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Ohne Schulden zur eigenen Immobile

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Et
.


Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 447
Wohnort: Bad Homburg

BeitragVerfasst am: 7.Dez 2005 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Herr Gundel (gilt auch für Struckischreck),

der Natur nach wollen wir vergleichbares - gute Produkte ohne unerwartete Risiken für unsere Kunden. Ich finde es daher gut dass es eine "unabhängige" Prüfung, z.B. über Forenmitglieder gibt.
Da kann sich z.B. auch ruhig einmal ein Bausparkassenliebhaber mit seiner Meinung einbringen, denn es gibt selten falsch oder richtig, sondern nur unterschiedliche Sichtweisen des gleichen Vorgangs. Da die Welt bekanntlich rund ist hat jeder eine andere sichtweise.

Gerne sende ich ihnen per E-Mail eine Vertragsmappe (Beitrittserklärung, allgemeine Bestimmungen zur Mitgliedschaft und zum Mietkaufkonzept usw.).

Schade das sie bei ihrem Telefonat an einen unerfahren Genotecmann geraten sind. Leider ist es auch nach vielen unbefriedigenden Tests von Finanztest, Capital usw. bei Banken, Bausparkassen, Versicherungen und Strukturvertrieben immer noch so, das viel Grobzeug draußen den Verbrater spielt.

Leider sind wir das einzige Land das die EU-Vermittlerrichtlinien immer noch nicht umgesetzt und daher bereits eine Rüge der EU erhalten haben. Aber solange Dr, Kohl u.a. in den Aufsichtsräten der DVAG & Co. sitzen ... Aber das ist ein anderes Thema.

Schauen wir uns einmal einige Übereinstimungen an:
in dem längerem Beitrag wird klar ausgesagt das nur mit Eigenmitteln = Genossenschaftseinlagen gearbeitet wird. Somit ist eine Belastung durch Darlehen in der Abt. III des Grundbuches nicht vorgesehen.
Sollte die Genossenschaft dagegen verstoßen sollten die Genossen = Kunden den Vorstand bei der jährlichen Geno.versammlung abwählen.

Und selbst wenn gegen das ausdrücklich erklärte Geschäftsprinzip verstoßen würde, ist die zeitliche Reihenfolge der Eintragung maßgebend.
Dies bedeutet Vorrang hat immer die zeitlich zuerst Eingetragene Vormerkung des Genossen in Abt. II.

Was raten Sie denjenigen die eine Ehescheidung, Arbeitsplatzverlust, Einkommensausfall durch Krankheit oder beruflich bedingten Umzug nicht ausschießen können? Oder denen die im Alter vielleicht statt 5 Zimmer nur noch eine 2 Zimmerwohnung wünschen. Und den Selbständigen, denen es immer schwerer fällt eine Immobilienfinanzierung zu erhalten. Und dann wären da noch die 100% Kaufpreisfinanzierten. Ob es da in ein paar Jahren noch zu einem neuen Zinsangebot der aktuellen Bank kommt?

Ihr Gedanke ein Telefonat zu führen mit dem Hintergrund "meine Immobilie wird zwangsversteigert" kostet sie nur Telefongebühren und Zeit (diese allerdings auf beiden Seiten der langen Leitung).

1) wenn sie Geld hätten, wäre es noch zu keiner Zwangsversteigerungsandrohung gekommen, oder?
2) Wenn Sie Geld haben, muß a) die Genoeinlage geleistet werden und
b) aus die Zuteilung gewartet werden.
Wenn Sie akute Zahlungsprobleme haben, werden Sie die Wartezeit bis zur Zuteilung wirtschaftlich überleben?
3) Den einzigen möglichen Ausweg sehe ich in einem freien Verkauf der Immobilie. Das damit u.U. Verluste anfallen und eine Vorfälligkeitsentschädigung spricht ja nicht gegen das Genotecsystem. Oder?
Nur Genotec gibt es erst kurze Zeit, heute nicht tragbare Finanzierungen gibt es dagegen seit Jahren ...

Natürlich beschäftigen mich auch Fragen wie: was ist wenn nicht genügend Einlagen und Rückflüsse bei Genotec eingehen? Wie verändern sich dann die Zuteilungszeiten? Und was ist wenn der Vorstand mit den Einlagen abhaut? Geht dies überhaupt?
Was ist wenn mir meine Bank mein Darlehen nicht verlängert weil ich seit 7 Jahren selbständig tätig bis? Ups, richtige Frage, jedoch zu einem anderen Thema? Oder... ?

Nix für ungut und danke für die schnell eingeschobene Zeit - immerhin dauern die "Filmchen ja über 1 1/2 Stunden.

Et.
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easycredit von der TeamBank
Gundel
Insider


Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 7.Dez 2005 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

@et
sorry, aber sooo lange konnte ich die Selbstbeweihräucherung nicht ertragen.

Übrigens haben Sie vollkommen recht, es richtet sich nach der zeitlichen Abfolge der Eintragungen. Aber das hat doch gar nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun.

Jede Eintragung in Abt. III (ob Grundschuld oder Zwangssicherungshypothek - was ich der Genotec latent unterstelle, daß es dazu kommen wird) aber auch eine Vollstreckung in das Vermögen, kann die Vollstreckung in das Objekt und die folgenden Zwangsmaßnahmen nach sich ziehen. Kommen Sie mir bitte nicht mit dem Wort "Grundbuchsperre". Natürlich erfolgen die Vollstreckungen in das Vermögen zeitlich nach der Eintragung der Auflassungsvormerkung. Selbstverständlich hat der vorgemerkte Käufer das Recht die Immobilie vorrangig zu erwerben - und dies auch (wahrscheinlich) zum vereinbarten Preis.

Aber:
Nehmen wir einmal an, jemand hat tatsächlich vor, seinen Immobilie nach Ablauf der Mietzeit zu finanzieren (bezahlen) und er stellt seinen gesamte wirtschaftliche Kraft in das Erwerbsziel in 20 Jahren. d.h. er bildet über diesen Zeitraum Kapital, um das Objekt zu bezahlen (er versucht es neben den Mietzahlungen zumindest) - und zwar ausgerichtet auf 20 Jahre!!!!! Das wird wahrscheinlich bei der Genotec der eher "seltene" Fall sein.

Jetzt kommt es nach 5 Jahren zur bedauerlichen Insolvenz der Genotec, da man die Immobilien ja nicht fremd beliehen hat und man fleißig für alle Leute Immobilien gekauft hat - und zwar aus der Portokasse. Apropos, die Portokasse besteht aus den monatlich eingehenden Mietzahlungen (so mein kompetenter Vermittler). Na da kann man ja richtig reinhauen!!!!

Nunmehr stürzen sich die Gläubiger der Genotec (die gibts dann zuhauf) auf die Objekte. Klar, der Mietkäufer "darf" kaufen. Aber kann er nach 5 Jahren, obwohl er doch sein Investitionsziel auf 20 Jahre angelegt hat??????

Also rennt er zur Bank....nix, er hat ja kein "Eigenkapital", dann rennt er zum Finanzierungsvermittler....nix, der hat momentan ein Kommunikationsproblem mit seinen "Kapitalgebern" aus Timbuktu

...also was passiert mit dem ach so dollen Vorkaufsrecht (pardon der "Auflassungsvormerkung"). Mein drolliger Berater sprach sogar davon, daß die Immobilien alle "Insolvenzgeschütz" wären. Ich lach mich tot, so was dämliches habe ich selten gehört. Wenn man sich schon solche Leute ans Telefon läßt, in die gewinnt man ja richtig Vertrauen...Vielleicht hätte er besser weiterhin Handyverträge verhökert (übrigens keine Ausnahme).

Genau das sind doch die Fragen, die wichtig sind. Und bringen Sie jetzt bitte nicht den Vergleich "...eine Bank kann auch pleite gehen...". Obwohl ich Sie schätze, würde Sie dies abqualifizieren, als willfähriges Sprachrohr der Genotec. Der feine aber maßgebliche Unterschied ist eben der daß bei einer normalen Finanzierung der Kunde bereits Eigentümer ist und nicht wird - oder werden darf!!

Ach übrigens, ich werde nur einen Testanruf starten, ich bin nicht selbst betroffen. Mit Zwangsversteigerungen habe ich eher aus anderer Sicht zu tun.

grüße
gundel
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frankh66
Specialist


Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 7.Dez 2005 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

@ Gundel

War vielleicht Ihr Berater der gleiche wie meiner oder umgekehrt ?

Schöne Grüße
Frank
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chagwidden
Newbie


Anmeldungsdatum: 08.02.2005
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 7.Dez 2005 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag die Herren,
besonder möchte ich Gundel ansprechen. Mittlerweile haben sich so viele Vermittler bei uns gemeldet um unser Produkt zu vertreiben - danke! Die durchaus auch sehr sachliche (nicht immer) Diskussion schein Menschen von Genotec zu überzeugen!

Was sicherlich nicht in Ihrer Absicht lag...

Ich habe vor geraumer Zeit schon einmal einen Kommentar geschrieben und gebeten (auch Sie Gundel) mich persöhnlich zu kontaktieren. Dies ist leider bis heute nicht geschehen!

Sie sprechen von unerfahrenen Vermittlern, doch ich galaube Mittlerweile kennen Sie sich doch selbst schon so gut aus, dass Ihnen nur einer helfen kann - der Initiator.

Dieser könnte Ihnen z.B. erläutern, dass Sie was Ihre Grundbucherklärung angeht schlicht , aber dennoch sachlich, einfach falsch ist. Der Kunde hat auch bei einer möglichen Insolvenz der Genotec, 25 Jahre Zeit die Immobilie zu dem festgeschriebenen Kaufpreis zu erwerben.

Die Bestätigung zu diesem Sachverhalt, und dies bitte ich nachzusehen, haben mittlerweile mehrere Fachleute (Notare, Insolvezverwalter, Fachanwälte und Wirtschatfsprüfer) bestätigt. Dieser Sachverhalt ist unbestritten.

Daher bitte ich Sie, bezogen auf Ihre Meinung zum Grundbuch, diese zu ändern.

Noch ein Fehler, der Genosse kauft nicht erst, er hat schon ein Kaufvertragsangebot im Mietkaufvertrag beglaubigt, darin liegt Ihr Irrtum... Er vollzieht mit der Kaufpreiszahlung das Kaufvertragsangebot. Die Annahmefrist ist auf 25 Jahr beglaubigt. So werden Sie Eigentümer ohne einen Cent Schulden je Ihr eigen genannt zu haben!

Ein kleiner Fehler, aber doch sehr entscheident... es ist übrigens nicht Ihr einziger... dies würde aber den Rahmen sprengen...

Doch eines noch, wie bitte schön tragen Sie als Genotec auf ein Objekt eine Grundschlud ein, welches mit einer Auflassungsvormerkung belastet ist?

Auf diese Stellungnahme freue ich mich mit großer Spannung!!!

Ich danke Ihnen für die oft sehr hitzig geführte Diskussion.

Für eine Idee, deren Zeit gekommen ist, ist auch der größte Skeptiker eine Werbung...

Danke auch an ET, ich finde es sehr gut wie Sie Ihre Meinung gegen eine kleine, hier im Netz befindliche Übermacht, im Vergleich zu der Meinung in Deutschland, vertreten.

Was mir gerade noch einfällt, schade das hier nur auf den Verbraucher Schutz in Sachsen hingewisen wurde (gleich mehr dazu) und nicht auf den FreienBerater, der das Genokonzept durchaus verstanden hat!

Frau Andrea Hoffmann (VSS) hat telefonisch (28.11.2005) bestätigt, dass es eine Klarstellung zum Genokonzept geben wird. Ich hoffe Sie verweisen dann auch noch auf den Verbraucher Schutz... das wäre dann mehr als korrekt.

Danke für Ihre Zeit...
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Et
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 447
Wohnort: Bad Homburg

BeitragVerfasst am: 8.Dez 2005 7:39    Titel: Ich gönne mir heute einen satirischen Morgen. Antworten mit Zitat

Gundel schrieb: „sorry, aber sooo lange konnte ich die Selbstbeweihräucherung nicht ertragen. ...
Ich lach mich tot ... „

- Ich mache mir ernsthaft Sorgen um Gundel. Ich hätte ihm ja auch gerne einen Notarzt (lies Unterlagenpaket) vorbeigeschickt, jedoch ohne Adresse, Namen oder E-Mail geht dies nicht.

So fürchte ich demnächst lesen zu müssen: „Unser Gundel: Erst am 01.09.2005 der Forumsgemeinde beigetreten, verabschiedete er sich bereits am .... durch Überarbeitung (in knapp 3 ½ Monaten immerhin 139 Beiträge im Forum), es blieb ihm keine Zeit zum lesen und zuhören u.a. zum Thema Genotec.

„Mein drolliger Berater ... „ so schrieb er – ja, ja selbst bei einem schlecht ausgebildeten Verbrater konnte er noch positives, liebenswertes finden. Ja, so war/ist er, unser Gundel.....

Zurück zu den Tagesthemen (Harald Schmidt im „Das Erste“)
Gundel fragt: „Genau das sind doch die Fragen, die wichtig sind. Und bringen Sie jetzt bitte nicht den Vergleich "...eine Bank kann auch pleite gehen...". Obwohl ich Sie schätze, würde Sie dies abqualifizieren, als willfähriges Sprachrohr der Genotec. Der feine aber maßgebliche Unterschied ist eben der daß bei einer normalen Finanzierung der Kunde bereits Eigentümer ist und nicht wird - oder werden darf!!“

- Was soll uns dies sagen? Das keine Bank (Bausparkasse, Versicherung) pleite gehen kann? Läuft da nicht aktuell etwas in Berlin, die Frankfurter Spasskasse mußte quasi zwangsfusioniert werden und die AHB will wegen der hohen Verluste durch Missmanagement keiner haben...

Meistens werden Pleiten in Finanzbereich durch Fusionen abgewendet. Die Namen würden hier Seiten füllen. Trafen sich zwei Blinde: sehen wir einmal weiter ... (ich distanziere mich ausdrücklich von Witzen zu Lasten von Behinderten und allen anderen)

Gundel sorgt sich um eine mögliche Pleite von Genotec, Genotec sorgt sich um eine mögliche Pleite bankfinanzierter Kunden.(Punkt)

„Ach übrigens, ich werde nur einen Testanruf starten, ich bin nicht selbst betroffen. Mit Zwangsversteigerungen habe ich eher aus anderer Sicht zu tun.“ schreibt Gundel.

- Wie mich dies beruhigt, nur was ist andere Sicht? Aufkäufer von Zwangimmobilien, Rechtspfleger oder selbsternannter Sehtester? Welchen Beruf übt er aus, welche Qualifikation hat er und überhaupt wer ist Gundel? Und wo? Ich wollte ihm doch so gerne ein Unterlagenpaket zukommen lassen. Ach lassen wir dies, er ist ja gefährdet sich totzulachen...

"Zu Risiken und Nebenwirkungen von Genotec studieren Sie die Vertriebsunterlagen, das BGB, die Steuergesetzgebung, das Beurkundungsgesetz, die MBV etc., etc. oder fragen Sie gleich einen Fachmann“

Genug für heute Morgen, auf zum fröhlichen Arbeiten

mein Gott ist das dunkel draußen.....

Mit launigen Grüßen am Morgen

Et
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frankh66
Specialist


Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 8.Dez 2005 8:41    Titel: Antworten mit Zitat

@ chagwidden

Lieber Herr Meier! (Ich nehme an Sie sind es )

Ich habe wochenlang versucht, mit Ihnen zu sprechen. Grundlage war eigentlich Ihr Anruf bei mir. Sämtliche Rückrufe meinerseits inkl. der Bitten um Rückruf waren nicht fruchtbar. Wie anders soll ich das deuten, als mit permaneten Desinteresse an etwas skeptischen Nachfragen.

Als ich Anfang 05 von Genotek hörte war ich so begeistert, dass ich sofort 5 Miet-Kauf-Domains registriert habe. Im Grunde hatte (habe) ich nur das Problem, dass mir keiner eine Antwort auf meine Fragen gibt (gab).

Dennoch werden Sie schon bald eine Domain mit dem Namen MIET-KAUF bei Google ganz oben finden. Wer mir meine Fragen beantwortet ist im Boot, wer nicht bleibt eben draußen. Ich sehe das sehr Emotionslos.

Also nochmal:
- ich finde die Idee Klasse
- ich habe Interesse
- ich habe ein paar Fragen und suche Antworten
Mehr dazu gern persönlich und nicht hier!

Man mag vom Gomopa halten was man will, aber in diesem Forum hier habe ich den Einduck dass es weniger ums "Anpinkeln" denn mehr um die Suche nach tatsächlich brauchbare Antworten geht. Ich weiß, dass dies bei Gomopa nicht immer so ist.
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Gundel
Insider


Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 8.Dez 2005 9:17    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

@et
trösten Sie sich, ich lebe noch
Bezüglich meiner beruflichen Qualifikation glaube ich nicht, daß es zu Diskussion beiträgt, aber trösten Sie sich nochmal, sie ist "ausreichend" .
Wenn wir dann schon gleich beim "Persönlichen" sind, ich befinde mich in der glücklichen Situation mir die Zeit nehmen zu können, in diesem Forum zu schreiben - ohne hier ständig nach Kunden Ausschau halten zu müssen oder mit dem posten meiner Mailadresse auf Kundenfang zu gehen (ich nehme Sie Et hierbei aus - da gibt's hier andere "Lichtgestalten" des deutschen Finanzwesens) deshalb erachte ich das Einstellen einer persönlichen Mailadresse für überflüssig (oder sollte ich auf ein Date spekulieren??) - was nicht bedeutet, daß ich selbstverständlich auf Ihr Angebot zurückkommen werde - aber dies telefonisch!!!!

Übrigens: Die persönlichen Angriffe sollten Sie nochmals überdenken, bislang habe ich mir diese auch erspart!! Ansonsten empfehle ich das Forum "Schund und Schmutz" oder wie schütte ich über meinen Konkurrenten kübelweise Unrat aus.

Die Angriffe galten vielmehr der Genotec.

@chagwidden
Schön, daß ich Sie nochmals aus der Reserve locken konnte, manchmal muß man wohl einen etwas "bäuerlichen" Ton anschlagen um gehört zu werden. Danke

Zunächst einmal haben Sie dahingehend recht, daß meine Ausführungen einen äußerst spekulativen Charakter haben. Dies aber nicht deshalb, weil ich so gerne spekuliere, sondern aufgrund der fehlenden Informationen über "Ihr" (?) Unternehmen. Ich glaube es gehört zur "Grundausstattung" eines seriösen Unternehmens, besonders in Ihrer Branche, alle Vertraglichen Grundlagen sowie die Geschäftbedingungen offen zu legen. Und zwar jedem Interessierten. Es ist das Recht jedes potentiellen Kunden, seine Entscheidung aufgrund lückenloser Informationen zu treffen und nicht nur aufgrund der Aussage "fragwürdiger" Vermittler. Ich bin weiß Gott nicht der Einzige, der sich Informationen besorgen wollte und mit lapidaren Sprüchen abgespeist wurde - dies sind in meinen Augen nicht die Geschäftsgebaren, welche ich von einem seriösen Unternehmen erwarte. Sicherlich läßt sich dies mit "Anlaufschwierigkeiten" verargumentieren, aber mit Verlaub, wenn ich meinen Vertrieb nicht "im Griff" habe, dann warte ich, bis es soweit ist. Dann müssen Sie sich auch nicht mit Skeptikern wie mir herumschlagen

Meine kritischen Bemerkungen sind auch auf folgenden Umstand zurückzuführen. Wir betreuen mittlerweile 20 Betroffene unterschiedlicher "Mietkauf" und "Immobilienleasing" - Konstellationen. Allen wurden ähnliche oder gleiche Versprechungen gemacht, alle haben schlußendlich ihr Haus verloren oder es ist erst gar nicht zum Erwerb gekommen (z.B. aus Zwangsversteigerungen). Bezüglich der unterschiedlichen Spielarten, wie man Grundbücher belasten kann, wie Verträge ausgestaltet werden, wie Vorkosten generiert werden - all' dies erleben wir live und in Farbe.

Selbstverständlich könnte ich Ihnen gerne erläutern, wie eine Grundbucheintragung trotz vertraglich zugesicherter und später notariell eingetragener Auflassungsvormerkung erfolgen kann. Viele Ihrer "Konkurrenten" arbeiten hier mit sog. "Belastungsvollmachten". Die weiteren Spielarten und tiefergehenden Erläuterungen erspare ich mir. Aufgrund Ihrer Kompetenz gehe ich davon aus, daß Sie diese auch kennen (ansonsten kommt hier einer noch auf dumme Gedanken). Prinzipiell ging es aber um die Gefahr der Zerschlagung aufgrund Insolvenz - und hierbei wären einige Spielchen denkbar.

Sollten Sie dies "im Sinne des Kunden" ausgeschlossen haben, ziehe ich meinen Hut. Aber wie schon der Römer sagt: "Das Wort verfliegt". Nur die offene Präsenz aller Fakten kann Misstrauen erst gar nicht entstehen lassen. Aber aus den wirklich wichtigen Fakten wird nach wie vor bei Ihnen immer noch ein "Mysterium" gemacht. Stellen Sie doch einfach einen Link ein, worin wir alle vertraglichen Grundlagen abrufen und prüfen können. Das wäre wohl das "Mindeste".

Übrigens, die Grundregeln der Vertragsausgestaltung sind mir durchaus bekannt. Ebenso die Abläufe bei "Mietkauf" - ich erspare es mir deshalb, die Diskussion auf ein "juristisches" Niveau zu heben - hier im Forum sollte immer so geschrieben werde, daß es der Normalverbraucher auch versteht.

Glauben Sie mir, der Verbraucherschutz Sachsen ist nur eine Adresse, welche Mietkaufkonzepte kritisch hinterfragt. Die einschlägige juristische Literatur werden Sie auch kennen - Und die Anmerkungen hierzu.

Sollten Sie allerdings der Meinung sein, daß ich eine "Auffrischung" im "Sachenrecht" bzw. "Vertragsgestaltung im Privatrecht", nehme ich dies zur Kenntnis - mehr auch nicht.

grüße
gundel
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Et
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003
Beiträge: 447
Wohnort: Bad Homburg

BeitragVerfasst am: 8.Dez 2005 10:26    Titel: Sachstand Antworten mit Zitat

Zur Info an die interessierte Leser dieses Forums.

Anruf von Gundula hat stattgefunden. Unterlagenübermittlung konnte zeitgleich erfolgen.
Die fachliche Kompetenz von "Gundula" ist für mich ausreichend dargelegt.
Gundula ist angelehnt an die Hexe aus Walt Disneys Micky Maus (habe ich mir gleich gedacht).

Freue mich auf weitere kritische Fragen wobei auch positive Stimmen gerne vernommen werden.

Et. (der vom anderen Stern - ich will nach Hause)

PS.: ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.
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chagwidden
Newbie


Anmeldungsdatum: 08.02.2005
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 8.Dez 2005 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Guten MORGEN Gundel,

ich freue mich, über diese schnelle und durchaus positive Stimmung!

Wir befinden uns aktuell in einer Phase in der das GenoKonzept und ich bitte Sie dies zu glauben, geschützt werden muss. Im März 2006 werden Sie die von Ihnen geforderten (zu Recht) Verträge auf unserem Internen-Bereich herunter laden können.

Begründung:

Vielleicht haben Sie schon festgestellt, dass es aktuell 2 Genossenschaften in Deutschland gibt die unser Konzept nach, nein abgeschrieben haben. Keiner von diesen Herren oder Damen ist im Stande die Bereistellung richtig zu erläutern. Es war schon immer so, wenn Sie abgeschrieben haben, haben Sie nie etwas davon verstanden und wissen gar nicht was das bedeutet, was Sie da tun...
Wir haben dies aktuell unserm Anwalt übergeben, der sich in Mitten seiner Ermittlungen befindet!

Wir haben sehr viel Wissen und auch natürlich sehr viel Geld in die Entwicklung des Produktes eingebracht und haben keine, aber auch gar keine Lust unser KOPIERER weiter zu entwickeln.

Für die Mitentwicklung des Mietkaufvertrages haben wir Ebner, Stolz & Partner aus Stuttagrt gewinnen können. Diese sind übrigens zu Beginn ebenso verwundert gewesen über die ausergewöhnliche Sicherheit für die Genossen. Das Produkt ist in die Sicherheitstruktur einer eG eingebettet und dies gab es bislang einfach nicht. Alle Anwälte und Wirtschaftsprüfer (auch von Fremdgesellschaften, Versicherung-Bausparkassen) haben keinerlei Beanstandungen am Genokonzept verlauten lassen.

Ebenso haben wir eine Fremdanzeige beim BaFin, mit viel Sorgen (die sogenannte Lobby) aber ERFOLGREICH überstanden. Gerade beim BaFin ging es um den Sachverhalt der hohen Sicherheit im Grundbuch für den Genossen. Hier war die Frage nach dem KWG 3 Abs. 2 (Umgehungstatbestand Kreditgeschäft) offen.
Es wurde uns die hohe Sicherheit für den Genossen im Grundbuch vorgeworfen, das Bafin änderte allerdings nach einer hervorragende Arbeit unseres Anwaltes die Meinung.

Haben Sie alle da draußen einmal über eine anstehende Zinsfestschreibung nachgedacht, was passiert den wenn ich von meiner Bank keine neue angeboten bekomme. Und gerade Sie, Gundel, wissen doch, dass die Zahl derer, welche keine Festschreibung mehr erhalten dramatisch ansteigen wird. Betrachten Sie alleine den Punkt der neuen persöhnliche Bonitätsprüfung- eine neue Zinsfestschreibung muss als Neukreditvergabe gesehen werden.

Genotec wurde zur Sicherung der Bestandsimmobilie entwickelt. Genotec hat sich aber auch als Produkt weiter entwickelt. So nebenbei können wir, da wir wie Sie wissen, Wartezeiten haben, keinem Menschen durch Genotec aus der Zwangsmaßnahme retten. Außer ein Kunde kann die Einlage voll erbringen und da stellt sich schon die erste Hürde und muss dann noch mindestens 12 Monate, je nach Stichtagsregelung warten.

Genotec ist sicherlichlich nicht das einfachste Produkt, und was ein Vermittler daraus macht obliegt in seiner Beratungsqulität. Wie bieten Bundesweite Workshops an um sich dem Produkt zu näheren. Diese Workshops werden übrigens nur noch von Genotecaner gesprochen, dies war leider auch nicht immer so... Sie haben in einem Recht, unsere Verantwortung für Ausbildung der Mitarbeiter steht im Jahr 2006 ganz oben.

Schuldenfrei ins Eigenheim bedeutet es hat eine neue Zeitrechnung zum Thema Eigenheimrealisierung begonnen. 100 Jahre Baufinanzierung und alles wird über den Haufen geworfen, kein Stein bleibt auf dem anderen, dass ist die größte Herausforderung der Genotec.

Eines zum Schluss noch, wir hatten einmal den 1. Kunden der sicherlich sehr mutig war, dann den zweiten usw... dann hatten wir die ertse Realisierung... und durch jeden Stichtag und die dazugehörige Annahme, neue Realisierungen... dann zieht der erste Kunde einfach aus, dann der zweite usw..
Eine neues Produkt durchläuft viele Phasen, doch es Beginnt immer mit dem ERSTEN SCHRITT.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

gez.Meier
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Gundel
Insider


Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 8.Dez 2005 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

@et
zunächst einmal recht herzlichen Dank. Werde mich nach Studium der Unterlagen nochmals zu Wort melden.

@chagwidden
Ihr "Schutzbedürfnis" muß ich leider akzeptieren. Sie gestatten mir aber, daß ich mein Bild solange noch nicht revidiere, bis die mir vorliegenden Informationen mir meine "Bedenken" nehmen. Ansonste habe ich bereits in meinen ersten Postings klargestellt, daß ich Genotec für ein Nischenprodukt halte, welches mit der dementsprechenden Rechtssicherheit durchaus interessant sein "könnte". Ihr Meinung, daß es sich um ein Produkt für die breite Masse handelt, kann ich allerdings nach wie vor nicht nachvollziehen. Muß ich ja nicht

Werde meine (neuen) Erkenntnisse mitteilen - Ich betone ausdrücklich: positive, wie negative...

grüße
gundel
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frankh66
Specialist


Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 8.Dez 2005 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

@chagwidden
Hallo Herr Meier,
wenn ich nicht irre,werden unter dem Tenor "Mietkauf" mehr als 2 Produkte angeboten. Richtig bekannt ist sicher Genotec, auf Vertreterfang ist nun auch die "Dortmunder Wohnwert Wohnungsgenossenschaft eG". Allerdings kam mir auch schon ein weiteres Produkt unter die Finger, allerdings habe ich den Namen vergessen.

Auch auf die Gefahr hin, mich zu widerholen:
Ich halte es zum einen für falsch, diesen "Mietkauf" als die finale Finanzierungsform zu betrachten, zum anderen erscheint mir die Auswahl der Vertriebspartner eher nach dem Quantitätsprinzip zu verlaufen.

@ all
Weil mir viele -auch hier mehfach vorgetragene Dinge- nicht klar sind, erwartet den Verbraucher auf meiner Seite eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Wenn hier jemand Interesse an einer inhaltlichen Zusammenarbeit hat, bitte ich um eine Nachricht.

Gruß, F.Hartung
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Gundel
Insider


Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 9.Dez 2005 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,
etwas "Diskussionsstoff" zum Wochenende

Ich hatte mittels freundlicher Unterstützung nunmehr die Möglichkeit mir einen Teil der für einen Käufer relevanten Informationen anzuschauen. Es handelt sich hierbei um: "Das Genokonzept - Allgemeine Bestimmungen zur Mitgliedschaft und zum Mietkaufkonzept"

Anmerkungen bezüglich §11g der Satzung der Genotec lasse ich mal außen vor. Dieser Punkt erklärt sich nachfolgende von selbst.

Zunächst fällt auf, daß die Konzeption auf den "ersten" Blick schlüssig und fundiert formuliert ist, prinzipiell ist auch an den "Zielen" nichts auszusetzen.

Aber konkret:

Machen wir es der Einfachheit halber mal an einem Beispiel fest, wie es sich für einen potentiellen Mietkäufer darstellt.

Grundlage der Mitgliedschaft sind: die allgemeinen und besonderen Vertragsbedingungen, die Satzung, ein Mustermietvertrag und der Entwurf einer notariell zu beurkundenden Immobilien Kaufoption.

Liest sich prima!

Ich erhalte also einen Mustermietvertrag für die von mir bewohnte oder ausgesuchte Immobilie, sowie hierfür einen Entwurf einer Kaufoption.

Bedeutet: nichts!

Solche Entwürfe begründen noch kein Angebot sich vertraglich zu binden oder ähnliches. Aber ist ja auch nicht schlimm, zumindest sieht man mal, was theoretisch möglich sein könnte.

zum Mietkaufkonzept:

Mit wirksamer Eintragung als Genosse der Genotec im Genossenschaftsregister erwirbt das Mitglied die Möglichkeit zur Abgabe eines Angebots zur Anmietung eines Wohnobjektes und ggfls. gem. §17EigZulG zu dessen Kauf gemäß des Mietkaufkonzepts der Genotec.liest sich prima!

Ich erwerbe also die Möglichkeit zur Abgabe eines eines Angebots.

Bedeutet:
Lediglich die Tatsache, daß ich mein Objekt der Genotec anbieten darf.

....abgesichert durch eine vererbbare Kaufoption

gut, wenn es denn zum Kauf kommt!?

Einen Rechtsanspruch auf den Bezug einer bestimmten Wohneinheit oder die Realisation von bestimmten Bauprojekten innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens besteht nicht.

lies sich nicht so gut!

bedeutet:
...daß mein ursprüngliches Erwerbsziel im Zweifel nicht erreicht wird

die Kaufoption wird auf Wunsch des Mitglieds grundbuchrechtlich durch ein Vorkaufsrecht oder eine Auflassungsvormerkung frühestens 12 Monate ab Zulassung des Mitglieds als Genosse durch die Genotec im Grundbuch des betreffenden Mietobjekts gesichert.

liest sich....
Grundsätzlich gut, bedeutet aber auch, daß, falls der Käufer auf einem Schutz durch Auflassungsvormerkung besteht, kein Vertragsschluß vor 12 Monaten erfolgen kann.

Anmerkungen bezüglich des Verteilschlüssels (Punktesystem) lasse ich mal weg. Hier bleibt abzuwarten, wie die Anzahl der Berechtigten sich entwickeln wird. Festgestellt werden kann allerdings, daß eigentlich nur die Einmalzahler mit vernünftigen Zeitabläufen rechnen können.

Der Vorstand.......ist berechtigt und verpflichtet........betreffend eines bestimmten Wohnobjekts auf seine Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen...

liest sich vernünftig!

bedeutet:

Da keine eindeutigen Kriterien bez. der Wirtschaftlichkeit vorliegen, handelt es sich wohl immer um Einzelfallentscheidungen. Grundsätzlich richtig - aber.....

....sind von einem Erwerb durch die Genotec ausgeschlossen:
jetzt folgt eine Liste....nur auszugsweise:

-Objekte mit Luxusausstattung
-Sanierungsobjekte mit mehr als 10% Sanierungsaufwand (vom Kaufpreis)
-Gewerbeobjekte
-Objekte unter 40%m², Objekte mit weniger als 2 Zimmern
-Objekte in Wohnanlagen mit mehr als 25 Wohnungen
..........


ist aus Sicht der Genotec vollkommen richtig!

bedeutet:

Daß viele Objekte von einer Genotec - Variante ausgeschlossen sind.

Grundsätzlich ist gegen diese Konzeption aus "Unternehmersicht" nichts einzuwenden. Wird dies aber beim Verkauf von Anteilen der Genossenschaft vom Vertrieb auch genauso weitergegeben? Ich bezweifle es.

Dieses Konzept bedeutet im Endeffekt nichts anderes als:

Wenn Sie Mitglied in der Genotec werden ist es möglich, daß Sie Mietkäufer werden können. Dies ist abhängig vom Objekt, von der Entscheidung des Vorstands, und von der Entwicklung von Genotec. Ich habe selbst als Mitglied nicht die Sicherheit, daß genau mein Objekt, worauf ich mein Investitionsziel ausgerichtet habe auch tatsächlich von Genotec gekauft wird. Dies kann aus unterschiedlichsten Gründen abgelehnt werden.

Wie gesagt, aus Unternehmenssicht muß man sich diese Optionen offen halten, ich gehe aber davon aus, daß der Vertrieb draußen alles dafür tun (und versprechen) wird, daß unter allen Umständen erst einmal ein Anteil gezeichnet wird. Was dann später wird, ist dem Vertrieb wahrscheinlich vollkommen egal.

Richtig wäre sicherlich zunächst folgender Ablauf:
Erst Prüfung des Objekts mit Wertermittlung und Kaufpreisfixierung. Dann Festlegung der Rahmenbedingungen. Dann Optionsvertrag mit der aufschiebenden Bedingung, daß die Genotec - Bedingungen erfüllt werden können. Und dann erst...die Mitgliedschaft in der Genossenschaft.

So wäre es aus Sicht des Mietkäufers richtig.

Da mir keine Unterlagen über Kaufvertrag, Optionsvertrag o.ä. vorliegen, kann ich hier nicht sagen, nur spekulieren...

grüße
gundel
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preusse
Specialist


Anmeldungsdatum: 17.10.2005
Beiträge: 166

BeitragVerfasst am: 10.Dez 2005 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Steuer nicht vergessen! Bei dieser wilden Regierung würde ich mich von Steuerfolgen im Vertrag freisprechen lassen. Wenn ich jetzt eine Option abschließe, die ich in x-Jahren einlöse, mache ich bei Wertzuwachs einen Gewinn. Schon diese Regierung hat vor, die bestehenden Fristen ersatzlos zu streichen. Nur so eine kleine Baustelle am Rande.

Preusse
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Struckischreck
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 27.04.2005
Beiträge: 1971
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 21.Dez 2007 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

@all,

Ein unglaublich aktives Forum, dieses hier: http://www.eigenheim-mietkauf.de/forum/ftopic91.html Oder sind die Mitglieder bzw. Vertriebsleute alle so sehr beschäftigt, dass auf Fragen nicht geantwortet wird.

Andererseits bieten die vorhandenen Fragen und Antworten zumindest einige Informationen, über die es sich wieder einmal lohnt, nachzudenken.

Zitat:
Hallo!
Ich habe da mal eine Frage.
Beispiel

Ich entschließe mich für Genotec wie folgt:
Zeichnungssumme 27.000 €
Finanzierungssumme 150.000 €
Zuteilung in 27 Monaten

Was passiert mit der Zeichnungssumme - Genossenschaftsanteilen? Was macht Genotec damit?

Wie finanziert die Genotec die fehlenden 123.000 €?
Oder müssen da erst 4,5555 noch Genossen werden mit je 27.000 € Zeichnungssumme?

Ups! Waren doch viel mehr Fragen.

Kann da einer helfen oder besser gleich den Admin gefragt - sprich Genotec.

Schönen Abend noch und Danke im Voraus!

Micha


Genau das ist die Frage, die mich schon vor einem Jahr beschäftigt hat und auf die noch immer keine zufrieden stellende Antwort gegeben wurde. Vielleicht hilft uns die Antwort weiter. Christian Dubanowski ist m.E. ein Vertriebspartner von Genotec, also mit dem Produkt vertraut.

Zitat:
Christian Dubanowski

Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 143
Wohnort: Kassel Verfasst am: 14.10.2006, 13:31 Titel:

Hallo Micha,

aufgrund der gezielt gestellten Fragen, haben Sie sich bereits sehr intensiv mit dem Genotec-Produkt auseinandergesetzt. Daher sollte diese Frage eigentlich gar nicht gestellt werden. Nun gut, schauen wir uns mal gewisse Dinge an.


Warum sollte diese Frage nicht gestellt werden? Die Antwort geht nirgends aus den Unterlagen hervor.


Zitat:
Stellen Sie sich vor, ein Unternehmen, wie z.B. eine Bausparkasse, eine Krankenversicherung, eine Lebensversicherung u.a., will ein neues Produkt auf den Markt bringen. Was passiert dann? Das Produkt unterliegt einem Tarif. Ein Tarif ist nichts anderes als eine finanzmathematische Hochrechnung für die Zukunft. Man geht von der Annahme aus, dass gewisse Ereignisse eintreten. Die Prüfung solcher Tarife, ob sie realistisch, sinnvoll, usw. sind, obliegt der BAFIN.


Hier stellt sich mir schon die Frage: Gibt es für Genotec-Tarife eine finanzmathematische Hochrechnung tatsächlich? Wenn ja, wie sieht diese aus? Im übrigen prüft das BAFIN keine Tarife mehr, diese Zeiten sind vorbei.


Zitat:
Auch die Genotec hat Tarife. Da es sich bei der Genotec um kein Finanzdienstleistungsunternehmen, sondern um eine Genossenschaft handelt, obliegt die Prüfung dieser Tarife dem genossenschaftlichen Prüfungsverband.


Und genau das glaube ich nicht, dass der genossenschaftliche Prüfungsverband die Genotec-Tarife geprüft hat.

Zitat:
Dieser prüft, bereits vor der Registrierung der Genossenschaft beim zuständigen Gericht, ob der Zweck, dem sich die Genossenschaft widmen will, tragfähig ist. Ist das der Fall, darf die Genossenschaft angemeldet/registriert werden. Ansonsten darf sie nicht gegründet werden!


Der Genossenschaftsverband hat vermutlich geprüft, ob das Konzept des Mietkaufes auf genossenschaftlicher Basis grundsätzlich funktionsfähig ist – und das ist es ja.


Zitat:
Hierzu ein Tipp. Setzen Sie sich doch etwas mit dem deutschen Genossenschaftrecht auseinander. Die Kenntnis dieses Rechtes beantwortet viele Fragen, die zu der Genotec gestellt werden.


Das ist Blabla und beantwortet nicht den Kern der Frage: Woher kommen die fehlenden 127.000 EUR?

Zitat:
Die Genotec finanziert nichts. Die Genotec refinanziert sich auch nicht. Finanzierung und Refinanzierung sind Begriffe aus dem Kreditwesen. Da die Genotec keine Kredite aufnehmen darf und keine Kredite vergibt, sind sie hier falsch am Platze.


Das ist zunächst einmal eine ganz wesentliche Information. Die Mittel für den Mietkauf kommen also nur von den Mitgliedern selber.

Zitat:
Zu einer Genossenschaft kann eine unbegrenzte Zahl an Mitgliedern beitreten. Um am Genotec-Mietkaufkonzept teilnehmen zu können, ist es erforderlich, dass eine Mindestanzahl an Anteilen erworben wird. Die Anzahl dieser Anteile ist auch nach oben hin begrenzt.


Anzahl von Anteilen entspricht der später benötigten Investitionssumme.

Zitat:
Die Mitglieder können die Anteile durch eine Einmalzahlung erwerben, oder ansparen. So besagt das finanzmathematische Konzept, dass ein gesundes Verhältnis zwischen den Sofortzahlern und den Sparern vorhanden sein muss.


Das sagt aber nichts darüber aus, wie hoch das Verhältnis zwischen den Sparern/Einzahlern und den Mietkäufern ist oder sein sollte.

Zitat:
Das finanzmathematische Konzept berücksichtigt auch, dass die Mietkäufer die Miete zahlen. Es berücksichtigt auch, dass die Mietkäufer die Immobilie innerhalb von 25 Jahren von der Genotec zurückkaufen, d.h., das Geld fliesst wieder in die Geno-Gemeinschaft zurück. Der Geld-Kreis-Lauf schliesst sich.


Das ist richtig. Die Frage ist jedoch nur, in welchem Zeitraum fließt welches Geld in die Geno-Gemeinschaft wieder zurück. Bei 5% Mietzins pro Jahr sind das 20 Jahre, bis die ursprüngliche Summe wieder zurückgeflossen ist.

Zitat:
Jetzt werden Sie fragen, was passiert, wenn keine neuen Mitglieder mehr eintreten. Die Antwort ist sehr einfach. Rein mathematisch gesehen, können alle Mitglieder zum Eigentum gelangen. Allerdings verschiebt sich der Zeitpunkt der jeweiligen Realisierung erheblich in die Zukunft.


Genau das ist der Knackpunkt. Wenn keine neuen Mitglieder mehr eintreten, verschiebt sich der Zeitpunkt der jeweiligen Realisierung erheblich in die Zukunft. Wie weit? Lassen Sie uns ein wenig mit folgenden Angaben rechnen:

http://www.eigenheim-mietkauf.de/forum/ftopic45.html#928

Zitat:
Lars Meier

Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beiträge: 75
Wohnort: Schwäbisch Hall Verfasst am: 23.06.2006, 06:56 Titel:

Guten Morgen,

es sind ca. 1700 Genossen. Genau Zahl kann ich leider nicht sagen, da es jeden Tag mehr werden.

Gruß Lars


Darüber hinaus gehen wir von den Angaben von Micha aus und behaupten, dass für alle 1.700 Mitglieder dieselben Werte gelten. Die meisten werden eher nur 10% der späteren Investitionssumme einzahlen:

Zeichnungssumme 27.000 €
Finanzierungssumme 150.000 €
Mitgliederanzahl 1700
Mietkaufzins 5%

Dann sind die Einzahlungen der Mitglieder 45.900.000 €, daraus sind finanzierbar 306 Immobilien zu je 150.000 €

Bleiben also ohne Mietkauf 1.394 Mitglieder

Der Mietzinsrückfluss pro Jahr beträgt bei 5% aus der Finanzierungssumme 2.295.000 €, daraus sind im 2. Jahr finanzierbar weitere 15 Immobilien. Diese Anzahl steigt jedes Jahr ein wenig an, da auch diese 15 stolzen Genotec-Mietkäufer wiederum ihren Mietzins entrichten.

Die Excel-Tabelle daraus lässt sich hier leider nicht darstellen. Aber bei anfänglich 306 Mitgliedern plus jährlich steigende Anzahl von 15 plus jeweils etwa 1-2 Mitgliedern nehmen nach 25 Jahren etwa 1006 Mitglieder am Mietkaufsystem teil. Nach 10 Jahren sind es übrigens erst etwa 500 Mitglieder.

Das bedeutet, dass nach 25 Jahren immer noch 664 Mitglieder noch nicht in den Genuss des Genotec Mietkaufs gelangt sind, erst dann wird es über die zusätzliche Ansparrückzahlung noch etwas schneller gehen.

Das Problem darüber hinaus ist aber, dass selbst ein weiter steigendes Mitgliederwachstum grundsätzlich zu keinem anderen Ergebnis führen wird. Nur die ersten Mitglieder werden zügig ihre Immobilienträume verwirklichen. Das Verhältnis zwischen Mietkäufern und Einzahlern wird immer das gleiche bleiben – nämlich viel zu gering.

Zitat:
So kann, sofern Ihre mathematische Berechnung nach der Anzahl neuer Mitglieder, nach einem Vergleich mit dem Schneeballsystem abzielt, von diesem nicht die Rede sein.


Tjaaa, ein klassisches Schneeballsystem ist Genotec natürlich nicht. Aber, da Genotec explizit von einem exponentiell steigenden Mitgliederwachstum abhängig ist, sind durchaus Parallelen zu erkennen. Und wie bei diesem können die Ansprüche später einsteigender Mitglieder mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt werden.

Zitat:
Aber vielleicht stellen Sie sich auch die Frage wieviele neue (gesunde) Kunden eine Krankenversicherung benötigt, um die in Anspruch genommen KV-Leistungen eines kranken Kunden zu "finanzieren".


Falsch, ganz falsch! Wer so argumentiert, weiß offensichtlich, dass es mit seinem eigenen Produkt nicht zum Besten bestellt ist.

Vom Grundsatz her ist die Kalkulation einer Privaten Krankenversicherung so kalkuliert, dass sich der Beitrag selbst einer einzigen Person sich trägt. Natürlich ist der Risikoausgleich im Kollektiv erforderlich, da sonst das Gesetz der großen Zahl nicht zum Tragen kommt. Aber zwingend ist der ständige Neuzugang von Personen bei richtig kalkulierter Prämie nicht.

Zitat:
Und haben Sie jemals das System der deutschen Bausparkassen in Frage gestellt?


Und jetzt ist Genotec endgültig bei einer bewusst falschen Argumentation angelangt. Dies hatte ich bereits in früheren Beiträgen dargestellt. Bei Bausparkassen ist das Verhältnis zwischen Einzahlung und Bauspardarlehen 40% zu 60% und die Einzahlungsdauer 7 Jahre zu Rückzahlungsdauer 11 Jahre.

Zitat:
Die weiteren Fragen, die sich mir stellen, lauten:
Warum hat es in Deutschland im Jahr 2005 fast 100.000 Zwangsversteigerungen gegeben?
Welche weiteren Auswirkungen wird das neue Gesetz für die Vergabe von Krediten (BASEL II) ab 2007 nach sich ziehen?
Was macht eine Bank mit einem Kunden, dessen wirtschaftliche Situation sich verschlechtert hat?


Schöne, richtige Argumente. Aber nur, ausschließlich für denjenigen, der auch in den Genuss des Genotec Mietkaufs gelangen kann. Dies wird aber etwa 85% der Genotec-Mitglieder auf Jahre und Jahrzehnte verwehrt sein.

Zitat:
Warum gibt es in Deutschland immer mehr Banken, die sich aus dem Kreditgeschäft zurückziehen und nur noch das Einlagengeschäft betreiben?


Völliger Unsinn. Woher wollen diese Banken denn das Einlagengeschäft finanzieren?

Zitat:
Glauben Sie mir, das Genotec-Mietkaufkonzept wird den Eigentümermarkt in Deutschland massiv verändern.


Nein, das glaube ich überhaupt nicht.

Zitat:
So wird Ihnen jeder Notar bestätigen, dass die bisherige Praxis der Besicherung im Grundbuch, eine schwachsinnige und vermögensvernichtende Eintragung ist (s. Zahl der Versteigerungen).


Ja, mag sein. Aber das wird nicht dadurch besser, dass Genotec ein funktionsuntüchtiges Produkt anbietet.

Meine Meinung hat sich inzwischen sogar verfestigt. Das Genotec-System wird innerhalb eines Zeitraums von ein bis zwei Jahren an seine Grenzen stoßen. Auf Dauer kann nur eine geringe Anzahl der Mitglieder tatsächlich die Vorteile von Genotec in Anspruch nehmen. Es ist logisch, dass dann die Mitglieder, wenn sie merken, dass sich ihre Träume auf unbestimmte Zeit verschieben, ihre Einlage zurückfordern werden. Woher will Genotec jedoch dann die Mittel für die Rückzahlung der Einlage nehmen? Das Geld ist für die bereits bestehenden Mietkaufverträge verbraucht worden.

Herr Meier, es wird jetzt allerallerhöchste Zeit, dass Sie zu den Fakten einmal Stellung nehmen. Oder nehmen Sie aus Provisionsinteresse billigende in Kauf, dass zahlreiche junge Familien ihr weniges Gespartes verlieren, weil sie den Sprüchen vom Immobilienerwerb ohne Schulden Glauben schenken? Das wäre schlimmer als auch nur eine Zwangsversteigerung.

Struckischreck
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Schwabenpower
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Anmeldungsdatum: 24.12.2002
Beiträge: 1335
Wohnort: im wilden Süden

BeitragVerfasst am: 21.Dez 2007 21:48    Titel: Hoppla Antworten mit Zitat

@ Struckischreck:

selten eine so dezidierte, sachliche und fundierte Analyse gelesen hier wie Ihr vorheriger Beitrag. Sie bohren an den richtigen Stellen und die von Ihnen aufgeworfenen Fragen wird Ihnen keiner von genotec richtig beantworten können (hihi....)......

Gratulation.......
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Struckischreck
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Anmeldungsdatum: 27.04.2005
Beiträge: 1971
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 11.Jan 2008 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Aus dem Forum http://www.eigenheim-mietkauf.de/forum/ftopic168.html#950

Christian Dubanowski hat folgendes geschrieben::
Hallo Wolfgang,
Ihre Bewertung der Genotec eG enthält einen großen Fehler. In Ihrer Kritik gehen davon aus, dass es ausschließlich Einmalzahler gibt, die alle realisieren wollen. Nun, da gebe ich Ihnen Recht. Das kann nicht funktionieren.


Hallo, Herr Dubanowski,

Es ist nicht richtig, dass ich davon ausgegangen bin, dass es ausschließlich Einmalzahler gibt. Es spielt aber auch m.E. keine Rolle, da monatliche Einahlungen über einen längeren Zeitraum lediglich den Zeitpunkt der Realisierung des Mietkaufs weiter in die Zukunft verschieben.

Zitat:

Sie unterschlagen jedoch die Sparer, die Teilzahler, die, die alle staatlichen Förderungen nur in einem Vertrag „sammeln“ (und gar nicht bauen möchten).


Dieser Punkt bedarf in jedem Fall einer eingehenden Betrachtung.

Soll dies heißen, dass es einen Personenkreis bei Genotec gibt, der nur deshalb Mitglied wird, um die staatlichen Förderungen zu erhalten? Wenn dem so ist, was bedeutet das dann für diese Personen?

Dieser Personenkreis sollte dann ja wohl ausdrücklich beworben werden. Betrachten wir die Genotec-Seite. www.genotec-eg.de Dort heißt es „GenoKonzept … für jeden“, u.a.

Zitat:
„Schuldenfrei ins Eigenheim für jeden“
Ob Junge Familien, Singles, Unternehmer, Selbstständige, Junge Familien oder zur älteren Generation gehörend - Das GenoKonzept von Genotec eG ist für viele Menschen eine hervorragende Möglichkeit ohne Kredit und Schulden Eigentümer ihrer Traum-Immobilie zu werden.

Junge Familien, Business Kunden, 50+, Schuldner – alles Immobilienerwerber. Nur-Sparer zur Inanspruchnahme staatlicher Förderungen – Fehlanzeige.

Rubrik „Fragen und Antworten“. Staatliche Förderung: „Wird überarbeitet“ (wieso, hat sich da etwas geändert?). Wohnbaugenossenschaft, Mietkauf (wieder für Immobilienrealisierer), dann unter „Kosten unten der Punkt: „ Was ist wenn ich nicht innerhalb von 8 Jahren den Mietkauf erreiche oder eine Genossenschaftsimmobilie beziehe?“

Zitat:
Der Genosse muss die Förderung nach §17 EigZulG an das Finanzamt zurückbezahlen. Den Anspruch auf eine mögliche Bereitstellung bleibt hiervon unberührt. Die Durchführung des Mietkaufes ist nicht an die Förderung nach §17 EigZulG gebunden. Aufgrund des vorliegenden Konzeptes kann die Genotec eG keinen ausreichenden Wohnraum zum Mieten anbieten. Wenn ein Genosse keinen Mietkauf realisiert, bedeutet dies die Rückzahlung der Eigenheimzulage nach § 17. Die Genotec eG kann hierfür keine Haftung übernehmen, auch wenn von der Genotec eG dem Genossen kein Wohnraum innerhalb des Förderzeitraumes zum Mieten angeboten wurde.


Auszug aus dem EigZulG
Zitat:
§ 17 Eigenheimzulage bei Anschaffung von Genossenschaftsanteilen
1Der Anspruchsberechtigte kann die Eigenheimzulage einmal für die Anschaffung von Geschäftsanteilen in Höhe von mindestens 5 000 Euro an einer nach dem 1. Januar 1995 in das Genossenschaftsregister eingetragenen Genossenschaft (Genossenschaftsanteile) in Anspruch nehmen, wenn er spätestens im letzten Jahr des Förderzeitraums mit der Nutzung einer Genossenschaftswohnung zu eigenen Wohnzwecken beginnt.


Wozu sollte dann ein Sparer nur zum Zwecke der Inanspruchnahme staatlicher Förderung eine Genotec-Mitgliedschaft eingehen? Wenn er nach Ablauf von 8 Jahren – egal aus welchen Gründen auch immer – keinen Mietkauf in Anspruch genommen hat, muss er die komplette Eigenheimzulage zurückzahlen.

Vermutlich findet man aus diesem Grund auch keine werbliche Herausstellung der Möglichkeit, nur für die staatliche Förderung einen Genossenschaftsanteil zu zeichnen.

Fazit: Ein ganz mieses Argument, weil es vermutlich nur ganz wenige Familien geben wird, die sich auf dieses Geschäft einlassen – vorausgesetzt, der provisionsabhängige Genotec-Berater hat ihnen diesen Pferdefuss erklärt (was ich bezweifle).

Aber weiter: Stellen wir uns eine Familie mit 2 Kindern vor, die das trotz allem machen möchte. Es gibt eine staatliche Förderung nach dem dem 5. Vermögensbildungsgesetz und dem Wohnungsbau-Prämiengesetz. Keinesfalls vergessen darf man allerdings dabei die Abschlussgebühr, die in jedem Fall fällig wird.

Welche Förderung kann die Familie jetzt erhalten?

Unterstellen wir den besten Fall von 2 Arbeitnehmern. Dann erhalten diese 8,8% Wohnungsbauprämie auf eine jährliche Sparleistung von 1.024 EUR, das sind 90,11 EUR pro Jahr. Zuzüglich Arbeitnehmer-Sparzulage von 9% auf 940 EUR pro Jahr, das sind 84,60 EUR.

Um also diese Förderung zu erhalten, muss die Familie monatlich 167 EUR einzahlen, für 60 Monate, um eine Mindestzeichnungssumme von 10.000 EUR zu erreichen. Dann hat die Familie 5 Jahre lang einen Anspruch auf jeweils 174,71 EUR, das sind insgesamt 873,55 EUR.

Interessanterweise betragen die Abschlusskosten 1.832,24 EUR bei einer Investitionssumme von maximal 114.515 EUR lt. Genotec-Rechner. Die Familie verliert also in dieser Zeit einen Betrag von fast 1.000 EUR.

Fazit: Das grenzt schon an schadenersatzpflichtige Falschberatung, einer Familie eine Genotec-Mitgliedschaft als Anlage mit staatlicher Förderung zu verkaufen.

Zitat:
Sie vergessen, dass der Preis der Immobilien, die heute gekauft werden, in spätestens 25 Jahren in die Genossenschaft zurückfließt.


Das bedeutet, dass die Mehrzahl der Mitglieder 25 Jahre und länger warten muss, bis tatsächlich nennenswerte Summe wieder in den Topf zurückgeflossen sind.

Fazit: Für die überwiegende Anzahl der jetzigen Mitglieder ein völlig untaugliches Argument.

Zitat:
Sie vergessen die, die während der „Mietphase = Nutzphase“ Anzahlungen leisten.


Wie viele werden das sein? Der Mietzins beträgt 5% (oder inzwischen sogar nur 4,5%), der zweckgebundene Ansparbeitrag nochmals 1,1% und darüber hinaus wird es erforderlich sein, weitere Rücklagen zu bilden, um in 25 Jahren die Immobilie tatsächlich erwerben zu können. Die Personenkreise, die von Genotec angesprochen werden, sind doch genau die, bei denen die Bonität für eine normale Bankfinanzierung nicht ausreicht. Die werden erst recht kaum in der Lage sein, während der Laufzeit nennenswerte Summen als Anzahlungen/Sondertilgungen zu leisten.

Und bei einem Verhältnis von 9 Einzahlern zu 1 Mietkäufer wird das die Differenz nicht wirklich auffangen können.

Fazit: Kein schlagkräftiges Argument.

Zitat:
Sie erwähnen nicht, dass die Gelder der Mitglieder der Genossenschaft bis zur Zuteilung festverzinslich angelegt sind und die daraus resultierenden Zinszahlungen in die „Masse“ fliessen.


Ja, und? Wenn 1.700 Mitglieder jeweils 27.000 EUR (Beispiel von Micha) eingezahlt haben, dann sind das ca. 45,9 Mio. EUR. Daraus können ca. 306 Immobilien mit jeweils 150.000 EUR finanziert werden. Wenn die 45,9 Mio. EUR für drei Jahre zu 5% angelegt werden, dann sind das weitere 2,3 Mio. EUR. Das reicht dann nochmals für etwa 15 Immobilien. Damit können aber nur 321 von 1.700 Mitgliedern den Mietkauf realisieren, die anderen 1.379 müssen warten, bis weitere Einlagen kommen.

Da anzunehmen ist, dass die meisten Mitglieder nicht 18% der späteren Investitionssumme, sondern nur den Mindestsatz einzahlen werden, verschlechtert sich das Verhältnis noch weiter zu Ungunsten der Finanzierer.

Fazit: Das Argument spielt so gut wie keine Rolle.

Zitat:
Die Mieten haben Sie angesprochen.


Genau. Und diese tragen ebenfalls mit 5% pro Jahr von den o.g. 45,9 Mio. EUR nur mit weiteren 2,3 Mio. EUR pro Jahr bei, also können im zweiten, dritten, vierten usw. Jahr auch nur jeweils weitere 15 -20 Mitglieder tatsächlich die Segnungen des Mietkaufes in Anspruch nehmen.

Fazit: Auch das spielt so gut wie keine Rolle!

Zitat:
Desweiteren gehen Sie davon aus, dass alle realisieren wollen. Glauben Sie das wirklich? Es gibt statistische Erhebungen, die das Verhalten der Menschen in Zahlen ausdrücken. Dieses fließt in die finanzmathematischen Berechnungen der Genotec eG.


Und jetzt wird es polemisch. Genotec wirbt massiv mit dem Argument „Mietkauf für alle“. Die Abschlusskosten sind nicht auf die Einlage berechnet, sondern auf die Investitions-, sprich Mietkaufsumme. Nirgendwo ein Hinweis, Genotec als Kapitalanlage zu sehen. Wer einen Genotec-Anteil zeichnet, der wird zu 95% eine Immobilie erwerben wollen. Kaum jemand wird aus anderen Motiven Genotec-Mitglied werden. Hier ist die Hoffnung der Vater des Gedanken, dass sich möglichst viele Mitglieder mit der Realisierung ihrer Immobilienträume Zeit lassen

Fazit: Das Argument ist reine Augenwischerei.

Zitat:
(haben Sie sich jemals die Frage gestellt, woher eine Lebensversicherungsgesellschaft das Kapital nehmen soll, wenn alle Verträge das Ende erleben würden? An den allg. Exitus denke ich gar nicht).


Endgültig wieder ein Griff ins Klo. Lebensversicherungsverträge sind mit versicherungsmathematisch genau darauf durchkalkuliert, dass alle Verträge mit ihren garantierten Leistungen erfüllt werden können, egal ob ein Vertrag oder alle Verträge bis zum Ende laufen. Die Überschüsse werden durch eine mehr oder weniger gute Kapitalanlagepolitik erzielt, insofern erhalten Versicherte durch hohe Kosten eine schlechte Rendite. Und wenn alle Versicherten gleichzeitig kündigen, wird eine Versicherungsgesellschaft die langfristig angelegten Kapitalanlagen natürlich nicht so schnell liquidieren können, wie es nötig wäre. Dann entstehen tatsächlich Verluste.

Fazit: Wie der Vergleich mit Bausparen oder Krankenversicherung ein Scheinargument, das völlig am Thema vorbeigeht.

Zitat:
Ich bezweifele, das Sie wissen, dass es sich bei der Genotec eG um eine Genossenschaft handelt.


Genossenschaftsrecht, ein hervorragendes Stichwort.

Zitat:
Kennen Sie das Deutsche Genossenschaftsrecht? Wissen Sie was oder wer eine Genossenschaft ist?


Ja, das kann man nachlesen.

Zitat:
Kennen Sie die Zulassungsvoraussetzungen an eine Genossenschaft?


Ja, das sind die folgenden:

Zitat:
§ 11 Anmeldung der Genossenschaft
(1) Der Vorstand hat die Genossenschaft bei dem Gericht zur Eintragung in das Genossenschaftsregister anzumelden.
(2) Der Anmeldung sind beizufügen:
1.
die Satzung, die von den Mitgliedern unterzeichnet sein muss;
2.
eine Abschrift der Urkunden über die Bestellung des Vorstands und des Aufsichtsrats;
3.
die Bescheinigung eines Prüfungsverbandes, dass die Genossenschaft zum Beitritt zugelassen ist, sowie eine gutachtliche Äußerung des Prüfungsverbandes, ob nach den persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnissen, insbesondere der Vermögenslage der Genossenschaft, eine Gefährdung der Belange der Mitglieder oder der Gläubiger der Genossenschaft zu besorgen ist.
(3) In der Anmeldung ist ferner anzugeben, welche Vertretungsbefugnis die Vorstandsmitglieder habe
§ 11a Prüfung durch das Gericht
(1) 1Das Gericht hat zu prüfen, ob die Genossenschaft ordnungsmäßig errichtet und angemeldet ist. 2Ist dies nicht der Fall, so hat es die Eintragung abzulehnen.
(2) 1Das Gericht hat die Eintragung auch abzulehnen, wenn offenkundig oder auf Grund der gutachtlichen Äußerung des Prüfungsverbandes eine Gefährdung der Belange der Mitglieder oder der Gläubiger der Genossenschaft zu besorgen ist. 2Gleiches gilt, wenn der Prüfungsverband erklärt, dass Sacheinlagen überbewertet worden sind.
(3) Wegen einer mangelhaften, fehlenden oder nichtigen Bestimmung der Satzung darf das Gericht die Eintragung nach Absatz 1 nur ablehnen, soweit diese Bestimmung, ihr Fehlen oder ihre Nichtigkeit
1.
Tatsachen oder Rechtsverhältnisse betrifft, die nach den §§ 6 und 7 oder auf Grund anderer zwingender gesetzlicher Vorschriften in der Satzung bestimmt sein müssen oder die in das Genossenschaftsregister einzutragen oder von dem Gericht bekannt zu machen sind,
2.
Vorschriften verletzt, die ausschließlich oder überwiegend zum Schutze der Gläubiger der Genossenschaft oder sonst im öffentlichen Interesse gegeben sind, oder
3.
die Nichtigkeit der Satzung zur Folge hat.


Was wird also nach dem Gesetz tatsächlich geprüft?

eine gutachtliche Äußerung des Prüfungsverbandes, ob nach den persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnissen, insbesondere der Vermögenslage der Genossenschaft, eine Gefährdung der Belange der Mitglieder oder der Gläubiger der Genossenschaft zu besorgen ist.

Ist eine Gefährdung der Belange der Mitglieder zu besorgen? Sicher nicht, also war die Genotec eG zu genehmigen.

Zitat:
Kennen Sie die Sicherungsmechanismen bei den Genossenschaften? Kennen Sie die Kontrollmechanismen bei den Genossenschaften?


Ja, die folgenden:

Zitat:
§ 57 Prüfungsverfahren
(1) 1Der Vorstand der Genossenschaft hat dem Prüfer die Einsicht der Bücher und Schriften der Genossenschaft sowie die Untersuchung des Kassenbestandes und der Bestände an Wertpapieren und Waren zu gestatten; er hat ihm alle Aufklärungen und Nachweise zu geben, die der Prüfer für eine sorgfältige Prüfung benötigt. 2Das gilt auch, wenn es sich um die Vornahme einer vom Ve