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WNH Immobilien Newbie

Anmeldungsdatum: 06.12.2006 Beiträge: 22
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Verfasst am: 31.Dez 2006 17:31 Titel: Die alte Welt schielt auf die BRICs |
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Kapitalzufluss treibt Aktienkurse in den großen Schwellenländern hoch
Deutschland, USA und Japan sind längst auf der Verliererstraße. Davon ist jedenfalls Jim O'Neill überzeugt. Schon im Jahr 2035 werde das Inlandsprodukt der sechs größten Industriestaaten von dem der vier Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien sowie China überholt, und China werde die USA auch als Nummer eins der Welt abgelöst haben. Der Ökonom, heute Chefvolkswirtschaft der US-Investmentbank Goldman Sachs, machte aus diesen Erwartungen schon Ende 2001 ein Konzept, dem er den Namen BRIC gab. Zu einer Zeit also, in der Investoren und Anleger noch an den Folgen von Tequila-, Asien- und Russland-Krise zu knabbern hatten.
BRIC steht für die Anfangsbuchstaben der nach O'Neills Meinung kommenden Wirtschaftsmächte Brasilien, Russland, Indien und China. Für die Vier sprechen vor allem ihre Arbeitskräfte- und Produktivitätspotenziale – und zwar arbeitsteilig: Brasilien dient als Rohstofflager der Welt, Russland als Zapfsäule für Öl und Gas, Indien als Software-Schmiede und China als billige Werkhalle. Zunächst war das Konzept einer der üblichen Werbetricks von Bankern, um Aktienfonds besser an den Anleger zu bringen, aber auf Dauer behielt O'Neill doch Recht: In den letzten fünf Jahren hat sich der BRIC-Aktienindex vervierfacht – eine der höchsten Renditen aller Zeiten.
Vor anderthalb Jahren schwappte die Idee auch nach Deutschland. Damals legte die Investmentgesellschaft DWS ihren Aktienfonds »Bric Plus« auf, der sich mit einem Milliardenvolumen zum bestverkauften Anlageprodukt entwickelte. Inzwischen gibt es über ein Dutzend solcher Fonds. Alle versprechen ein Superplus gegenüber klassischen Produkten, was sie bislang auch einhielten. In diesem Jahr legte der BRIC-Index auf Dollar-Basis um über 50 Prozent zu, während die Schwellenmärkte insgesamt »nur« um knapp 30 Prozent anstiegen.
So könnte es nach der Meinung einiger Analysten weitergehen. »Die Märkte in Brasilien, Russland, Indien und China zeigen kontinuierliches Gewinnwachstum und eine steigende Liquidität«, sagt Patrick Gautier, Fondsmanager der britischen Bank HSBC. »Unser Ziel ist es, das langfristige Potenzial der BRIC-Märkte zu nutzen.«
Aber auch Skepsis hat ihren Grund. Schiere Größe sichert keinen Anlageerfolg, und die Gegensätze in den BRIC-Ländern seien gewaltig, meinen andere Analysten. Zudem mangle es an Verkehrswegen, Banken, Finanzinfrastruktur, Gesetzen und einem starken Rechtsstaat. Jürgen Fitschen, Experte der Deutschen Bank, spricht daher von einem »Mythos« voller Chancen und Risiken.
Disparitäten
So einförmig, wie es der BRIC-Aktienindex ausdrückt, sind die vier Staaten nicht. »Die regionalen Einkommensdisparitäten zwischen den großen Städten im Osten und den ländlichen Gebieten im Westen Chinas haben sich weiter verschärft«, warnt das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWW. Auch bei Bildung, Gesundheit und Ernährung wachse die Kluft. »Mehr als 100 Millionen Menschen in China leben heute von weniger als einem Dollar pro Tag.« Auch in Brasilien und Russland durchziehe ein Riss die Gesellschaft. Und in Indien gebe es zwar einen kaufkräftigen Mittelstand von 200 bis 300 Millionen Menschen, aber 600 Millionen leben auf dem Land, oft bettelarm. _________________ Immobilien in Brasilien
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