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caligula Insider
Anmeldungsdatum: 06.12.2003 Beiträge: 884 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 20.Aug 2004 11:14 Titel: Direktanleihen nicht uninteressant |
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Börsennotiz und Rating sind keine Garantie ....
Hohe Zinsen (fast) ohne Risiko? Oft werden "Direktanleihen", z.B. die der Duisburger PCC, als besonders riskant verteufelt. Dabei sind die börsennotierten High-Yield-Bonds oft viel riskanter. Wo genau liegt eigentlich der Unterschied? Nun:
Nicht immer müssen Anleihen mit riesigem Aufwand über Bankenkonsortien begeben werden. Sie sind dann freilich - meist - nicht börsennotiert, was allerdings den Vorteil hat, dass das Papier nicht zum "Spielball" diverser Spekulanten werden kann. Deshalb betonen die Emittenten solcher "Direktanleihen", dass es bei ihrer Anleihe "kein Kursrisiko" gibt; es geht also darum, das Kapital etwas länger zu binden. Wie entstehen eigentlich solche "Direktanleihen"? Einige Unternehmen haben wenig Lust, hunderttausende Euros für das ohnehin wenig aussagefähige Rating - siehe "Parmalat" - und zusätzlich noch fette Provisionen an die Banken zu bezahlen, geben diesen Kostenvorteil "direkt" an die Investoren weiter, finanzieren sich dadurch ohne die hohen Kosten eines Bankenkonsortiums "direkt" über den Kapitalmarkt und verkaufen "direkt" an den Anleger: "Direktanleihen".
"Direktanleihen" ohne Kursrisiko und mit fetten Zinsen sind eine interessante und gute Anlageform, die vielen Anlegern noch gar nicht bekannt ist - Trotz der hohen Zinsen, die auf den ersten Blick einen gewissen "unseriösen Eindruck" machen oder gar ein besonders hohes Risiko zu implizieren scheinen, sind "Direktanleihen" erfolgreicher deutscher Unternehmen eine durchaus interessante Anlage - Alternative, wenn die Bindungsfrist eingehalten wird: kein Kursrisiko, keine Verlustgefahr für das Kapital, so lange das Unternehmen arbeitet. Bei der PCC AG gibt es 7 Prozent Zinsen, die Vermögensgarant AG bietet derzeit gar in Kooperation mit der ABN Amro Bank über 9 Prozent per anno. Bis jetzt ist in Deutschland noch kein einziger Emittent einer solchen Direktanleihe insolvent geworden, während viele von den Großbanken ausgegebenen und börsennotierte Bonds wie z.B. "Parmalat" bereits eine "Blutspur" bei den Anlegern hinterlassen haben. Der Bankenapparat bekommt von den deutschen Firmen, die "direkt" ihre Anleihen platzieren - daher "Direktanleihe" - nicht die sonst üblichen fetten Provisionen. Der Mittelstand und gute Firmen finanzieren sich dadurch direkt beim Anleger und geben den Kostenvorteil direkt an den Anleger weiter. Die PCC AG aus Duisburg z.B. weigert sich ganz einfach, hunderttausende Euros für das ohnehin wenig aussagefähige Rating und für Bankenprovisionen zu bezahlen und kann den Anlegern dadurch bessere Zinsen für die Anleihe bieten, und das - wie stets bei Direktanleihen - ohne Kursrisiko. Klar, dass die Banken da verärgert sind und gegen "Direktanleihen" zu intrigieren beginnen, und Teile der Presse und des "Verbraucherschutzes" sind ihnen im Vorjahr prompt auf den Leim gegangen. Bleiben Sie daher kritisch und seien Sie skeptisch, wenn der Bankenapparat gelegentlich in Presseaussendungen oder gar Ihre Hausbank im persönlichen Gespräch allzu durchsichtig gegen "Direktanleihen" zu Felde zieht. Die "Hetzjagd" gewisser "Konsumentenschützer" gegen einige deutsche nicht börsennotierte Corporate Bonds (Direktanleihen) hat freilich auch einen weniger bekannten Hintergrund: Die Verbraucherschutzorganisationen beziehen ihre Infos fast ausschließlich von den Pressestellen der Großbanken. Diese wollen natürlich ihre Bonds aus dem hauseigenen Bondhandel oder aus ihrem Nostro verkaufen und sehen es daher gar nicht gern, wenn sich z.B. ein erfolgreicher deutscher Betrieb wie die Duisburger PCC AG direkt über den Kapitalmarkt finanziert, ohne einem Bankenkonsortium die sonst erforderlichen fetten Provisionen zu bezahlen.
Börsennotierte Unternehmensanleihen (Junkbonds, High-Yield-Bonds) bieten, wenn die Bonität des Emittenten schwächer wird oder das Unternehmen gar "kriselt", wesentlich höhere Renditen und Gewinnchancen als die nicht börsennotierten "Direktanleihen", z.B. PCC AG, sind aber auch viel riskanter. Ein teures "Rating" oder eine Börsennotiz über die Emissionsbanken sagt noch gar nichts, das beweist neben vielen anderen nicht zuletzt das Beispiel der "Parmalat - Anleihe". Trotz Rating, Börsennotiz und Einführung durch ein hochkarätiges Bankenkonsortium haben die Anleger ihr Geld verloren, weil börsennotierte Junkbonds eben riskanter sind als Direktanleihen. Diese können nicht wie die börsennotierten Junkbonds mit Renditen zwischen 15 und 20 Prozent aufwarten, sind aber dafür vergleichsweise weit weniger riskant als die bei den Spekulanten so beliebten börsennotierten Unternehmensanleihen.
Caligula |
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Trader Insider
Anmeldungsdatum: 28.10.2003 Beiträge: 931 Wohnort: Weesen
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Verfasst am: 20.Aug 2004 11:55 Titel: |
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Gut und flüssig dargestellt caligula. Konnte wieder mal was interessantes dazulernen, denn von Direktanleihen weiss ich gerade mal wie man das Wort schreibt - mehr nicht.
Scheint tatsächlich ein interessanter Markt zu sein. Ohne Kursrisiko zwar auch keine Kursgewinne aber eine anständige Verzinsung ist auch nicht zu verachten.
Wie immer eine Frage der Streuung.
Grüsse
Trader |
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caligula Insider
Anmeldungsdatum: 06.12.2003 Beiträge: 884 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 21.Aug 2004 18:57 Titel: |
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@ Trader
Gab hier schon einige Threads dazu, randvoll mit "Warnungen" des "Verbraucherschutzes. Vor drei Tagen habe ich in einem Telefonat erfahren, dass die Banken dahinter stehen, denn die verlieren durch Direktanleihen Millionenprovisionen:
"Direktanleihen" mit fetten Zinsen sind - wenn ein seriöses und tüchtiges Unternehmen dahinter steht - eine interessante und gute Anlageform, die vielen Anlegern noch gar nicht bekannt ist - Trotz der hohen Zinsen, die auf den ersten Blick einen gewissen "unseriösen Eindruck" machen oder gar ein besonders hohes Risiko zu implizieren scheinen, sind "Direktanleihen" erfolgreicher deutscher Unternehmen eine durchaus interessante Anlage - Alternative, wenn die Bindungsfrist eingehalten wird: kein Kursrisiko, keine Verlustgefahr für das Kapital, so lange das Unternehmen arbeitet. Bei der PCC AG gibt es 7 Prozent Zinsen, die Vermögensgarant AG bietet derzeit gar in Kooperation mit der ABN Amro Bank über 9 Prozent per anno. Bis jetzt ist in Deutschland noch kein einziger Emittent einer solchen Direktanleihe insolvent geworden, während viele von den Großbanken ausgegebenen und börsennotierte Bonds wie z.B. "Parmalat" bereits eine "Blutspur" bei den Anlegern hinterlassen haben. Der Bankenapparat bekommt von den deutschen Firmen, die "direkt" ihre Anleihen platzieren - daher "Direktanleihe" - nicht die sonst üblichen fetten Provisionen. Der Mittelstand und gute Firmen finanzieren sich dadurch direkt beim Anleger und geben den Kostenvorteil direkt an den Anleger weiter. Die PCC AG aus Duisburg z.B. weigert sich ganz einfach, hunderttausende Euros für das ohnehin wenig aussagefähige Rating und für Bankenprovisionen zu bezahlen und kann den Anlegern dadurch bessere Zinsen für die Anleihe bieten, und das - wie stets bei Direktanleihen - ohne Kursrisiko. Klar, dass die Banken da verärgert sind und gegen "Direktanleihen" zu intrigieren beginnen, und Teile der Presse und des "Verbraucherschutzes" sind ihnen im Vorjahr prompt auf den Leim gegangen. Da sich herkömmliche "Konsumentenschützer" im Bondhandel bzw. im Anleihengeschäft wohl kaum sonderlich gut auskennen, wurde von diversen "Verbraucherschutzzeitschriften" prompt der Unsinn übernommen und verbreitet, Direktanleihen seien besonders riskant. Das ist natürlich Mumpitz, denn tausende von den Banken in den Börsehandel eingeführte Anleihen mit sündteurem "Rating" durch die hochbezahlten internationalen "Rating - Götter" sind heute wertloser Ramsch, von Enron bis Parmalat und etlichen Telekomunternehmen. Denn weder ein "Rating" noch eine Konsortial- oder Emissionsbank ist eine Garantie dafür, dass das Unternehmen die Anleihe hundertprozentig zurückzahlen kann. Bleiben Sie daher kritisch und seien Sie skeptisch, wenn der Bankenapparat wieder mal in Presseaussendungen oder gar Ihre Hausbank im persönlichen Gespräch allzu durchsichtig gegen "Direktanleihen" zu Felde zieht und diese nicht börsenotierten Corporate Bonds "schlechtmacht".
... natürlich muss man sich genau anschauen, WEM ich Geld borge, d.h. die Emittentin sollte gut analysiert werden: Was macht die Firma genau, Kennzahlen, Wachstumsaussichten ...
C. |
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