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berlinimmo Newbie
Anmeldungsdatum: 24.09.2006 Beiträge: 9 Wohnort: London
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Verfasst am: 21.Okt 2006 14:20 Titel: Insolvenzfrage, Behördendiktatur, Abzocke, Auswandern |
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folgende Beiträge gebe ich als Info für Betroffene:
Insolvenzantrag durch FA oder Krankenkasse droht
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...vielleicht nächste Woche oder nächsten Monat, ich weiß nicht wann die mir alles dicht machen (Kontenpfändung, eidesstattliche Versicherung oder Zwangsinsolvenz). Ich habe 5-stellige Einnahmen, welche jedoch nicht mehr reichen, meine über 100.000,- an FA und Krankenkassen zu tilgen. Denn Gespräche haben bereits stattgefunden - Ergebnis: mehrfache Ablehnung vom Finanzamt mit Zahlungsaufforderungen und dem Vorschlag Insolvenz anzumelden. Meinen Vergleichsvorschlag in Höhe von ca. 7.000,- lehnte man damit ab. Mit Widerspruch konnte ich bis jetzt noch rauszögern.
Künftige monatlich laufende Steuern könnten nach Vergleich regelmässig entrichtet werden und die Firma wäre gerettet.
Krankenkasse: Hier habe ich von 15.000,- im September nun noch ca. 10.000,- offen. Weitere Beiträge können nicht anfallen, da Entlassungen erfolgt sind. An Krankenkasse zahle ich bereits 600,- monatlich ab.
Neben wenigen 3 weiteren Gläubigern mit insgesamt ca. 6.000,- bis Januar 2007 machbare Abzahlung, macht mir vor allem das Finanzamt Sorgen. Die wollen sofort mindestens 25.000,- die ich nicht aufbringen kann und wären erst dann nochmal gesprächsbereit bezüglich eines Vergleichs über ältere Forderungen. Vertrauen hab ich ehrlich gesagt nicht darin, da die einen bekanntlich fallen lassen, sobald man auch noch das letzte aus der Keksdose abgegeben hat. Schriftlich ist mit denen derzeit nichts möglich, angeblich aber nach Zahlung meines letzten Hemdes. Doch dann fehlt mir ja widerum ein Betrag zu einer Vergleichsvereinbarung.
Monatlich kann ich derzeit max. 2.000,- an das FA zahlen, da ich die anderen drängelnden Gläubiger ebenso schnellstmöglich wegzahlen muss.
Meine Keksdose würde ich nur für den Vergleich anrühren, ansonsten brauch ich die für einen Neuanfang.
Fast zehn Jahre lief alles gut, dann diverse Umstände, welche zum Fall führten. Aufträge wie gesagt, sind gut und laufen immer fest für mehrere Jahre.
Meine derzeitigen hohen Einnahmen könnten mich gut leben lassen, wenn dieser Druck, monatlich große Teile zum rauszögern wegzuzahlen, nicht wäre. Rauszögern durch Zahlungen (teilweise unregelmäßig) hilft mir, die Einnahmen aus diesen lukrativen Aufträgen noch möglichst lange zu erhalten, um wenigstens ein paar Cent in der Keksdose zu behalten.
Die Anmeldung der Insolvenz würde sofortigen Einnahmeverlust bzw. Wegfall aller Grundlagen zur Folge haben, da meine Geschäftspartner dann automatisch Kenntnis als Drittschuldner erhalten und die Behörden sie anschreiben. Dies kann zwar ohnehin jederzeit passieren, doch ich sollte noch Vertragshonorar abschöpfen solange es geht.
Kann jemand einen klugen Rat geben?
Aufgrund dieser aussichtslosen Lage, denke ich an Anmeldung der Regelinsolvenz, meinen Verpflichtungen daraus natürlich nachzukommen und mit der halbvollen Keksdose meinen Wohnsitz ins Ausland zu verlegen und neu zu beginnen, in EU-Land und später evtl. in Steueroase wo es kein FA gibt. Hier dann meine alten Kontakte wieder aufbauen und mit einer neuen Firma, welche steuerlich günstiger vom Ausland arbeitet, alles besser machen.
Was mich noch ein paar Monate länger hier im Land halten würde, um die Firma fortzuführen, wäre allenfalls ein Vergleich mit dem FA.
Wie ist Eure Einschätzung? Wer kennt den besten Weg aus dieser Situation? Wer kann kompetent helfen? Bin dankbar über jeden Tip!
Gruß
Zitat von Bankquest
Sofort Firma im aussereuropaeischen Ausland gruenden, Forderungen und Vertraege verkaufen, Firma zumachen.
Dafuer brauchst du nicht deinen Wohnsitz zu verlagern, es kommt doch nur darauf an wo die Firma ihren Sitz hat.
Bankquest
genau so..
die neugegründete frima fängt mit 0 verbindlichkeiten an, stellt dich als prokuristen mit einem gehalt kanpp über pfändungsgrenze an, und du meldest für dich und deine alte firma insolvenz an.
ich würde sofort sämtliche zahlungen an jegweglichen gläubiger einstellen, evt noch lieferanten die wichtig sind bezahlen, der rest der einnahmen in die keksdose..
lg
andreas
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danke für deine Hinweise. Doch den Wohnsitz nicht zu verlagern bedeutet, hier weitere volle Steuerpflicht und hohe Abgaben sofern ich hier mit einer ausländischen Firma, z. B. Limited, Einnahmen erziele. Von diesem Elend mit voller staatlicher Kontrolle, möchte ich ja eben weg, um Steuerschulden erst garnicht mehr entstehen zu lassen. Zudem würde man mir eine Briefkastenfirma unterstellen.
Habe ich den Wohnsitz und Firma z. B. in England, mit Einkünften in Deutschland, unterliege ich dem Doppelbesteuerungsabkommen (hier gilt dann englische Besteuerung, da Wohn- und Firmensitz real in England liegen). Eine Limited wird meines Erachtens in England kaum besteuert, sofern die Einnahmen im Ausland erzielt werden. Allenfalls die fristgemäße Abgabe der jährlichen Steuererklärung (Bilanz + Einkommenssteuer) in England ist zu beachten. Wenn man später in ein Steuerparadies geht, wo es kein Finanzamt gibt, jammert das Königreich auch nicht um mich Ausländer. Beispielkonstellation: In Spanien arbeiten (möglichst ein Betätigungsfeld was vom Laptop aus möglich ist und Einnahmen ortsunabhängig zu gestalten); Konto in der Schweiz, Wohnsitz im steuerfreien Andorra. Allenfalls ein Konto in Spanien für kleines Geld. Diese Konstellation ermöglicht das Betreiben einer Firma ohne besondere Risiken.
Wie du siehst, habe ich mir bereits weitergehende Gedanken gemacht.
Schulden möchte ich zuvor jedoch abwickeln, zumindest mit einem Vergleich. Deutschland ist unternehmerfeindlich, demokratie und soziale Sicherheit suche ich hier vergeblich, daher wird es mir nicht schwer fallen, den Wohnsitz zu wechseln, schon wegen meinem Ziel hohe Steuern und Behördenwillkür sowie Kontrolldiktatur nicht zuzulassen (Beispiele für eine negative Entwicklung durch politisches Versagen gibts zahlreiche).
Steuern ja, aber nicht in diesem Außmaß, um als Untertan die Herrschenden reich zu machen. Auch Sozialbeiträge zusätzlich zu Löhnen muss nicht sein, hier sollte eine monatliche Lohnzahlung ausreichen, damit sich der Arbeitnehmer davon selbst versichert, wie es in anderen Ländern (z.B. USA) üblich ist.
Wenn Einnahmen ausstehen / meine Rechnungen nicht bezahlt werden, werde ich mit allen Kosequenzen (Eintrag in Schuldenregister usw.) bestraft, weil ich hohe Sozialbeiträge für Arbeitnehmer mal nicht abführen kann. Jeder sollte seine Beiträge selbst entrichten und seine Rente selbst absichern. Es kann nicht sein, dass man andere versichern muss und man sich aus der vom Staat festgelegten, kaum machbaren Abzocke, selbst kaum eine Rente sichern kann. Meine hohen Beiträge dienen, wie der Bund der Steuerzahler ja auch regelmäßig am Staat mit Fakten kritisiert, weniger der Allgemeinheit, sondern eher dafür, dass sich andere die Taschen füllen und auf unsere Kosten frühzeitig hohe Renten kassieren.
Grundregel: Wenn ich Schulden habe, verschenke ich kein Geld. Doch der Staat tut dies und verschenkt Milliarden ins Ausland. Diesen Unfug u. a. bin ich nicht mehr bereit mit zu finanzieren.
Ich werde, solange in diesem Hochsteuerland meine hohen Abgaben fliessen, zwar weitestgehend in Ruhe gelassen, ausser dass ich wegen dieser Bürokratie und Kontrolldiktatur ständig hohe Zeit- und Einnahmeverluste habe. Effektive Arbeit ist oft nicht möglich, da sich nicht jeder eine Buchhaltung leisten kann uns sich oft tagelang mit Behörden- bzw. Steuerkram/Belegsammlung etc. unentgeltlich herumschlagen muss.
Aber wehe, wenn eine Firma mal eine Krise hat. Dann wird gnadenlos in die Insolvenz getrieben. Hilfe vom Staat erhalten allenfalls Großfirmen, welche hier ohnehin schon mit riesigen Subventionen bevorzugt werden und kaum Steuern zahlen, damit sie nicht abwandern und ein paar Arbeitnehmer einige Wochen länger den Job behalten. Das ist dann oft wirklich ein Fass ohne Boden. Durch Umstrukturierungen folgen dann, trotz staatlicher Finanzspritze, ohnehin meist Entlassungen.(ich kann auf die paar großen Firmen gern verzichten, denn die bringen nicht wirklich Wohlstand für das Volk;
die Kleinunternehmer und Mittelständler sind die wirklich großen Arbeitgeber, hierzu ist es überfällig, dass der Staat diese Abzocke zurück fährt; derzeit traut sich doch niemand noch Personal einzustellen, weil die Kosten drücken).
Der Arm des Gesetzes kontrolliert meine Abgaben sehr genau, denn die Raffgier (Geld aus der Tasche der Leistenden, wandert in die Tasche der Quatschköpfe, welche ungestraft Milliarden verschleudern und sich immer neue Abgaben ausdenken - siehe Zwangssteuer GEZ uvm.).
Ich werde noch als kriminell behandelt, wenn nach vielen Jahren mal eine Unternehmenskrise da ist. Da kümmert es niemanden, ob ich jahrelang hohe Beiträge geleistet und Leute beschäftigt habe.
Sogar die Insolvenz für mein Lebenswerk, woran ich regelmäßig mit mindestens 80 Stunden pro Woche gearbeitet habe, wird mir trotz guter Vertragslage nahegelegt, nur weil mal Zahlungskrise ist.
P.S. Dies stellt keinerlei Rechtsberatung dar, sondern lediglich meine in Jahren gewachsene Ansicht. Jeder soll selbst entscheiden, für wen/was er arbeitet und wo es sich noch lohnt bzw. welche Konstellation notwendig ist.
Übrigens: Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Limited zu gründen und den Firmensitz in England einzurichten, steht vor der neuen großen Aufgabe eine Wohnung mit Büro preiswert zu finden. Denn das ist in England sehr schwer und die Mietpreise sind sehr hoch. Man sollte sich daher eine Keksdose zulegen und sich auch rechtzeitig rechtlich einrichten.
Auch das ist eine kleine Kunst >> "Man hat nichts, lebt trotzdem in Wohlstand und nutzt alles was man offiziell nicht besitzt".
Mein generelles Anliegen ist allerdings, schuldenfrei zu leben und dort zu arbeiten, wo es sich noch lohnt, ohne vorgenannte Nachteile.
Freue mich über jeden Kontakt Gleichdenkender.
Gruß  |
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aschwalb Newbie
Anmeldungsdatum: 18.05.2004 Beiträge: 1
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Verfasst am: 3.Okt 2007 12:45 Titel: |
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Kann Dich gut verstehen,habe ähnliches erlebt.
Werde diese Jahr auch gehn. |
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zonk Specialist
Anmeldungsdatum: 06.12.2003 Beiträge: 89
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Verfasst am: 3.Okt 2007 16:51 Titel: |
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Hallo,
ich habe nicht alles durchgelesen, aber ein paar Fragen auf die schnelle!
War/ist es bei Ihnen eine Einzelfirma, oder juristische Person? (GmbH, etc.)
Sozialversicherungsbeiträge:
Eines vorweg. Sozialversicherungsbeiträge kann man als treuhändisch verwaltetes Geld ansehen. Das darf nicht „einbehalten“ werden. Hier unbedingt darauf achten, dass bei Zahlung an den Sozialversicherungsträger immer der Vermerk „Arbeitnehmeranteil“ angegeben wird, da sonst im Insolvenzfall massive strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Steuern:
Um welche Steuerarten geht es?
Umsatzsteuer z.B. ist wie oben beschrieben anzusehen.
Falls Umsatzsteuer: Geht es um Schätzbescheide, oder aufgelaufene Vorauszahlungen. Falls dies der Fall sein sollte, wird Ihnen der Steuerberater Ihres Vertrauens gerne ein paar Hinweise geben, wie Sie die Forderungen enorm drücken können.
Sonstige Gläubiger:
Nach Ihrer Info „nur“ 3. Haben Sie mit diesen eine Vereinbarung treffen können. Vereinbaren Sie unbedingt Stundungen mit Teilzahlung, die Sie einhalten!
Lesen Sie vor allen Dingen mal ein paar Gesetzestexte. „Eingehungsbetrug“ ist hier nur am Rande als Stichwort zu geben.
Das Thema Ausland klingt immer wieder verlockend. Meine Meinung: LASSEN SIE ES SEIN!
Es stehen Ihnen hier in Deutschland alle Möglichkeiten offen. Selbst im schlimmsten Fall der Insolvenz werden Sie nicht geteert und gefedert.
Oder meinen Sie vielleicht, wenn Sie hier Insolvenz anmelden, sich „schick“ ins Ausland absetzen, dass Ihre Gläubiger davon nichts erfahren werden.
Setzen Sie Ihre Energie produktiver ein und sparen Sie sich jede Menge Zeit, Geld und Ärger.
Wenn Sie, wie geschrieben, derzeit so gut verdienen, beauftragen Sie einen ECHTEN Profi. Der hält Ihnen mind. 90% vom Hals.
Unterschätzen Sie vor allen Dingen nicht die strafrechtliche Komponente in solch einem Fall, wenn Sie sich „Absetzen“ wollen/werden. Ihre Restschuldbefreiung können Sie dann auf jeden Fall in die Tonne treten.
Dies ist wie immer nur meine ganz persönliche Meinung und stellt keine Beratung dar! |
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BestenDank Newbie
Anmeldungsdatum: 09.07.2005 Beiträge: 14
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Verfasst am: 3.Okt 2007 19:55 Titel: |
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Verstehe nicht, dass die User nicht erkennen, dass der Eingangsbeitrag schon vor einem Jahr geschrieben wurde.
Kann einen aktuellen Bezug nicht erkennen und eine zeitnahe Antwort wird wohl nicht möglich sein. |
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zonk Specialist
Anmeldungsdatum: 06.12.2003 Beiträge: 89
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Verfasst am: 3.Okt 2007 21:15 Titel: |
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Peinlich peinlich.
Im wahrsten Sinne „BestenDank“ für den Hinweis
Wie gesagt. Hatte den Beitrag nur überflogen. Da bewahrheitet sich wieder mal: „Wer lesen kann ist klar im Vorteil“  |
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