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Nihilit Specialist
Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Ludwigshafen
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Verfasst am: 21.Aug 2006 21:45 Titel: Inflationswahrnehmung 2005 bei 7,4 Prozent |
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Statistisches Bundesamt
Pressemitteilung vom 27. September 2005
Wahrgenommene Inflation mehr als viermal so hoch wie amtliche Inflationsrate
BRAUNSCHWEIG – Im Rahmen der diesjährigen Statistischen Woche, die in diesem Jahr vom 26. bis 29. September in Braunschweig stattfindet, wurde der von Professor Brachinger von der Universität Fribourg (Schweiz) entwickelte und in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt berechnete „Index der wahrgenommenen Inflation (IWI)“ heute bei einem Pressegespräch erstmals vorgestellt.
Dieser Index weist für die Zeit vom Januar 2001 bis zum Dezember 2002, das heißt in der Zeit ein Jahr vor bis ein Jahr nach Einführung des Euro-Bargelds in den Mitgliedstaaten der Eurozone, in Deutschland mit monatsdurchschnittlichen 7% eine Inflationsrate aus, die mehr als viermal so hoch war wie die vom amtlichen Verbraucherpreisindex ausgewiesene Rate. Das lässt sich damit erklären, dass in dieser Zeit überdurchschnittlich große Preiserhöhungen gerade bei solchen Gütern auftraten, die durch eine überdurchschnittlich hohe Kaufhäufigkeit gekennzeichnet sind.
„Mit dem IWI haben wir – ausgehend von Erkenntnissen der Wahrnehmungspsychologie – die subjektive Inflationswahrnehmung der Konsumenten nachgebildet“, hielt Professor Brachinger fest. „Der IWI basiert auf drei wesentlichen Annahmen. Erstens werden Preissteigerungen höher bewertet als Preissenkungen. Zweitens schlägt es besonders zu Buche, wenn häufig gekaufte Pro-dukte teurer werden. Und drittens orientiert sich die Wahrnehmung seit der Einführung des Euro-Bargeldes noch an einem mittleren letzten D-Mark-Preis, dessen Einfluss allerdings abnimmt.“
Die Analysen zeigen ferner, dass die Inflationswahrnehmung auch 2005 auf einem Niveau von monatsdurchschnittlich 7,4% verharrt und damit in etwa auf dem Niveau der Zeit um die Euro-Bargeldeinführung. Es besteht also nach wie vor ein sehr deutlicher Unterschied zwischen wahrgenommener und amtlich ermittelter Inflation.
Frau Dr. Bechtold vom Statistischen Bundesamt erläuterte das außerordentliche Interesse der amtlichen Statistik, dass deren Ergebnisse nicht nur von Experten, sondern auch von der breiten Öffentlichkeit akzeptiert werden. Es ist daher ein wichtiges Anliegen, die Kluft zwischen wahrgenommener und gemessener Inflation zu untersuchen und zu berechnen, um die Glaubwürdigkeit der amtlichen Preisstatistik stärken zu können. Aus diesem Grund hat das Statistische Bundesamt Wissen und Zeit seiner Preisstatistikexperten in das Projekt investiert. Mit den nun vorliegenden Ergebnissen kann besser erklärt werden, wieso es zu Unterschieden zwischen subjektiver Inflationswahrnehmung und amtlich ermittelter Teuerung, also Messung der Geldwertstabilität, kommen kann.
Professor Mosler, der Präsident der Deutschen Statistischen Gesellschaft, erklärte dazu: „Die vorgestellten Ergebnisse sind ein deutlicher Beleg dafür, dass wir umso mehr statistische Daten benötigen, je schneller sich unsere Lebensverhältnisse ändern. Die Deutsche Statistische Gesellschaft begrüßt daher ausdrücklich die Zusammenarbeit zwischen amtlicher Statistik und Wissenschaft."
Weitere Auskünfte gibt:
Erik Schäfer,
Telefon: (0611) 75-2309,
E-Mail: [E-Mail anzeigen]
Herausgeber:
© Statistisches Bundesamt – Pressestelle - Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 22.Aug 2006 6:53 Titel: |
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| Zitat: |
| Wahrgenommene Inflation mehr als viermal so hoch wie amtliche Inflationsrate |
Ich glaube, es macht sich ein neuer Volkssport breit: es wird nicht mehr
das für bare Münze genommen, was Fakt ist, sondern das, was man glaubt
bzw. gerne haben möchte.
Ist wie bei der "gefühlten Temperatur" oder der "Königin der Herzen"...
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Nihilit Specialist
Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Ludwigshafen
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Verfasst am: 22.Aug 2006 9:34 Titel: |
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| werner callies hat folgendes geschrieben:: |
Ich glaube, es macht sich ein neuer Volkssport breit: es wird nicht mehr
das für bare Münze genommen, was Fakt ist, sondern das, was man glaubt
bzw. gerne haben möchte.
Ist wie bei der "gefühlten Temperatur" oder der "Königin der Herzen"...
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Nun wird keiner behaupten wollen, dass ich eine Inflationrate von 7,4% haben möchte, noch , dass ich dieses für gut heiße, aber immerhin kommen die Zahlen vom statistischen Bundesamt in Wiesbaden |
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Nihilit Specialist
Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Ludwigshafen
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Verfasst am: 22.Aug 2006 9:58 Titel: |
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In jedem Lexikon kann man für "Inflation" Definitionen wie etwa "Anstieg der Geldmenge pro Bruttosozialprodukt-Einheit" nachlesen. Also man berechnet die Inflation, indem man vom Geldmengenwachstum (M3) das Wachstum der Volkswirtschaft abzieht. Die Zahlen für den Euroraum sehen wie folgt aus:
2003 2004 1Q. 05 2Q. 05 3Q. 05 4Q. 05 1Q. 06
Wachstum €-Geldmenge:6,9% 6,5% 6,6% 7,3% 8,2% 7,8% 7,9%
Realwachstum BIP EWU: 0,7% 2,1% 1,3% 1,1% 1,5% 1,7% 2,0%
Wahre Inflation: 6,2% 4,4% 5,3% 6,2% 6,7% 6,1% 5,9%
nachzulesen auf www.wahre-inflation.de |
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Nihilit Specialist
Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Ludwigshafen
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Nihilit Specialist
Anmeldungsdatum: 24.08.2004 Beiträge: 89 Wohnort: Ludwigshafen
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