruins, haben hohe finanzielle Verluste und steuerliche Verlustvorträge. Geschäftsführer – besonders geschäftsführende Gesellschafter – kämpfen bis zuletzt um das finanzielle Überleben ihrer Gesellschaft. Und wenn es dann fast zu spät ist, wenn der Konkurs bzw. die Insolvenz mit persönlicher Durchgriffshaftung kaum noch abwendbar erscheint, möchte man die Gesell-schaft lieber heute als morgen los sein. Anstatt sich an einen seriösen Fachmann für Insolvenzrecht zu wenden (Bsp.: Rechtsanwalt Dr. Peter Fissenewert von der Kanzlei Seufert Rechtsanwälte und Notare, Rankestr. 34, 10789 Berlin, Tel.: 030/8800970).

Firmensanierer oder der Königsweg aus der Krise

Wer vor dem Abgrund einer Insolvenz steht, der greift nach jedem Strohhalm, für den sind Anzeigen in den sogenannten Glücksritterrubriken ein Streif am Horizont. Die Anzeigentexte unterscheiden sich kaum: „GmbH-Risiko – wir helfen, kaufen und sanieren Ihre Firma, auch bei drohender Krise“. Auf diese Anzeigen reagieren meist Gesellschafter oder Geschäftsführer von Gesellschaften mit einem eigenen Haftungsrisiko, wie es etwa bei einer insolventen GmbH der Fall ist. Wenn Geschäftsführer Kontakt zu den Sanierern aufnehmen, haben die Banken meist bereits den Geldhahn zugedreht.

Die Geschäfts laufen schlecht, das wissen die Hilfesuchenden selbst. Vor dem ersten Beratungsgespräch leben sie in dem Bewusstsein, dass sie eigentlich schon tot sind und niemand mehr ihnen helfen kann. Vor diesem Hintergrund erklärt sich, dass Geschäftsführer auf die verlockenden Angebote eingehen. Sie glauben es einfach zu gerne, dass jemand den Königsweg gefunden hat, der sie jeglicher Verantwortung für eigene Haftung offener Rechnungen und Gesellschaftsschulden entbindet.

Zahlungsschwierigkeiten können nämlich schnell die Schwelle der Insolvenz erreichen: Wer befürchtet, in absehbarer Zeit seinen Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen zu können, muss binnen drei Wochen einen Antrag beim Insolvenzgericht stellen. Sonst drohen ihm bereits strafrechtliche Konsequenzen. Doch der vermeintliche Königsweg kostet eine erkleckliche Summe. Im ersten Schritt sind es zehn bis zwanzigtausend Euro, die berappt werden müssen. Was verwundert, denn leere Kassen sind der Anlass des Hilferufs.

Offenbar gibt es aber immer noch eine Möglichkeit, die letzten Reserven zu aktivieren. Wem das Insolvenzstrafrecht droht, der benötigt Bargeld in der Hand. Diese Menschen mobilisieren jedoch alles, ziehen sich bis auf das letzte Hand aus und sind auch bereit, Haus und Hof zu verkaufen. Leider entpuppt sich der vermeintliche Königsweg sehr bald als teurer Holzweg. Schnell stellt sich heraus, dass der versprochene Verkauf in diesem speziellen Fall nicht funktionierte, obwohl selbstverständlich alle nationalen und internationalen Kontakte nachgefragt worden seien.

Aber auch für diesen Fall haben die Sanierer eine Lösung parat:
Sie präsentieren einen Käufer, der die Firma demnächst – in der Regel im Ausland – zum Erlöschen bringen soll. Kostenpunkt der Bemühungen: weitere 10.000 bis 20.000 Euro. Am Ende des munteren Schuldnersuchspiels gibt es nur einen Gewinner – dafür aber gleich mehrere Verlierer:
Zum einen die Gläubiger, die der dubiosen Geschäftemacher nicht habhaft werden, weil diese inzwischen unter anderem Namen firmieren oder ihren eigenen Rat befolgend den Wohnsitz ins Ausland verlegt haben und die finanziellen Mittel der Gesellschaft. Denn diese dürften nach dem Sanierungsabenteuer ohnehin endgültig verpulvert sein.

Zum anderen steht in der Regel der Geschäftsführer als Initiator der Aktion vor einem Scherbenhaufen. Er haftet nämlich entgegen aller Beteuerungen auch weiterhin für Bankkredite, persönliche Bürgschaften, Steuerschulden und Sozialabgaben, auch wenn er nicht mehr als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen ist. Und er muss sich mittlerweile gegenüber dem Staatsanwalt verantworten. Mit ihm auf der Anklagebank sitzt dann auch meistens noch ein dritter Mann: Es ist der Notar, der den Kaufvertrag besiegelt hat. Denn ihm wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe vor. Sie brauchen nur die Internetseiten der „IGG Interessengemeinschaft geschädigter Geschäftsleute“ anklicken, und Sie erhalten einen Überblick, welche Figuren in Deutschland auf diesem Gebiet ihr Unwesen treiben.
(eine Internetseite konnte nicht gefunden werden, einige Figuren finden Sie aber in diesem Forum - GOMOPA /Anm. Balduin)

Bewährte und erprobte Konzepte?

In Inseraten lesen Sie immer wieder: „Niemals Konkurs im Ausland“ – „Geschäftsführer-wechsel statt Risiko“ – „Wir lösen Ihre GmbH-Probleme mit deutschen Geschäftsführern und nur in Deutschland mit deutscher Anschrift“. Aber genau das geht nicht! Denn genau das führt Sie in das späte Verderben. Es ist in Deutschland nicht möglich, Lücken deutschen GmbH-Rechts zu schützen, dafür ist Deutschland zu perfekt organisiert.
Allein im Rahmen der EU lassen sich heute noch interessante Firmenverkäufe von finanziell schwachen, „konkurs-bedrohten“ Firmen realisieren, soweit dies professionell und rechtlich legal geschieht.

Solche Firmenverkäufe im Rahmen der EU setzen jedoch internationale Steuer- und Rechtskenntnisse voraus und erfordern eine ganz besondere Logistik. Und genau in diesem Umfeld haben sich die Profi-Abzocker in Deutschland etabliert. Sie sitzen in ihren feudal eingerichteten Büros und haben einen kompetenten Rechtsanwalt an ihrer Seite. Dieser ist für Profi-Abzocker lebenswichtig, da sie laufend durch die Kripo überwacht werden, die Telefon-Gespräche werden abgehört, es finden Büro- und Hausdurchsuchungen statt. Aber all das kann einen Profi-Abzocker nicht erschüttern, denn er kooperiert mit den Behörden.

Die Tätergruppe setzt sich meist zusammen aus Notaren, und Vermittler, die derartige Übernahmen professionell betreiben. Beim Notartermin wird dann ein Strohmann präsentiert, der neuer Geschäftsführer, teilweise auch Gesellschafter wird. Offiziell wird diese Firma für 1 Euro verkauft. Tatsächlich muss der alte Geschäftsführer mindestens 10.000 Euro bezahlen, um die Firma los zu werden, in ganz kriminellen Fällen sogar bis zu 50.000 Euro. Den sogenannten Veräußerern (Altgeschäftsführern) sind die zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen (Konkursverschleppung, Bankrottdelikte und Untreue) ihres Handelns vielfach nicht bewusst.

Die Firmenbezeichnungen lauten bis zu „Wirtschaftsberatung“ und „Wirtschaftshilfe“. Nach der telefonischen Kontaktaufnahmen erhält der Verkaufswillige einen Fragebogen, in dem detaillierte Fragen zu dem Unternehmen gestellt werden. Danach stellt der Vermittler Kontakt mit den eigentlichen Firmenaufkäufern her. Sehr schnell kommt das erste Treffen zustande. Hier wird den Verkaufswilligen eröffnet, dass für die Entlastung als Geschäftsführer eine Übernahmegebühr oder Entsorgungsentgelt entrichtet werden muss. Dieser Preis richtet sich nach den Verbindlichkeiten des Unternehmens.

Ist der Verkäufer nicht in der Lage, den Verkaufspreis in bar zu entrichten, wird ein notarielles Schuldanerkenntnis gefertigt, das eine schnelle Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Verkäufers ermöglicht. Amtsgerichte, Polizei und Staatsanwaltschaften oder Wirtschaftsverbände und Handelskammern können mittlerweile an charakteristischen Merkmalen erkennen, ob es sich um ein Ankäufer-Verfahren handelt. Bei den amtsbekannten Übernehmern handelt es z.B. um Arbeitslose, denen für die Übernahme pro GmbH ein zusätzliches Einkommen von 250 Euro versprochen und gezahlt wurde. Teilweise übernehmen sie 20 Firmen pro Woche als Gesellschafter bzw. als Geschäfts-führer.

Die Tricks der Pleite(n)macher

Nach der Übertragung der Geschäftsanteile wird beim Notar eine Gesellschafterversammlung einberufen, in der sich der nunmehr alleinige Gesellschafter zum Geschäftsführer bestellt. Sowohl über die Privatanschrift des Geschäftsführers als auch über den künftigen Sitz des Unternehmens werden gegenüber dem Handelsregister bewusst falsche Angaben gemacht. Das führt dazu, dass sowohl gewöhnliche Postsendungen als auch gerichtliche Titel nicht zugestellt werden können. Nachdem zunächst die Firmen durch natürliche Personen direkt übernommen worden sind, tritt nunmehr die GmbH als Ankäufer auf.

Die gesellschaftsrechtlichen Einzelheiten dieser juristischen Person sind unklar. Zumeist handelt es sich um veräußerte Unternehmen, die zum Zwecke der Ankäufer instrumentalisiert werden. Der Geschäftsführer der GmbH kauft im Namen der GmbH die Geschäftsanteile an der zu veräußernden Firma und bestellt einen weiteren Mitarbeiter der Aufkäufer zum Geschäftsführer. Diese Vorgänge werden weder buchhalterisch noch bilanziell bei der Aufkäufer-GmbH noch bei der verkauften GmbH erfasst. Ein weiteres Anzeichen, dass es sich um Firmenübernahme handelt, ist, wenn notarielle Verträge von bestimmten Notaren beurkundet werden. Diese machen auf Zuruf der Ankäufer entsprechende Termine.

Die Aufkäufer haben vorgefertigte Notarverträge in ihren Computern und füllen diese mach den Informationen der Verkäufer aus. Ist der zeitliche Druck hoch, werden diese vorgefertigten Verträge dem Notar zugefaxt. Da die Firmen zum Teil wie am Fließband übertragen werden, bleibt es nicht aus, dass dem Notar Fehler unterlaufen, die ihm bei ordnungsgemäßer Ausübung seiner Berufspraxis nicht unterlaufen wären. Dem Berufsgrundsatz der Überparteilichkeit fühlen sich diese Notare nicht verpflichtet. Ihrer Auskunfts- und Beratungspflicht kommen sie in den bisher bekannt gewordenen Fällen nicht nach, so dass eine starke wirtschaftliche Abhängigkeit zwischen Aufkäufern und Notaren anzunehmen ist.

Nach der notariellen Beurkundung der Abtretung der Gesellschaftsanteile und der Übergabe des „Entsorgungsgeldes“ wird eine schuldrechtliche Vereinbarung geschlossen. In den ersten notariellen Verträgen ist die Rede davon, dass die schuldrechtliche Vereinbarung mündlich geschlossen wurde. In diesen Fällen wird eine relativ einfache Vereinbarung im Umfang von drei bis vier Seiten genutzt, die einer ausgefeilten Version im Umfang von ca. 20 Seiten weicht, in deren Anhang relevante Strafvorschriften detailliert aufgelistet werden.

Mittlerweile hat die schuldrechtliche Vereinbarung einen solchen Umfang, dass die Altgeschäftsführer, selbst wenn sie rechtlich dazu in der Lage wären, weder den Inhalt würdigen noch die Konsequenzen im Einzelnen nachvollziehen können. Hervorzuheben ist die Besonderheit einer Verschwiegenheitsklausel, in der sich die Vertragsbeteiligten zur Verschwiegenheit gegenüber Dritten verpflichten, insbesondere gegenüber den Strafverfolgungsbehörden. Die schuldrechtliche Vereinbarung enthält detailliert, welche Unterlagen und Anlagengegenstände zu übergeben sind. Am Anlagevermögen haben die Erwerber allerdings meist kein Interesse, so dass dem Altgeschäftsführer „treuhänderisch“ das Anlagevermögen überlassen wird.

Weiterhin wird festgehalten, dass die Firma zum Zwecke der Sanierung bzw. Liquidierung übergeben wird. Neben der schriftlichen Vereinbarung wird mündlich eine zusätzliche Vereinbarung über ein Entsorgungsentgelt geschlossen. Erst nach Zahlung erfolgt die Übertragung des Firmenmantels. Sehr schnell informiert nun der alte Geschäftsführer seine Gläubiger über den Verkauf an den Unternehmer. Als neue Adresse des Unternehmens wird ein Briefkasten angegeben. Da sich die Gläubiger nun zunächst an diese Adresse wenden, gehen ihre Mahnaktivitäten ins Leere.

Die neuen Geschäftsführer beantragen dann häufig die Sitzverlegung des Unternehmens. Diese Sitzverlegung hat zunächst auch den Hintergrund, dass u.a. von Gläubigern gestellte Gesamtvollstreckungsanträge wegen Nichtzuständigkeit kostenpflichtig vom Gericht abgewiesen werden. Bei der Sitzverlegung handelt es sich daher lediglich um ein Scheinmanöver. Die Unterlagen der übernommenen Firmen werden durch die neuen Geschäftsführer übernommen und unsortiert in zentralen Lagern abgekippt. Für den Altgeschäftsführer gibt es keine Möglichkeit mehr, Zugriff auf die Unterlagen zu nehmen. Was von den Verkäufern vergessen wird: Die Vorschrift des § 64 GmbHG ist ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 BGB, da die Verletzung der Konkursantragspflicht Schadenersatzansprüche von Gläubigern begründet.

Aber es gibt andere Möglichkeiten, den Rettungsanker zu werfen, als sich auf windige Helfer einzulassen. Nur die anwaltliche Hilfe ist der richtige Königsweg aus der Krise. Dieser sollte nicht nur das Insolvenzrecht, sondern auch das Strafrecht beherrschen, da in jedem Fall der Beantragung der Insolvenz strafrechtliche Ermittlungen erfolgen.
Ganz besondere Hilfestellungen bieten der BSZ e.V., der IGG (Fax 012125/11705313) sowie der Heidelberger Rechts- und Fachanwalt für Steuerrecht Axel Widmeier von der Kanzlei Widmeier, Otto, Heiming (Bergstr. 55, 69120 Heidelberg, Tel.: 06221/402652). Ansonsten wird man im Internet unter www.fachanwalt-hotline.de fündig.

Quelle: http://www.beamte4u.de/415.html
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Zerti
Specialist


Anmeldungsdatum: 28.11.2003
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 21.Jan 2004 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Als erstes würde ich die Rechtsabteilung bei der zuständigen IHK konsultieren. Die sind hilfsbereit und geben doch so manchen kostenlosen Tip zur Orientierung bevor man den Rechstanwalt einschaltet
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Peter-Gerhards
Newbie


Anmeldungsdatum: 28.07.2003
Beiträge: 38
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 2.März 2004 17:48    Titel: Lösungsmodelle Antworten mit Zitat

Vielen Argumenten und Erklärungen, die oben aufgeführt wurden kann ich nur zustimmen, aber was hilft dies einem in Not geratenem Unternehmen bzw. Unternehmer ?

Gilt es nicht dem Unternehmer zu helfen möglichst fehlerfrei und unbescholten aus dem Problemkreis herauszukommen ?

Es gibt hierzu vielerlei Möglichkeiten zu helfen,
aber ..... es kostet Zeit und Vertrauen und natürlich auch Geld.
Eines ist sicher, je später fachgerechte Massnahmen getroffen werden, umso schwieriger und teurer wird die Problembearbeitung.

Es hilft zwar nicht dem in Not geratenen Unternehmen, aber - ein aktuelles und gutes Controlling und die Auswertung dieser und bei Bedarf mit gezielter Massnahmenergreifung ist immer die günstigste Lösung.
( Hier gibt es Einige, die Ahnung davon haben )

Also, keine Scheu Berater anzusprechen, genau das Problem schildern, sich ein Lösungskonzept darstellen lassen und prüfen !!!!!
Seriöse Berater stellen einem das Konzept vor, begleiten das Projekt und verlangen kein Honorar im voraus ( wollen aber meist die Honorare gesichert sehen - also irgendwo Rücklagen aufbauen ).

Also nur wer die Dinge anpackt, kann diese bewegen !!!

Übrigens, Insolvenz- und Konkursverwalter bewerten Untätigkeit immer negativ !!!
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Peter-Gerhards
Newbie


Anmeldungsdatum: 28.07.2003
Beiträge: 38
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 2.März 2004 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja, anwaltliche Hilfe ist gut, aber es muß ein Erfahrener sein und in der Regel sind beratende Betriebswirte bei der Umsetzung vor Ort von Nöten.
Auch das ist die Erfahrung aus fast 20-jähriger Berufstätigkeit.
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ingomuc
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Anmeldungsdatum: 04.03.2004
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 5.März 2004 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

na, und was kann man nu machen wenn man auf so n scheiss reingefallen ist. ????

Jemand guten rat ?
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letti
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Anmeldungsdatum: 17.02.2003
Beiträge: 169
Wohnort: Sachsen, bei Leipzig

BeitragVerfasst am: 1.Jun 2004 19:04    Titel: ... nicht alle sind Abzocker..hoffe ich.. Antworten mit Zitat

Hai zusammen..

..wie in anderen bereichen schon erwähnt, sind nicht alle Bestatter Abzocker.

.. wenn man selber mittelfristig keine Lösung sieht, bleibt manchmal nur der Weg. Ich bin gerade in einer Inso, .. und würde es nicht wieder machen.. Ich hab getan, was ich konnte.. hab meine Lieferanten und mitarbeiter bezahlt, .. hatte nen neues Geschäftskonzept und war guter Hoffnung .. bis das FA meine Konten pfändetete .. und mir jede Grundlage entzog auf die Beine zu kommen.

Ich werde demnächst wohl eine GmbH kaufen .. für 1,- Euro und nen neustart versuchen. Wenns nicht klappt, .. die Jungs von RA Marabella haben nen recht guten Ruf..

mfg.
letti
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Stephen33
Specialist


Anmeldungsdatum: 31.10.2003
Beiträge: 78
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 14.Jul 2004 20:17    Titel: Saubernänner Antworten mit Zitat

Also ich glaub, hier sind nur noch sogenante "Saubermänner" im Forum. Was ist schon dabei eine Firma "Platt" zu machen. Schließlich ist es meistens nicht nur das Verschulden des Unternehmers, wenn seine Firma den Bach runtergeht, sondern der Staat und seine Beamten sollten sich einmal an die eigene Nase fassen. Dort werden jedes Jahr Milliarden verschwendet und welche Sonderkommision der Kripo kümmert sich um diese Fälle. Ja ja, ich weisss, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus..........

Fazit: Es ist das gute Recht jedes Unternehmers, dass er den Kopf aus der Schlinge zieht, die ihm "Vater Staat" durch unglaubliche Misswirtschaft um den Hals gelegt hat (Steuern, Bürokratie, Beamten-Korruption).

Stephen33
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Schwabenpower
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Anmeldungsdatum: 24.12.2002
Beiträge: 1438
Wohnort: im wilden Süden

BeitragVerfasst am: 14.Jul 2004 20:25    Titel: Einspruch! Antworten mit Zitat

Also das sehen Sie meiner meinung nach zu locker- fast verantwortungslos. Unser Staat gibt uns Rahmenbedingungen vor, die uns bekannt sind. manche werden verändert, andere Parameter angelegt etc und vieles ist uns sicherlich ein Dorn im Auge. Aber sehen wir es mal realistisch: Hier kann man in einem geordneten rahmen wirtschaften. Allerdings braucht man als Firmeninhaber auch ein gerütteltes Maß an Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten etc und läßt die nicht einfach am ausgestreckten Arm verhungern.

Es gab sicherlich und gibt solche Fälle, wo einzelne firmen durch den Staat verschuldet in Not geraten. Aber glauben Sie mir - ich weiß wovon ich spreche - bei der absoluten Mehrzahl von Insolvenzen ist es GRößenwahn, betriebswirtschaftliches Versagen, kein Führungsstil etc. schuld an der Insolvenz und nicht Papa Staat (den ich abgesehen genausowenig mag wie Sie!).
_________________
Auf Regen folgt Sonne!
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letti
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Anmeldungsdatum: 17.02.2003
Beiträge: 169
Wohnort: Sachsen, bei Leipzig

BeitragVerfasst am: 14.Jul 2004 21:08    Titel: .. Antworten mit Zitat

Hallo Schwabe ,

im Prinziop sollte es so sein.

Allerdings ist es leider nicht mehr so ! Ich musste Inso mit meiner GmbH anmelden..obwohl ein Investor in ausicht stand, weil das FA meine Konten gepfändet hat !

So oder so habe ich eine verpflichtung meinen MA gegenüber, die ich auch nicht im Regen stehen lasse. Meine Lieferanten bediene ich ebenfalls, soweit diese Fair waren.

Aber die lieben Banken..können mir den Buckel runter rutschen.. ! ;-((

Die sind mit Ihrer Haltung das hauptübel in D !

mfg.
letti
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Stephen33
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Anmeldungsdatum: 31.10.2003
Beiträge: 78
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 14.Jul 2004 22:06    Titel: Sie haben Recht Antworten mit Zitat

Hallo letti,



ich muss Ihnen uneingeschränkt Recht geben. Wir haben es schon lange nicht mehr mit "Vater Staat" zu tun, der nur das Beste für seine Bürger will, sondern mit einem kriminellen Staatssystem, was dem Dritten Reich in keinster Weise Fern ist (nur eben auf eine andere Art). Der Bürger hat nur noch die Funktion, vom sogenannten"Vater Staat" ausgepresst zu werden, damit die jährlichen Diätenerhöhungen vollzogen werden und unsere Beamten (teil des Unterdrückungssystems) eine ruhige Kugel schieben können.

MfG
Stephen33
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Zerti
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Anmeldungsdatum: 28.11.2003
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 14.Jul 2004 22:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin selbst Unternehmer in mehreren Bereichen (Produzent und Dienstleister) und bin der Auffassung, dass der Unternehmer in den allermeisten Fällen die Ursache selbst für eine erzwungene Insolvenz darstellt.
Keine saubere durchdachte Finanzpolitik, keine Anpassungsfähigkeit bei Marktveränderungen, Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, nicht durchdachte Startegien, viel zuwenig durchgeführte echte Prüfmaßnahmen was die Zahlungsfähigkeit der Auftraggeber angeht, der Größenwahn, viel zu schnelle wachsen usw..... sind oft die Ursachen für die Schieflage.

Es ist gerade zu lächerlich, den Staat oder sonstige Institutionen für das eigene Versagen verantwortlich zu machen.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Natürlich kann auch die Globalisierung Betriebe geradezu im Eiltempo in die Insolvenz führen, weil Märkte komplett wegbrechen oder man nicht mehr konkurrenzfähig produzieren kann.
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Schwabenpower
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Anmeldungsdatum: 24.12.2002
Beiträge: 1438
Wohnort: im wilden Süden

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 7:10    Titel: Leute, Leute Antworten mit Zitat

warum so frustriert? Wenn das Finanzamt die Konten pfändet, ist das doch nicht denen ihre Schuld, sondern sicherlich zunächst mal die Schuld des Steuerschuldners. Bevor Kontengepfändet werden, ergeht 1. ein Steuerbescheid 2.eine Mahnung und 3. eine Vollstreckungsandrohung. Alles in allem dauert das ca. 2-3 Monate. Und wer es da nicht schafft, seine Sachen zu regeln oder mal in einem offenen Gespräch mit dem Finanzamtchef einen Zahlungsaufschub unter Vorstellung eines seriösen und nachvollziehbaren Planes zu erwirken, dem wird zurecht das KOnto gepfändet.

Jammert nicht so! Auch ich bin todunglücklich über viele, viele Dinge, die der Staat mit uns macht. Bei vielen Mitbürgern drängt sich mir jedoch der Eindruck auf, also ob der Staat als Sündenbock für eigene Fehler herhalten soll. Glaubt Ihr etwa im ernst, es gibt andere Länder, in denen weniger Bürokratie, so viel Rechtssicherheit wie in D etc . herrscht? Da fabulieren einige von den Ostblockstaaten (o.k., die Steuern sind niedriger als in D, aber habt ihr dort schon mal eine Firma gegründet?) Eine wahre Odysee. Da ist der deutsche Bürokratismus ein Zuckerschlecken dagegen! Und nur so am rande: Im Ostblock habe ich Erfahrungen, trotz aller Widrigkeiten positive!!!!

Aber bitte: Verdammt nicht unser Staatsgebilde, das vom Prinzip her richtig und gut ist.Es gibt sicherlich viele Auswüchse und Probleme, unbestritten. Für das Scheitern vieler Firmen dürfte er aber wirklich nicht verantwortlich sein....
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Anmeldungsdatum: 17.02.2003
Beiträge: 169
Wohnort: Sachsen, bei Leipzig

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 7:51    Titel: .. Antworten mit Zitat

Hallo,

.. ist schon korrekt, an meiner Pleite habe ich mit sicherheit den größten Anteil, ( zu blauäugige Planung, zu späte korrekturen ).

Allerdings ist es in unserer heutigen Wirtschaft fast unmöglich wieder auf die Beine zu kommen. Was nutzen mir Fördergelder an Mass, wenn ich diese nur mit einer finanzierenden Hausbank bekomme ?

Im Bereich Handel finanziert heute keine Bank auch nur ein Regal, geschweige denn ein Warenlagen. Völlig egal ob das Konzept gut ist oder nicht. Wer heute liquiditätsprobleme hat, dem bleibt bald nur noch der Firmenbestatter, damit er wenigstens sein Privatvermögen retten kann um eventuell einen Neuanfang zu versuchen.

mfg.
letti
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Schwabenpower
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Anmeldungsdatum: 24.12.2002
Beiträge: 1438
Wohnort: im wilden Süden

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 9:10    Titel: @letti Antworten mit Zitat

wenn die Banken heute nichts mehr im Handel finanzieren, sollte Dir das doch zu denken geben. Der Handel macht derzeit einen riesigen Strukturwandel durch, und da werden die Kleinen nur wenige von überleben. Die ohne Eigenkapital etc. erst recht nicht, denn die Großen machen die alle platt.

Vielelicht sollte man diese restrikte Nichtdarlehensvergabe im Bereich Handel auch mal so rum sehen: Die Bank sagt: Unserer Auffassung nach liegt hier keine profitträchtige Zukunft (einzelne schaffen es natürlich immer, aber bist Du gerade der Glückliche?). Also: dann frage Dich lieber, was Du sonst noch machen könntest als in einer Haifischbranche versuchen, irgendwelche revolutionären Konzepte durchzusetzen, wo sich gerade der Markt permanent selbst revolutioniert. Bündele Deine Kräfte auf eine andere Branche!!!!.
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Stephen33
Specialist


Anmeldungsdatum: 31.10.2003
Beiträge: 78
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 20:41    Titel: Deutschlands Zukunft Antworten mit Zitat

Hallo und guten Tag,



ich sehe, es gibt immer noch genug, die an unsere Regierung und dieses System glauben...

Erst Schröder, der uns in der gesamten Welt blamiert hat, da er sich schützend vor Saddam gestellt hat.... Jetzt drohen Massenentlassungen bei Siemens und Daimler Chrysler, dann Hartz 4, dass millionen Menschen in die Armut treibt...

Tja, dann wird es im Jahr 2005 ein böses Erwachen geben. Deutschlands Zukunft ( ähnlich 1925 ). Deutschland ist Pleite und keiner merkt es...

Siehe Bericht:

http://de.news.yahoo.com/040715/12/4495v.html


Stephen33
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SteuerMeyer
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Anmeldungsdatum: 29.05.2004
Beiträge: 3
Wohnort: Glarus

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 21:10    Titel: Flucht aus Deutschland Antworten mit Zitat

Der kluge Mann baut vor und geht rechtzeitig in die Schweiz.
Ich habe meine Familie mit folgenden Argumenten überzeugen
können.

"Die Juden, die rechtzeitig Deutschland verlassen haben, konnten
ihr Vermögen und ihr Leben retten.
Diejenigen, die zu lange gewartet haben, haben ihr Vermögen
verloren und wurden von deutschen Staat umgebracht."

Ich gehe zwar davon aus, dass man heutzutage nicht mehr physisch
vom deutschen Staat umgebracht wird. Bei der wirtschaftlichen
Betrachtung habe ich jedoch so meine Zweifel.
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Stephen33
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Anmeldungsdatum: 31.10.2003
Beiträge: 78
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 22:23    Titel: Re: Flucht aus Deutschland Antworten mit Zitat

SteuerMeyer hat folgendes geschrieben::
Der kluge Mann baut vor und geht rechtzeitig in die Schweiz.
Ich habe meine Familie mit folgenden Argumenten überzeugen
können.


wie schön, wusste ich doch, dass ich Klug bin...........

Meine Empfehlung: Vertraue nie einem Staat und seinen Politikern. Die lächerlichen Parolen, wie "Der Aufschwung kommt" usw. sind nur für Leichtgläubige. Solange die Regierung und dessen Staatsapparrat nicht grundlegend "Entschlackt" werden, ist keine Änderung unserer Lage in sicht. Das Hauptübel ist der riesige Beamtenapparat, der noch nicht begriffen hat, das er ein Dienstleister für den Bürger ist, nicht umgekehrt. 80% aller Beamten sind sowieso überflüssig und verhindern wichtige Reformen.

Wie Deutschland von dem riesigen Schuldenberg herunterkommen will, bleibt mir dennoch ein Rätsel. Keine Rohstoffe, viel zu hohe Arbeitskosten, viel zu viel Bürokratie...

Wir steuern auf eine katastrophale Krise zu. Ich weiss, dass wollen bis heute nur wenige hören, da sie sich daran gewöhnt haben, das jede kleine Krise in den letzten 59 Jahren irgendwie gemeistert wurde, aber diesmal ist die Lage entscheident anders...


Stephen33
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jonathan33
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 12.02.2004
Beiträge: 269

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

@Stephen33

Jetzt machen Sie sich mal nicht in die Hose....

... so schlimm ist es gar nicht.

Nur weil es mal nicht aufwärts geht brauchen Sie nicht gleich den Kopf in den Sand stecken.

Im Vergleich zu anderen Ländern leben wir in einem unvergleichbarem Wohlstand.

Es gibt Länder, die leider unter ständiger Inflation, Hunger- und Wetterkatastrophen, immens hohen Staatsverschuldungsquoten und vieles mehr.

Wenn von denen jemand Ihre Beiträge liest, was soll der denn denken.

Das Sie ein Waschlappen oder eine Prinzessin auf der Erbse sind.

Also wirklich zeigen Sie mal ein bisschen Anstand und kneifen Ihre Po-Backen zusammen.

Meckern bringt da gar nichts. Und damit meine ich alle, die hier immer wieder seitenlange Texte schreiben, und immer nur meckern,meckern,meckern... wenn Sie soviel Zeit zum meckern haben, dann kann es Ihnen gar nicht schlecht genug gehen.

Die meißten Menschen wissen es gar nicht mehr zu schätzen welche Qualität unser Leben hier hat.

Sicherlich, es gibt auch bessere Länder, aber denen ging es auch schon schlechter.
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Schwabenpower
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 24.12.2002
Beiträge: 1438
Wohnort: im wilden Süden

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 23:12    Titel: Also Antworten mit Zitat

alle meine Vorschreiber sprechen zurecht Mißstände an. Aber Jonathan muß ich besonders recht geben: Lehnt Euch mal zurück und denkt mal scharf nach: Bei uns verhungert keiner, jeder hat ein dach überm Kopf, mindestens ein Auto, ein fernseher, Ein DVD, eine Stereoanlage, viele schaffen es (je nach Geldbeutel 1,2,3mal) im Jahr ins Urlaub, Handy gehört ohnehin zur Grundausstattung, Krankenversicherung, Krankenhäuser funktionieren , Straßen sind soweit o.k.,etc.

Fahrt mal nur 1.000 Kilometer weit weg von unserem schönen Ländle in den Osten udn vergleiche mal. ganz zu schweigen von Regionen im tiefen Osten oder in Afrika.....

Aber: Auch stephen33 hat recht: Wir steuern voll in den Abgrund. Schade, daß das eigentlich viele erst heute erkennen, das ganze Dilemma war allerdings schon vor 15 Jahren erkennbar.... Und recht hat er: Die Politiker haben nichts gemacht bzw. zuwenig. Die Rahmenbedingungen für Arbeitgeber etc haben sich massiv verschlechtert, da zieht es die Produktion ins Ausland, Steuerlast zu kompliziert zu ermitteln (nicht mal unbedingt zu hoch, soondern das ganze Prozedere ist so schlimm)...

But what`s going on? Nichts wird sich ändern, außer daß alles kräftig zusammengestutzt werden wird. Für viele wird das bitter und hart....

Aber trotz allem: Nach wie vor leben wir hier auf höchstem Standard!
_________________
Auf Regen folgt Sonne!
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Stephen33
Specialist


Anmeldungsdatum: 31.10.2003
Beiträge: 78
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 15.Jul 2004 23:29    Titel: Jetzt machen Sie sich mal nicht in die Hose.... Antworten mit Zitat

@jonathan33

genau das ist es, was ich meine. Die meisten Leute haben den Ernst der Lage noch gar nicht erkannt.

Machen Sie sich nur Lustig, wer zu letzt lacht lacht am besten. Manchmal denke ich, in Deutschland laufen nur noch Leute mit "Scheuklappen" herum. Das erinnert mich immer an das Deutschland um 1933. Wahrscheinlich ist es ein Massenpsychologisches Problem.

Was den sogenannten Wohlstand (Zweitwagen, Haus usw. )raten Sie einmal wem 80% dieser Güter in Wirklichkeit gehören...Fängt mit B an...

Stephen33
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