Verfasst am: 25.Jan 2005 12:44 Titel: Österreich - Steuernachteil für Auslandsfonds fällt
Steuernachteil für Auslandsfonds fällt - VAIÖ: Nun fairer Wettbewerb
Die ausländischen Fondsgesellschaften freuen sich über die Beseitigung bisheriger Steuernachteile. Aus ihrer Sicht ist nun fairer Wettbewerb mit inländischen Fondsgesellschaften möglich. "Wir sind zufrieden", so Berndt May, JP Morgan Fleming Österreich-Chef und Sprecher der ausländischen Fondsgesellschaften, am Montagabend über entsprechende Neuerungen im Abgabenänderungsgesetz.
Ab 1. Juli 2005 werden depotführende Banken auch bei Fonds ausländischer Anbieter für Ausschüttungen und ähnliche Erträge die Kapitalertragssteuer (KESt) automatisch an die Finanz abführen, was zuvor der inländischen Konkurrenz vorbehalten war. Voraussetzung dafür ist, dass die ausländische Fondsgesellschaft entsprechende Daten inklusive täglicher Stückzinsen liefern kann. Anderenfalls müssen deren Fondsinhaber wie bisher entweder die 1,5-prozentige Sicherungssteuer entrichten oder das Depot beim Finanzamt offenlegen.
Damit rücken Privatanleger verstärkt ins Visier ausländischer Fondsgesellschaften, deren Geschäft laut May zuvor stark auf institutionelle Investoren und Dachfonds konzentriert war. In Österreich habe sich das Fondsgeschäft zuletzt zwar sehr gut entwickelt, ausländische Anbieter hätten jedoch über viele Jahre mit unterschiedlichen Nachteilen leben müssen. Mit der Beseitigung der steuerlichen Ungleichbehandlung ist für den Sprecher der Vereinigung ausländischer Investmentgesellschaften in Österreich (VAIÖ) Chancengleichheit gegeben.
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