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WNH Immobilien Newbie

Anmeldungsdatum: 06.12.2006 Beiträge: 22
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Verfasst am: 12.Dez 2006 20:31 Titel: Brasilien ungebremst im Aufwind |
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Brasilien bietet auch künftig gute Geschäftschancen
Zahlreiche Sektoren im Aufwind / Deutsche Firmen seit 90 Jahren erfolgreich / Von Alexander Hirschle
São Paulo - Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen 90 Jahren eine bedeutende Rolle in der brasilianischen Wirtschaft gespielt. Hunderte Firmen sind mit eigenen Produktionsstätten im größten Land Südamerikas vertreten. Nicht zuletzt die hohen Investitionen der Branchenriesen Continental und ThyssenKrupp beweisen, dass Brasilien als Standort weiterhin hohes Ansehen genießt. Bei den Importen zählt Deutschland ebenfalls traditionell zu den wichtigsten Lieferländern. Auch in Zukunft bieten sich große Möglichkeiten für Produkte "Made in Germany". Produktionsstätten vertreten, bei den Importen zählt Deutschland traditionell zu den wichtigsten Lieferanten Brasiliens.
Während der Kfz-Sektor Brasiliens seine Produktion ständig in die Höhe schraubt, wird auch die Stahlindustrie expandieren. Die Branche plant bis 2011 Investitionen von insgesamt 46,4 Mrd. brasilianischen Reais (R$; rund 16,9 Mrd. Euro; 1 R$ = rund 0,36 Euro) und die Verdopplung der Produktionskapazitäten auf 72 Mio. t. Mit der Landwirtschaft ist ein anderer Sektor als vielversprechendes Geschäftsfeld zu nennen, das leider von deutschen Firmen - außer wenigen Ausnahmen - bisher noch nicht im großen Stil angegangen wurde.
Das brasilianische Agrobusiness zeichnet noch immer für gut ein Drittel der Wirtschaftsleistung verantwortlich. Für die Zukunft stehen weitere 90 Mio. ha für landwirtschaftliche Zwecke zur Verfügung, die Erntemenge soll bis 2015 um etwa 60% auf 170 Mio. t ausgebaut werden. Vor allem die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse bietet noch ein großes Potenzial. So wollen zum Beispiel Kaffeeröstereien ihre Investitionen mit zweistelligen Raten ausweiten. Auf diese Weise soll die in den vergangenen Jahren stark angestiegene interne und externe Nachfrage bedient werden können. Die Exporte von gemahlenem Kaffe konnten bereits 2005 um circa 150% nach oben geschraubt werden.
Um bei den Rohstoffen zu bleiben: Ethanol als Treibstoff gilt als eine der großen Erfolgsgeschichten der vergangenen Jahre. Brasilien produziert den alternativen Treibstoff zu international unschlagbar günstigen Konditionen. Bereits zwischen 2000 und 2005 wurde die Ethanolproduktion Brasiliens um deutlich mehr als 50% ausgeweitet, die Exporte verzehnfachten sich sogar. Vor allem in der Region um São Paulo befinden sich derzeit etwa 100 Ethanolfabriken in der Bauphase und dürften innerhalb der nächsten fünf Jahre in Betrieb gehen, die Investitionen sollen dabei rund 10 Mrd. US$ erreichen.
Neben Rohstoffen gibt es aber auch andere, bisher nicht so sehr im Rampenlicht stehende Segmente und Nischen. Als äußerst lukrativer Bereich gelten Geschäfte rund um Fitnesscenter. Brasilien ist das Land mit der größten "Studiodichte" rund um den Erdball. So kommen zum Beispiel in Deutschland und den USA circa 23.000 Personen auf eine Einheit, in Brasilien sind es nur 9.000. Der Schönheitskult in Brasilien lässt auch die Unternehmen des Kosmetiksektors und deren Lieferanten jubilieren - der Umsatz dieses Marktsegments zeigt seit Jahren nach oben, die Produktdiversifizierung schreitet mit großen Schritten voran. Nicht nur Unternehmen wie Nivea haben sich sehr gut in diesem Markt positioniert, auch die Hersteller von Verpackungen und entsprechenden Maschinen können von dieser Entwicklung profitieren.
Der brasilianische IT-Markt gilt ebenfalls als äußerst lukrativ. Neben einem jährlichen Wachstum von rund 15% stiegen die Verkäufe von PCs in den ersten sechs Monaten um 43% an. Der brasilianische IT-Sektor dürfte weiter blühen, denn fast nirgendwo sonst auf der Welt lässt sich die Bevölkerung derartig für das Internet begeistern wie hier. Brasilianer verbringen mehr Zeit im World Wide Web als Franzosen, US-Amerikaner oder Japaner. Auch der brasilianische Telekommunikationssektor wächst umsatzmäßig mit zweistelligen Raten. Die Firma T-Systems hat die Chancen in diesem Sektor erkannt und 2006 ein neues IT-Zentrum in Blumenau im Bundesstaat Santa Catarina eröffnet. Hierbei war die deutschstämmige Kultur der Region als Argument mit ausschlaggebend für das Engagement in Brasilien.
Auch in der brasilianischen Bauwirtschaft wird in den kommenden Jahren viel Musik sein. Der Sektor profitiert enorm von der Nachfrage im Industriebau, bei Wohnimmobilien und im Tourismus. Vor allem der Nordosten gilt dabei als attraktive Investitionsregion für diese Branche. Von den bis 2008 geplanten Hotelprojekten im Gesamtwert von 3,5 Mrd. R$ entfallen alleine 1,5 Mrd. R$ auf diese Region. Der Nordosten bietet ebenfalls hervorragende Rahmenbedingungen für die Implementierung erneuerbarer Energien. Deutsche Unternehmen wie Wobben sind hier schon sehr stark aktiv. In den kommenden Jahren wird dieser Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnen wie auch das Segment der CDM (Clean Development Mechanism)-Projekte im Rahmen des Kyoto-Protokolls. Brasilien ist hier schon Vizeweltmeister, was die Anzahl der bei der UNO angemeldeten Vorhaben betrifft.
Bereits diese kleine Auswahl zeigt, dass Brasilien in Zukunft in vielen Sektoren ein großes Potenzial für geschäftliche Aktivitäten deutscher Firmen bietet. Es gilt nun, diese Chancen beim Schopf zu packen.
(A.H.)
Qelle: bfai.de _________________ Immobilien in Brasilien
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