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Geschäftsführerliste Juricon

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Anmeldungsdatum: 22.04.2005
Beiträge: 168

BeitragVerfasst am: 7.Dez 2005 15:14    Titel: Geschäftsführerliste Juricon Antworten mit Zitat

Alle Geschäftsführer!

Bernhard Karl Schultz, Hermannstr. 30, 12049 Berlin
Kalrheinz Thierbach, Siriusstr. 4, 12524 Berlin

Marcel Noack, Donaustr. 103, 12043 Berlin

Claus-Dieter Mesic, Bockenblick 16, 28245 Siestedt OT Klinze

Jürgen Neininger, Port Alegre 17, E-17487 Ampuriabrava

Yasah Karabulut, Käthe-Kollwitz-Str. 1, 14532 Klein-Machnow

Jan Sebastian König, Pichelsdorfer Straße 129
Lars Jäger, Am Heidebusch 7, 13627 Berlin

Michael Kaluza, Selliner Str. 41, 01109 Dresden

Jörg Hoffmann – Vojnic, Marmaraweg 44, 12109 Berlin

Holger Hartel, Rosenheimer Str: 11, 10781 Berlin
Lothar Herber, Ansbacher Str. 8, 10787 Berlin

Joachim Klaus Greil * Sollmannweg 13 * 12353 Berlin
Cornelia Gustmann, Kestenzeile 5, 12349 Berlin
Klaus Jürgen Grabow * Barbarossastr. 52 * 10781 Berlin

Ansgar Goldschmidt, Korsörer Str. 23, 10437 Berlin
Uwe Davids, Am Plan 30, 15831 Großbeeren/OT Diedersdorf

Said Buglumar, Wilsnackerstraße 20, 10559 Berlin


Eveline Bloch, Kameruner Straße 39 in 13351 Berlin

Winfried Banse, Am Plan 15, 15831 Großbeeren/OT Diedersdorf
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AGo
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Anmeldungsdatum: 13.12.2005
Beiträge: 1
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: 13.Dez 2005 15:51    Titel: Re: Geschäftsführerliste Juricon Antworten mit Zitat

bitte melden sie sich einmal bei mir. 01777356038. herzlichen dank. goldschmidt
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Anmeldungsdatum: 22.04.2005
Beiträge: 168

BeitragVerfasst am: 13.Dez 2005 16:25    Titel: Geschäftsführerliste Juricon Antworten mit Zitat

Guten Tag Herr Geschäftsführer.
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rabbit
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 21.Apr 2006 10:11    Titel: Geschäftsführer Schultz Antworten mit Zitat

Hallo,

suche mehr Informationen über
Bernhard Karl Schultz, Hermannstr. 30, 12049 Berlin !?

Kennt jemand diesen Herrn Schultz, hat jemand Informationen wie "seriös" Herr Schultz ist?

Danke
Rabbit
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Kaufmann
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 21.Apr 2006 11:42    Titel: Geschäftsführer der Juricon Antworten mit Zitat

Lang - Salida GmbH mutiert zu Juricon GmbH, Berlin! - Insolvenz ...Bernhard Karl Schultz, Hermannstr. 30, 12049 Berlin
Strohmann Geschäftsführer der Juricon und enger Freund von Hoffmann - Voijnic, ebenda Lang Juricon.
www.copa-info.com
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Kaufmann
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 8.Sep 2006 14:05    Titel: Geschäaftsführer Liste Juricon Antworten mit Zitat

Landgericht Berlin zum Urteil gegen Juricon Siegfried Lang,hadelt es sich bei "Sch" um:

Bernhard Karl Schultz, Hermannstr. 30, 12049 Berlin
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Frank
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Anmeldungsdatum: 06.08.2003
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 14.Jan 2007 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Auch ich bin von einer Firmenbestattung durch Said Buglumar betroffen.

HRB 4039-13.Juni 2002: IBV Regiebau GmbH, Richrstr. 13, 54338 Schweich. Liquidator: Said Buglumar,
geboren am 06.Dezember 1977, Berlin. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Rudolf Ewerhardy
ist nicht mehr Geschäftsführer. Liquidator Said Buglumar ist alleinvertretungsberechtigt
und vom Verbot des Selbstkontrahierens befreit.

Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Koblenz (Aktenzeichen 2050 Js 52921/02)
Gegen den ehemaligen Geschäftsführer musste eingestellt werden. Trotz
Hausdurchsuchungen blieben alle Geschäftsunterlagen verschwunden.
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Spiritus Rector
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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1236
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 11.Jul 2007 7:11    Titel: Antworten mit Zitat

Das Handelsblatt schreibt unter dem Titel:

Die Geplündert, verschoben, begraben

Sie sind die Missgeburten vieler Unternehmenskrisen: Firmenbestatter lassen im Auftrag der Eigentümer marode GmbHs verschwinden. Die Dummen sind die Gläubiger.

GERA/STUTTGART. Der Totengräber kam pünktlich. „14 Uhr: Notar!“ stand auf dem Zettel, den ihm sein Boss Herbert Elders rübergeschoben hatte. Dazu eine Adresse im Ruhrgebiet und die Telefonnummer. Also war Karl H. rechtzeitig zur Stelle, setzte beim Notar seine Unterschrift unter die Papiere – und war nach wenigen Minuten Eigentümer und Geschäftsführer einer Pleitefirma. Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal.

600 Euro, mehr ließ der Boss diesmal nicht springen. Aber meckern wollte Karl H. nicht, er war schließlich nur der Strohmann, der tat, was er immer tat in solchen Fällen: „den Spaten rausholen“. Rund drei Wochen später, Anfang 2005, war die von Karl H. übernommene INO-Marketing GmbH aus Dortmund fachgerecht ausgeplündert, verschoben und bestattet. Und mit ihr die Forderungen des Insolvenzverwalters und der Kunden: Ruhet in Frieden, ihr Gläubiger.

Firmenbestatter – in Deutschland betreiben sie ein lukratives Geschäft. Im Auftrag der Eigentümer übernehmen sie marode GmbHs. Sie verlagern den Firmensitz, lassen die Bücher verschwinden, setzen unauffindbare Geschäftsführer ein. Kommen die Gläubiger dahinter, ist es oft zu spät. Rechnungen kommen zurück: „Empfänger unbekannt verzogen“.

Kunden finden die halbseidenen Dienstleister reichlich – trotz Wirtschaftsaufschwungs. Den Boom im Markt der Totengräber wird wohl auch das novellierte GmbH-Gesetz, das Justizministerin Brigitte Zypries derzeit vorbereitet, nicht abwürgen.

Frank Erdt schnaubt. „So läuft das Geschäft.“ Vier Jahre hat der 44-jährige Staatsanwalt aus Gera gegen Herbert Elders ermittelt, rund 700 solcher Firmenbestattungen hat er ihm und seinen Kumpanen nachgewiesen. Wenn der große Blonde, ein Typ wie Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, davon erzählt, wird sein Redefluss ein sprudelnder Quell. Details lässt er ungern weg. Dann spricht er lieber schneller.

Elders „Marbella-Connection“, benannt nach der Residenz der Haupttäter in Südspanien, hat Staatsanwalt Erdt nahezu zerschlagen: „Rund 2 000 Straftaten sind zusammengekommen.“ Die Anklageschrift umfasste 750 Seiten. Erst vor wenigen Tagen wurde Elders, ein 66-jähriger Ex-Handelsschullehrer, der sich als Steuerberater ausgab, zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Ein weiterer Drahtzieher bekam dreieinhalb. Das Verfahren gegen Karl H. läuft noch.

Doch das Gewerbe der Firmenbestatter gleicht der Hydra, gegen die der griechische Sagenheld Herakles antreten musste. Schlug er einen Kopf ab, wuchsen gleich zwei neue nach. „Fragen Sie mal die Kollegen in Berlin“, sagt Erdt, und es klingt resigniert. „Da gibt es mittlerweile einen genauso großen Fall.“

Nicht nur in Berlin. Es geschieht überall in Deutschland – in Gera, Berlin, aber auch in Stuttgart, München oder Köln. Firmenbestatter sind die Missgeburten von Firmenkrisen und die Totengräber der Zahlungsmoral. Wo Unternehmen am Ende sind, sind sie zur Stelle.

Die Zahl der Pleiten hier zu Lande ist unverändert hoch. Im ersten Halbjahr 2006 meldeten 22 207 Unternehmen Insolvenz an. Das sind exakt vier mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich nimmt die Moral im Geschäftsleben ab. Die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit Firmenpleiten ist in den vergangenen Jahren nach oben geschnellt. Laut Bundeskriminalamt gab es anno 2004 14 902 Insolvenzstraftaten in Deutschland – rund 1 000 Fälle mehr als 2003. Und laut Schufa steigt die Zahl derjenigen stetig, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Immer häufiger lautet das Motto: Rette sich, wer kann. Und nach mir die Sintflut.

Auf diesem Nährboden gedeihen sie prächtig, dubiose Helfer mit dem Sinn für Schlupflöcher. Sie tricksen, sie täuschen. Die Dummen sind die Gläubiger, die noch ihr Geld fordern, wenn der Laden längst ausgeschlachtet und abgewickelt ist. „Vor allen mittelgroße Handwerksbetriebe bedienen sich solcher Firmenbestatter“, sagt Michael Pluta.

Aus seiner Kanzlei im 14. Stock eines ovalen Büroturms hat Pluta eine schöne Rundumsicht auf Stuttgart. Hinten die Daimler-Chrysler-Zentrale, vorn im Tal die City. Pluta hat den Überblick – auch im Bestatter-Business. Mitten auf dem ovalen Tisch im Besprechungszimmer steht eine Kiste, randvoll mit Bestatter-Fällen. „Im Jahr bekommen wir mindestens zehn davon“, sagt Pluta.

Er gehört zu den Top-Insolvenzverwaltern in Deutschland, ein kräftiger Mann mit vollem grauem Haar, einer, der Erfolg ausstrahlt, dem man glaubt, dass er zupacken kann. Das muss er als Insolvenzverwalter auch. Kräftig und schnell. Denn die Firmenbestatter werden immer dreister. Je nach Ausgangslage verstehen die sich sogar auf Sonderbestattungen. Wie im Kirgisen-Fall.

Den bekam Michael Pluta im April auf den Tisch. Tatort: eine Stadt im Badischen. Dort hatte Firmenchef Peter K. 400 000 Euro Schulden angehäuft, eigentlich hätte er Insolvenz anmelden müssen. Doch stattdessen teilte er sein Unternehmen einfach auf – „in einen Plus- und einen Minus-Teil“, erzählt Pluta.

Die Verlust-Tochter verkaufte K. für zwei Millionen Euro an eine eben erst gegründete tschechische Firma, Geschäftsführer wurde ein Weißrusse. „Der hatte noch nicht einmal eine Arbeitserlaubnis hier.“ Der Weißrusse verschmolz beide Unternehmen miteinander. Anschließend ließ Peter K. den Kaufpreis abarbeiten, indem er Arbeitsleistungen der neuen Firma mit den Kaufpreisschulden verrechnete.

Als die Gläubiger schon nicht mehr durchblickten, machte K. seinen letzten Zug: Er ersetzte den Weißrussen durch einen Kirgisen. Der ließ über einen tschechischen Anwalt die Bücher der Firma anfordern – und meldete prompt Insolvenz an. Die Geschäftsunterlagen sind seither verschollen, Michael Pluta hat Strafanzeige erstattet. „Das ist bisher der krasseste Fall“, sagt der Insolvenzverwalter. Ausgang offen.

Ob Kirgisien oder Marbella – klar ist: Die Täter kennen sich aus im deutschen Insolvenzdschungel. Und machen sich ihn zu Nutze. Ihr Lieblingsobjekt: zahlungsunfähige oder überschuldete GmbHs. Deren Geschäftsführer müssen eigentlich binnen drei Wochen beim Amtsgericht Insolvenz anmelden. Doch nichts fürchten die Firmenchefs mehr als das. Denn im Insolvenzverfahren muss nicht nur das Unternehmensvermögen dran glauben, auch privaten Werten geht es an den Kragen. Außerdem droht strafrechtliche Verfolgung, wenn sich herausstellt, dass die Insolvenzanmeldung verschleppt wurde.

Firmeninhaber vor dem Ruin versuchen deshalb oft, noch schnell ihr Vermögen verschwinden zu lassen – bevor der Insolvenzverwalter anrückt und mit ihm die Gläubiger. „In solchen Situationen stoßen die Inhaber dann auf so eine Werbung“, sagt Staatsanwalt Frank Erdt.

Zurück nach Gera, zurück zur Marbella-Connection. Erdt zeigt die Kopie einer Annonce. Firmenbestatter Elders und seine Komplizen – darunter war auch ein Anwalt – schalteten solche Anzeigen in renommierten Blättern wie der „Welt“, „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, „Frankfurter Rundschau“ und auch im „Handelsblatt“. „GmbH-Konkurs nicht nötig“, heißt es da oder: „Bringen Sie Ihre Schäfchen ins Trockene.“

Der Staatsanwalt nickt. Sehen Sie, so läuft’s. Es ist heiß in seinem Büro, in wenigen Stunden beginnt in Dortmund das WM-Halbfinale Deutschland gegen Italien. Ein Kollege hat schon das Nationaltrikot an.

Doch Erdt ist im Geiste noch in Spanien. Erst einmal wurden die Alteigentümer beraten, erzählt er. Dafür schickte die Führungsriege um Herbert Elders so genannte „Repräsentanten“ vor, die die Bedingungen der Firmenbestattung ausloteten. Nur um die Verträge kümmerten sich die Bosse noch selbst. War alles geklärt, ging es ab zum Notar. Dort übernahmen Leute wie Karl H. die Firma und wurden Eigentümer und Geschäftsführer.

Strohmänner sind das A und O im Firmenbestatter-Gewerbe. Sie leben meist in Deutschland und halten ihre Adresse geheim oder arbeiten gleich mit falschen Pässen. Als Wohnadressen geben sie Anschriften im Ausland an. Spanien ist sehr beliebt. Sofern sie dort angeblich Büros haben, reduzierte sich das auf ein Postfach.

Oft setzte die Marbella-Bande sogar Obdachlose ein: „Gehen Sie mal in Berlin zum Bahnhof Zoo. Da finden Sie eine Menge Geschäftsführer“, sagt Erdt und lacht. Ein perfekter Trick, um die Gläubiger auszubremsen: Rechnungen oder Mahnungen kommen nicht mehr an. Stellen die Gläubiger ihrerseits Insolvenzanträge für die Pleitefirma, finden Insolvenzverwalter, Steuerprüfer und Polizei nichts – außer Klingelschildern. Auch die Buchführungsunterlagen sind natürlich längst vernichtet.

Für die Alteigentümer ist vor allem das wichtig. Denn ohne Beweise keine Strafverfolgung wegen Insolvenzverschleppung oder Betrug. Die meisten reden sich damit heraus, die Firma doch ganz ordnungsgemäß verkauft zu haben. Und zum Beweis, dass sie auch die Bücher übergeben haben, legen sie ein „Übernahmeprotokoll“ vor – ordentlich quittiert vom unauffindbaren Totengräber.

Firmen zu bestatten ist lukrativ. Pro Unternehmen kassierten die Marbella-Drahtzieher 5 000 bis 10 000 Euro. Bis zu fünf Millionen Euro sollen sie so verdient haben. 30 Prozent gingen an die „Repräsentanten“, Strohmänner erhielten bis zu 1 000 Euro. Und die Notare? Hätten die nicht eigentlich Verdacht schöpfen müssen? Strafverfolger Erdt schweigt beredt. Und sagt dann doch: „Das kann man sich an drei Fingern abzählen.“

Teilweise gehörten zwar auch die Notare zu den Opfern der Marbella-Bande: Ihre eigenen Rechnungen kamen zurück, weil sie die gutgläubig an die Scheinadressen der Bestatter geschickt hatten. Doch die Drahtzieher um Herbert Elders konnten die Juristen besänftigen – wohl auch, weil sie mit Folgeaufträgen winkten. Anzeige erstattete niemand.

Dass die Marbella-Connection sich am Ende selbst begrub, hat sie Jutta S. zu verdanken. Die agile Frau, die zeitweise von Malaga aus bis zu 47 Firmen führte, bekam kalte Füße. Als sie auspackte, bekam Staatsanwalt Erdt endlich die Hintermänner zu fassen. Die beiden Haupttäter hatten sich zwischenzeitlich nach Spanien und Paraguay abgesetzt.

Doch das Übel der Firmenbestatterei ist damit keineswegs ausgerottet. Ein Blick in die Zeitung verheißt nichts Gutes. Neben Werbung für Haarwuchsmittel und Seniorenbetreuung finden sich etwa in der „Welt am Sonntag“ noch immer Annoncen wie: „Pleite? Dann raus aus der Schuldenfalle“ oder „Droht Insolvenzgefahr!!! ... Sofortiger GF- und Gesellschafterwechsel in notarieller Form binnen 24 Stunden möglich.“ Dazu eine Telefonnummer.

Erdt macht das misstrauisch. Berufserfahrung. Vielleicht seien das ja gerade Ausnahmen, aber „in der Regel stecken kriminelle Absichten dahinter“. Unter der Telefonnummer der ersten Anzeige ist jedenfalls nur ein Tuten zu hören: Der Anschluss existiert schon nicht mehr. Bei einer anderen Nummer meldet sich ein zutraulicher Berater. Natürlich könne man bei Straftaten in Deutschland nicht helfen, sagt der. Aber dann, ein Raunzen: „Wenn ich mal was verhunzt habe“ und die Insolvenz „unsichtbar machen will, dann gibt es immer noch den englischen Weg“.

Und dann kommt der Mann am Telefon zur Sache: Auf der britischen Insel werde eine Limited gegründet, eine englische Billig-GmbH. Die übernehme dann die Pleitefirma in Deutschland. Die Limited lasse sich sodann die Geschäftsunterlagen aus Deutschland kommen – und dürfe die Papiere nach englischem Recht sechs Wochen später vernichten. „Das ist völlig legal.“ – Wirklich?

Insolvenzverwalter Michael Pluta lacht. In Deutschland sei das Zur-Seite-Bringen von Geschäftsunterlagen strafbar, in England werde das nicht anders sein: „Das dürfte selbst in Kirgisien gelten.“ Doch sind die Papiere erst einmal weg, das weiß auch Pluta, haben die Strafverfolger viel zu tun. So wie die Berliner Staatsanwaltschaft, die zurzeit die Aktivitäten der in der Hauptstadt ansässigen Juricon GmbH unter die Lupe nimmt. „Gegen die Verantwortlichen des Unternehmens und mit diesen zusammenarbeitende Geschäftsführer“ werde zurzeit ermittelt, heißt es bei der Generalstaatsanwaltschaft Berlin. Es geht – unter anderem – um Insolvenzverschleppung, Untreue sowie Verletzung der Buchführungspflichten. Die Juricon GmbH soll ein Firmenbestatter sein. Die Firma wehrt sich auf ihrer Homepage gegen den Vorwurf illegaler Geschäfte: „Abwickeln“, steht da, „heißt nicht beerdigen.“ Die angedeuteten Dienstleistungen, die Juricon anbietet, klingen jedoch sehr nach den üblichen Firmenbegräbnissen.

Für Polizei und Strafverfolger in Deutschland ist es manchmal auch ein Kampf in der Grauzone. Denn formal sind die Bestellung eines neuen Geschäftsführers und eine Sitzverlegung eines Unternehmens durchaus legal. Wer aber einer insolvenzreifen Firma hilft, im Verborgenen aus dem Leben zu scheiden, der macht sich zumindest der Anstiftung oder Beihilfe strafbar.

Jede Menge Arbeit also, und zwar in der gesamten Republik: Im Berliner Juricon-Fall geht die Staatsanwaltschaft zurzeit von rund 200 illegalen Firmenbestattungen aus. In München wird gegen sechs Männer und eine Frau ermittelt, die 300 Unternehmen beerdigt haben sollen.

Die Kollegen in Köln haben gerade acht Täter aburteilen lassen. Trotz 272 nachgewiesenen Fällen kamen die Bestatter mit Bewährungsstrafen davon. Frustrierend für die Strafverfolger: Sie hatten Ermittlungsakten durcharbeiten müssen, die so umfangreich waren, dass sie in der Tiefgarage gestapelt wurden – und 33 Stellplätze belegten.

In Berlin scheint diese Frustration mittlerweile angekommen zu sein. In ihrem Entwurf zur Novellierung des GmbH-Gesetzes hat Bundesjustizministerin Zypries auch Fallen für Firmenbestatter einbauen lassen. Unter anderem sollen Alteigentümer leichter haftbar gemacht werden können, wenn Unternehmen pleite und deren Geschäftsführer nicht mehr greifbar sind. Insolvenzverwalter Pluta ist trotzdem skeptisch: „Die Täter werden schnell neue Ausweichstrategien entwickeln.“

Geradezu witzig findet Pluta den Plan der Bundesregierung, dass das Handelsregister einen Firmenübergang künftig nur noch dann eintragen darf, wenn der Übernehmer eine zustellungsfähige Anschrift angibt. „Dann hätte man dem Kirgisen eben eine korrekte Anschrift in Deutschland verschafft“, sagt er.

Auch die Marbells Connection hätte das nicht aufgehalten. Karl H. und seine Totengräber-Kollegen besaßen anfänglich sogar noch Adressen in Deutschland. Ihre Post ließen sie sich aber einfach an einen Schein-Wohnsitz in Spanien nachsenden.

Quelle: Teilweise Handelsblatt
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Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.

(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)

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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1236
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BeitragVerfasst am: 11.Jul 2007 7:43    Titel: Antworten mit Zitat

Stellungnahme der Juricon zu dem obigen Bericht:

Zitat:
Freie Mitarbeiter können in der Regel nur dann bestimmte Artikel in Zeitungen platzieren, wenn die Story aufgemotzt, mit negativen Schlagzeilen versehen sind und Personen oder Firmen einer Untat bezichtigt werden können.

Aus der Zahl 1 werden schnell 100 und (falsche) Verdächtigungen müssen nur vorsichtig formuliert sein, dann fällt das ganze unter „freie Meinungsäußerung“, auch wenn nichts stimmt oder frei erfunden ist.

Der Artikel „Geplündert, verschoben, begraben“ im Handelsblatt mit Anspielungen auf Juricon kann als gekonnter PR-Beitrag für die im Ansehen äußerst schlecht beleumundeten Insolvenzverwalter bezeichnet werden. Mag einiges auf unseriöse Machenschaften hinweisen – Juricon hat mit den Genannten nichts zu tun und in 10 Jahren hat noch kein Staatsanwalt jemals den Vorwurf erheben können, Juricon (Salida) habe auch nur eine einzige Firma ausgeplündert.

Das passt natürlich nicht in die reißerische Story des Herrn Jan Keuchel und deshalb phantasiert der Schreiber einiges dazu, wenn es ihm nützlich erscheint, damit sein Artikel einen gewissen Aufmerksamkeitswert hervorruft.

Quelle: Juricon Forum
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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1236
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 11.Jul 2007 8:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ein Fall für den Staatsanwalt

Ermittelt bald der Staatsanwalt gegen Heinz Suhr? Der Ex-Chef des Bonner Presseballs hat offenbar die Berliner Wirtschaftsberatung Juricon bei der Abwicklung der GmbH eingeschaltet. Juricon steht im Verdacht, Vermögen vor den Gläubigern zu retten.

Der Bonner Presseball ist pleite. Der langjährige Boss Heinz Suhr (55) hat sich am 14. Februar als Geschäftsführer aus dem Handelregister streichen lassen.

Die Berliner Wirtschaftsberatung Juricon hat den neuen Geschäftsführer Winfried Banse (65) vermittelt. Banse stellte beim Bonner Amtsgericht prompt einen Insolvenzantrag (EXPRESS berichtete). Erreichbar ist der neue Geschäftsführer nur schlecht: Bei Anruf springt der Anrufbeantworter an, Post vom Gericht kommt als unzustellbar zurück.

Hat sich Heinz Suhr, in den 80ern erster Pressesprecher der neu gegründeten Grünen, mit unseriösen Firmenbestattern eingelassen, um Vermögen aus seiner maroden Firma zu retten?

Fest steht: Unter den Firmenbestattern gibt es schwarze Schafe. Ihre Masche: Der in Not befindliche alte Geschäftsführer schaltet die Totengräber ein.

Die Firmenbestatter verlegen den Unternehmenssitz, sie lassen die Bücher verschwinden, installieren Strohmänner als neue Geschäftsführer, die unauffindbar sind. Rechnungen und Mahnungen von Gläubigern kommen plötzlich nicht mehr an. Rund 10.000 Euro kostet nach Erkenntnissen der Ermittler ein solcher illegaler Service.

Überschuldete Firmeninhaber müssten eigentlich binnen drei Wochen Insolvenz anmelden. Dann sind aber neben dem Firmenvermögen auch private Werte in Gefahr.

Gehört auch Juricon zu den schwarzen Schafen unter den Firmenbestattern? Das prüft derzeit die Berliner Staatsanwaltschaft. Sie führt ein Ermittlungsverfahren gegen die Bosse und mit Juricon zusammenarbeitende Geschäftsführer.

Sprecher Michael Grunwald: „Wir prüfen 250 Firmenbestattungen der Juricon. Vorrangig strafbar könnten sich die alten beziehungsweise neuen Geschäftsführer gemacht haben.“ Die Juricon-Bosse könnten nur wegen Beihilfe belangt werden.

Diese Delikte will die Staatsanwaltschaft Juricon und seinen Helfern nachweisen: Insolvenzverschleppung, Bankrott, Untreue und Verletzung der Buchführungspflichten.

Quelle: Kölner Express
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2007 13:28    Titel: Juricon Antworten mit Zitat

Gegenwärtig werden die Räume der Juricon GmbH Berlin, von einem Großaufgebot der Berliner STA,LKA und Steuerfahndung durchsucht. Der Chef Siegfried Lang, wurde nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus verbracht. Die "schwarzgeldkonten in der Schweiz wurden beschlagnahmt" Auch im Steuerbüro der Juricon GmbH in Frankfuhrt Oder wird durchsucht. DAS TELEFON DER JURICON WIRD NICHTMEHR BEDIENT.
Anscheinend wurde gegen den Chef der Juricon, nach Mitteilung aus den Personalreihen Haftbefehl vollstreckt.

Es wird verlautet, dass Lang ins Moabiter Haftkrankenhaus eingeliefert wurde.
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2007 15:20    Titel: Juricon Interwiev SZ Antworten mit Zitat

Insolvenzverwalter behandeln uns wie Dreck

Seit Jahren ermittelt die Justiz gegen die Berliner Juricon-Gruppe, die Firmen illegal bestatten soll. Chef Siegfried Lang gibt in seinem ersten Interview Einblick in eine bizarre Branche.

Herr Lang, mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln gegen Sie und Ihr Unternehmen, weil Sie angeblich Firmen illegal verschwinden lassen. Was sagen Sie dazu?

Dass an den Vorwürfen nichts dran ist. Wir übernehmen Firmen und wickeln sie ab. Das ist ein ganz legaler Vorgang.

Anfang Juni hat es sogar eine Razzia bei Juricon gegeben.

Das ist absoluter Quatsch.

Ihre Geschäftsräume sind noch nie durchsucht worden?

Von Durchsuchungen kann keine Rede sein. Von Zeit zu Zeit kommt das Landeskriminalamt zu uns und bittet um Überlassung bestimmter Schriftstücke. Das ist doch klar: Wenn jemand seine Firma verkauft und anderen noch Geld schuldet, kann es sein, dass dieser Gläubiger Betrugsanzeige erstattet. Dem muss die Staatsanwaltschaft nachgehen. Bei den vielen Fällen, die wir hier bearbeiten, ist das normal.

Ich halte es nicht für normal, wenn die Kripo öfter auftaucht.

Ich habe nichts zu verheimlichen. Sie sind ja auch hier und fragen.

Bei Ihnen sollen sich Unterlagen der übernommenen Firmen schon mal in Luft auflösen.

Wir haben ein Aktenlager bei einer Speditionsfirma. Dort ist alles archiviert. Wir geben dafür Tausende Euro aus. Es ist nicht so, dass bei uns eine Firma im Weltall verschwindet oder in der Wüste, sondern jede wird von einem unserer 16 Sachbearbeiter betreut.

Nach unseren Recherchen sind zum Beispiel die Unterlagen des Projektentwicklers Indu - Park Rossau GmbH verschwunden.

(Lang bittet sein Sekretariat um die Akte). Hier ist das Protokoll, demzufolge wir alle wesentlichen Unterlagen übergeben haben. Einmal an einen Herrn Kaluza und an einen Herrn Thierbach.

Gegen die beiden wird ermittelt, Herr Thierbach sitzt in Haft.

Wir arbeiten mit diesen beiden nicht mehr zusammen. Ich weiß wirklich nicht, was aus den Unterlagen dieser Firma geworden ist.

Die Gutachter zum Indu - Park-Insolvenzverfahren werfen der Juricon vor, keine Anfrage beantwortet zu haben.

Es gibt Insolvenzverwalter, die behandeln uns wie Dreck. Für die stören wir nur deren Beute. Das ist doch eine Lobby, die Millionen kassiert an Vergütungen, wenn sie angeschlagene Firmen abwickeln. Es gibt aber auch Tausende von Juristen, die auf unserer Seite stehen.

Wie denn das?

Wir sind seit Jahren auf dem Markt und mittlerweile ein Begriff. Die meisten Firmenchefs sehen uns als Chance, sich bestimmte Dinge vom Hals zu schaffen. Deshalb bringen uns viele Rechtsanwälte und Steuerberater ihre Mandanten. Die würden nicht kommen, wenn wir ein krimineller Verein wären.

Sie werben mit Zeitungsanzeigen und im Internet und versprechen die Abwicklung einer Firma binnen 24 Stunden.

Ja, unsere Anzeigen vermitteln Hoffnung. Wir müssen mit Schlagworten die Aufmerksamkeit der Betreffenden finden.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Wir beraten Firmen bis maximal 150 Mitarbeiter. Je größer die Firma ist, desto mehr Publizität schafft sie. Da lassen wir lieber die Hände davon. Wir weisen immer darauf hin, wo unsere Grenzen sind.

Und wo liegen die?

Wenn die Übertragung der Firma bei uns beurkundet wird, weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass der alte Geschäftsführer für alle Gesetzesverstöße und Ordnungswidrigkeiten, die vor der Übertragung geschehen sind, in der persönlichen Haftung bleibt.

Wie viel Geld bekommen denn Altgesellschafter, die ihre Firma verkaufen?

In der Regel beträgt der Preis für eine Gesellschaft einen Euro. Wir sind ja gar nicht in der Lage, aufgrund der oft komplexen Verschuldungs- und Zahlungsunfähigkeitssituationen den Firmenwert zu beurteilen. Siemens hat beim Verkauf seiner Handysparte an Benq sogar noch Geld draufgelegt.

Und was kostet Ihr Service die Altgesellschafter?

Das hängt vom Arbeitsaufwand ab. Auf jeden Fall müssen die ausscheidenden Gesellschafter unser Honorar aus privaten Mitteln aufbringen, es darf nicht aus dem Firmenvermögen entnommen werden. Sonst käme jeder Insolvenzverwalter und würde sich bei uns das Geld wieder zurückholen.

Wird das Honorar an Sie überwiesen?

Die Verkäufer kommen hierher und zahlen bar.

Bar?

Sobald der Verkäufer seinen Druck losgeworden ist, nimmt er es mit dem Bezahlen nicht mehr so genau. Wir müssten dem Geld hinterherlaufen. Ich habe keine Lust, eine Mahnabteilung aufzubauen.

Wenn die Firma verkauft ist, wer übernimmt sie dann?

Das sind sieben oder acht Kaufleute, die das für uns machen. Allerdings können Sie nicht erwarten, dass ein Diplom-Kaufmann aus Hamburg zu uns kommt, um für relativ wenig Geld sich hier diesen Ärger einzuhandeln.

Wieso Ärger?

Wenn Sie als neuer Geschäftsführer und Gesellschafter der übernommenen Firma tätig sind, haben sie es schnell mit Gerichten zu tun, mit Insolvenzverwaltern, mit Finanz- und Arbeitsämtern.

Sind die neu eingesetzten Geschäftsführer und Gesellschafter Ihre Mitarbeiter?

Nein, die sind nicht festangestellt. Das sind absolut freie Leute, die eine Aufwandsentschädigung bekommen. Einige leiten eine übernommene Firma noch einige Monate weiter und bekommen von daher auch noch Bezüge. Das versteuern die alles selbst.

Zu diesen Geschäftsführern gehörten Personen, gegen die allesamt diverse Staatsanwaltschaften ermitteln.

Es gibt in der Tat einige von uns vermittelte Geschäftsführer, mit denen wir nicht mehr zusammenarbeiten. Sie haben linke Geschäfte gemacht. Wenn wir hören, dass einer vom Firmenkonto Geld runterholt, wie es einer in Dresden gemacht hat, trennen wir uns sofort. Deshalb sind wir auch in keines der Ermittlungsverfahren verwickelt.

Die Berliner Staatsanwaltschaft spricht aber von einem „Großverfahren“.

Ach, das hat ein Mitbewerber verursacht. Der hat uns im Januar vorigen Jahres angezeigt. In dieser Sache war bei uns bisher noch nie eine Durchsuchung. Ich bin von der Staatsanwaltschaft auch noch nicht vernommen worden.

Woher nehmen Sie eigentlich die neuen Geschäftsführer der Firmen?

Es gibt viele, die sich bewerben, aber wir nehmen Leute aus dem Umfeld von Berlin. Wir hatten mal welche aus Dresden, aber damit haben wir sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

Wie es scheint, lassen Sie die Leute im Regen stehen, wenn es schief läuft.

Noch mal: Wir beraten die lediglich bis zu einem gewissen Grad. Mehr nicht. Keiner soll sagen können, dass wir faktisch die Geschäfte der übernommenen Firma geführt hätten. Wir machen auch keine Buchhaltung. Dafür sind ebenfalls die neuen Geschäftsführer zuständig. Notfalls schicken wir sie zu Steuerberaterbüros, mit denen wir zusammenarbeiten. Grundsätzlich aber gilt: Je mehr wir uns einmischen, desto größter wird die Gefahr, als faktischer Geschäftsführer zu fungieren.

Drücken Sie sich da nicht vor der Verantwortung?

Wie uns gegenüber Sachverhalte verdreht werden, das macht mich wütend. Diese Gerede von der Firmenbestattung ist Unsinn. Noch einmal: Hat der ausscheidende Geschäftsführer vor dem Notartermin hier bei uns Straftaten wie Insolvenzverschleppung oder Betrug begangen, dann haftet er persönlich.

Sind Sie selbst Gesellschafter der Juricon?

Nein, Gesellschafter ist eine englische Limited.

Und wem gehört die?

Die gehört Kaufleuten, die ich kenne. Einer stammt aus Deutschland, einer aus Holland.
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
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BeitragVerfasst am: 29.Aug 2007 17:22    Titel: Juricon Antworten mit Zitat

POLIZEI räumt Geschäftsräume der JURICON BERLIN gegenwärtig!
Rundfunk und Presse vermelden Siegfried Lang in U-Haftanstalt Berlin Moabit eingeliefert.

Schreibtische Bilder Teppiche nichts bleibt drinn in den Geschäftsräumen der Juricon. Die Polizei räumt alles raus. Siegfried Lang in U-Haft.

Berliner Rundfunk berichtet, alle Angestellten werden von der Polizei vernommen.

Lang Wohnung wird ebenfalls ausgeräumt.
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2411

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2007 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz ruhig bleiben! GoMoPa Pressemitteilung
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
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BeitragVerfasst am: 29.Aug 2007 17:38    Titel: Aktuell Juricon Antworten mit Zitat

Razzia gegen «Firmenbestatter»
Polizei und Staatsanwaltschaft sind am Mittwochmorgen bei einer bundesweiten Razzia gegen betrügerische Firmensanierer vorgegangen. Insgesamt seien mit Schwerpunkt in Berlin 21 Objekte durchsucht worden, wie die Ermittlungsbehören mitteilten.
Aktuelle Nachrichten - Berlin (ddp-bln). Polizei und Staatsanwaltschaft sind am Mittwochmorgen bei einer bundesweiten Razzia gegen betrügerische Firmensanierer vorgegangen. Insgesamt seien mit Schwerpunkt in Berlin 21 Objekte durchsucht worden,

wie die Ermittlungsbehören mitteilten. Die Maßnahmen richteten sich nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp gegen den Geschäftsführer Siegfried L. der Firma Juricon für Unternehmensberatung und Wirtschaftsdienste. Der 74-Jährige ist nach Justizangaben aufgrund eines vorliegenden Haftbefehls festgenommen worden. Durchsucht wurden unter anderem Geschäftsräume des Unternehmens in der Schöneberger Kurfürstenstraße. Neben Siegfried L. sind den Angaben zufolge weitere 36 Personen verdächtig, in wechselnder Tatbeteiligung gewerbsmäßige Untreue, Insolvenzverschleppung, Bankrott und andere Straftaten begangen zu haben. Im dem Großverfahren werden aktuell 274 Unternehmensverkäufe strafrechtlich überprüft. Der Gesamtschaden könne erst nach Auswertung aller Beweismittel festgestellt werden, heiß es weiter. Allein der vorläufig zu 15 Gesellschaften für den Tatzeitraum 2003 bis 2005 ermittelte Schaden belaufe sich auf etwa 740 000 Euro. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei boten die in der Branche allgemein als «Firmenbestatter» bezeichneten Unternehmer den Geschäftsführern insolvenzreifer Betriebe an, deren Firmen zu kaufen. Die Unternehmensveräußerungen erfolgten per Notarvertrag zum Preis von einem Euro. Anschließend wurden neue Geschäftsführer eingesetzt, hieß es weiter. Dabei handelte es sich regelmäßig um nicht qualifizierte und vermögenslose Personen. Für die Verwendung ihres Namens und ihrer Unterschrift als Gesellschafter oder Geschäftsführer erhielten sie meist 500 Euro Handgeld. Der Alt-Geschäftsführer bezahlte den Angaben zufolge für die «Dienstleistungen» der Unternehmensberatung in Abhängigkeit von der Höhe der Schulen seiner Gesellschaft, meist in bar. Die Geschäftsunterlagen wurden anschließend abtransportiert und waren häufig kurz danach nicht mehr auffindbar. In jedem Fall kam es zur sogenannten «stillen Bestattung» in Deutschland oder im Ausland zum Nachteil der Gläubiger, wie die Behörden mitteilten. Das bedeutet, sämtliche Spuren der Firmen werden getilgt, um den Forderungen von Gläubigern zu entgehen. Außerdem wurden so Konkurs- und Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung und Bankrotts verhindert oder Kontrollen der Gewerbeämter unterlaufen. Dazu dienten auch vorgetäuschte Verlagerungen der Betriebsstätten in andere EU-Länder. Im Namen seiner Firma richtete der Hauptbeschuldigte ein «Treuhandkonto» ein, über das noch offene Forderungen der «zu bestattenden» Unternehmen eingetrieben sowie Ein- und Auszahlungen in bar vollzogen wurden, wie ein Sprecher mitteilte. Es bestehe der Verdacht, dass der 74-Jährige die auf dem Konto eingegangenen Gelder auch für eigene private Zwecke verwendet hat. Teilweise sind den Behörden zufolge auch Zahlungen an Altgesellschafter nachweisbar, gegen die ebenfalls ermittelt wird. Ihre zivilrechtliche und strafrechtliche Verantwortung sei durch die «Firmenbestattungen» nicht aufgehoben, da sie es regelmäßig versäumten, nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung fristgerecht Insolvenzanträge beim zuständigen Amtsgericht zu stellen. (ddp)
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 8.Sep 2007 12:32    Titel: Juricon Antworten mit Zitat

SZ vom 31.08.2007

http://www.sz-online.de/nachrichten/abo/main.asp?sid=B0519008-F74F-4729-99A7-07D5C30AB372&kid=64489


Chef von Juricon sitzt in Haft
Von Ulrich Wolf

Nach Ermittlerangaben hat sich Siegfried Lang im SZ-Interview vor einer Woche selbst belastet.

Dresden/Berlin. Der am Mittwoch vom Landeskriminalamt (LKA) Berlin festgenommene Unternehmensberater Siegfried Lang (Foto: Pablo Castagnola) bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft. Das sagte gestern Uwe Schmidt, Leiter der LKA-Abteilung Wirtschaftskriminalität der SZ. Der 74-jährige Lang soll als sogenannter Firmenbestatter tätig gewesen sein. Ihm werden Insolvenzverschleppung, Bankrott, Untreue sowie Verletzung der Buchführungspflicht vorgeworfen.

„Wir haben die Büros der Lang-Firma Juricon komplett leer geräumt und auch die dort lagernden Bargeldbestände mitgenommen“, sagte Schmidt. Er bestätigte, dass sich Lang in einem vor gut einer Woche geführten Interview mit der SZ selbst belastet habe.

Nach mehr als zweijährigen Ermittlungen durchsuchten am Donnerstag gut 70Beamte die Büros und Privatwohnungen von 36 Personen in vier Bundesländern, darunter auch in Sachsen. Zwei Notariate in Berlin wurden ebenfalls gefilzt. Nach SZ-Recherchen hat die Juricon-Gruppe mindestens zehn sächsische Firmen verschwinden lassen; deren Gläubiger warten bislang vergebens auf ihr Geld. Den Gesamtschaden schätzt das LKA Berlin auf „mindestens zehn Millionen Euro“. Es seien gut „1700 Positionen“ sichergestellt worden, vom Aktenordner über Computer bis hin zu Tresoren.

Die Vorgängerfirma von Juricon, die Salida GmbH, war ebenfalls in Sachsen aktiv gewesen. Das berichteten gestern mehrere Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter. Die Salida ist seit Jahren pleite, bei der Juricon ruht seit der Razzia die Geschäftstätigkeit.

Schmidt zeigte sich zuversichtlich, den Nachweis von gut 250 illegal erfolgten Firmenbestattungen erbringen zu können. Damit droht Lang eine mehrjährige Haftstrafe.
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 95

BeitragVerfasst am: 10.Sep 2007 10:15    Titel: Chef der Juricon Antworten mit Zitat

Zum Firmeneigenen Firmenforum der Juricon GmbH.

In den Köpfen vieler Journalisten wird die Recherche als Kür und nicht als journalistische Pflicht begriffen. Dabei ist Recherche unabdingbar mit seriösem Journalismus verbunden, sie ist seine Grundlage, sein Lebenselixier.

Mit Verwunderung wird festgestellt, dass Veröffentlichungen in Ihrem Forum, welche auch kritisch zum Inhalt des Forumbetreibers stehen, umgehend gelöscht werden.

Herr Siegfried Lang der Forenbetreiber sitzt im Knast nicht Herr Rechtsanwalt Hänsch.

Frau Hellmann wird gut beraten sein, wenn Sie sich rechtlichen Rat einholt um nicht eines tages den Fussstapfen ihres Cheffs folgen zu müssen, wie etwa Jutta Sandau!
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2411

BeitragVerfasst am: 10.Sep 2007 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kaufmann,

wir sollten nunmehr das Thema Siegfried Lang ruhen lassen. Die Sache ist geklärt und wir schließen das Thema ab. Mit der Bitte um Verständnis.

Admin

_________________
„Es ist produktiver, einen Tag lang über sein Geld
nachzudenken, als einen Monat dafür zu arbeiten.“


- Heinz Breselt -

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