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berger-finanz .

Anmeldungsdatum: 05.04.2006 Beiträge: 263 Wohnort: Regensburg
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Verfasst am: 5.Sep 2006 11:51 Titel: Nachrangige Anlagen: Top-Zinsen mit Risiko |
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Experten warnen: Im schlimmsten Fall droht Totalverlust
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Von Manfred Rolfsmeier, AP
Hamburg. Anleger sollten bei einigen aktuellen Zinsschnäppchen vorsichtig sein. Mehrere deutsche und ausländische Kreditinstitute bieten derzeit attraktive Anlagen mit einer so genannten Nachrangabrede an, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ) berichtet. Sie locken mit hohen Zinsen, doch Anleger sollten die Angebote genau prüfen, denn im schlimmsten Fall droht ihnen der Totalverlust. So offeriert eine türkisch-niederländische Bank derzeit satte 4,75 Prozent bei einer Festanlage ab 2.600 Euro für sechs Jahre, und bei zehn Jahren sind sogar 6,0 Prozent drin. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Sparkonto, sondern um eine nachrangige Einlage.
Das Besondere daran ist, dass bei diesem Angebot das niederländische Einlagensicherungssystem nicht greift, wie die Verbraucherschützer betonen. Den Sparern wird kein Cent erstattet, wenn das Geldinstitut Pleite gehen sollte. "Das ist zwar nicht gerade anlegerfreundlich, aber juristisch korrekt", sagt VZ-Finanzexperte Thomas Bieler.
Geldanlagen mit Nachrangabrede lassen sich nicht mit herkömmlichen Sparformen wie Festgeld oder Sparbrief vergleichen, auch wenn es während der Laufzeit eine feste Verzinsung gibt. Denn im Fall einer Bankpleite sind die Kunden von der Einlagensicherung des Kreditinstituts ausgenommen.
Einlagen sind ungesichert
Dann werden zunächst die "normalen" Gläubiger wie Eigentümer von Sparanlagen und Lieferanten bedient. "Während die herkömmlichen Anleger von der Einlagensicherung profitieren und die Eigentümer von Inhaberschuldverschreibungen zumindest auf einen Teil ihres Geldes hoffen können, gehen die nachrangigen Gläubiger im schlimmsten Fall komplett leer aus", sagt Bieler.
Auch mehrere deutsche Institute locken mit nachrangigen Produkten, die meist als "Kapitalbrief" angeboten werden. So offeriert ein norddeutsches Kreditinstitut 4,14 Prozent Zinsen bei fünfjähriger Laufzeit. Eine Essener Bank bietet bei zehnjähriger Laufzeit 5,0 Prozent und weist zugleich darauf hin, dass "kein Schutz durch den Einlagensicherungsfonds" besteht. Auch einige Sparkassen haben entsprechende Produkte im Angebot.
"Anleger sollten solche Angebote nur nutzen, wenn sie von der Kreditwürdigkeit des Instituts überzeugt sind", sagt Karin Baur vom Magazin «Finanztest» der Stiftung Warentest. Insbesondere bei kleineren Banken sei eine Pleite nicht ausgeschlossen, während sie beispielsweise bei Sparkassen durch die so genannte Institutssicherung nicht zu befürchten sei. Außerdem gebe es derzeit viele attraktive Sparangebote auch ohne solche Einschränkungen, bei denen die Konditionen teilweise sogar noch besser seien, sagt Baur.
Nach einer Marktübersicht von "Finanztest" wird beispielsweise für Tagesgeld derzeit bis zu 3,3 Prozent geboten. Bei Festgeldanlagen mit einjähriger Laufzeit sind bis zu 3,8 Prozent drin, und bei fünfjähriger Laufzeit sind es bis zu 4,5 Prozent. Einige dieser Angebote stammen von ausländischen Anbietern. Hier sollten Anleger darauf achten, dass die Einlagen durch die niederländischen, luxemburgischen oder österreichischen Einlagensicherungsfonds gedeckt sind. In Deutschland sind die Anlagen durch die freiwilligen Einrichtungen der privaten Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken praktisch ohne Limit abgesichert. Eine Ausnahme bilden einige kleine Kreditinstitute, die lediglich über den gesetzlichen Mindestschutz verfügen. Hier sind pro Kunde 90 Prozent des Anlagebetrags gedeckt, maximal aber 20.000 Euro. |
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