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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 13.Apr 2005 17:26 Titel: Polizei fasst Millionenbetrüger |
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FBI fahndete weltweit nach Frankel
Im Hotel verhaftet
Acht Wochen lebte Martin Frankel unter falschem Namen und völlig unerkannt in einem Hamburger Hotel an der Außenalster, während das FBI auf der ganzen Welt mit einem internationalen Haftbefehl nach dem amerikanischen Finanzbetrüger suchte. Mindestens 300 Millionen Dollar Schaden soll Frankel in den USA angerichtet haben. Nun endete die insgesamt viermonatige Fahndung völlig unspektakulär: Zwei Beamte des Landeskriminalamtes überraschten den 44-Jährigen mit seiner Freundin in seinem Hotelzimmer und verhafteten ihn. "You got me" - "Jetzt habt ihr mich", sagte der Anlagebetrüger, ließ sich widerstandslos abführen. In dem Hotelzimmer fanden die Beamten falsche Pässe, mehrere Computer, Bargeld sowie Diamanten.
Martin Frankel, einer der schillerndsten Spekulanten der USA, machte seit Jahren mit seinen dubiosen Geschäften ebenso Schlagzeilen wie mit seinem Privatleben und den zahlreichen Freundinnen. Er tauchte unter, als ein Feuer seine drei Millionen Dollar teure Villa in New Yorker Vorort Greenwich (Connecticut) verwüstete. Dabei wurden zahlreiche Geschäftsunterlagen vernichtet. Seitdem wurde der 44-Jährige per internationalem Haftbefehl gesucht.
Als Finanzberater soll Frankel sieben kleinere Versicherungsgesellschaften im amerikanischen Süden um 300 Millionen Dollar betrogen haben. In einer von den Firmen vorgebrachten Klage ist sogar von 915 Millionen Dollar die Rede. Frankels Finanzfirma, die Liberty National Securities, soll das Geld der Versicherungsgesellschaften für betrügerische Geschäfte genutzt haben. Nachdem Frankel schon 1992 die Handelslizenz entzogen worden war, setzte er seine Aktivitäten unter mehreren Pseudonymen fort.
Noch spektakulärer ist ein weiterer Verdacht gegen den 44-Jährigen: Angeblich hat der Finanzjongleur der von ihm gegründeten Franz-von-Assisi-Stiftung 1,98 Milliarden Dollar entzogen, berichten Ermittler. Offiziell war als Stiftungszweck die Hilfe für kranke Kinder angegeben. Die Ermittlungsbehörden vermuten aber, dass die auf den britischen Jungfraueninseln gegründete Stiftung von Anfang an als Fassade für einen groß angelegten Betrug dienen sollte. Ein Tipp führte die Ermittler auf seine Spur in Hamburg. |
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