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El_Santo Newbie
Anmeldungsdatum: 18.04.2006 Beiträge: 1
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Verfasst am: 18.Apr 2006 19:52 Titel: Bildung eines Investmentdepots |
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Hallo Forum,
ein Finanzberater hat mir eine Empfehlung zur Bildung eines Investmentdepots gemacht und ich bin mir unsicher, ob es sich um ein gutes, seriöses Angebot handelt, da ich mich mit der Materie kaum auskenne. Könnt Ihr mir eine Empfehlung aussprechen?
Die Idee ist: ich zahle 15.000 Euro in ein Depot ein, das auf dem DWS-Fond Geldmarkt Plus beruht. Aus diesem Deopot werden jährlich 1200 Euro entnommen und in einen Vorsorge Invest Vertrag eingezahlt. Dieser ist fondgebunden und es wird dabei wird in den DWS FlexPension Garantiefond investiert.
Laut Finanzmensch ist das wohl eine Supersache mit viel Rendite, hoher Sicherheit, jederzeitiger Verfügbarkeit, usw.
Wie seht Ihr das bzw. wo liegen die Vor- und Nachteile?
Vielen Dank und viele Grüße,
El_Santo |
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purplepeopleeater Pathfinder
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 483 Wohnort: 74855hassmersheim/NOK/BaWü
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Verfasst am: 21.Apr 2006 4:21 Titel: |
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hallo!
dieser satz hat es in sich:
***Laut Finanzmensch ist das wohl eine Supersache mit viel Rendite, hoher Sicherheit, jederzeitiger Verfügbarkeit, usw.***
ist doch ein widerspruch in sich!!
ich habe keine banklehre hinter mir, aber die goldene grundregel der geldanlage habe ich seit jahrzehnten im hinterkopf:
das magische dreieck der geldanlage:
1. liquidität
2. rendite
3. sicherheit
bedeutet: jede geldanlage ist irgendwo zwischen diesen 3 punkten
einzuordnen.
ergo: wenn ich mehr sicherheit will muss ich etweder rendite oder liquidität einbüssen.
das ganze gilt demnach auch umgekehrt, in alle drei richtungen!!
will heissen: die eierlegende wollmilchsau oder das perpetuum mobile gibt es (besonders im finanzbereich!!) immer noch nicht!
sicher gibt es immer wieder neue und teilw. massgeschneiderte produkte, aber die obige regel gilt immer!
ob eine anlage für sie richtig ist, hängt davon ab, welche anlageziele sie haben.
zu deutsch: wann wollen sie das geld wieder zur verfügung haben?
wenn man es braucht, muss es da sein!
- umgekehrt: wenn sie es mit sicherheit in den nächsten 5 jahren nicht brauchen, ist es unsinn, es im geldmarktbereich oder als tagesgeld zu parken.
die rendite sollte so gut wie möglich sein, aber wenn die beiden anderen punkte eine bedeutende rolle spielen, hat diese ihre grenzen.
wenn die kurzfristige liquidität nicht das wichtigste ist, aber eine 2stellige rendite erwünscht ist, wäre ein (oder mehrere) guter aktienfond interessant .
ein garantie-produkt (hört sich immer gut an!) würde ich nicht nehmen, denn jede garantie kostet geld, also rendite!!
keine langfristigen verträge abschliessen!
flexibel bleiben, anlagen immer wieder (jährlich!?) überprüfen!
was heute richtig ist, kann in zwei jahren durchaus weniger sinnvoll sein, man muss dann seine strategie ändern.
ihre situation kann sich jederzeit ändern, die anlagemärkte tun dies ständig.
wer heute in z.b. aktien oder silber investiert, erkennt irgendwann, dass z.b. in drei jahren eher immobilien oder renten interessanter sind, dann will ich möglichst verlust- u kostenfrei meine anlage umschichten können.
wenn sie auf ihren berater hören, bringt der grosse batzen geld relativ wenig rendite, weil er - zwar recht liquide - im geldmarktbereich bei niedriger verzinsung nicht viel abwirft, in den lukrativeren fond wandern jährlich nur 1200 euro, d.h. bis sich dort ein dicker batzen ansammelt, der dann ordentlich "arbeiten" kann, sprich ertäge generieren (hier spielt der faktor zeit und der zinseszinseffekt eine gewaltige rolle!) vergehen viele jahre.
wer weiss wie dann die finanzmärkte aussehen?
zur zeit sind aktien attraktiv, aber in 5 j vielleicht weniger, weil die risiken sich ändern.
die zinsen sind in einigen jahren vielleicht bedeutend höher als heute, aber jetzt wollen sie zu niedrigzinsen in den geldmarkt?
während ihr aktienfond zur zeit wohl interessanter wäre, aber erst in 10 jahren richtig voll wird, aber dann vielleicht nicht mehr viel einbringt?
diese strategie leuchtet wenig ein! - umgekehrt wäre es doch sinnvoller: jetzt in aktien, wenn diese mal zu teuer sind, aber die zinsen höher, dann in renten oder geldmarktnahe produkte gehen, dann ist vielleicht auch die verfügbarkeit wieder wichtiger bzw ihre situation überschaubarer als heute.
also, erst mal nachdenken, wann sie wieviel geld wieder brauchen, bzw garantiert nicht brauchen.
welche (un-)sicherheit können sie sich leisten?
finanzielle /familiäre situation/ mögl.veränderungen berücksichtigen!
marktlage regelmässig analysieren (lassen) und anlage anpassen.
wie jung sind sie?
steuerlich aspekte berücksichtigen! (sofern planbar, bei dieser chamäleon-regierung)
fragen sie mal ihren berater, ob er im frühjahr 2000 auch aktien empfohlen hat und von renten abgeraten hat?
diese leute empfehlen dann umgekehrt seit 2003 renten und raten von aktien ab.... nix gegen fehler, aber bitte nur einml im leben und nicht immer wieder ... und immer was draus lernen!
also, nach renditeaspekten/strategisch eher total falsch!
sicherheit und liquidität muss zu ihnen und ihren zielen passen.
täglich verfügbar ist nicht schlecht, wenn sie es wirklich brauchen.
vielleicht für einen teilbetrag interessant?
hab mir eben den dws-geldmarktfond angesehen, um 2-3% p.a zu bekommen, brauch ich keinen fond!
da bekomme ich tagesgeld für 4% p.a. ( bis 10.000,- eu ein jahr lang, depot u konto kostenfrei!!)
ausserdem hat ihr berater wohl übersehen, dass hier die mindestanlage 50.000,- euro sind, soviel haben sie wohl nicht gerade übrig?
ferner ist der dws flexpension nicht sparplanfähig, wenn ich die infos im www richtig interpretiere, die wpk wäre dienlich, um genaueres zu sagen.
wenn das tatsächlich so ist, dann hätte ihr berater wirklich alles falsch gemacht, was zu machen geht! |
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vander Specialist
Anmeldungsdatum: 18.08.2004 Beiträge: 169 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 21.Apr 2006 7:50 Titel: |
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Hallo!
Aber Leute, die Banken wollen doch unser Geld verwalten, weil wir nach deren Meinung dazu selber garnicht fähig sind. Das ist doch der Grund!
Die Banken wissen wie man Geld richtig vermehrt, nur leider, davon bekommen wir nur einen Krümel wenn es hoch kommt.
Fazit: "Unser Wohlergehen, ist nicht wirklich in Bänkers Interesse!" Wäre ja auch noch Schöner, tzzz...
vander |
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b-fina .
Anmeldungsdatum: 05.04.2006 Beiträge: 263 Wohnort: Regensburg
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Verfasst am: 21.Apr 2006 10:07 Titel: Angebot gewünscht? |
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Hallo El_Santo,
stimme in einigen Aussagen "purplepeopleeater" zu:
| Zitat: |
das magische dreieck der geldanlage:
1. liquidität
2. rendite
3. sicherheit
bedeutet: jede geldanlage ist irgendwo zwischen diesen 3 punkten
einzuordnen. |
Wenn Ich Sie beraten dürfte, würde ich erst einmal fragen, ob Sie Ihr Geld
a) kurzfristig,
b) mittelfristig oder
c) langfristig
anlegen wollen oder von allem etwas.
a) kurzfristig ... kann man
a1) auf diversen kostenlosen Extrakonten Tagesgeld parken (Zinssatz z.Zt. ab 2,5 bis 3,..%, unbegrenzte Laufzeit, ohne Mindesteinlage oder
a2) mit Einschränkungen an Laufzeit und Geldmenge die von "purplepeopleeater" genannten 4% oder ein wenig mehr.
Wie funktioniert dies?
1. Extrakonto bei z.B. einer Internernetbank eröffnen, Referenzkonto (sollte Ihr Girokonto sein) angeben.
2. Nach Legitimationsprüfung (z.B. am Postschalter) erhält man den Zugang.
3. beliebig oft Geld per PC hin und her schieben.
Beispiel:
Lohn/Gehalt geht auf´s Girokonto. Am nächsten Tag sofort Überweisung vom Giro auf Extra-Konto tätigen (damit man die dortigen Zinsen bekommt), Girokonto bis auf absehbare lfd. Verpflichtungen leer räumen.
Kurz vor einer höheren Zahlungsverpflichtung (z.B. Miete wird vom Giro abgebucht) Rücküberweisung vom Extra zum Giro.
O.K. wird man nicht reich davon, kann aber gut die Sparkasse ärgern und hat vielleicht am Ende des Jahres das Geld für ein zwei Kästen Bier drüber
b) mittelfristig
Die Lücke zwischen kurz- und langfristig. Hier würde ich z.B. vermögenswirksame Leistungen (VL) hineinpacken oder, für die ganz hartnäckigen: Bausparverträge.
c) langfristig
Altersvorsorge !!! Laufzeiten möglichst bis zum Lebensende !
Beitragszahlung natürlich nur bis max. zum Renteneintritt, denn ab dann will man ja was vom Geld haben...
Hier bin ich ganz und garnicht der Meinung von "purplpeopleeater"
| Zitat: |
| keine langfristigen verträge abschliessen! |
Langfristige Verträge sind o.k., wenn Sie trotzdem jederzeit im Notfall an Ihr Geld kommen.
Langfristige Verträge dürften zudem dann besonders wertvoll sein, wenn Ihr Depot lfd. von Profis aktualisiert wird, einzelne Fonds (man sollte immer breit streuen) je nach Qualität ständig automatisch ausgetauscht werden, Sie quasi immer die Bundesliga im Depot halten.
Für Nichtzocker empfehle ich immer: breitgestreut, konservativ, international und langfristig anlegen.
Es gibt in Deutschland fast 8.000 zugelassene Fonds. Da sind einige dabei, die schon 50 Jahre und länger im Durchschnitt 12-13% / Jahr Rendite gemacht haben.
Wenn man, statt nur bis zum Renteneintrittsalter, einen Vertrag bis zum Lebensende hätte, kann man die Erträge auch noch ohne großartige Beteiligung des FiAmtes genießen
El-Santo, falls Sie ein konkretes Angebot haben möchten, dann gibts hier ´nen Kontakt zu mir: [E-Mail anzeigen] oder hinterlassen Sie einfach mal Ihre E-mail im Forum. Die Richtigkeit meiner Empfehlung können Sie dann gern in allgemein zugänglicher Fachpresse (Fondskatalog, Finanztest u.a.) nachlesen. |
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