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willard1965 Newbie
Anmeldungsdatum: 27.02.2006 Beiträge: 12 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 26.Feb 2007 11:30 Titel: Inso vermeiden!!! |
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| Also wenn ich das hier so lese....... Leute die Inso ist die ultima Ratio, wenn nix mehr geht. Sie war als schnelle Lösung vom Gesetzgeber so nicht gedacht sondern um "den aussergerichtlichen Vergleich zu stärken..." (Zitat Beck InSo). Die InSo sollte die Verhandlungsposition des Schuldners stärken, indem er im aussergerichtlichen Vergleich (für nicht Selbständige ehedem vorgeschrieben) ein attraktiveres Angebot an die Gläubiger macht als im Insoverfahren. Ich mache das für viele Klienten schon seit 1999 und merke, dass die Zahl der Vergleiche zunimmt. Dann ist weder ein Sitz in England, Frankreich etc. nötig um, na sagen wir einigermaßen bequem aus dem Dilemma herauszukommen. Wer mehr Infos braucht [E-Mail anzeigen]. |
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WillyWichtig Pathfinder
Anmeldungsdatum: 10.05.2004 Beiträge: 272
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Verfasst am: 26.Feb 2007 17:43 Titel: |
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@willard1965
Ein außergerichtlichen Vergleich kann man viel besser vorschlagen, mit dem Hinweis der vollendeten Wohnsitzverlegung nach England (Lebensmittelpunkt) und dem zarten Hinweis auf die sehr kurze Insolvenzzeit von maximal 12 Monaten.
Mit diesem "Druck"mittel werden diverse Gläubiger sehr handzahm und sind viel eher bereit einen Vergleich einzugehen, als wenn der Schuldner in Deutschland sitzt.
Fragen Sie doch einmal bei Ly3 oder Uranus nach, vielleicht haben diese ein paar brauchbare Erfahrungen mit außergerichtlichen Vergleichen und deren Wirksamkeit.
Man muß die Gläubiger "nur" genügend motivieren sich zu vergleichen. Ganz nach dem Prinzip:
"Lieber den (erreichbaren) Spatz in der Hand als die (unerreichbare) Taube auf dem Dach!"
MFG, WillyWichtig |
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uranus Specialist
Anmeldungsdatum: 13.04.2006 Beiträge: 118
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Verfasst am: 26.Feb 2007 19:16 Titel: |
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Pardon, wenn ich hier widersprechen muss. Der Hinweis auf eine
Insolvenz im Ausland verursacht eher eine Ablehnung des außer-
gerichtichen Vergleiches. Ich persönlich würde einen derartigen
Hinweis auch eher als Provokation empfinden.
Das was @willard1965 hier schreibt scheint eher ein Zweckoptimismus
eines um Mandantschaft ringenden Berliner Anwalts zu sein. Der Hinweis,
dass seiner Meinung nach die Vergleiche zunehmen ist doch klar, die
Insolvenzen nehmen ja ebenfalls zu und eine VI benötigt im Vorwege nun
einmal einen solchen Versuch. Er schreibt ja nicht, dass die Annahme
solcher Angebote gestiegen sind. Düfte nämlich eher nicht der Fall sein
in Zeiten, wo Bereinigungspläne nur noch bei Inkassounternehmen einge-
scannt werden und die Ablehnung automatisiert erstellt wird. Hinzu kommt,
dass die Situationen wo aus geschäftspolitischen Gründen eine Ablehnung
Standard ist, auch nicht gerade weniger geworden sind. @willard1965 und
auch @Gundel mögen dies bestreiten - ich bestreite, dass die Meinung
dieser Beiden der Realität nahe kommt.
Es gibt genauso viel Gründe die dafür sprechen eine Insolvenz im Ausland
zu beantragen wie dafür, ein solchen Verfahren in Deutschland durchzu-
führen. Kaum einer hat bisher wirkliche Gründe über ein Für und Wider
angeführt. Was bisher hier im Forum gebracht wurde war nahezu ausschließ-
lich emotionale Parteinahme.
Erstaunlich ist es dennoch, dass sich hier ein Member die Mühe macht Partei
gegen die ausländische Insolvenz zu ergreifen. Mag jeder selber bewerten,
was denjenigen bewegt haben mag, der dies tut.
uranus |
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WillyWichtig Pathfinder
Anmeldungsdatum: 10.05.2004 Beiträge: 272
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Verfasst am: 26.Feb 2007 20:49 Titel: |
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Man kann auch in 3 Schritten vorgehen.
1. Gläubiger und Amtsgericht über die vollendete Verlegung Lebensmittelpunktes informieren.
2. Gläubiger nach ein paar Tagen o. Wochen anonym eine Werbe-E-Mail schicken mit dem Inhalt... in nur 12 Monaten Abschluß eines Verbraucherinsolvenzverfahren in England ...
3. Wieder ein paar Tage o. Wochen später einen außergerichtlichen Vergleich anbieten.
Um die Gläubiger weichzukochen kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. |
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zonk Specialist
Anmeldungsdatum: 06.12.2003 Beiträge: 89
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Verfasst am: 27.Feb 2007 0:26 Titel: |
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@WillyWichtig
Wollen wir (ich) doch einfach mal nur hoffen, Sie bleiben niemals auf Ihren berechtigten Forderungen sitzen.
Haben Sie vielleicht mal die Seite des Gläubigers betrachtet!! (klar, sind alles nur böse, böse Menschen, die Kredite geben, um den Schuldner "platt" zu machen)
Was hier im Forum in der letzten Zeit zu lesen ist, beschämt mich!
Wann wird wieder VERANTWORTUNG übernommen!! |
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uranus Specialist
Anmeldungsdatum: 13.04.2006 Beiträge: 118
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Verfasst am: 27.Feb 2007 9:23 Titel: |
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| zonk hat folgendes geschrieben:: |
Wann wird wieder VERANTWORTUNG übernommen!! |
Verantwortung? ...wird stets und ständig übernommen. Insbesondere können
die in die Insolvenz gehenden Selbstständigen hiervon ein Lied singen.
Nicht immer sind es nur die "bösen Banken" oder das "gemeine Finanzamt".
Nein, in vielen Fällen sind es auch "nichteinbringbare Forderungen" von
bisherigen, eigenen Kunden.
Was ist Verantwortung? Sich wie vor gut 150 Jahren die Kugel zu geben?
Oder seine EU-Freizügigkeit an der Tür abzugeben bis man seine Schulden
getilgt hat?
Mal ganz konkret gesagt, was dich beschämt ist völlig unerheblich und wird
letztlich auch vom Zeitgeist bestimmt. Überlege mal wie oft du an einem
Bettler vorbei gegangen bist und für ihn nicht einmal 50 ct übrig hattest.
Das ist beschämend, denn dir wird es an 50 ct wohl eher nicht mangeln.
Seinen Lebensmittelpunkt frei in der EU zu wählen ist rechtens. Danach seine
Insolvenz dort anzumelden ebenfalls. Nicht einmal der Begriff "rechtsmiss-
bräuchlich" trifft zu. Ja selbst die Verlegung des Lebensmittelpunktes (z.B.
wieder nach Deutschland) nach Antragstellung der Inso in England/Wales ist
lt. BGH-Beschluss (Az. IX ZB 192/04) vom 02.03.06 rechtens.
Wer sich ausspricht gegen eine Beantragung seiner Insolvenz am "main of
interests" spricht sich sowohl gegen eine Insolvenz im Ausland wie auch in
Deutschland aus. Das Recht der freien Wahl seines Wohnsitzes innerhalb
der EU wird ja wohl keiner einem Verschuldeten absprechen wollen, so nach
dem Motto: "Du bist Mensch 2. Klasse - du darfst dich nicht frei bewegen!!"
Das scheinen sich aber einige hier postende Member zu wünschen.
uranus |
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zonk Specialist
Anmeldungsdatum: 06.12.2003 Beiträge: 89
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Verfasst am: 27.Feb 2007 13:39 Titel: |
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Das war so auch nicht gemeint!
Ich merke leider tagtäglich bei Schuldnern, den verantwortungslosen Umgang mit dem Thema Geld.
Wenn ich z.B. nur 800 Euro Netto in der Tasche habe, dann kann ich halt keine Luftsprünge machen und muss mich nach meiner Decke strecken.
Erst gestern schlossen wir eine Ratenzahlung über 20,- Euro/mtl. (760,- Euro Forderung), da er nur ein geringes Einkommen hat.
Selbstverständlich gibt es auch die andere Seite. Unverschuldet in Zahlungsnot zu kommen. Aber mal ehrlich. Das ist doch eher die Ausnahme! |
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WillyWichtig Pathfinder
Anmeldungsdatum: 10.05.2004 Beiträge: 272
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Verfasst am: 27.Feb 2007 15:17 Titel: |
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| zonk hat folgendes geschrieben:: |
Wann wird wieder VERANTWORTUNG übernommen!! |
Jederzeit gerne, jedoch erlaube ich mir der Seite Tipps und Anregungen zu geben, der ich heute zugeneigt bin. Vielleicht ist es morgen ja anders, wer weiss?
Nebenbei..., Wo ist denn die Verantwortung der Bundesregierung, die es noch immer nicht geschafft hat, JEDEM/R Bundesbürger/IN, eine gesetzlich garantiertes Recht auf ein eigenes Konto zu ermöglichen?
Nebenbei..., Wie kann es sein, dass bei der letzten "Groß"untersuchung der kreditgebenden Banken festgestellt wurde, das die Banken faktisch bei der Kreditvergabe lügen und die tatsächlichen, zum Teil weit überhöhte Zinsen (bis zu 40%), dem Kreditnehmer verschweigen? Wo ist Ihre Empörung zu hören?
Nebenbei..., wird es zur Jahresmitte 2007 wahrscheinlich eine massive Gesetzesänderung bzgl. Insolvenzordnung geben, mit noch längeren Wohlverhaltenszeiten.
Nebenbei..., glaube ich persönlich, dass die überwiegende Zahl an zahlungsunfähigen Menschen in Deutschland an Ihrer Überschuldung "nur" mittelbar selbst Schuld haben. Die moderne Ausbeutung des Volkes durch die Finanzdienstleister/Banken/Versandhäuser/Konsumindustrie..., ist darauf ausgelegt dem Bürger über einem möglichst langen Zeitraum an sich zu binden; und zwar durch Kredite und somit Schulden. Nur dann hat man die Möglichkeit Zinsen und Zinseszinsen... über Jahre und Jahrzehnte zu fordern. Die Politik ist Teil dieser Ausbeutung.
Ich prophezeie Ihnen bereits jetzt, mit der weiteren Verschärfung/Änderung der Insolvenzverordnung und den immer lauter werdenden Rufen den HARZ 4 Empfängern noch weniger zu geben und diese zur Zwangsarbeit zu nötigen, wird es immer mehr Menschen geben, die die EU Gesetze nutzen und ins EU Ausland, z.B. England gehen um dort eine Verbraucherinsolvenz durchzuführen.
Aber, Sie können sich doch an die Bundesregierung wenden! Wenn Deutschland seine Insolvenzgesetze an die englischen angleicht, so braucht niemand mehr nach England zu gehen um in 12 Monaten schuldenfrei zu sein um dann wieder produktiv tätig zu werden.
Also, Schuldner und Schuldnerinnen, geht nach England und nach 12 Monaten seid Ihr schuldenfrei!
Und hört NICHT auf das dumme Gequatsche von Verantwortung o.ä., denn in Deutschland seid Ihr auf Euch alleine gestellt und Ihr werdet keinerlei Hilfe bekommen, mit einer Ausnahme. Es wird immer wieder ein paar Kriminelle/Spinner geben, die Euch für viel "Beratung"geld sagen, wie Ihr die nächsten 20-30 Jahre Eure Zinsen für Eure Schulden abstottern könnt, jedoch ohne jemals wieder ein schuldenfreies Leben führen zu können.
Also, bleibt dumme Deutsche, die man jahrelang melken kann oder nutzt die Chance eines Neuanfangs, schuldenfrei nach 12 Monaten, anerkannt von deutschen Gerichten und zeigt Euren ehemaligen/derzeitigen Melkern, die alle nur Euer Bestes wollen ( Euer GELD, sonst nichts) die lange Nase.
MFG, WillyWichtig |
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Cob Pathfinder
Anmeldungsdatum: 29.11.2005 Beiträge: 292 Wohnort: Ortenau
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Verfasst am: 27.Feb 2007 17:26 Titel: |
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| WillyWichtig hat folgendes geschrieben:: |
| zonk hat folgendes geschrieben:: |
Wann wird wieder VERANTWORTUNG übernommen!! |
Nebenbei..., glaube ich persönlich, dass die überwiegende Zahl an zahlungsunfähigen Menschen in Deutschland an Ihrer Überschuldung "nur" mittelbar selbst Schuld haben. |
Ist schon klar, WillyWichtig, die wurden alle mal gezwungen, sich die neuesten Fernseher, Videogeräte, MP3-Player, Wohnzimmer, Autos etc. zu kaufen.
Es hat ja auch nichts mit Verantwortung zu tun, entsprechend seinen finanziellen Verhältnissen zu leben.
Wie es im übrigen die etwas ältere Generation problemlos geschafft hat.
Aber es ist ja heute so einfach, sich erst in Schulden zu stürzen und dann mit einem "tut mir ja sehr leid, ich kann aber leider nicht mehr bezahlen, habe gerade Insolvenz angemeldet und werde die nächsten 7 Jahre wohl leider kein Geld verdienen" aus der Verantwortung zu ziehen.
Und noch viel leichter ist es, anderen die Schuld daran zuzuschieben.
Und dann wird die Energie dafür verwendet, sich die Gläubiger vom Hals zu halten statt zu arbeiten und die Schulden, für die man ja mal einen Gegenwert bekommen, genutzt und verbraucht hat, zurückzubezahlen. |
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WillyWichtig Pathfinder
Anmeldungsdatum: 10.05.2004 Beiträge: 272
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Verfasst am: 27.Feb 2007 18:27 Titel: |
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@cob
Ruhig Blut, mein Großer
Die letzte Schuldenstatistik, die ich in Erinnerung habe ist:
Deutschland hat:
-ca. 33.000.000 Haushalte
davon:
-ca. 12.000.000 verschuldete Haushalte
können Ihre Schulden noch zurückzahlen, bzw. versuchen es.
-ca. 4.000.000 überschuldete Haushalte
können Ihre Schulden nicht zurückzahlen, vielleicht die Zinsen und Zinseszinsen.
-ca. 100.000 Privatinsolvenzen
können weder Schulden noch Zinsen u.ä. zurückzahlen.
Man kann also NICHT behaupten, das der überwiegende Teil der verschuldeten/überschuldeten Haushalte NICHT die Verantwortung für die eigenen Schulden übernimmt.
MFG, WillyWichtig |
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Observatorium Specialist
Anmeldungsdatum: 06.10.2006 Beiträge: 136 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 27.Feb 2007 20:07 Titel: |
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Die Fernseher-Videogeräte-MP3Player-Wohnzimmer-Auto-Schuldner stecken vorwiegend in einer bestimmten Etage, ein Klientel für sich, sind überschaubar und manchmal ähnlich gelagert wie die sogenannten Miet-Normaden. Steht wahrscheinlich in keinem Verhältnis zu weitaus anderen Schuldner-Gattungen und sollte tunlichst nie in einen Topf geworfen werden.
1. Die F-V-M-W-A-Schuldner sind manchmal vorsätzliche Übeltäter, manchmal Hineingeschlitterte (an denen genau die Verführer, die heutigen Gläubiger, oft eine Hauptschuld tragen - bekannt, dass Schwächlinge sich kaum erwehren u. schnell unterschreiben), z.B. Arbeitsplatz verloren, private Lebensumstellungen (Scheidung/Todesfall...)etc.
2. Geschäftliches Abgleiten, das nicht vorhersehbar war oder das Scheitern eines Versuch, das Drohende wieder in den Griff zu bekommen etc. Eine weitaus andere Variante. Hierbei schaffen genau die Gläubiger das, worüber sie schimpfen. Skrupellose Zinssätze - Kündigung der Finanzierung - Verteuerung durch das tatsächlich überflüssige Inkasso (gehört verboten - aus der Not anderer, ohne eigenes Schaffen oder Arbeiten, das Tauschmittel Geld zu schaufeln -- könnte in die Abteilung Zuhälterei passen) - manchmal ein Verdreifachen der eigentlichen Forderung - vorsätzlich Unmöglichkeitenschaffen, um den Gläubiger keine Einkommens-Chance mehr zu lassen (Vorsätzlichkeit, einen anderen in den Existenz-Tod zu treiben --- anderswo Tötungsversuch/Mordversuch) - Beginn eines unmenschlichen Kreislaufs, bisher unbestrafte Skrupellose. Verdienst, der kein Verdienst ist (d.h. unverdient), sondern eigentlich ein Kontra zu korrektem Geschäftsgebahren, das keine Moral beinhaltet. Genau hier hängt der Hase im Pfeffer und es nützt kein vorsätzliches Verdrehen der Situation. Im Vergleich dazu, wäre ein Henker manchmal gnädiger - in oftmals praktiziertem menschenunwürdigem Verhalten. Wäre eine Nachforschung wert, wieviele dadurch in den Abgrund getrieben wurden oder gar ihr Leben beendeten.
3. Schuldner, die durch Umstände von außen - ob allgemein politisch oder wirtschaftlich verursacht, ob durch Betrug aus fremder Richtung, ob in einer Kettenreaktion verankert (Selbstständiger hat Außenstände, die nicht erledigt werden) etc..
4.... 5.... 6.... 7....
Bei den Vorschriften und Bedingungen, die seit vielen Jahren bestehen, bevor diverse Vorausleistungen erbracht werden, stellt sich die Frage, weshalb und warum tatsächlich der eine oder anderer Gläubiger so aufgebracht pustet? War es die Gier? Nicht immer, aber immer öfter!
Wo stecken die Gesetze gegen den Wucher, die Hals-Abschneiderei (wie früher bezeichnet), die unberechtigte Bereicherung? Was ist aus dem Paragraphen geworden "wider die guten Sitten"? Wo steckt die Hilfsbereitschaft, wenn einer fällt? Was wurde aus dem Begriff "Menschlichkeit" - gar "Unmenschlichkeit"? Wer bedenkt, dass nichts mitzunehmen ist und alle höchstens mit 10 Brettern verabschiedet werden?
Es läge am Gesetzgeber, hier seinen Teil zu tun und nicht weitere Gesetze verschwinden zu lassen, um einige Bürokratie-Stühle zu polstern und gleichzeitig Justizia die Augen zu vermörteln.
Verflixt! Sollte mein Teleskop tauschen oder die Sterne ansehen.
Observator |
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Observatorium Specialist
Anmeldungsdatum: 06.10.2006 Beiträge: 136 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 27.Feb 2007 20:14 Titel: |
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Natürlich ->Geschäftsgebaren! Kein Wunder, dass man an Bahre denkt - beim allgemeinen Dahinscheiden des korrekten Wirtschaftsverhaltens. Heiliger Bimbam - - - welch ein Verwirtschaften, beim Absägen des Astes, auf dem sie sitzen! |
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Observatorium Specialist
Anmeldungsdatum: 06.10.2006 Beiträge: 136 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 27.Feb 2007 20:31 Titel: |
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Scham!? - Wird inzwischen zählbar, wer den Inhalt dieses Wortes tatsächlich verinnerlicht hat oder kennt. Wort-Mißbrauch gehört zur Norm! Sehr bedauerlich!!! Die Zeit wird dies erledigen.
Die Voraussetzung für tatsächliche Scham ist ein echtes Gefühl, kein Getue oder Geschmalze oder Geschnösel.
Beim Beobachten des "Verteufelns", der Scheuklappen-Sicht, der Verständnislosigkeit, des Nicht-Mitfühlens, des Fanatischen usw., beschleicht mich das Empfinden, dass hier eher ein Gefühlsmangel vorliegt. Wie paßt dies dann in die Abteilung "Scham"?
Der eine zahlt seine Rechnungen, der Andere nicht. Manchmal gibt es verständliche Gründe für diese Unfähigkeit, manchmal gibt es vorsätzliche Gründe für das Verhalten, die wiederum sehr kontrastreich zu ordnen sind (ob bemängelte Lieferung/Leistung - siehe Abzug oder vorsätzlicher Betrug ...usw.). Recht und Unrecht wird gern vertauscht. |
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Observatorium Specialist
Anmeldungsdatum: 06.10.2006 Beiträge: 136 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 27.Feb 2007 20:41 Titel: |
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@cob
Verantwortung - das ist ein ganz besonderes Thema! Es beginnt bereits bei Worten und Sätzen!
Und, falls da jemand auf abschweifende Gedanken kommt: Es gäbe ein erfreuliches Sümmchen, Tauschmittel Geld, wenn, wenn wenn. Lassen wir die Ablagen oder Abschreibungen! Blick nach vorne, nicht zurück! |
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willard1965 Newbie
Anmeldungsdatum: 27.02.2006 Beiträge: 12 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 28.Feb 2007 13:03 Titel: |
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Schön wenn man eine solch facettenreiche Diskussion lostritt... An Willy Wichtig sei gesagt, dass ich weder um Mandanten "ringe" noch Zweckopimismus verbreite, sondern nur eine Beobachtung schildere, die ich seit 1999 mache. Während wir dort noch im einstelligen Prozentbereich Vergleiche abschließen konnten, sind es jetzt immerhin schon mehr als 30%. Es gibt ja nun auch eine gewisse Unterscheidung bei Vergleichen, solche die ernsthaft angelegt sind, wo der Schuldner aus mannigfaltigen Gründen unbedingt eine Insoabwehr braucht (z.B. Arbeitgeber) da sind die Quoten noch höher und die die um Justitia willens durchgeführt werden. Natürlich habe ich bei einem "Hartzi" mit einem Nullplan oder 10,-/Monat wenig bis keine Chancen... Aber der Schuldner mit 200 Eu's pfändbarem Einkommen, der dann 350,-/ Monat anbietet, dort wird dann schon wirklich verhandelt und nicht gescannt..... wobei sich der Großteil meiner Mandanten aus letzterer Struktur zusammensetzt, da es ja kaum noch Beratungshilfe für Insoangelegenheiten gibt (auch so ein Quatsch).
zu den Gründen der Verschuldung kann ich nur sagen es gibt sonne und solche. natürlich ist Jeder für sein Handeln selbst verantwortlich, ich halte nichts davon Handel und Banken unisono zu verteufeln. Ich muß ja nun nicht alles kaufen was mir unter die Nase gehalten wird, oder? Anders sehe ich das bei Selbständigen, da sind es häufig äussere Faktoren, die zum Scheitern führen.
Ich habe mir echt mal die Arbeit gemacht und Gläubigerstrukturen herausgearbeitet an erster Stelle (ohne Selbständige) stehen Mobilfunkunternehmen, dann sog. Konsumentenkredite, Versandhäuser, PKW's so etwa in der Reihenfolge. Also alles Konsum, den ich ja kontrollieren kann. Ich meine wenn ich eben kaum Geld habe, kann ich nicht Mobilfunkrechnugen von in Summe über 6.000,-- anhäufen bei vier Unternehmen...
Ich glaube auch viel Schuld sind die sog. öffentlichen Schuldenberatungsstellen, wenn ich sehe wie die tw. arbeiten -schauder-, da wird erstmal gestundet... ja wo ist denn da der Gewinn??? Dann wird ganz schnell mal nen Nullplan gemacht, oder der pfändbare Betrag angeboten... ja wo ist denn da der Anreiz für den Gläubiger?? Dafür bekommen die noch bis zu 1.024,00 Euro Fallpauschale aus dem Steuersäckel na danke.... |
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WillyWichtig Pathfinder
Anmeldungsdatum: 10.05.2004 Beiträge: 272
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Verfasst am: 28.Feb 2007 13:56 Titel: |
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| willard1965 hat folgendes geschrieben:: |
| ...An Willy Wichtig sei gesagt, dass ich weder um Mandanten "ringe" noch Zweckopimismus verbreite, sondern nur eine Beobachtung schildere, die ich seit 1999 mache. |
Danke für die (unverdienten) Blumen, jedoch nicht ich habe dies (inhaltlich) geschrieben, sondern Uranus. |
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willard1965 Newbie
Anmeldungsdatum: 27.02.2006 Beiträge: 12 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 28.Feb 2007 15:03 Titel: |
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Danke für die (unverdienten) Blumen, jedoch nicht ich habe dies (inhaltlich) geschrieben, sondern Uranus.[/quote]
Oh, sorry wer gucken hat hat Vorteile ) |
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Observatorium Specialist
Anmeldungsdatum: 06.10.2006 Beiträge: 136 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 28.Feb 2007 21:35 Titel: |
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Sag ja, der Frühling ist nicht aufzuhalten - mit all der Blumenpracht!
Thema Schuldnerberatung - ebenso sehr akuell.
Was könnte eingespart werden (siehe Innovation), mit dieser Aufgabe Anwälte zu betrauen; d.h. Auftragslücken wären gefüllt oder der eine oder andere Anwalt (Freischaffende) wäre nicht arbeitslos. Die Besoldung, d.h. sein Honorar, könnte von der gleichen Stelle erledigt werden, wie üblich bei der Schuldnerberatung. |
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ThoFa Insider
Anmeldungsdatum: 15.04.2003 Beiträge: 647 Wohnort: Rheinland
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Verfasst am: 1.März 2007 0:04 Titel: |
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| Observatorium hat folgendes geschrieben:: |
Was könnte eingespart werden (siehe Innovation), mit dieser Aufgabe Anwälte zu betrauen; d.h. Auftragslücken wären gefüllt oder der eine oder andere Anwalt (Freischaffende) wäre nicht arbeitslos. Die Besoldung, d.h. sein Honorar, könnte von der gleichen Stelle erledigt werden, wie üblich bei der Schuldnerberatung. |
Und was sollte sich dadurch verbessern ?
MfG
ThoFa |
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Observatorium Specialist
Anmeldungsdatum: 06.10.2006 Beiträge: 136 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 1.März 2007 9:26 Titel: |
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Hallo ThoFa!
Etliches! Bitte, nochmals lesen und versuchen nachzudenken! Geht klar hervor. Anzufügen wäre, dass die Schuldnerberatungsstellen reichlich ausgebucht sind; lange Wartezeiten, wie genügend berichtet wurde/wird. Den anderen Teil kann sich ein jeder ausmalen oder vervollständigen.
Was die Problematik betrifft, dass es überhaupt zu solch einem Extrem anwuchs und entwickelte, ist ein anderer Punkt und wurde weiter retour kurz angepeilt.
MhG
Observator |
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