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50 Millionen Beute - lange Flucht endete im Gefängnis

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Miss Marple
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Anmeldungsdatum: 23.08.2005
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 13.Okt 2005 12:25    Titel: 50 Millionen Beute - lange Flucht endete im Gefängnis Antworten mit Zitat

Bande soll 50 Millionen Euro abgezweigt haben

Die nächsten acht Jahre wird Millionen-Betrüger Uwe G. im Gefängnis sitzen. Fast genauso lange war der Mann auf der Flucht. Jetzt brachten Zielfahnder den Anlagebetrüger zurück nach Hamburg. Bereits vergangenes Jahr hatten sie den Mann in Panama aufgestöbert - die Liebe zu Kampfhunden war G. zum Verhängnis geworden.

Anfang der 90er Jahre war Uwe G. einer der ganz großen Anlageberater Hamburgs. Mit vier Komplizen köderte er über die "Magnum Vermögensberatung" als - so die Eigenwerbung - "Norddeutschlands größter Introducing Broker" mit dem Slogan "Wir vernichten Ihr Geld" die Anleger. Der Slogan wurde konsequent umgesetzt. Nur einen Teil der eingezahlten Beträge, umgerechnet rund 17 Millionen Euro von 1172 Anlegern, legten die Täter tatsächlich an. Der Großteil wanderte in die Taschen und auf private Konten der Betrüger, die dafür Unterlagen fälschten. Dabei handelt es sich um den Teil, der nachgewiesen wurde. Zeitweise wurde von bis zu 50 Millionen Euro gesprochen, die die Bande abgezweigt haben soll.

Als es 1998 zur Gerichtsverhandlung kam, wurde nach zwölf Monaten Untersuchungshaft der Haftbefehl aufgehoben. Die Richterin sah keine Fluchtgefahr. Ein Irrtum. Nach dem dritten Verhandlungstag machten sich Uwe G., Thorsten B. und Altunay S. aus dem Staub. Teilweise in Abwesenheit wurden die Millionenbetrüger zu insgesamt 33 Jahren Haft verurteilt.

Nach und nach spürte die Polizei die Flüchtigen auf. 2003 wurde B. in Nigeria verhaftet. Als Letzter wurde Uwe G. lokalisiert. Er war panamesischer Statthalter des Verbands, der "Filo Brasileros", eine südamerikanische Kampfhunderasse, züchtet und vertreibt.

Auf der Homepage im Internet stand Uwe G. mit vollem Namen und Adresse. Für die Polizei, die ein Jahr zuvor G. bereits auf Kuba ausgemacht hatte, ihn aber wegen der schlechten Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden nicht festnehmen lassen konnte, war es ein echter Glückstreffer. Denn in Panama waren die Behörden kooperativer. Kurz darauf verhafteten Angehörige der Sondereinheit "Policia Tecnica Jubicial" den Gesuchten am Gartentor seiner Villa.

Seitdem saß Uwe G. in Panama-City in Auslieferungshaft. Vergangene Woche waren die Auslieferungsformalitäten erledigt. Zielfahnder flogen nach Panama und holten den 49jährigen ab. Dabei kam es zu Verzögerungen, weil der Flieger, mit dem er zunächst über den Atlantik geflogen werden sollte, defekt war. Am letzten Wochenende klappte nun die Auslieferung. Über Madrid und Frankfurt wurde G. nach Hamburg gebracht. Am Sonnabend führten ihn Zielfahnder ins Polizeipräsidium.
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Miss Marple
Newbie


Anmeldungsdatum: 23.08.2005
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 13.Okt 2005 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Panama liefert Millionenbetrüger aus

Zielfahndung: Uwe G. sitzt jetzt in Haft. Hamburger Firma hatte mit Warentermingeschäften 17 Millionen Euro erschlichen.

Die drei Fluggäste waren mehr als 24 Stunden unterwegs. Einer der Männer hörte auf den Codenamen "Thermo", ein zweiter ließ sich "Wismar" nennen. Ihr Job: als Zielfahnder des Hamburger Landeskriminalamts (LKA) flüchtige Schwerkriminelle aufspüren und zurückbringen. Diesmal saß ein Millionenbetrüger auf dem Sitz zwischen ihnen. Ein Mann, dem seine Vorliebe für brasilianische Kampfhunde zum Verhängnis geworden war.

Fast ein Jahr nach seiner Festnahme in Panama hat das zentralamerikanische Land am Wochenende den 49 Jahre alten Uwe G. per Linienflug nach Hamburg ausgeliefert. Der Kapitalanlagebetrüger hatte in den 1990er Jahren mit vier Komplizen aus seiner Hamburger Firma "Magnum" laut Polizei 1163 Anleger geprellt und dabei insgesamt umgerechnet etwa 17 Millionen Euro erschlichen. Seine Auslieferung nach Deutschland: das Ende eines Krimis, der 1992 begann.

Vom Speersort in der Altstadt aus, dem Sitz ihrer Vermögensberatung, hatte G. mit vier Komplizen damals vermögende Kunden gesucht - und nur zu leicht gefunden. Hohe Gewinne an der Börse, niedrige Verlustrisiken. Ärzte oder Anwälte investierten in die lukrativ klingenden Warentermingeschäfte. "Wir vernichten Ihr Geld!" Der provokante "Magnum"-Werbespruch schreckte sie nicht. Tatsächlich machten die "Magnum"-Männer durchaus ein paar Börsengeschäfte mit dem Geld ihrer Kunden - allerdings floß das meiste auf die Konten der "Berater" und "Geschäftsführer". Bis die Sache aufflog.

Knapp sieben Monate saß Uwe G. 1996 vor seinem Prozeß in Untersuchungshaft. Dann fanden er und die vier Mitangeklagten eine gnädige Richterin. Sie hob den Haftbefehl für die Verhandlung vor dem Landgericht auf. Trotz zu erwartender hoher Haftstrafen. G. erschien an den ersten drei Verhandlungstagen im Gericht. Am vierten saß er in einer Maschine nach Mittelamerika. Auch Thorsten B. und Altunay S. nutzten die Gelegenheit.

Das Gericht verurteilte die Bande zu insgesamt 33 Jahren Freiheitsstrafe. Für die (erneute) Festnahme der Flüchtigen wurden die Zielfahnder des LKA eingeschaltet. Thorsten B. brachten die Fahnder der Dienststelle LKA 251 im Juni 2003 nach Hamburg zurück. Ihn hatten sie in Nigeria aufgestöbert. Ein lokaler Polizeichef erklärte B. auf Drängen der deutschen Beamten zur "unerwünschten Person" und ließ den verurteilten Betrüger per Flugzeug ausfliegen.

Im Fall Uwe G. hatten es die Zielfahnder vergleichsweise einfach. "Fila Brasileiro", der brasilianische Mastiff mit der faltigen Haut: Hundeliebhaber G. ließ sich als Ansprechpartner für einen Züchterverband in Panama City eintragen, war so leicht über das Internet zu finden. Er verschwieg im World Wide Web sogar seine Wohnanschrift nicht. Als der Privatier seine Villa für einen Abendspaziergang am 19. Oktober vergangenen Jahres verließ, griffen panamaische Polizisten zu.

Doch die Auslieferung nach Deutschland zog sich hin. Nach Abendblatt-Informationen war es Uwe G. gelungen, selbst im panamaischen Gefängnis noch ein vergleichsweise feudales Leben zu führen - indem er die Wärter bestach. Bis der 49jährige zuletzt allerdings an die falschen Beamten geriet, die kein Herz für Korruption hatten. Und Uwe G. fortan, so ein Ermittler, "im letzten Loch schmoren ließen". G. sitzt jetzt am Holstenglacis (Neustadt). Nach Abzug von U-Haft und Auslieferungshaft bleibt eine Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren.

Nach seiner unfreiwilligen Rückkehr fehlt der Justiz jetzt nur noch einer der damals fünf "Magnum"-Angeklagten. Altunay S. (42) lebt in seiner Heimat, der Türkei, sagen Ermittler. In Deutschland warten auf ihn fünf Jahre und sechs Monate Haft.

So, dass wissen wir jetzt alles, aber wie heißt Uwe G. und seine Freunde mit realem Namen, dass würde mich interessieren. Bei den ganzen Füchsen die hier sind, bestimmt kein Problem! MM
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sandline
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Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 1
Wohnort: Insel

BeitragVerfasst am: 13.Okt 2005 17:59    Titel: Warum? Antworten mit Zitat

Warum interessiert es Sie öffentlich zu erfahren, wie der, seitens der Presseorgane verdeckte Nachname eines verurteilten und gefassten Straftäters ist?

Möchten Sie der Familie von Uwe G. etwas "mehr Popularität" beschaffen?

Kunde dieser Firma Magnum können Sie ja nicht sein, ansonsten wäre Ihnen ja der Name bekannt...

Also, warum interessiert Sie dieses?

Oder möchten Sie jemanden, der sich hinter Gittern befindet öffentlich denunzieren?

Sie sind ein wirklich armer Mensch!
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