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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4947 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 30.Aug 2004 7:04 Titel: Asset Backed Securities (ABS) |
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Wie Asset Backed Securities funktionieren:
Einer Asset Backed Transaktion liegen Forderungen zugrunde, die einen vorhersagbaren Cashflow generieren. Fällig gewordenen Forderungen dienen zur Tilgung der Asset Backed Papiere. Der Forderungsverkauf selbst verursacht auch Kosten. Der Verkäufer muss - je nach Qualität von Forderung und Verkäufer - Abschläge von der Forderungssumme hinnehmen.
Die Einsatzmöglichkeiten für Verbriefungen sind vielfältig. Möglich sind:
geistiges Eigentum
Markennamen
Datenbankbestände
Vermögenswerte (Flugzeuge, Gebäude, Mietwagen)
Vor allem Banken, Leasing- und Finanzierungsgesellschaften treten als Forderungsverkäufer auf. Das bringt ihnen relativ günstig refinanzierte Liquidität.
Die hinter einem ABS befindlichen Forderungen werden in einem Pool zusammengefasst. Dieser wiederum wird an eine Zweckgesellschaft verkauft. Diese plaziert den Pool dann zum Beispiel als Anleihe - oder besonders beliebt - als Schuldverschreibung mit einer Laufzeit von der Regel bis zu 90 Tagen. (Commercial Paper)
Vielleicht ist die Bowie-Anleihe ein Vorbild für die Kreditaufnahme anderer Unternehmen. Das Interesse an diesen Spezialpapieren, bei denen Vermögenswerte als Sicherheiten hinterlegt sind, steigt nämlich. Die Rede ist von Asset Backed Securities (ABS). Das sind Wertpapiere, die durch künftige Zahlungsströme gedeckt sind. Als Sicherheiten kommen hier also nur Vermögenswerte infrage, die regelmäßige Zahlungen versprechen. In der Regel sind das verbriefte Forderungen, die gebündelt und dann verkauft werden.
Vor allem Hypothekenbanken, Autofinanzierungs- und Kreditkartengesellschaften machen per ABS ihre Forderungen zu Geld. Für die Investoren auf der anderen Seite sind ABS eine sichere und überdurchschnittlich verzinste Anlage. Vergleichbar mit Geldmarktpapieren liegen die Renditen - gemessen an der Performance von Fonds dieser Kategorien - bei ABS-Fonds sogar fast immer über denen von Geldmarktfonds.
"Unser ABS-Fonds verzinst sich über Euribor", berichtet Matthias Kruse, Geschäftsführer bei Lazard. Der Euribor ist der Referenzzinssatz im europäischen Interbankenhandel. Er liegt aktuell bei rund 2,1 Prozent. Die 74 Fonds aus der Kategorie "Geldmarkt stabil" brachten dagegen durchschnittlich nur 0,9 Prozent in die Anlegerkassen. Im besten Fall waren es 1,4 Prozent.
Steigende Zinsen und in der Folge fallende Anleihekurse sind außerdem nicht das Problem von ABS-Fonds. Die Zinssätze der zu Grunde liegenden Papiere sind meist variabel, werden also an die aktuellen Geldmarktsätze angepasst. Mithin profitieren Anleger sogar von anziehenden Zinsen.
Drittens sind ABS-Fonds sicher. Wer in der Branche etwas auf sich hält, investiert das Geld vor allem in solche Papiere, die von den Rating-Agenturen mit Dreifach-A bewertet werden.
In Europa kommt das ABS-Geschäft allerdings erst langsam in Gang. Das Neuemissionsvolumen stieg von 30 Milliarden Euro 1996 auf gut 150 Milliarden im Jahr 2003. "Für 2004 rechnen wir mit einem Neuemissionsvolumen von 250 Milliarden Euro", sagt Frank Hofmann, Portfoliomanager bei Lazard. In den USA dagegen werden regelmäßig ABS-Transaktionen über jährlich eine halbe Billion Euro initiiert.
Schlusslicht in Europa ist Deutschland. In England, Spanien, Portugal, Italien und Holland etwa gibt es Rahmenbedingungen, die selbst innovative ABS-Konstruktionen ermöglichen. In Deutschland dagegen sei kein Wille erkennbar, etwas am Status quo zu ändern, sagt Hofmann. Hier behinderten ungünstige Steuerbedingungen und unklare Regelungen jeden Versuch, das Geschäft voranzubringen. Und wenn doch ein ABS-Fonds aufgelegt wird, sorgen hohe Einstiegsgrenzen dafür, dass die Anbieter zumindest Privatanleger mit kleineren Beträgen ausgrenzen. |
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