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ToiM Newbie
Anmeldungsdatum: 07.09.2005 Beiträge: 1
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Verfasst am: 16.Sep 2005 22:54 Titel: Ist das eine Lösung? |
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Hallo und guten Abend!
Durch eine missglückte Firmengründung habe ich derzeit ca. 70.000 Euro Schulden, ausschließlich bei Banken. Davon allein 55.000 Euro aus Startgeld Existenzgründerdarlehen (wurde ohne großartige Beratung und ohne wenn und aber gewährt). Zahle derzeit monatlich 285 EUR an 5 Gläubiger-Banken in jeweils (noch) kleinen Raten. Rechne hier mit einer Erhöhung spätestens nächstes Jahr. Nun will die Hauptbank die Raten für das Startgeld sehen, man spricht von mindetens 500 EUR/ Monat. Nach Job und Arbeitslosigkeit habe ich mich nun wieder selbstständig gemacht. AA-Überbrückungsgeld endet nun. Die neue Firma (kaum Fixkosten), Einzelfirma, Marktlücke einer Beratungsleistung, läuft zwar gut an, aber lässt keine Rückzahlungen von großartigen Raten zu. Gutes Geld verdient meine Ehefrau, Vermögen existiert nicht mehr; bis auf ein Auto.
Nun die Idee:
1. Gründung einer Limited. Ich Managing Director aber meine Frau bestimmender Shareholder. Ich mit Anstellungsvertrag und Gehalt sozialversicherungspflichtig etwas über der Pfändungsgrenze. Überlegung: Gläubiger können Gehalt nicht bei "fremden" Arbeitgeber pfänden, Gehalt steuerbar. Ehefrau "verdient" das andere Gehalt. Keine Pfändung des Betriebsvermögens, keine Pfändung von Forderungen an eigene Kunden möglich. Geschütztes Vermögen...
2. Zahlungen an die Gläubigerbanken einstellen und dem Hauptgläubiger (Startgeld) keine Rückzahlung in Aussicht stellen.
3. Folge wird die Erwirkung eines Titels und die EV sein. Da es nix zu holen gibt (Auto folgt gleich) ist nix Pfändbar bis auf das Gehalt bei der Limited. Da gibts nicht viel.
4. Da angestellt und nicht mehr selbstständig -> Privatinsolvenz.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt´s sich gänzlich ungeniert.
5. Das Auto. Vor einem Jahr gekauft für 5.500,00 EUR (bei der insolventen Firma). 4.000 EUR finanziert, 1.500 selbst. Kann das Auto jetzt für ca. 3.000 rauskaufen (lassen). Fahrzeug war vor einem Jahr unrepariert ca. 7.500 EUR, nach der Reparatur (über meine Vollkasko) gute 10.000 EUR wert; also heute noch so gute 7.500-8.000 EUR. Wäre also mit 3.000 EUR ein Schnäppchen (auch für den GV).
Meine Fragen an die Gemeinde:
Geht meine Rechnung auf?
Ist die Gründung einer Limited eine gute Idee?
Ist die EV unausweichlich?
Ist die Privatinsolvenz so möglich?
Könnte meine Frau das Auto bei der Finanzierungsbank "rauskaufen". Wie hoch sollte der Verkausfpreis sein, damit es später bei einer Insolvenz keine Wandlung gibt. Ich gehe davon aus, dass das Auto sowieso mir nicht gehört. Der reale Wert kenne nur ich.
Was gibt es zu beachten.
Bin für jede Info dankbar.
Viele Grüße
Joschi |
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Planer .

Anmeldungsdatum: 05.07.2005 Beiträge: 220 Wohnort: 86899 Landsberg
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Verfasst am: 19.Sep 2005 14:48 Titel: Neuanfang |
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Hallo Joschi,
Deine Überlegungen sind fast professionell, mit zwei Änderungen und Alternativen:
1. Das Auto sollte an einen Dritten verkauft werden (möglichst keine Verwandschaft. von dort kann Deine Frau das Auto wieder erwerben. Geldfluss muß aber stattfinden! Allerdings besteht die Gefahr und Möglichkeit, daß der Insolvenzverwalter den Verkauf anficht, wenn er drauf kommt, daß das Auto mehr wert ist. Aber sei Dir darüber im klaren, daß das ungesetzlich wäre, also nicht zu empfehlen!?
2. Statt der Privatinsolvenz kannst Du, nach ein bis zwei Jahren einen Vergleich machen. Geht in Deiner Situation meist schneller als Insolvenz. Du mußt hier mit einer Quote von 10% rechnen, die Du anbieten mußt.
Grüße aus Landsberg _________________ Thomas Planer // Planer und Kollegen GmbH
86899 Landsberg/Lech
Tel 08191/3201100
Fax 08191/2007
www.planerundkollegen.de
t.planer@planerundkollegen.de |
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hadimarosa Specialist
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 211 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 20.Sep 2005 22:19 Titel: Re: Ist das eine Lösung? |
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| ToiM hat folgendes geschrieben:: |
Hallo und guten Abend!
Durch eine missglückte Firmengründung habe ich derzeit ca. 70.000 Euro Schulden, ausschließlich bei Banken. Davon allein 55.000 Euro aus Startgeld Existenzgründerdarlehen (wurde ohne großartige Beratung und ohne wenn und aber gewährt). Zahle derzeit monatlich 285 EUR an 5 Gläubiger-Banken in jeweils (noch) kleinen Raten. Rechne hier mit einer Erhöhung spätestens nächstes Jahr. Nun will die Hauptbank die Raten für das Startgeld sehen, man spricht von mindetens 500 EUR/ Monat. Nach Job und Arbeitslosigkeit habe ich mich nun wieder selbstständig gemacht. AA-Überbrückungsgeld endet nun. Die neue Firma (kaum Fixkosten), Einzelfirma, Marktlücke einer Beratungsleistung, läuft zwar gut an, aber lässt keine Rückzahlungen von großartigen Raten zu. Gutes Geld verdient meine Ehefrau, Vermögen existiert nicht mehr; bis auf ein Auto.
Nun die Idee:
1. Gründung einer Limited. Ich Managing Director aber meine Frau bestimmender Shareholder. Ich mit Anstellungsvertrag und Gehalt sozialversicherungspflichtig etwas über der Pfändungsgrenze. Überlegung: Gläubiger können Gehalt nicht bei "fremden" Arbeitgeber pfänden, Gehalt steuerbar. Ehefrau "verdient" das andere Gehalt. Keine Pfändung des Betriebsvermögens, keine Pfändung von Forderungen an eigene Kunden möglich. Geschütztes Vermögen...
2. Zahlungen an die Gläubigerbanken einstellen und dem Hauptgläubiger (Startgeld) keine Rückzahlung in Aussicht stellen.
3. Folge wird die Erwirkung eines Titels und die EV sein. Da es nix zu holen gibt (Auto folgt gleich) ist nix Pfändbar bis auf das Gehalt bei der Limited. Da gibts nicht viel.
4. Da angestellt und nicht mehr selbstständig -> Privatinsolvenz.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt´s sich gänzlich ungeniert.
5. Das Auto. Vor einem Jahr gekauft für 5.500,00 EUR (bei der insolventen Firma). 4.000 EUR finanziert, 1.500 selbst. Kann das Auto jetzt für ca. 3.000 rauskaufen (lassen). Fahrzeug war vor einem Jahr unrepariert ca. 7.500 EUR, nach der Reparatur (über meine Vollkasko) gute 10.000 EUR wert; also heute noch so gute 7.500-8.000 EUR. Wäre also mit 3.000 EUR ein Schnäppchen (auch für den GV).
Meine Fragen an die Gemeinde:
Geht meine Rechnung auf?
Ist die Gründung einer Limited eine gute Idee?
Ist die EV unausweichlich?
Ist die Privatinsolvenz so möglich?
Könnte meine Frau das Auto bei der Finanzierungsbank "rauskaufen". Wie hoch sollte der Verkausfpreis sein, damit es später bei einer Insolvenz keine Wandlung gibt. Ich gehe davon aus, dass das Auto sowieso mir nicht gehört. Der reale Wert kenne nur ich.
Was gibt es zu beachten.
Bin für jede Info dankbar.
Viele Grüße
Joschi |
Machs nicht so Kompliziert
Deine Frau soll einfach ein Gewerbe anmelden
Das Auto am besten über einen Freund rauskaufen,
EV anmelden
Nichts mehr zahlen ( außer Sozial-Leistungen ) von ehemaligen Arbeitnehmern
Die Arbeitsstelle als Teilzeit ( 100 Stunden ) arbeiten, die Restliche Zeit einfach um sich selbst kümmern.
Das gnaze natürlich mit einem Steuerberater abstimmen, da meine Tipps natürlich keine Rechtlichen Prüfungen stanhalten
Grüße
o. B. |
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