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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 23.Mai 2005 12:39 Titel: Geistliche als Anlagebetrüger |
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Eine aberwitzige Vorstellung? Nein, vor kurzem Realität gewesen in den Niederlanden. Dort gibt es eine „Gereformeerde Gemeende“ und dahinter verbirgt sich eine streng calvinistische Kirchengemeinschaft. Verhütungsmittel sind tabu und Frauen wird vorgeschrieben, in welcher Kleidung sie in der Kirche zu erscheinen haben. Ist nicht alles schlecht, was die Holländer so machen, aber weiter.
Nicht wenige dieser Brüder und Schwestern haben massiv Aktien des holländischen Unternehmens Baan investiert. Warum? Aus purer Nächstenliebe? Nein, etliche Pfarrer predigten es von den Kanzeln an die Religionsgemeinschaft und drängten, die Brüder Jan und Paul Baan so zu unterstützen, die waren natürlich ebenfalls Mitglieder der Gereformeerde Gemeende, deren Kirchenkassen zu Zeiten dieser 'Kanzelverkäufe' besonders gut gefüllt sein sollen. Aber das ist ein Gerücht und wer glaubt ernsthaft unter uns, dass eine Kirchengemeinschaft oder deren Oberhäupter käuflich wären? Am Ende bekamen die wohl noch Provisionen?
Jedenfalls zahlten die wohltätigen Aktienkäufer für eine Baan Aktie den stolzen Preis von 50 Euro. Zu der Zeit jedoch hatte diese Softwareschmiede durchaus noch einen guten Namen, war respektabler Konkurrent von SAP.
Jedoch machte das New Yorker Börsenaufsicht dem Spuk ein jehes Ende. Es kam einem der beiden Baan – Brüder durch Unregelmässigkeiten in Steuererklärungen auf die Schliche, und dann kams raus: Die Ergebnisse der Company wurden lediglich durch Buchhaltungstricks künstlich hochgehalten, erzeugten aber längst dicke Verluste. Folge: Der Aktienkurs stürzte steil ab – und das wars, die Unternehmung ist pleite.
Das eigentlich Kriminelle an der Geschichte war, dass Gerüchten zufolge die beiden Baan-Brüder just zu der Zeit, in der die Titel noch in der Religionsgemeinschaft „zum Zwecke der Nächstenliebe“ als Hilfeaktion angepriesen wurden, bereits eigene Aktien verkauften. Dreistellige Millionenbeträge flossen auf Privatkonten.
Und die Moral von der Geschicht? Glaub nicht alles, was der auf der Kanzel spricht! Viele der betrogenen Aktionäre in Christi sind jetzt übrigens arm - wie Kirchenmäuse ..  |
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acf24 Newbie
Anmeldungsdatum: 06.12.2004 Beiträge: 38 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 23.Mai 2005 15:37 Titel: |
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Werter KM,
es muss heißen: „Aktionäre in Christo“. Ansonsten danke für die engagierten Beiträge!
Besserwisserische Grüße aus Preussen |
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