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roberto77 Newbie
Anmeldungsdatum: 24.10.2005 Beiträge: 35 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 15.Aug 2006 22:46 Titel: Gründung GmbH, ein paar Tipps |
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Hallo Leute
Ich stehe kurz vor einer Umgründung vom Einzelunternehmen zu einer GmbH.
Das ganze passiert hauptsächlich aus steuerlichen Gründen und weniger aus Haftungsgründen.
Zur Zeit bin ich so gut wie Schuldenfrei, habe nur einen kleinen Kredit bei meiner Hausbank von ca. 20.000 Euro.
Da ich mein Geschäfstfeld erweitern will und dadurch Investitionen nötig sind die finanziert werden müssen, befürchte ich das Banken bei einer GmbH Probleme bei der Kreditvergabe machen könnten.
Es wird wohl auf alle Fälle eine private Bürgschaft des Geschäftsführers, also von mir nötig sein.
Wie man in diesem Forum des öfteren lesen kann können auch die besten Firmen Probleme bekommen und mit meiner privaten Bürgschaft würde ich dann mein ganzes erarbeitetes Geld so quasi verlieren,
da ja die Banke Zugriff auf mein Vermögen hätten.
Das heißt Jahre lang arbeiten für NICHTS.
Natürlich könnte mir das bei meinem Einzelunternehmen auch passieren,
nur geht es in Zukunft mit der GmbH um andere Summen ............
Wie bekommt man bei einer Bank einen Kredit ohne private Bürgschaft, wahrscheinlich unmöglich
Wie kann man sich aber denn sonst noch vor möglichen Katastrophen schützen die Hoffentlich nie eintretten werden ?
Ich gehöre zu den Menschen die nicht nur alles Positiv sehen und auch für das Negative vorbereitet sein wollen ..........
Danke |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 16.Aug 2006 8:08 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
| Wie bekommt man bei einer Bank einen Kredit ohne private Bürgschaft, wahrscheinlich unmöglich |
Davon müssen Sie ausgehen.
Selbst bei Raumsicherungsübereignungsverträgen oder Zession als "Sicherheit" wird bei Banken eine private Haftung nicht zu umgehen sein. Ähnlich verhält es sich auch bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln.
Prüfen Sie doch mal, ob diese Investitionen nicht über die Lieferanten der Produkte oder des Inventars abgewickelt werden können (sog. Lieferantenkredit). Ferner bestünde die Möglichkeit (z.B. bei Fahrzeugen) der Miete.
| Zitat: |
Wie kann man sich aber denn sonst noch vor möglichen Katastrophen schützen die Hoffentlich nie eintretten werden ?
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- Die Augen aufhalten!
- Nicht überheblich werden!
- keine unkalkulierbaren Investitionen tätigen, die man nicht selbst oder aus dem operativen Geschäft, in einem vertretbaren Zeitraum, erledigen kann
- Eine Kriegskasse für schlechte Zeiten bilden
Also:
Erst mal kleine Brötchen backen, das Risko überschauen - und die Investitionshöhe mit den Umsätzen (Gewinnen!) wachsen lassen.
grüße
gundel |
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Cob Pathfinder
Anmeldungsdatum: 29.11.2005 Beiträge: 290 Wohnort: Ortenau
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Verfasst am: 16.Aug 2006 8:34 Titel: |
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Hallo, roberto77
versetzen Sie sich mal in die Lage der Bank:
Würden Sie jemandem Kredit geben, der nicht bereit ist, eigenes Geld für seine Idee zu riskieren?
Ich nicht!
Die wesentlichen Möglichkeiten hat Gundel schon aufgezeigt:
Die Lieferanten Ihrer Investitionen sind natürlich am Verkauf ihrer Produkte interessiert, sie werden der GmbH also entweder den Verkaufspreis kreditieren oder Ratenzahlung akzeptieren oder selbst eine finanzierende Bank beschaffen können. Damit haftet dann nur die GmbH.
Der Kreditgeber sichert sich dann über einen Eigentumsvorbehalt ab.
Das kostet dann zwar etwas mehr, aber aus der Haftung sind Sie raus, nur die GmbH haftet.
Ganz wichtig: durchkalkulieren, ob sich die Investitionen auch selbst tragen! Ich habe es schon erlebt, dass Firmen für einen € 50.000 - Auftrag eine Maschine für € 200.000 angeschafft haben, die in der Folgezeit auch nicht annähernd den Kaufpreis hereingewirtschaftet hat. Manchmal ist Mieten besser.
Gruß
cob |
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Gundel Insider
Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 18.Aug 2006 7:33 Titel: |
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hallo,
| Zitat: |
Ganz wichtig: durchkalkulieren, ob sich die Investitionen auch selbst tragen! Ich habe es schon erlebt, dass Firmen für einen € 50.000 - Auftrag eine Maschine für € 200.000 angeschafft haben, die in der Folgezeit auch nicht annähernd den Kaufpreis hereingewirtschaftet hat. Manchmal ist Mieten besser.
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Richtig!
Außerdem könnten man bei Produktionsprozessen "kleiner" oder ungewisser Volumina natürlich auch auf Fremdproduktion zurückgreifen. Oftmals ist es so, daß Betreiber solch teurer Maschinen gerne Leerzeiten oder Minderkapazitäten mit Auftragsarbeiten füllen.
Das bedeutet:
Keine Investitionen in teure Maschinen oder Mitarbeiter und damit auch keine Blockade wichtiger Liquidität. Vielmehr fungiert man lediglich als Händler und trägt damit auch nur das Händlerrisiko.
grüße
gundel |
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