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GM&P Info .

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2946
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Verfasst am: 12.Aug 2007 14:58 Titel: Neu-reich - Hilfe vom Profi |
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Ein Bericht der FTD - von André Schmidt-Carré
... im Lotto sechs Richtige, bei Günther Jauch in die letzte Runde kommen oder eine Erbschaft des unbekannten Onkels aus Übersee.
Doch was tun, wenn es wirklich einmal klappt?
Wer sich von angeblichen Traumrenditen ködern lässt und sein frisch gewonnenes Vermögen windigen Beratern anvertraut, ist sein Geld schnell wieder los. Deshalb lautet die erste Anlegerpflicht: Ruhe bewahren, Urlaub nehmen und Zeit in eine ausführliche Analyse der neuen Situation investieren. Reicht das Geld, um ganz mit dem Arbeiten aufzuhören? Oder nur für ein monatliches Zusatzeinkommen bis ans Lebensende?
Zunächst gilt es aber auch, trotz der gebotenen Ruhe keine Zeit zu verlieren. Wer das Geld erst einmal in kurzfristige Anlagen wie zum Beispiel einen Geldmarktfonds investiert oder auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt hat, verschenkt keine Zinsen. Und die sind bei größeren Summen erheblich. Bei 1 Mio. Euro und einer angenommenen Rendite von vier Prozent kassiert man immerhin 40.000 Euro im Jahr. Vor Steuern zwar, aber für ein erstes Polster allemal ausreichend.
Finanzbedarf bestimmen
"Wenn Kunden in dieser Situation zu uns kommen, besprechen wir erst einmal zusammen die persönliche Lage", sagt Martin von Hirschhausen, Niederlassungsleiter Norddeutschland bei der Privatbank Sal. Oppenheim. "Welche Vermögenswerte sind vorhanden, und was hat der Kunde damit vor? Hat er Familie, will er einen Teil für seine Kinder zurücklegen? Solche Gespräche gehen in der Regel über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Nur dann können wir zusammen herausfinden, was der Kunde wirklich will", sagt von Hirschhausen.
Darauf aufbauend ermitteln die Banker den Finanzbedarf und die passende Geldanlage. Braucht der Kunde in absehbarer Zeit Liquidität, weil er sich zum Beispiel den lang ersehnten Traum vom Oldtimer erfüllen möchte, bleibt es zumindest teilweise bei kurzfristigen Geldmarktanlagen. Ansonsten stehen Renditeziele und Risikowünsche des Kunden im Vordergrund.
Der sollte sich auch überlegen, wie viel Zeit er mit seiner Vermögensverwaltung zubringen möchte. Bei einem sogenannten Beratungsmandat dient die Bank vor allem als Ansprechpartner bei der Entscheidungsfindung. Der Kunde bestimmt den Kauf einzelner Aktien, Rentenpapiere oder Immobilien selbst - und schafft sich damit leicht einen neuen Vollzeitjob. "Die meisten Kunden entscheiden sich für das Vermögensverwaltungsmandat", sagt Banker von Hirschhausen. In dem Fall klären Kunde und Berater die grundsätzliche Linie, also welche Asset-Klassen wie stark gewichtet werden sollen. Die Geldanlage im Detail übernimmt dann die Bank gegen eine Gebühr, die im Schnitt zwischen 0,5 und 2 Prozent der Anlagesumme beträgt.
Experten empfehlen eine Kombination
Viele Institute bieten Produkte an, die neben der Geldanlage auch einen Auszahlungsplan beinhalten. Damit verzinst sich nicht nur das Vermögen, der Anleger bekommt auch einen bestimmten monatlichen Betrag ausgezahlt. Er kann entweder nur erhaltene Zinsen ausschütten oder mit Kapitalverzehr auch einen Teil des Vermögens auszahlen. In dem Fall wird zu Beginn der Anlage festgelegt, wie viele Jahre das Geld reichen soll. Wenn nur Zinsen ausgezahlt werden, reichen 300.000 Euro bei vier Prozent Rendite immerhin für eine dauerhafte Rente von 1000 Euro im Monat. Da beibt jedoch das Renditerisiko, denn wenn die Verzinsung schwankt, wirkt sich das auch auf die monatliche Auszahlung aus.
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