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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5916
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Verfasst am: 17.Okt 2006 15:50 Titel: Anlagebetrüger verursachen riesige Schäden |
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Die Zahl der Kapitalanlagebetrügereien ist auch 2005 gestiegen. Dabei erfasst das Bundeskriminalamt nur die Spitze des Eisberges. Vieles ließe sich vermeiden, wenn die Anleger bestimmte Warnzeichen erkennen würden.
Nach Ermittlungen des Bundeskriminalamtes sind die erfassten Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrugsdelikte 2005 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 10.675 gestiegen. Der dabei entstandene Gesamtschaden betrug 397 Mio. Euro. "Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs", sagte eine Sprecherin des Bankenverbands. Die Dunkelziffer der nicht erfassten Fälle liegt weitaus höher. Denn oftmals melden geprellte Anleger den Betrug nicht der Polizei. Verbraucherschützer schätzen den Schaden durch Anlagebetrug auf viele Milliarden.
Einmal unter Verdacht geraten und angezeigt, hatten Geldanlagebetrüger 2005 in Deutschland schlechte Karten: Während allgemeine Betrugsdelikte zu 83 Prozent geklärt wurden, konnten die polizeilichen Fahnder nahezu alle erfassten Anlagebetrugsdelikte aufdecken (99,3 Prozent). Die Betrogenen allerdings sahen ihr Geld oft nicht wieder.
Das rät der Bankenverband
Telefonkontakt
Obwohl gesetzlich verboten, knüpfen viele unseriöse Anbieter erste Kundenkontakte per Telefon. Bei solchen Anrufen gilt: nicht auf ein Gespräch einlassen. Seriöse Anbieter schreiben ihre Kunden zuerst persönlich an und kontaktieren Sie nur telefonisch, wenn Sie Ihre Einwilligung gegeben haben.
Gewinnversprechen
Astronomische Renditen blenden Anleger und verleiten sie zu unbedachten Entscheidungen. Generell gilt: Je höher die Rendite, desto höher auch das Risiko der Kapitalanlage. Zweistellige Renditegarantien sind jedoch auf jeden Fall unseriös. Orientierungshilfe: Für Tagesgeld gibt es laut FMH-Finanzberatung derzeit rund 2 Prozent Zinsen. Festgeld wird je nach Anlagevolumen und Laufzeit mit 2,5 bis 3 Prozent Zinsen belohnt. Sparbriefe werfen abhängig vom Sparbetrag und Anlagehorizont 3,4 bis 3,8 Prozent ab. Bei Aktien und Fonds hängt die Rendite von der Kursentwicklung ab.
Provisionsregelungen
Überzogene Provisionsforderungen sprechen dafür, dass der Anlagespezialist eher den eigenen Gewinn als den des Kunden im Sinn hat. Zeigt sich, dass Provisionen verschleiert oder falsch ausgewiesen sind, unbedingt die Finger von der Offerte lassen.
Auslandsadressen
Haben Vertragspartner oder Vermittler ihren Geschäftssitz in exotischen Ländern, können geschädigte Kunden Ansprüche nur schwer durchsetzen. Die Werbung mit ausländischen Steueroasen ist oft nur ein Köder für gutgläubige Sparer.
Zeitdruck
Häufig setzen die schwarzen Schafe des Geldgeschäfts Anleger mit dem Argument unter Druck, nur ein sofortiger Entschluss garantiere Spitzengewinne. Doch die Erfahrung zeigt: Übereilte Entscheidungen werden oft bereut.
Folgegeschäfte
Um potenzielle Anleger in Sicherheit zu wiegen, schütten die vermeintlichen Geldprofis aus einem ersten Kontakt mit geringem Kapitaleinsatz stattliche Gewinne aus. Zumeist wird dem Kunden gleichzeitig ein neues Angebot unterbreitet, allerdings unter Einsatz einer erheblich größeren Anlagesumme. Auch hier gilt: nicht auf solche Angebote einlassen.
(FTD) |
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chef-manni Specialist
Anmeldungsdatum: 02.06.2005 Beiträge: 82
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Verfasst am: 18.Okt 2006 7:50 Titel: Bankenverband |
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Es ist doch immer wieder interessant, dass man Auskünfte des Bankenverbandes zitiert.
Fragen Sie bei BMW bzgl. Qualität einer S-Klasse nach, wenn Sie einen Mercedes kaufen wollen?
Die Ausführungen sind nicht nur zu pauschal, sie blendet auch noch. Natürlich muss auch jede Bank gleichfalls wie Makler und freie Finanzdienstleister auch auf eigene Einnahmen achten. Die Relation muss lediglich kundengerecht und fair sein. Dies trifft jedoch gerade bei Banken sehr oft nicht zu, obwohl Sie das dem "grauen Kapitalmarkt" immer zuschreiben.
Extreme Veranschaulichung:
Großmutter spart am Sparbuch mit 2%;
Enkel zahlt 16% für Kontokorrent, der von der Großmutter via Verpfändung oder Bürgschaft besichert wurde. Das entspricht einem 800%igen Erlös, der mit Bankkosten und Risiken (aufgrund selbstschuldnerischen Bürgschaft nicht wirklich existent) begründet wird.
Nach der ursprünglichen Motivation unserer Verfassungsväter von 1948 verstößt diese Methodik sogar gegen das Grundgesetz. Die vernichteten Geldmengen durch Kapitalanlagebetrug sind sicherlich korrekt, jedoch nicht einzig bankfremden Personen zuzuschreiben. Wie viel Kapital bzw. Gewinn wird jedes Jahr legal durch Banken und Versicherungen (KLV etc.) vernichtet bzw. dem Anlegen vorenthalten (z. B. Niederstwertprinzip, Immo-Abschreibungen ohne Verkauf etc.)?
Das liegt mit Sicherheit in den gleichen Dimensionen!
Warum geht jetzt ein Aufschrei durch die Versicherungsbranche, wenn die stillen Reserven anders bewertet werden sollen? Wird das gemachte Nest zerstört?
Warum arbeiten z. B. englische oder amerikanische Häuser trotz gerechter Ausschüttungen erfolgreicher? Kann dies was mit der Eigenhonorierung und dem Wasserkopf bzw. der mangelnden Effektivität der deutschen Gesellschaften zu tun haben?
Berichten Sie doch auch einmal darüber ausführlich, zitieren Sie Verbraucherschützer!
Vorab: Wir sind weder Vermittler noch "Deutschlandfeindlich", jedoch gibt es diese Diskussionen nur in Deutschland, wo die Naivität der Anleger nicht nur von Kriminellen, sondern auch von offiziellen Stellen ausgenutzt wird. Ein gutes Beispiel liefert auch die Börse. In Sachen Insiderhandel stehen wir keinem Land in etwas nach. Beobachten Sie starke Kursbewegungen vor ad-hoc Meldungen, welche bei KMUs nie überprüft werden.
Übersetzen Sie Kaufempfehlungen z. B. des (Banken-) Marktführers mit eigenem Wörterbuch: strong buy = verkaufen!
Gerade der Markführer mit seiner Investmenttochter haben durch Empfehlungen massiven Einfluss auf das Kaufverhalten von Wertpapierkunden und nützen dies aus. Strafen wie anno 2004 gegen Meryll Lynch wurden hier noch nie ausgesprochen.
Für das Verhalten gibt es unzählige Beispiele (extrem in der Vergangenheit T-Com). Sehen Sie einfach den historischen Kurzverlauf in Relation zu den jeweiligen Kaufempfehlungen und Sie erhalten Ihr eigenens Bild. |
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annova Specialist
Anmeldungsdatum: 10.02.2005 Beiträge: 69
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Verfasst am: 18.Okt 2006 8:34 Titel: Rat des Bankenverbandes, Rendite der Dt.Bank!!!!!!!!!!!!!!!! |
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Der Bankenverband schreibt:
Gewinnversprechen im zweistelligen Bereich sind auf jeden Fall unseriös.
Die Eigenkapitalrenditen der Banken liegen im zweistelligen Bereich.
Die Eigenkapitalrendite der Dt. Bank im 1.Quartal 2006 (B)betrug 40%.
Welchen Schluß sollte ich daraus ziehen, laut des Bankenverbandes?
Mfg
annova |
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Observatorium Specialist
Anmeldungsdatum: 06.10.2006 Beiträge: 136 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 18.Okt 2006 9:44 Titel: Banken |
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... ein sehr heißes Thema. Passt gut zum Ausgleich derzeitiger Außentemperaturen. Bin gespannt!
MhG |
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chef-manni Specialist
Anmeldungsdatum: 02.06.2005 Beiträge: 82
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Verfasst am: 19.Okt 2006 14:12 Titel: An annova |
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Hallo,
das haben Sie sehr richtig erkannt!
Dies ist auch kein Einmaleffekt, gut geführte Banken haben i. d. R. durchschnittlich min. 15-25% EK-Rendite. Top-Banken und Vermögensverwalten noch wesentlich höher. |
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katerundmaus Insider
Anmeldungsdatum: 05.04.2006 Beiträge: 755 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 19.Okt 2006 14:46 Titel: |
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Frage:
Warum wissen "Insider" davon
warum wissen viele davon
warum weiss der Otto-Normalverbraucher davon nichts
warum wissen viele KMU's davon nichts
wollen die Menschen das nicht wissen
ist es verboten, das öffentlich zu diskutieren
es gibt viele Dumme, aber soooo viele?
dann werden sie doch dumm gemacht
weil die Banken zu mächtig sind?
weil Geld nicht stinkt?
Ich lese mit grossem Interesse und lerne jeden Tag dazu, mir krümmen sich oft die Zehennägel. Muss schon sagen, da war ich treudoof. Zumindest in mancher Hinsicht.
Und ich werde mir auch erlauben, in den Foren ab und zu mal ein paar Fragen zu stellen, damit ich mich aufklären lassen kann. Also bitte nicht lachen ja.
Gruß
KaterundMaus |
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chef-manni Specialist
Anmeldungsdatum: 02.06.2005 Beiträge: 82
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Verfasst am: 20.Okt 2006 7:51 Titel: katerundmaus |
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Dies sind keine Geheimnisse. Sie müssen sich nur bei den Banken genau informieren und auch das Kleingedruckte lesen bzw. Angebote genau analysieren. Die Gewinnausweisungen und Bilanzen können Sie als Kunde nachprüfen (lassen) und Ihre Schlüsse ziehen. Gleiches können Ihnen auch unabhängige Makler bzw. Finanzdienstleister, vereidigte Versicherungsberater und Fachanwälte erklären.
Überprüfen Sie bei Wertpapiergeschäften die Interessenskollisionen von Banken mit Investmentgesellschaften und deren Empfehlungs- bzw. Einkaufsverhalten. Vergleichen Sie den Zeitpunkt von Empfehlung und Kauf der Gesellschaften. |
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