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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6446
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Verfasst am: 24.Aug 2007 6:07 Titel: AT: Wertpapierveranlagungen auf hohem Niveau |
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Österreichische Rentenpapiere finden im Ausland weiterhin hohen Anklang. Im ersten Halbjahr 2007 erreichte der Absatz mit 29 Mrd EUR das Doppelte der Vergleichsperiode 2006. Heimische Anteilscheine konnten die außergewöhnlich hohe Dynamik des 1. Halbjahres 2006 hingegen nicht nachvollziehen. Österreichs Wertpapierkäufe im Ausland ließen mit rund 30 Mrd EUR ebenfalls anhaltendes Interesse der Investoren erkennen. Grenzüberschreitende Unternehmensbeteiligungen wurden einerseits durch Akquisitionen in Südosteuropa und andererseits durch die Restrukturierung internationaler Konzerne bestimmt.
Nach vorläufigen Berechnungen setzte Österreich im ersten Halbjahr 2007 Wertpapiere im Ausmaß von rund 45 Mrd EUR im Ausland ab (1. HJ 2006: rund 29 Mrd EUR). Dabei verdoppelte sich der Verkauf langfristiger Rentenpapiere auf 29 Mrd EUR und reflektiert damit den gestiegenen Refinanzierungsbedarf der Kreditinstitute und des Bundes. Letzterer war auch für den höheren Absatz an Geldmarktpapieren hauptverantwortlich, der sich auf 14 Mrd EUR belief (+50%). Der Verkauf von österreichischen Anteilscheinen zeigte sich mit 2,1 Mrd EUR (nach 5,6 Mrd EUR) hingegen schwächer, da das außergewöhnlich hohe Niveau an Börsengängen und Kapitalerhöhungen des Vergleichszeitraums 2006 nicht gehalten wurde.
Österreichs Nachfrage nach ausländischen Wertpapieren war nach vorläufigen Berechnungen in den ersten sechs Monaten 2007 mit 30 Mrd EUR ungebrochen stark (1. HJ 2006: 28 Mrd EUR). Auch hier wird das Liquiditätsmanagement des Bundes sichtbar, der einen wesentlichen Teil der Geldmarktaktivitäten von insgesamt 15 Mrd EUR bestimmte (1. Halbjahr 2006: 11 Mrd EUR). Lebhaft zeigte sich auch die Nachfrage nach ausländischen Anteilscheinen: Aktien legten um rund ein Fünftel auf 0,6 Mrd EUR zu, Investmentzertifikate wurden im Gegenwert von 2,5 Mrd EUR erworben (+4%).
Grenzüberschreitende Unternehmensbeteiligungen wurden im ersten Halbjahr 2007 aktivseitig durch Neuakquisitionen in Südosteuropa und passivseitig durch Restrukturierungen internationaler Konzerne bestimmt. Österreichs Direktinvestitionen erreichten netto rund 13 Mrd EUR, neue ausländische Beteiligungen in Österreich beliefen sich netto auf 10 Mrd EUR.
Der Bereich der Sonstigen Investitionen, der vor allem das grenzüberschreitende Kredit- und Einlagengeschäft umfasst, wies per Saldo einen Kapitalexport von knapp 20 Mrd EUR auf. Österreichische Kreditinstitute veranlagten im Berichtszeitraum 36 Mrd EUR und damit um fast 80% mehr als im 1. Halbjahr 2006. Auch der Staat weitete seine Veranlagungen auf fast 5 Mrd EUR deutlich aus, während die Sonstigen Sektoren - vor allem bedingt durch Konzernrestrukturierungen Finanzmittel im Umfang von rund 10 Mrd
EUR aus dem Ausland abzogen.
Die offiziellen Währungsreserven wurden transaktionsbedingt um 0,2 Mrd EUR erhöht.
Die österreichische Leistungsbilanz wies nach vorläufigen Schätzungen ein Plus von 7,5 Mrd EUR auf.
Weitere statistische Informationen finden sich
unter statistik.oenb.at und dieaktuellezahl.oenb.at |
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