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Regelinsolvenzverfahren und Verbraucherinsolvenzverfahren

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mike1011
Specialist


Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 210
Wohnort: D/PL

BeitragVerfasst am: 17.Jan 2007 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

@mastertom

hallo,
ich habe bei deinen ausführungen ein paar mal schmunzel müssen.

aber du hast leider recht, es ist mörderisch !

ich möchte nicht wissen, wie viele menschen unter dieser last gestorben sind?
alleine in dem inso-hilfe-verein in dem ich ab und zu reinschaue sind alleine 2 witwen, die eine geschichte darüber erzählen können.

erst wem es selbst passiert, kann sich da hinein versetzen.
allen anderen, die noch etwas auf der kante haben und eine grosse klappe gegenüber anderen, die nichts mehr in der tasche haben und kämpfen müssen, riskieren wünsche ich, genau mal diese erfahrung machen zu müssen.

grüße
marco
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Observatorium
Specialist


Anmeldungsdatum: 06.10.2006
Beiträge: 136
Wohnort: Ostsee

BeitragVerfasst am: 18.Jan 2007 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt! Demnach die Äußerung: Es ist nicht aller Tage Abend! Wer heute über die wirklichen Nöte, Armut und Hilflosigkeit lästert oder dümmlich Schuldzuweisungen verteilt (ohne sehr verschiedene Hintergründe zu kennen), könnte evtl. seine Lehren im Morgen präsentiert bekommen; in der gleichen Situation stecken, um dann zu begreifen.

Es existieren zig Gründe, Ausgangspunkte, Auslöser für den Zustand eines Schuldners - selbst schuld oder unschuldig. Reichlich Kontrast, der allein individuell zu bewerten ist, niemals allgemein. Das Allgemeine besteht allein in der Auswirkung und auch in der unsozialen/asozialen Verhaltensweise diverser sogenannter Mitmenschen, ebenso der vielschichtigen Obrigkeit, diese an den Neuzeit-Pranger zu stellen. Auffallend wenig Menschen, die sich hierbei als mitfühlend/einfühlend und hilfreich verhalten (einzel oder in einer Institution).

Wie ist der Ausspruch zu bewerten: Im Falle eines Zweifels für den Angeklagten!? Und wer erzählt dann von "sauber bleiben" und setzt sich einen Richter-Hut auf?

Hier wären wir beim Begriff "Ehrlichkeit", wie bereits erwähnt. Korrekt, die Feststellung, dass sich diese Menschenschicht auffallend reduziert/e. Und, nicht jeder, der dir eine "Geschichte" erzählt, die vor scheinbarer Offenheit strotzt, führt im Anschluß nichts "Unehrliches" oder "Betrügerisches" im Schilde. Was in einem Menschen steckt - unabhängig der Lebenssituationen - kommt immer zu Tage.
Bekanntlich vermehrt sich Schlechtes sehr rapide und Gutes erschwerlich.

Gläubiger! Was führte in den differenzierbaren Fällen dazu? Wo sind die allgemeinen Absicherungen und Möglichkeiten, die Gesetze bieten und - siehe Banken etc., Garantien liefern, Absicherung, Vorauskasse; abgesehen davon, die Menschen in ihrem persönlichen Umfeld anzuschauen etc.? Was wird aus einem offenen Zahlbetrag gemacht? Wie wird Öl auf`s Feuer geschüttet? Wie wird ausgebeutet und die Notsituation mißbraucht? Wie weit gehen Gläubiger, die wissen, dass die andere Seite keine Möglichkeit hat?

"Wieder die guten Sitten" - was ist aus dem Paragraphen geworden? Hier beginnt die Moral eines Landes - ebenso der Politik und der Wirtschaft, demnach den Verhaltensarten.

Sollen Skrupellose die Moral-Prediger sein? Was wurde inzwischen verdreht? Wo steckt dabei Zukunft? Wohin führen solche Wege?
Nennt sich das Zivilisation, Kultur, menschenwürdiges Leben oder bietet Innovation?

Abdeckplanen bleiben Abdeckplanen und der wirkliche Inhalt darunter, verändert sich nicht.

Was ist aus einem gut gemeinten Plan geworden, der seinen Titel Hartz bekam und bereits teilweise (!) im Ausgangslager, wie in der Grundsubstanz selbst, himmelschreiende Defekte beinhaltet und als traurigen Ironie gelten kann. Ein Spiegle der Gesellschafts-Moral?

MhG
Observator
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wbdsh
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Anmeldungsdatum: 14.12.2003
Beiträge: 129
Wohnort: Roermond

BeitragVerfasst am: 23.Jan 2007 0:15    Titel: Antworten mit Zitat

Naabend zusammen, es gibt sicher punkte für oder gegen die schnelle Inso in GB. aber vielleicht schaut Ihr euch mal an wieviel diese ach so großzügigen " Entschuldungsprofis" für so eine aktion An €uros abrufen. Wenn ich richtig Insolvent bin und die Kohle die dort verlangt wird hätte, würde ich die Sache bei dem ein oder anderen mit Sicherheit verglichen bekommen. Aber wer wirklich nichts mehr hat für den ist dieser schnelle Weg auch mit T€uros gepflastert die er nicht hat. Schade Schade aber diese Coole Idee scheitert leider an dem was ich nicht haben darf.
Vielleicht sollte man ja mal ne Belohnung ausetzen, für die schnellste aber zugleich preiswerteste Insolvenzmöglichkeit!
Grüße Bernd
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uranus
Specialist


Anmeldungsdatum: 13.04.2006
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 23.Jan 2007 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

wbdsh hat folgendes geschrieben::
Naabend zusammen, es gibt sicher punkte für oder gegen die schnelle Inso in GB. aber vielleicht schaut Ihr euch mal an wieviel diese ach so großzügigen " Entschuldungsprofis" für so eine aktion An €uros abrufen. Wenn ich richtig Insolvent bin und die Kohle die dort verlangt wird hätte, würde ich die Sache bei dem ein oder anderen mit Sicherheit verglichen bekommen.
Grüße Bernd



Ich habe nichts dagegen, wenn für gute Leistung gutes Geld verlangt wird.
Wieviel eine Insolvenzbegleitung letztendlich Wert ist, muss jeder selber
entscheiden. Auch, wenn ich selber meine Insolvenz nicht über einen
kommerziellen Anbieter in London durchziehe, ist mir dennoch schleierhaft,
was die demagogische Äußerung
=>diese ach so großzügigen " Entschuldungsprofis"<=
eigentlich soll.

Wenn du meinst, und es ist gut dass du dies im Konjunktiv geschrieben hast,
dass man mit den Kosten dieser Begleitung seinen Vergleich mit den Gläubigern
hinbekommt, muss ich annehmen, dass du mit außergerichtlichen Einigungsver-
suchen nicht gerade auf Erfahrung zurückgreifen kannst. Was willst du den anbieten
bei einem zu bereinigendem Volumen von 3,5 Mio Euro?? Es versucht ja nicht
der Schuldner sich zu entschulden der mal gerade 50.000,- persönliche Verbind-
lichkeiten hat. Wenn die Annahme eines Vergleichsvorschlages von rationalen
Überlegungen abhängig wäre würde es sicherlich weniger Verschuldungen geben.
Dem ist aber nicht so.

Hier mal ein Beispiel: [konkret / nicht fiktiv!!]

Berliner ........bank
erklärt sich nach laaaangen Verhandlungen über deren Heidelberger Anwalt
bereit, sich mit 30% zu vergleichen. Machbar sind aber nur 20%. Zu beachten ist,
dass der Schuldner nur Bürge ist und beim eigentlichen Darlehensnehmer weiterhin
vollstreckt werden kann.

Hypo....bank
Angeboten wurden 20%, erwartet wurden Beträge zwischen 30 - 40%

ausstehende Mieten nebst vom Vermieter vorgenommener Umbauten
der Gläubiger lehnt kategorisch ab und besteht auf Zahlung der Außenstände
jeglicher Vergleich scheitert

Ein anderer (konkreter) Fall:

Forderungen ca 1,4 Mio Euro bei insges. 6 Gläubigern zzgl. "Kleinforderungen"
Angeboten werden 25.000,- (anteilig aufzuteilen gemäß Quote) durch ein
Familienmitglied mit dezentem aber freundlichem Hinweis auf ausländisches
Insolvenzverfahren. Es erfolgt Ablehnung durch Kopf und Summenmehrheit
mit dem Hinweis fehlender Angemessenheit. Bei Nachverhandlungen erklärt
sich ein weiterer Gläubiger einverstanden. Es fehlt aber weiterhin die Summen-
mehrheit. Eine Befriedigung der Zustimmungsgläubiger wäre nicht zweckmäßig.

Was glaubt ihr, was der Schuldner jetzt mit den 25.000,- seiner Familie
machen wird?!?!

RICHTIG, er begibt sich ................. !

Ich kann intellektuell einfach nicht nachvollziehen, warum man einfach
pauschal über professionelle Anbeiter herzieht. Inwieweit deren Honorar-
forderung mit der angebotenen Leistung kommuniziert, will ich nicht bewerten.

Soweit mein Kommentar!


uranus
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wbdsh
Specialist


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
Beiträge: 129
Wohnort: Roermond

BeitragVerfasst am: 31.Jan 2007 0:43    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry entschuldige, ich habe auch nicht dagegen, wenn für gute Leistung gutes Geld bezahlt wird.
Und wo genau die 25.000€ der Familie herkommen lassen wir mal dahingestellt.
Aber mein Text war sicher nicht ausführlich genug. Vielen Dank für Ihre Beispiele, das ist sicher auch richtig und solche Vergleiche sind sicherlich Ihr Geld wert.
Was ist aber wenn, wie bei mir keine Familie da ist. Woher nehme ich die entspannten 20.000€ die mir fehlen, um den von mir selbst erwirkten Vergleiche durchzuführen.
Ich habe mich bereits mit einigen Gläubigern verglichen, aber der dickste Brocken möchte gerne 20.000€ haben das sind nicht mal 10% der Schuldsumme, eigentlich ein tolles angebot. Was nützt mir da gute Leistung, wenn ich nicht noch einen Trumpf in form von Geldauspuckenden Angehörigen habe, da hilft die beste Leistung eines Entschuldungsprofis nichts, den sein Honorar fehlt mir ja auch noch.
Grüße
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uranus
Specialist


Anmeldungsdatum: 13.04.2006
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 31.Jan 2007 9:08    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentlich ist es völlig egal woher die 25.000,- der Familie stammen, da die
Herkunft in der Bewertung der verschiedenen Insolvenzverfahren unerheblich
ist. Dennoch klingt zumindest der letzte Post, wenn ich denn den ersten Satz
als tonbestimmend nehme, schon angemessener.

Zugegeben, das deutsche Insolvenzrecht ist für viele eine Chance, sich von
den bestehenden Schulden zu "bereinigen". Wer es dann einigermaßen geschickt
anfängt, ohne deshalb zu illegalen Mitteln zu greifen, der kann damit durchaus
gut leben. Einziger Wehrmutstropen - die recht lange Verfahrensdauer. Insolvenz-
und Wohlverhaltensphase von insges. 72 Monaten, hinzu kommt ggf. die außer-
gerichtliche Bereinigungsphase bis zum Scheitern, da können dann schnell mal
7 Jahre vergehen. Vorteil, ich kann hier auch diverse Steuerschulden bereinigen
und die Unterhaltsansprüche, die bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens ange-
laufen sind. Das geht in England nicht!! Ob es redlich ist, sich seiner Unterhalts-
verpflichtungen per InsO zu entledigen, will ich nicht bewerten.

Es bleibt aber dennoch der englische unschlagbare Vorteil des Zeitgewinns. Dass da
Hilfe Geld kostet ist eigentlich klar und nur gegen dies in Misskredit bringen einer
solchen Leistung wehre ich mich. Wie gesagt, sofern die Leistung auch ihr Geld wert
ist.

In diesem Sinne


MfG
uranus
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Gundel
Insider


Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 31.Jan 2007 9:23    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

vielleicht gieße ich mal ein bißchen "Öl in's Feuer"....

da mir beide Lager (Schuldner und Gläubiger) gleichermaßen bekannt sind, erlaube ich mir mit diesem Beitrag mal die Sicht des Außenstehenden.

In den vorangegangenen Beiträgen wird immer nur darüber diskutiert, wie ungerecht die Banken sind, wie uneinsichtig die Gläubiger sich verhalten, wie Pokervergleiche geschlossen werden und wie man sich schnellstmöglich hiervon befreien kann.

Eine Frage die mich immer beschäftigt:

Wie ist es denn eigentlich zu diesen Schulden gekommen?

Lassen wir mal die arme Witwe außen vor, welche mit einer bescheidenen Rente die Altlasten ihres Mannes erledigen müsste. Vergessen wir auch mal den Unternehmer, der trotz kaufmännischer Vorsicht, die schlechte Zahlungsmoral seiner Auftraggeber zu spüren bekommen hat (die machen nämlich gerade ihre Inso in England... ), streichen wir auch mal den Arbeiter, dessen bescheidenes Einkommen durch Arbeitslosigkeit noch bescheidener geworden ist,

konzentrieren wir uns mal auf die Autoren der Beiträge hier im Forum.

Ich gehe davon aus, daß 80% dieser Autoren selbständig waren und während dieser Zeit Verbindlichkeiten aufgebaut haben.

In meiner täglichen Praxis muß ich mir kontinuierlich Rechtfertigungslitaneien anhören, wie unverschämt die Banken ihre Forderung beitreiben, die Gläubiger so uneinsichtig sind und die gemeinen Kunden bei der Konkurrenz kaufen......

Ich kann es nicht mehr hören!

Die Krone wird dem ganzen dann aufgesetzt, wenn ich die Aussage höre "Die Banken hätten mir diesen Kredit gar nicht geben dürfen"....

Da muß ich wirklich an mir halten, daß ich nicht pampig werde...

Fakt ist doch, daß es zwischen Gläubiger und Schuldner irgendwann einmal zwei übereinstimmende Willenserklärungen gab. Diese beinhalteten, daß die Bank ein Darlehen gewährt und der Kunde sich verpflichtet, es zurückzuzahlen. Ich verstehe so etwas immer noch als eine Verpflichtung!

Die Verpflichtung nämlich, den vereinbarten Zins zu zahlen und das Darlehen zurückzuzahlen. Nun gut, es kann immer mal zu einer schwierigen Situation kommen, welche zu Kündigung, Fälligstellung und Beitreibung führt.

Aber klar ist doch folgendes, der Gläubiger ist hier nicht "ungerecht" oder "unverschämt" er setzt nur sein ihm zustehendes Recht durch! Und dieses Recht steht ihm zu!

Als Gegenmaßnahme steht dem Schuldner der Weg der Entschuldung über die Insolvenz zu. Auch gut!

Hierfür gibt es für Deutsche die Möglichkeit, mittels des neuen, deutschen Insolvenzrechts die Fehler der Vergangenheit zu tilgen und entgegen jeglicher kaufmännischer Gepflogenheiten schuldenfrei zu werden. Meinetwegen....

Jetzt aber darüber nachzudenken, wie man dieses langwierige Verfahren in Deutschland dadurch umgeht, daß man sich "pro forma" nach England oder Frankreich absetzt, um sich nicht nur einer ursprünglich vertraglichen Verpflichtung zu entziehen - nein, man entzieht sich auch der "normalen" Verantwortung der deutschen Gesetze - daß ist ein fragwürdiges Verhalten!

Und dagegen wehre ich mich!

Denn Fakt ist folgendes: Wer sich die "Wohltaten" der Insolvenzrechte ander Länder "erkaufen" kann, der hat Geld! Und hat damit seine Gläubiger "vorgeführt".

grüße
gundel
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Observatorium
Specialist


Anmeldungsdatum: 06.10.2006
Beiträge: 136
Wohnort: Ostsee

BeitragVerfasst am: 31.Jan 2007 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Steckt viel Wahrheit dahinter, nur vieleicht führen Verallgemeinerungen zum verzerrten Bild.

Die Mehrheit der "Schuldner" gehört mit Sicherheit nicht zu den Schulden-Millionären, die dann - mit verstecktem Beutel - sich in England z.B. frei kaufen können.

Dass ein Großteil hiesiger Mitglieder zur "Selbständigen-Gruppe" gehört - ob freiwillig oder unfreiwillig - ist anzunehmen. Tendenz wachsend in diesem Staat; nicht unbedingt wirklich gewollt oder geeignet, ein anderes Kapitel.
Es ist ebenso bekannt, dass eigentliches Unternehmertum, Mittelstand wie Eigenständigkeit (ohne Abzockerei, anderes Schmarotzertum, Vitamin B etc.) in Wirklichkeit - trotz anderer Anpreisung - nicht gefördert wird, sondern eher unerwünscht ist. Warum dies sich so entwickelte, wieder eine andere Sache.

Zu hinterfragen wäre:
Was ist aus dem Inhalt bestimmter Gesetze und deren ehemaligen Ausgangspunkten, geworden? Wen zerstören sie und was fördern sie?
Welche Überlegungen sollten angestellt werden, bezüglich Verhaltensweisen, die in nicht abzustreitenden Zwangsmaßnahmen liegen?
Welche nicht zu übertünchenden Zustände sorgen/ten für solch eine Entwicklung?
Wie entwickelt sich die Zukunft nach derzeitigen Umständen? Was wird damit gefördert und was wird ausgeblutet?
Was wird mit welchen Informationen oder Halbinformationen beabsichtigt?
Welche Ziele stecken hinter Verhaltensweisen/Üblichkeiten/scheinbaren Rechten/Zwangsmaßnahmen/Normen?
Was ist sozial, asozial, unsozial, egoistisch, manipuliert ....? Wo sitzen die Handlanger? Welche Moral oder Unmoral?

Es sind nicht die einzigen Fragen und wie bekannt, trügt der Schein oft.

MhG
Observator
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uranus
Specialist


Anmeldungsdatum: 13.04.2006
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 31.Jan 2007 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Gundel hat folgendes geschrieben::
hallo,

Jetzt aber darüber nachzudenken, wie man dieses langwierige Verfahren in Deutschland dadurch umgeht, daß man sich "pro forma" nach England oder Frankreich absetzt, um sich nicht nur einer ursprünglich vertraglichen Verpflichtung zu entziehen - nein, man entzieht sich auch der "normalen" Verantwortung der deutschen Gesetze - daß ist ein fragwürdiges Verhalten!



Bei solchen Kommentaren geht mir allerdings der Hut hoch.

Es mag sein, dass ich zu sehr Partei bin. Aber wenn ich sehe, wer sich da
nach einer Möglichkeit eines ausländischen Insolvenzverfahrens interessiert,
dann ist es eher die Personengruppe, die lieber ihre Verbindlichkeiten bezahlt
hätten, als diesen Weg, nämlch eines ausländischen Insolvenzverfahrens, zu
gehen.

Ja es ist richtig, es sind nahezu alle ehemalige Unternehmensleiter, die in der
Vergangenheit mit ihren inhabergeführten Betrieben Pech hatten. Das hätte
sicherlich gerne jeder der jetzt Interessierten umgangen.

Wer hier wagt, mit Worten wie: " fragwürdiges Verhalten" zu jonglieren,
kann sich gleich in die Reihe der Stammtischparolenschreier einreihen. Er
hat die "Mietnomaden" und "Eierdiebe" vor Augen. Hier geht es nämlich nicht
um Handyüberziehung, Versandhausbestellungen und/oder GEZ-Gebühren-
schuldner sondern um handfestere Verschuldungen. Und, mal so ganz nebenbei,
diejenigen, die ich bisher kennen gelernt habe, sind teilweise hochintellektuelle,
hochqualifizierte Persönlichkeiten, denen es auch darum geht, schnell wieder
in ein eigenverantwortliches und unternehmerisches Engagement zu kommen.
Keiner davon hat mit Schuldzuweisungen argumentiert. Im Gegenteil, ich hörte
immer "das nächste Mal werde ich folgenden Fehler nicht mehr machen .....! "
Selbstkritische Betrachtungen kommen in diesen Kreisen öfters vor, als von
Außenstehenden angenommen. Vielleicht, Gundel, arbeiten Sie einfach mit
dem falschen Klientel ? ! ?



uranus
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Gundel
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 1.Feb 2007 9:26    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

werter uranus,

wie ich bereits in meinem obigen Beitrag schilderte, vertrat ich mal bewußt eine harte, konträre Linie.....wie gesagt "öl in's Feuer"

Zitat:
Vielleicht, Gundel, arbeiten Sie einfach mit
dem falschen Klientel ? ! ?


Ich glaube nicht. Ich arbeite mit dem Klientel, daß sich nicht mittels europäischer Schlupflöcher der deutschen Verantwortung entzieht, sondern die in Deutschland geltenden Gesetze nutzt - dazu gehört auch das deutsche Insolvenzverfahren.....

Zitat:
das nächste Mal werde ich folgenden Fehler nicht mehr machen .....! "


Da sage ich oft nur: "Bis zum nächsten Mal"...sorry

Zitat:
Hier geht es nämlich nicht
um Handyüberziehung, Versandhausbestellungen und/oder GEZ-Gebühren-
schuldner sondern um handfestere Verschuldungen.


Wenn man schon in Deutschland Schulden gemacht hat - und sie nicht zurückzahlt - dann sollte man auch die in Deutschland üblichen Wohlverhaltenszeiten akzeptieren. Dann steht man wenigstens zu seinen "Taten"!

Zitat:
Und, mal so ganz nebenbei,
diejenigen, die ich bisher kennen gelernt habe, sind teilweise hochintellektuelle,
hochqualifizierte Persönlichkeiten, denen es auch darum geht, schnell wieder
in ein eigenverantwortliches und unternehmerisches Engagement zu kommen.


Ich glaube, Qualifikation und Intellektualität sind kein Freibrief für die Flucht in's Ausland!

Man sollte zu seiner Verantwortung stehen! Wenn man in Deutschland die Möglichkeit hat, sich zu entschulden - bitte sehr! Aber nicht über die britische oder frankophile Hintertür!

Na, brennt das Feuer mit dem "neuen Öl" noch?

grüße
gundel
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Anmeldungsdatum: 06.10.2006
Beiträge: 136
Wohnort: Ostsee

BeitragVerfasst am: 1.Feb 2007 9:35    Titel: Antworten mit Zitat

1. Sollte man nicht immer sich selbst zum Maßstab nehmen. Andere sind anders, wie der Ausdruck benennt.
2. Gibt es in allen Kreisen - solche u. solche; negative Sorten vermehren sich bekanntlich leichter; vornweg, wenn sie Unterstützung in der Systemart finden.
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Anmeldungsdatum: 06.10.2006
Beiträge: 136
Wohnort: Ostsee

BeitragVerfasst am: 1.Feb 2007 9:42    Titel: Antworten mit Zitat

Verantwortung - ein Begriff - eigentlich eine Tugend, die ins Abseits schlüpfte, nicht "up-date" ist.
Wäre eine "ganze Flasche Öl", Gundel.

Der Inhalt davon greift von oben nach unten wie zurück.

MhG
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uranus
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Anmeldungsdatum: 13.04.2006
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 1.Feb 2007 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Gundel hat folgendes geschrieben::
hallo,

werter uranus,

Man sollte zu seiner Verantwortung stehen! Wenn man in Deutschland die Möglichkeit hat, sich zu entschulden - bitte sehr! Aber nicht über die britische



Ich könnte natürlich noch viel kommentieren, dürfte aber in der Sache
eigentlich wenig bringen. Dennoch möchte ich den Kommentar eines
Hamburger Inkassounternehmens weitergeben, die mir auf meinen Vorwurf,
es sei unsinnig (sittenwidrig sagte ich nicht - dachte ich aber), eine ins
Leere laufende Kontopfändung aufrecht zu erhalten und damit lediglich eine
Kontokündigung zu verursachen - nicht aber eine Zahlung, lapidar antworteten:
"Der Gesetzgeber lässt diese Maßnahme zu, also machen wir das auch!!!"

Übertagen:

Der Gesetzgeber lässt ein Insolvenzverfahren in
England ausdrücklich zu, also kann es nicht unredlich sein!





Schlussendlich aber noch folgender Hinweis:
Einen Königsweg gibt es nicht. Daher verteufle ich die Möglichkeit der
Insolvenz in Deutschland auch nicht. Wie ich schon schrieb, kann eine erneute
Selbstständigkeit in der Wohlverhaltensphase unter Berücksichtigung der
Möglichkeiten, die der § 295 (2) InsO bietet, durchaus eine Chance für
einen Neuanfang sein. Dennoch bleibt es eine viel zu lange Verfahrenszeit,
denn das Problem vieler Selbstständiger in dieser Phase ist, dass weiterhin
die Auskünfte die Insolvenz- bzw. Wohlverhaltensphase dokumentieren.
Bei der englischen Variante wird lediglich der Erledigungsvermerk aufgrund
Restschuldbefreiung notiert - der ist dann irgendwann auch weg. In Deutschland
wäre er erst 36 Monate NACH Restschuldbefreiung in seiner Auskunft
sauber (ich glaube das Schuldnerregister auch erst nach 5 Jahren). Da also in
einer derartigen Phase der Insolvenzgläubiger auch kein Geld sieht - ich führe
ja nicht ab mit Bewertung gem. § 850 c ZPO, sondern gemäß angemessenem
Dienstverhältnis
geben sich monitär beide Varianten aus Sicht des Gläubigers
gar nichts!! So scheint es den Kritikern der englischen Variante lediglich um
eine Art Bestrafung zu gehen. Das sieht die deutsche Insolvenz-Ordnung
aber nun einmal nicht vor (weder Hamburger-, Frankfurter-, Heidelberger-
Kommentar - und was es noch so an Literatur gibt). Ich gebe zu, bei diesem
Thema Partei zu sein - da ist es dann naturgemäß schwer auf einen
Nenner zu kommen.


In diesem Sinne, allen eine schönen Tag noch

uranus
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WillyWichtig
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 10.05.2004
Beiträge: 272

BeitragVerfasst am: 1.Feb 2007 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

@uranus

Werter Uranus,

Sie haben recht mit Ihren Annahmen.

Und, jede Person, die sich an die Gesetze der EU hält, wird aus Deutschland von Deutschen an den Pranger gestellt. Das ist eine bekannte deutsche Eigenschaft!

Stichworte Schadenfreude/Neid/Mißgunst!

Jedem sollte es klar sein, dass sich die Insolvenzwilligen in Deutschland, nicht nach England absetzen um - quasi Landesverrat zu begehen oder sich der Insolvenzjustiz entziehen -, sondern sich an GESETZE halten und somit das RECHT haben in dem EU Land Ihrer Wahl, eine Insolvenz durchführen zu lassen, in welchem "er" die schnellste, preiswerteste und unbürokratischste Schuldenbereinigung bekommt.

ES SIND EU GESETZE, keine Willkür oder "Fahnenflucht" oder gar die erfolgreiche Suche nach "Schlupflöcher" in der EU Gesetzgebung.

Wir haben in EU-Europa Reise-, Arbeits- und Niederlassungsfreiheit! Das gilt AUCH für die Insolvenzverfahren. ICH entscheide, welchem EU Staat ich mein Vertrauen schenke und mit der Durchführung einer Insolvenz beauftrage! Das entscheidet nicht der Staat Deutschland und schon gar nicht ein paar Neonationalisten.

Die gültigen EU Gesetze sind von den höchsten deutschen Gerichten bestätigt worden. Hier hat die Europäische Gesetzgebung eine höhere Priorität als die nationale Gesetzgebung. Oder ganz einfach ausgedrückt:"EU Recht bricht Nationalrecht!"

Wir leben in einem vereinten Europa, @gundel, da geht es nicht mehr um Nationalstolz, nationale Verantwortung, deutsche Schulden "müssen" in Deutschland getilgt werden. Solch ein Unsinn hätte ich von Ihnen @gundel, nicht erwartet.

MFG, WillyWichtig
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Gundel
Insider


Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 2.Feb 2007 9:49    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

....na, klappt doch!!!!
(Wenn's in anderen Forenbereichen langweilig wird, muß man eben nur mal einen anderen Diskussionsstandpunkt vertreten.....)

Zur Sache:

Zitat:
....sondern sich an GESETZE halten und somit das RECHT haben in dem EU Land Ihrer Wahl, eine Insolvenz durchführen zu lassen, in welchem "er" die schnellste, preiswerteste und unbürokratischste Schuldenbereinigung bekommt.


Den Gesetzestext würde ich gerne mal lesen!!!!!

Sie interpretieren, sehr frei, die Möglichkeit der Insolvenz im Ausland, welche eigentlich aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten ist. Zunächst einmal geben die jeweiligen Landesrechte, einem deutschen Bürger, welcher in diesem Land arbeitet und lebt, die Möglichkeit, das Gesetz des jeweiligen Landes zu nutzen.

Zunächst einmal war diese Möglichkeit für die Deutschen gedacht, die nicht wegen der Insolvenz in Ausland "flüchten", sondern aus beruflichen oder privaten Gründen sowieso im Ausland leben.

Daß daraus dann flugs das RECHT hergeleitet wird im "Land seiner Wahl" eine Insolvenz, zwecks "Gläubigerbeschiß" schneller durchzupeitsche ist eine mehr als fragwürdige Haltung gegenüber Rechtsstaat und rechtsstaatlicher Grundsätze (auch im Ausland!!!).

Fakt ist doch folgender: Ca. 90% derjenigen, welche momentan die Insolvenzmöglichkeiten im Ausland nutzen möchten, leben doch nicht deshalb in diesem Land, weil es dort so schön ist und man beruflich dort eine Perspektive sieht. Nein, man lebt (angeblich) nur deshalb dort, weil man einen schnelleren Weg der Schuldenfreiheit als in Deutschland suchte.

Das steht sicherlich nicht im Gesetz!!! Und kann auch so nicht hineininterpretiert werden.

Die meisten tarnen ihren angeblichen Lebensmittelpunkt mit zum Schein angemieteten Wohnungen, haben "Hausmeister", die für eine volle Mülltonne, Licht an - Licht aus, für ein angemeldetes Auto und für eine theoretische Erreichbarkeit bei unangemeldeten Besuchen sorgen. Der eigentliche Insolvenzschuldner residiert eigentlich in Deutschland, im Zweifel in dem Haus, welches rechtzeitig auf die Frau "überschrieben" wurde und betreibt sein (sorry, das seiner Frau) Geschäft in Deutschland munter weiter, da er ja im Ausland nur ein "bescheidenes" Einkommen hat.

Wollen Sie mir wirklich erzählen, daß das Sinn und Zweck der jeweilien Insolvenzordung ist??

Ich bitte Sie!

grüße
gundel
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WillyWichtig
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 10.05.2004
Beiträge: 272

BeitragVerfasst am: 2.Feb 2007 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Gundel hat folgendes geschrieben::
hallo,

....na, klappt doch!!!!
(Wenn's in anderen Forenbereichen langweilig wird, muß man eben nur mal einen anderen Diskussionsstandpunkt vertreten.....)

Ich bitte Sie!

grüße
gundel


@gundel,

ich bitte Sie nicht! um etwas, lediglich darum, dass SIe das RECHT freier Bürger der EU Mitgliedsstaaten anerkennen die jeweiligen Gesetze der EU Länder anzuwenden.

Leider ist zu befürchten, dass SIE eine mehr als fragwürdige Einstellung zu EU-RECHT vertreten. Wie ich schon schrieb: Neonationalistisch!

@Alle Anderen!

Lassen Sie sich nicht von solch pseudointerlektuellen, bewussten Missinterpretation, verunsichern.

SIE HABEN DAS RECHT AUF IHRER SEITE!

Also gehen Sie nach England, Spanien, Frankreich und führen Sie dort Ihre Verbraucher- o. Regelinsolvenz durch.

Sie machen sich NICHT strafbar. Sie werden höchsten von den vielen DEUTSCHEN Neidern beschimpft.

Und bei einem bin ich mir auch langsam sicher. Menschen wie @gundel mögen zwar ein erhebliches Wissen mit sich herumschleppen und auch anwenden, können aber nicht einen Millimeter über den Tellerrand schauen und geben Parolen aus: "Deutsche Schulden müssen in Deutschalnd getilgt werden!"

Hier kommt mir sogleich ein alter NAZI Spruch in den Sinn:" Deutschland den Deutschen!"

MFG, WillyWichtig
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Gundel
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 2.Feb 2007 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

daß Sie nur über ein begrenztes Diskussionspotential verfügen, werter Willi Wichtig, ist mir mittlerweile aufgefallen.

Mir ist es zumindest möglich, auch eine konträre Gegenposition zu vertreten, auch wenn ich diese mit Sicherheit nicht in dieser harten Form vertrete. Versuchen Sie es doch einmal, versetzen Sie sich doch mal in die Situation Ihrer Gläubiger.....

Zitat:
Leider ist zu befürchten, dass SIE eine mehr als fragwürdige Einstellung zu EU-RECHT vertreten.


Mit Sicherheit nicht! Dieses Kompliment gebe ich gerne zurück. Fragen Sie doch mal einen deutschen Staatsanwalt, was er vom Insolvenztourismus hält.....

Zitat:
Neonationalistisch!


Na, na .....

Zitat:
SIE HABEN DAS RECHT AUF IHRER SEITE!



Das halte ich für mehr als fraglich. Dies entscheidet sich im Zweifel erst dann, wenn die ersten "bereinigten" Schuldner wieder in Deutschland eintrudeln und mit unangenehmen Fragen konfrontiert werden.

Zitat:
Sie machen sich NICHT strafbar.


Der Großteil derer, welche sich mit "gebunkertem" Geld im Ausland den Freischuß ermöglichen wollen - machen sich im Zweifel strafbar! z.B. falsche Eidesstattliche Versicherung, Betrug, Unterschlagung, Vollstreckungsvereitelung....

Zitat:
Also gehen Sie nach England, Spanien, Frankreich und führen Sie dort Ihre Verbraucher- o. Regelinsolvenz durch.



Und scheitern eventuell!

Ich mahne immer zur Vorsicht! Und zu einer moralischen Verantwortung! Vielleicht würde dies einigen Protagonisten auch gut zu Gesicht stehen.

grüße
gundel
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WillyWichtig
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 10.05.2004
Beiträge: 272

BeitragVerfasst am: 2.Feb 2007 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Gundel hat folgendes geschrieben::

Und scheitern eventuell!

Ich mahne immer zur Vorsicht! Und zu einer moralischen Verantwortung! Vielleicht würde dies einigen Protagonisten auch gut zu Gesicht stehen.

grüße
gundel


In Deutschland ist das Scheitern sogar per Gesetz vorgesehen.

Eine Restschuldbefreiung ist in Deutschland eine KANN Bestimmung. Sie haben KEIN RECHT auf eine Restschuldbefreiung.

Moralische Verantwortung??? Ich glaube, mit meinem sehr begrenztem Verstand und noch begrenzteren Argumentation..., absoluter UNSINN.

Gerade Deutschland hält immer die Moral ganz hoch und drangsaliert seine Bürger immer mehr und treibt diese zu "Verzweifelungstaten". Warum glauben Sie, dass es in Deutschland ca. 12.000.000 überschuldete Haushalte gibt? Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland steigt rapide
an. Die Zahl der Ablehnung einer Restschuldbefreiung ebenfalls.

Was deutsche Staatsanwälte zum "Insolvenztourismus sagen?

DASS INTERESSIERT DOCH KEINE "SAU" um es einmal höflich zu formulieren.

Deutschland hat BEWUSST Millionen Bürger ans Existensminimum gedrängt und wird die Gesamtsituation auch weiterhin bewusst verschärfen.

Oder wie sagte ein Herr Müntefering: "Wir dürfen die Reformfortsetzung nicht anhalten!" Das sagt einer der ein NETTOEINKOMMEN i.H.v. ca. 20.000 EURO pro MONAT hat und einen Rentenanspruch i.H.v. ca. 10.000 EURO pro MONAT.

Wo schreien Sie, @gundel, nach der DEUTSCHEN VERANTWORTUNG der Regierenden? Kein Wort von Moral, keine Kritik, nichts!

So nicht gundel, so nicht.

Ich bleibe dabei: NEONATIONALISTISCHES Gedankengut hat Deutschland noch nie gutgetan!
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WillyWichtig
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 10.05.2004
Beiträge: 272

BeitragVerfasst am: 2.Feb 2007 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

ich korrigiere mich:

NICHT neoNATIONALISTISCH sondern neoNATIONAL habe ich gemeint.

Entschuldigen Sie, gundel, bitte diesen/meinen Fehler.
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Gundel
Insider


Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 2.Feb 2007 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

Zitat:
Eine Restschuldbefreiung ist in Deutschland eine KANN Bestimmung. Sie haben KEIN RECHT auf eine Restschuldbefreiung.



Richtig! Wer sich nicht dementsprechend verhält, hat auch nicht das RECHT dazu.

Zitat:
Gerade Deutschland hält immer die Moral ganz hoch und drangsaliert seine Bürger immer mehr und treibt diese zu "Verzweifelungstaten". Warum glauben Sie, dass es in Deutschland ca. 12.000.000 überschuldete Haushalte gibt? Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland steigt rapide


Genau diese Einstellung ist Grund meiner Bedenken. Deutschland "drangsaliert" nicht seine Bürger! Oder hat Deutschland den Schuldner zum Schuldenmachen genötigt? Das hat er immer noch selbst hingekriegt!

Nunmehr nach der Politik zu schreien ist ja auch viel einfacher, statt zu seiner Verantwortung zu stehen. Stehen Sie doch mal dazu, daß Sie Schulden gemacht haben, stehen Sie doch vielleicht auch dazu, daß über die Verhältnisse gelebt wurde, stehen Sie doch mal dazu, daß man vielleicht viel zu spät auf die Warnsignale reagiert hat und zumindest (Mit-)Schuld an der eingetretenen Situation hat.

Aber nein, Schulden machen wird zum "Kavaliersdelikt" degradiert, es wird sich ein "Märchen" aufgebaut, warum man nunmehr genötigt wird, ins Ausland zwecks Befreiung abzuwandern. Man sucht verzweifelt nach der Legende, die rechtfertigen soll, warum man garnicht anders könnte.

Wollen Sie mir tatsächlich erzählen, daß Sie an Ihren Schulden völlig "unschuldig" sind? Stehen Sie doch zu Ihren Fehlern aus der Vergangenheit und nutzen Sie die legalen Möglichkeiten.

In vielen Forenbereichen, auch hier im Forum, wird immer über die sogenannten vielbeschworenen "deutschen Werte" geschwafelt. Gehört es für Sie zu den "deutschen Werten", Schulden zu machen und sich mittels gebunkertem Geld und mittels mehr als fragwürdiger Praktiken aus der Verantwortung zu stehlen?

Ist es für Sie selbstverständlich geworden, Jedermann zu raten:

"macht in Deutschland Schulden soviel Ihr wollt und dann ab ins Ausland damit man sie wieder los wird"

Das wäre nämlich die Quintessenz Ihrer obigen Aussage.

Zitat:
neoNATIONAL


Ach, ist meine Anmerkung wirklich so "Neonational"?

Man hat sich sehr "national" verhalten, als man in Deutschland Schulden gemacht hat. Und nunmehr sollen sie "international" wieder beseitigt werden? Sucht man sich dann gerade so aus, wie es einem passt?

Aber Rente (wenn es denn welche gäbe) die würde man dann wieder in Deutschland beanspruchen - oder?

...oder werden Sie Ihren Lebensabend in Großbritannien verbringen, weil man da so frei und unbeschwert leben kann....

grüße
gundel
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